Übertroffen

Der Vorteil des Weniglaufens, gepaart mit meiner langen Krankschreibung ist, dass ich meine Läufe weder bei Dunkelheit noch beim letzten Dreckswetter machen muß. So ließ ich in dieser Woche zwei Tage wegen Schlechtwetter ins Land ziehen. Der Donnerstag war mir dann genehm und ich trabte vier Kilometer in Sandalen zum Kleinen Bornhorster See, kneippte kurz und lief dann vier Kilometer barfuß wieder zurück. Leider zickte auf der ersten Hälfte wieder die Ferse.

Am gestrigen Samstag und heute war es hier recht stürmisch und an der Küste und den größen Flüßen gab es eine Sturmflut. Da wollte ich heute am frühen Nachmittag bei Hochwasser an der Hunte einmal schauen, ob es auch dort etwas besonderes zu sehen gab. Deshalb radelte ich nicht zu Torben, sondern sammelte ihn mit dem Auto ein und wir fuhren zu den Bornhorster Wiesen. Dort und an der Hunte sahen wir, dass es nichts besonderes zu sehen gab 🙂 Aber der Wind pustete noch ordentlich und auch die ganz normale Winterstimmung war sehr schön. Torben war anfänglich nicht begeistert in der baumlosen Steppe dem Wind zu trotzen, aber auch er fand den Lauf echt cool. Cool auch, dass meine Ferse heute zu 100 % friedlich war.

Am späten Nachmittag machten wir nach der Teatime bei meiner Schwiegermutter noch einen kurzen Abstecher zur Weser. Auch hier war alles im grünen Bereich. Allerdings war der Bereich zwischen Weser und Deich großflächig überschwemmt. Dazu gehört auch ein Campingplatz, der im Winter allerdings nicht in Betrieb ist.

Alles im norddeutschen Rahmen also 🙂

Mit dem heutigen Tag endet für mich der erste Laufmonat 2022. Siebenmal war ich laufen und konnte aus zu Beginn genannten Gründen sogar den ein oder anderen Sonnenstrahl genießen. Die Ferse hat bis auf beim Donnerstagslauf keine großartigen Mucken gemacht. Und: Es war der kilometerreichste Monat seit August letzten Jahres, obwohl es gerade mal 54,5 km (31,1 km barfuß) gewesen sind (Die neue Bescheidenheit 🙂 ).

Im ersten Post dieses Jahres hatte ich ja erwähnt, dass ich von 2022 nichts erwarte und somit hat der Januar alle (Nicht-)Erwartungen übertroffen. Die Läufe taten gut! Läuferisch gab es also die ersten kleinen Lichtblicke, für die ich sehr dankbar bin. Schaun wir mal was der Februar bringt… step by step.

14 Kommentare zu “Übertroffen

  1. Lieber Volker,
    sehr schöne Winterstimmungen und der Frühling schaut auch schon um die Ecke bei euch mit Krokussen. Die Tischtennisplatte hat es ja krass erwischt im Hochwasser, aber wird schon irgendwann wieder freigeschaufelt.
    Auch freue ich mich, dass es so ein guter Laufmonat war im Vergleich zum letzten halben Jahr. Und es tat dir gut! Ich gebe zu, dass ich im Januar auch richtig gefaulenzt habe und auch selten bei kaltem Wetter draussen war.
    Liebe Grüße!

    • Liebe Roni, außer diesen kleinen Farbtupfern ist vom Frühling allerdings nichts zu spüren. Das ist aber auch gut so, Ende Januar, Anfang Februar ist eben noch Winter, ob es uns gefällt oder nicht.

      Solange nicht mehr passiert als eine unter Schilf begrabene Tischtennisplatte wollen wir uns mal nicht beschweren 🙂

      Zu Deiner und meiner Faulenzerei gibt es aber einen Unterschied, Du hast sie offensichtlich freiwillig gemacht 😛

      Liebe Grüße nache andere Seite von großen Teich
      Volker

  2. Lieber Volker
    Zuerst Elke, dann Manfred und jetzt du! Ihr seid ja alle voll im Aufwärtstrend und schliesst einen super-Januar ab. Wunderbar!
    Sehr schön, dass deine Ferse beim Samstagslauf ruhig war. Wie viele Kilometer habt ihr an der Hunte gemacht? Deine Fotos haben die stürmische Stimmung wunderbar eingefangen. Was für ein Mix an Wind, Sonne und Kälte! Übrigens ein cooles Bild von Torben. 🙂

    Es freut mich, dass dein erster Monat in 2022 so gut angefangen hat. Bald kommt der Frühling (siehe die lauernden Krokusse) und dann wird alles sowieso einfacher. Da reicht es wieder zum Schwimmen im Bornhorster See. 🙂

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Cape Town!

    • Liebe Catrina,

      im Gegensatz zu den beiden anderen ist mein Aufwärtstrend ja noch recht bescheiden. Aber ich bin da trotzdem zufrieden und glücklich, dass es überhaupt etwas läuft.

      Gestern sind wir 7,2 km gelaufen.

      Bis der Bornhorster See wirklich Schwimmtemperatur hat, wird es wohl noch vier Monate dauern. Aber ich bin ja ein geduldiger Menschen 😆

      Liebe Grüße aus dem bedeckten, feucht-grauen Oldenburg
      Volker

  3. Moin, lieber Volker,

    schön zu hören und zu lesen

    Einmal ist es gut, dass ihr ein Sturm ’nicht erwischt‘ worden seid und auch dass es aufwärts geht. Das Tempo der Fortschritte dabei ist unerheblich und deine Ferse gönnt dir auch immer mehr.

    Bzgl. des Wassers hoffen wir, dass auch dieses Jahr eure Deiche halten und die ‚Aufräumarbeiten‘ bald durchgeführt werden können und nicht so umfangreich sein müssen.

    Schön ist auch, dass ihr immer wieder zu zweit laufen und dann auch gemeinsam gegen Wetterunbillen stemmen könnt!

    Der Frühling kündigt sich vorsichtig an und du findest vielleicht noch was für deine Sammlung! 😉

    Liebe Grüße Manfred

    • Moin lieber Manfred,

      das Fortschrittstempo wird aber im Februar erstmal nicht weiter gesteigert. Vorsicht ist ja bekanntlich der Elefant im Porzellanladen 🙂

      Ich mache mir um die Deiche keine Sorgen, die werden bestens in Schuß gehalten. Die Aufräumarbeiten werden aber wohl erst im März starten, so ist es zumindestens immer an der Hunte, vorher lohnt das nicht. So lange bestehen halt auch noch Chancen für die Erweiterung der Sammlung 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    so eine Kneippeinlage macht doch gleich gute Laune! Wie fühlt sich das Wasser denn so an? Bei den Meldungen von der Sturmflut musste ich gleich wieder an unseren tollen Ausflug nach Bremerhaven denken. 🙂
    Auf deinen Fotos sieht man sehr gut, wie weit das Wasser kommen kann (auch wenn es für dich „normal“ wirkt)!
    Jetzt aber zum wichtigsten: du läufst wieder!! Regelmässig!!! Schmerzfrei!!!! Das gefällt mir an deinem Januar am allerbesten. 😀

    • Wie sich das Wasser anfühlt, liebe Doris? Ich war heute noch einmal genauso weit drin. Es wird mit jedem Schritt weiter rein schon a…kalt 🙂

      So lange die Straßen befahrbar bleiben geht es mit dem Hochwasser halt noch 😉

      Fast! schmerzfrei, aber ich bin will nicht haarspalten, es war schon ein guter Januar 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker,
    hey, good news! Schön, dass es ohne nörgelnde Ferse läuferisch lief. Das ist doch mal positiv. Und zu zweit lässt sich auch so ein Sturmlauf besser ertragen. Zudem, Volker im See, wenn auch nur teilweise, und in Shorts draußen- echt hart im Nehmen bist du!
    Ich dachte auch, wie es wohl bei euch aussehen mag, aber dann hat das Wasser sich in Grenzen gehalten bei euch, auch wenn es mal ein bisschen an Land gucken kam. Und eine nette Runde mit den Müttern hattet ihr, welchen Kuchen gabs? 😉
    Wie immer, die weite Landschaft bei euch, herrlich, und mit Sonne dazu eine Steigerung.
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      ich bin schon bei mehr Wind unterwegs gewesen, aber Torben wohl noch nicht 🙂

      Shorts und See gehören bei mir im Winter ja weitestgehend dazu. Das Hart im Nehmen geht mir aber trotzdem runter wie Öl 😀

      An der Weser war nur eine Mutter dabei, Schwiegermuttern kann leider so gut wie gar nicht mehr aus dem Haus 😦 Kuchen gab es auch keinen, „nur“ Kekse 😉

      Liebe Grüße
      volker

  6. Moin Volker, das liest sich gut! 31km barfuß hab ich jedenfalls nicht geschafft im Januar 😉 Und überhaupt, wen interessieren die Kilometer, du läufst wieder, nur das zählt und ist sehr erfreulich. Ich finde es am Rhein immer klasse wenn der Pegel steigt, bzw wenn er fällt und was das so hinterlässt. Die Flora ist bei euch erstaunlicherweise weiter als bei uns, ich werd mich mal auf Krokus-Pirsch begeben, wäre ja gelacht.
    Immer weiter laufen, liebe Grüße, Oliver

    • Moin Oliver,
      sieh an, da konnte ich mich mit meiner bescheidenen Laufleistung sogar gegen Dich durchsetzen! 😉

      Im Moment können mich Kilometer auch nicht interessieren, aber ich laufe und darüber bin ich schon sehr glücklich.

      Der Rhein hat sicher auch großzügige Überflutungsräume, da dürfte dann auch so einiges liegenbleiben.

      Normalerweise hängt die Flora im Norden immer etwas hinterher, aber wir hatten ja bislang so gut wie gar keinen Winter. Laß es mich wissen, ob Deine Pirsch erfolgreich war 🙂

      Immer weiter laufen, im Rahmen meiner aktuellen Möglichkeiten, jawohl 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

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