Krisenzeiten

Bei dem Titel könnte man an die ganzen aktuellen Krisen denken, die momentan die Schlagzeilen beherrschen. Aber um den ganzen Irrsinn soll es hier nicht gehen. Mir reicht dicke, was sich in meinem eigenen Leben abspielt. Die letzten Wochen waren heftig, sehr heftig, einige Tage sogar dramatisch. Deshalb ist es auch schon vier Wochen her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Zum Lesen und Kommentieren komme ich leider im Moment auch nicht. Ich bitte um Nachsicht.

Ganz langsam glätten sich aber die ersten Wogen. Jens kommt in wenigen Tagen nach über drei Wochen aus dem Krankenhaus und dürfte dann weitestgehend wieder gesund sein. Ich nehme seit drei Tagen ein anderes Antidepressiva und hoffe, dass es mir nach der ersten Woche, die mit Übelkeit einhergeht, dann auch endlich mal nachhaltig etwas besser geht. Einige Nebenkriegsschauplätze der letzten Wochen haben sich auch erledigt, so dass es endlich etwas ruhiger werden könnte.

Läuferisch habe ich den Juli mit satten 15,9 km beendet. Im August bin ich noch gar nicht gelaufen. Dafür gehe ich weiterhin fleißig schwimmen und bin sogar erstmals 1.000 m gekrault. Ich habe dafür aber so lange gebraucht, dass ich mir dabei einen leichten Sonnenbrand zugezogen habe 😆

Einmal habe ich mir abends den Kopf bei einer kleinen Fahrradtour durch mein Laufrevier freigestrampelt.

Apropos Fahrrad: Nachdem ich im Frühsommer mit meinem Ansinnen gescheitert bin, mir ein neues Fahrrad zu kaufen, konnte ich das von mir auserkorene Pferdchen jetzt doch noch ergattern. Der Händler hatte noch einmal eine Lieferung Fahrräder erhalten und das von mir gewünschte war tatsächlich dabei.

Gängemäßig habe ich von über 20 auf 8 abgerüstet, was für den Norden defintiv reichen sollte. Dafür hat das neue Bike statt Kette einen Zahnriemen. Das wollte ich unbedingt, da der Zahnriemen langlebiger und wartungsärmer ist. Viel wichtiger noch, da das Ölen und die Ritzel entfallen, braucht es nicht mehr so viel Putzen, was mir sehr entgegen kommt 😀

Trotz oder wegen der ganzen Widrigkeiten der letzten Wochen bin ich eines Abends auch einfach mal dem Wahnsinn verfallen. Jens hat es sehr zum Lachen gebracht und damit war es das schon wert 🙂

Hier noch ein Bild, diesmal von zwei etwas zivileren Gestalten bei meinem heutigen Besuch bei Jens:

Als ich von dem Besuch nach Hause kam, fand ich von meinem Arbeitgeber zwei Briefe im Postkasten. Meine Versetzung in den Ruhestand ist durch. Allerdings darf ich schon im Mai nächsten Jahres wieder beim Amtsarzt antraben. Naja, immerhin erstmal neun weitere Monate Ruhe. Danach werden wir weitersehen. Aber soweit will ich im Moment gar nicht denken, sondern hoffe einfach inständig, dass sich die Krisenzeiten so langsam verabschieden, zumindestens die eigenen…

8 Kommentare zu “Krisenzeiten

  1. Lieber Volker,
    ich traue mich ja fast nicht, hier zu kommentieren. So rar habe ich mich gemacht. Aber dieser Beitrag erschreckt mich doch sehr. Jens schon drei Wochen im Krankenhaus? Zwischen den Zeilen liest sich das dramatisch. Wir sollten wirklich mal wieder telefonieren.
    Mich hatte Corona auch erwischt, zum Glück noch milder in den Symptomen als bei Dir. Allerdings habe ich mir drei Wochen Laufpause gegönnt, um nichts zu riskieren.

    Dir und Jens alle Gute!

    Liebe Grüße
    Rainer

  2. Lieber Volker
    Gratuliere zu den grösstenteils überwundenen Krisenzeiten!
    Das freut mich sehr, dass es Jens wieder besser geht und wieder lachen kann. Ich hoffe, dass wir bald das nächste Selfie von einem netten Ausflug sehen können.

    Und was für ein schönes Velo!! Die blaue Farbe, die schlichte Form – gefällt mir sehr gut. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas wie ein Zahnriemen gibt. Ist das eigentlich teurer als eine normale Kette?

    Und jetzt hopp, hopp, mache noch ein paar Laufkilometer für den August!

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Zürich!

  3. Lieber Volker,
    ich fange hinten an: wie schön zu lesen, dass es Jens wieder gut geht und nun auch endlich abgeklärt und behandelt werden konnte, was die Ursache für seine Beschwerden war. 🙂
    Auch gut, nun endlich schwarz auf weiß zu haben, dass du für die nächsten 9 Monate die Belastung aus deiner ehemaligen Arbeits ausblenden kannst.
    Zum neuen Rad muss ich nicht mehr viel sagen oder? 😉 Hier auf dem größeren Foto sehe ich auch viel besser die Details. (ich hab wohl den Lenker nicht so beachtet, bei unserem abendlichen Chat).
    Und so sehr ich deine Fortschritte beim Schwimmen bewundere, bestaune und auch als selbst langsamlerndende, zu würdigen weiß, in der Haarfarbe müsstest du mir jetzt aber nicht unbedingt nacheifern! 😆 Wie gut, dass deine abwaschbar ist. .

  4. Lieber Volker,
    Ich freue mich so sehr, dass es Jens besser geht 🙂
    Gaaaanz liebe Grüße.
    Jetzt dachte ich doch, ich kenne mich mit Fahrrädern aus… aber anscheinend bin ich doch unwissend 😐
    1000 Meter Kraulen. Man Volker, jetzt bekomme ich langsam Angst.
    Die Daumen für das Ende deiner Krisen sind gedrückt!
    Liebe Grüße
    Helge

  5. Liebe Volker,

    da schließe ich mich doch gleich mal an: liebe Grüße an Jens, es freut auch mich, dass es ihm wieder besser geht. Er ’soll‘ sich mal ganz gesund lächeln! 🙂

    … und für dich freut es mich, dass da wenigstens erst einmal für 9 Monate Ruhe ist. Sollen sie dir in dieser Zeit den Buckel runter rutschen, ach nee, am besten gar nicht so nahe kommen, sondern bleiben, wo der Pfeffer wächst, oder so!!! 😆

    Schön ist, dass du rauskommst, ob zum Schwimmen, oder zum Radfahren! Jetzt kannst du dich zudem am neuen Gefährt erfreuen! Gratuliere dazu! – Wenn es dann wieder mal ‚juckt‘, probier das mit der Lauferei wieder aus, nur dann nicht übertreiben. Ich wünsche dir, dass du einen Physio findest, der einen guten Blick und ein gutes Händchen dafür hat!

    … und nicht zuuu viel Quatsch machen, nachher bekommst du die Schmiere nicht mehr ab! 😛

    Bis denne und tschüssikowski und
    liebe Grüße Manfred

  6. Lieber Volker,
    es ist schön zu lesen, dass du und auch Jens langsam zur Ruhe kommt.
    Das neue Rad sieht ja toll aus. Also diese Optik. Cool. Gut, dass wir keinen Platz mehr für weitere Bikes haben :-).
    1000m Kraul – wer hätte das noch vor ein paar Jahren noch gedacht…
    Liebe Grüße
    Karina

  7. Lieber Volker,
    mannmannmann, du steckst aber auch eine ansehnlich Latte an Herausforderungen in einen viel zu kurzen Zeitraum, bei anderen Menschen reicht das für ein paar Jahre…
    Aber du bist da so ein wackeres Stehaufmännlein, immer wieder suchst und findest du deinen Weg durch den Murks. Die Arbeit im Job ist nun erstmal erledigt, du unterstützt Jens und er ist nun auf dem Weg der Besserung, 1000 m kraulen – noch vor gar nicht langer Zeit für dich doch ein unvorstellbares Unterfangen (was es für mich bleiben wird) und nun kommt ein schickes 2rad ins Haus. Ein paar andere Baustellen hast du noch nebenbei abgefrühstückt.
    Und dazwischen ermunterst du noch uns alle mit lustigen Selfies vor dem Badezimmerspiegel.
    Das Leben hat eben so seine Ups and Downs, die Downs hast du hinter dir, nun kommen die Ups!
    Liebe Grüße
    Elke

  8. Lieber Volker,
    das ist ja die beste Nachricht, dass Jens wieder gesund ist! Und der Rest ist auch toll – Arbeitsbrief, neues sehr schickes Rad, 1000m Kraulen und Rasierschaumselfies – lach. Möge es von hieraus weiter bergauf gehen (und auf dem Rad natürlich nur runter und kein Gegenwind ;).)
    Liebe Grüße!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s