Was für`n Krampf

… oder Übermut tut selten gut. Zwei Tage nach meinem Barfuß-Wettlauf-Debüt wollte ich gestern bei einem gemütlichen Lauf nur etwas die Beine ausschütteln. Allerdings hatten die wohl irgendwie noch das Tempo vom Sonntag in sich und dann war da auch noch dieses Binnenschiff names „Saturn“, das ich irgendwie nicht so wirklich überholen lassen wollte. Kurzum ich war recht zügig an der Hunte unterwegs als mir bei Kilometer 4,3 aus heiterem Himmel ein Krampf in die linke Wade schoß, wie ich ihn in 14 Jahren beim Laufen noch nie erlebt hatte.

Nach erfolgter Notbremsung versuchte ich den Krampf rauszudehnen, vergeblich. Ein vorsichtiges Anlaufen brach ich nach 40 – 50 Metern wieder ab. So blieb mir nichts anderes übrig als zum Startpunkt zurückzuwandern. Da ich mir einfach nur eine Pendelstrecke vorgenommen hatte und mich noch auf dem Hinweg befand , durfte ich also die besagten 4,3 km wieder zurück latschen. Zum Glück ging das noch recht zügigen Schrittes, weil für eine Wanderung gegen den zwar schwachen, aber doch recht frischen Ostwind, war ich doch etwas leicht bekleidet.

Merke: Auch wenn ich nicht granatenschnell unterwegs war, ein alternder Genußläufer sollte nicht gleich zweimal hintereinander Tempo laufen, wenn er es nicht gewohnt ist. Zumal sich in den letzten Wochen unabhänig vom Tempo immer mal wieder leichte Krämpfe in den Waden angedeutet hatten, was ich eigentlich überhaupt nicht kenne. Aber es gibt nichts Schlechtes, das nicht auch etwas Positives hat: Zum Glück ist mir das nicht am Sonntag passiert 🙂

Die noch mürrische Wade war denn auch der Grund, warum ich heute nicht zum Utkiek gefahren bin. Stattdessen habe ich eine kleine Testrunde an der Hunte gedreht. Diesmal im Schleichtempo ging das Ganze über 3,7 km gut, bis dann die Wade erneut dicht zu machen drohte. Deshalb bin ich die letzten 300 m bis zum Auto vorsichtshalber nur noch gegangen. Nicht schön, aber auch keine Katastrophe. Nach dem durchstandenen Fußproblem nehm ich das jetzt erstmal noch etwas locker und versuche die Wade die kommenden Tage ebenfalls etwas zu lockern und trete dafür auch nochmal etwas kürzer.

Bei der heutigen Gelegenheit habe ich auch gleich mal kurz die Brustlampe angetestet, die ich heute für schlanke 10 Euronen bei Feinkost Albrecht (für Nichtkenner: Aldi 😀 ) erstanden hatte. Bis auf einen kleinen Silikon-Zippel, der die Abdeckung für die USB-Aufladung halten soll, aber gleich beim ersten Öffnen abgerissen ist, macht die Billig-Funzel einen erstaunlich wertigen Eindruck und ist auch im Licht um einiges besser als meine inzwischen schon leicht angejahrte Decathlon-Brustlampe. Für das was die Aldi-Lampe an Licht- und Verarbeitungsqualität bietet, habe ich bei Lenser vor einigen Jahren noch einen Hunni auf den Tisch gepackt, bzw. an den Versandhändler überwiesen, krass.

Am Licht soll es für die dunkle Jahreszeit also nicht scheitern, jetzt muß ich halt nur meiner Wade gut zureden.