Ich merke nichts

Ok, böse Zungen behaupten, dass wäre bei mir nichts besonderes, aber das meine jetzt nicht 😛 Was ich meine ist, dass ich am Tag 6 meiner Antibiotika-Therapie eigentlich (noch) nichts merke. Ich fühle mich gut, nicht schlapp und auch die Verdauung arbeitet bis dato weiter zuverlässig. Lediglich ein leichtes Magendrücken ist ab und zu zu spüren.

Trotzdem habe ich mich bei meinem heutigen Lauf diszipliniert und mir eine Tempovorgabe von 6:30 auferlegt und die Treppe zur Huntebrücke wurde auch nicht gejoggt sondern gegangen. Meine Barfußambitionen kommen darüberhinaus der Tempomäßigung entgegen. Auf Asphalt bin ich da noch sehr langsam unterwegs.

Die Tempovorgabe habe ich über den gesamten Lauf mit 6:28 ziemlich genau eingehalten. Der Barfuß-/Laufschuhanteil lag auf den 14 km genau bei Halbe Halbe.

Zum Schluß wurde das Tempo richtig langsam und ich doch recht müde. Ob das nun den Pillen lag oder den vorangegangen Tagen geschuldet war, vermag ich nicht zu sagen. Schließlich war mein Reiseprogramm für meine Verhältnisse in den letzten Tagen beachtlich.

Samstag: Oldenburg – Amsterdam

Sonntag: Amsterdam – Oldenburg

Montag: Oldenburg – Berlin

Dienstag: Berlin – Oldenburg

Und das alles nicht zum Vergnügen. Da braucht es keine Tabletten um kaputt zu sein. Schlußendlich war es sogar auch mal wieder warm ❗ Unter all diesem Umständen kann ich den heutigen Lauf definitiv als top bezeichnen 🙂

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Testlauf, Regenlauf, läuft!

Vorgestern waren meine Scheuerstellen durch die Luxustreter nach sechs Tagen soweit abgeheilt, dass ich den ersten Testlauf mit den Vibram Five Fingers unternehmen konnte. Auf die Dinger war ich schon besonders gespannt. Schon viel von ihnen gelesen, werden sie in der Regel geliebt oder gehasst, dazwischen scheint es nicht viel zu geben.

Zu diesem Testlauf hatte ich mir eine automobile Anreise in mein Lieblingslaufrevier gegönnt. So konnte ich mich auf das Laufen in den Zehenschuhen konzentrieren ohne durch jeglichen Verkehr und sonstige Umstände abgelenkt zu werden und die Strecke dabei einigermaßen kurz halten. Lange Rede, kurzer Sinn, mir hat das Laufen in den Dingern echt viel Spaß gemacht und ich war gleich länger in ihnen unterwegs als ich es mir vorgenommen hatte. Neun Kilometer im Verhältnis sieben Kilometer Asphalt zu zwei Kilometern Feldweg.

Dabei durfte ich feststellen, dass ich noch nicht auf lange Strecken im Vorfußlauf geeicht bin. Die letzten ca. 2,5 Kilometer landete ich auf dem Mittelfuß, weil es für das Fahrwerk wohl etwas zu anstrengend wurde. War auch ok, klingt nur etwas lauter 🙂

Die VFF sitzen super, eine kleine Blase gab es aber trotzdem, was allerdings überhaupt keinen Vergleich zu den vielen Scheuerstellen mit den Joe Nimbles darstellt. Allerdings fand ich diese nun wirklich minimalen VFF ganz fürchterlich warm. Wenn sich das bei den nächsten Läufen bestätigt, brauche ich im Winter wohl keine kalten Füße fürchten 😀

Hassen oder lieben? Für ein entgültiges Fazit ist es nach einem ersten Lauf zu früh, aber hassen werde ich sie sicher nicht. Ob es im wahrsten Sinne des Wortes eine heiße Liebe wird, werde ich aber noch abwarten 😎

Jede Selbstbeherrschung verlor ich gestern angesichts des herrlichen Regens, der pünktlich zur Feierabendzeit einsetzte. Ich mußte einfach noch einmal laufen, auch wenn das Zeitfenster wegen eines Termins am Abend eng war. Für ein halbes Stündchen sollte die Zeit auf jeden Fall reichen. Und für ein halbstündiges Läufchen brauche ich jetzt auch keine Laufschuhe mehr anzuziehen 😎 Einziges Manko: Ich bin noch einmal ins Auto gestiegen um zum Start zu fahren.

Aus den geplanten fünf Kilometern sind dann vor lauter Begeisterung doch sieben Kilometer geworden. Fünf Kilometer Feldweg und zwei Kilometer nasser Asphalt mit ein paar piewarmen Pfützen.

Das war er also, mein erster Barfußlauf im strömenden Sommerregen. Ist Laufen im Regen für mich schon immer der pure Genuß, so ist Barfußlaufen im Regen dazu noch einmal eine Steigerung. Größte Herausforderung war gestern dabei im prasselnden Regen irgendwie aus den patschnaßen Klamotten zu kommen und dabei nicht das halbe Auto unter Wasser zu setzen. Dieses Unterfangen ist lediglich so leidlich gelungen 😆

Böse

Da hüpfte mein Herz vor Freude angesichts der vorhergesagten, üppigen Regenfälle und dann ist es schon ab dem späten Vormittag wieder trocken. Die Regenmengen, die anderorts teilweise schon zuviel des Guten sind, mogeln sich haarscharf an Oldenburg vorbei. Das ist nicht nett.

Regenradar 30.06.17 01

 

Regenradar 30.06.17 02

Nun denn, des anderen Freud ist des Deichläufers Leid. Aber ich will nicht ungerecht sein, gestern am Utkiek haben wir so richtig den A…., den Popo naß bekommen. Und ganz trocken blieb es dann bei meiner heutigen Runde ja auch nicht. Und schlußendlich reicht seichter Regen über 20 km auch für einen nassen A…. ääääh Popo 😛

 

Für meine Barfußetappen gibt es ja eigentlich nichts schöneres als einen Feldweg, es sei denn es ist ein nasser Feldweg 🙂 Da bleiben sogar die Füße nahezu sauber 😆

An der Hunte, deren Anblick mich hier dann doch etwas mehr erfreut als am Dümmer, dann Barfußetappe Nr. 2. Das wird schon Routine, egal bei welchem Wetter.

Die heutigen 20 km, genau genommen waren es sogar 20,1 km hieften mich dann auch noch über mein Halbjahresziel. Auf dem letzten Drücker liege ich üppige 2,7 km über den anvisierten 1.000 km. Aber egal, erreicht ist erreicht 🙂

30.06.17 10

Suchspiel

Schlapp gelacht hatte ich mich bei meinem heutigen Lauf. Warum erzähle ich gleich. Aber zuerst hatte mich darüber gewundert, dass am Großen Bornhorster See schon wieder große Baumstammstapel liegen. Schon im Januar wurden an der selben Stelle solche großen Stapel aufgeschichtet. Ich frage mich, wo die die alle wegholzen, so ein richtiger Wald ist ja nirgends in der Nähe 🙄

Aber egal, direkt hinter diesen Holzhaufen liegt meine Lieblingsbarfußtrainingsstrecke. Der Feldweg, zwischen dem Geestrandgraben und der Landstraße in die Wesermarsch, ist angenehm eben und fest. Ich laufe ihn immer bis zum Ende, schlüpfe aus Laufschuhen- und socken, verstecke die etwas im hohen Gras und laufe den Weg dann wieder zurück, mache dann eine erneute Kehrtwende und laufe wieder zu meinen Schuhen.

Dabei kommen immer gute 2 km zusammen. Allerdings hatte ich heute irgendwie nicht richtig gerechnet und da wo ich nach Kilometerangabe meiner Laufuhr meinte, dass dort meine Schuhe waren, waren sie nicht 😯 Geklaut konnte sie niemand haben, es war weit und breit keiner zu sehen gewesen. So lief ich die Böschung ab. Erst in die eine Richtung, nichts, dann in die andere Richtung auch nichts. Kopfkratzend stand ich da, als ich die etwas höhere Pflanze entdeckte, die ich als Markierung für meinen Schuhversteck auserkoren hatte und siehe da, da waren die Lauflatschen. Ich glaube ich habe sie bestimmt fünf Minuten auf 300 m Strecke gesucht und sah mich schon barfuß nach Hause laufen 😆

Ein paar Kilometer weiter, an der Hunte, mache ich immer eine weitere Barfußeinheit auf Asphalt. Die Schuhe habe ich da sofort wiedergefunden. Dieser fotogene, gar nicht scheue Hase hatte sie freundlicher Weise nicht versteckt 🙂

23.06.17 08

Auf den 19 km war ich 4,2 barfuß unterwegs und wurde dabei sogar von etwas Regen verwöhnt. Ein kurzer Schauer mit frischen Böen ließ mich in meinem Leibchen sogar fast schon etwas frösteln, herrlich! 🙂

Patsch Patsch – Patsch Patsch

Es verändert sich was an meinem Laufstil. Deshalb erklang das Patsch Patsch -Patsch Patsch heute nicht nur, weil ich im strömenden Regen unterwegs war, sondern auch weil ich wohl inzwischen komplett auf dem Mittelfuß lande. Das klingt zwar erstmal nicht so elegant, aber ich bin zufrieden, die Richtung stimmt und ich komme nicht mehr zuerst mit der Ferse auf, die das schon lange nur noch mit gut gedämpfen Laufschuhen toleriert.

Somit spüre ich die Veränderung im Laufstil auch während ich in diesen gut gedämpften Laufschuhen stecke. Das konsequente Einbauen von kurzen Barfußetappen in nahezu jeden Lauf macht sich bemerkbar. Sehr genau merke ich wie der Fußballen nun das meiste Körpergewicht auffängt. Die Zehen spreizen sich und reizen den kompletten Raum der Zehenbox aus. Ein Gefühl als wäre ich nicht auf Füßen sondern auf Tatzen unterwegs. Witzig und angenehm.

Aber ich spüre auch den stärkeren Zug in der Achillessehne und auch das Zehenskelett läßt spüren, dass die Fußmuskulatur noch viel Zeit braucht bis sie stark genug ist, schützend und stützend zu agieren. Nichts fürchte ich mir als dass mir ein irgendein Mittelfußknochen durchknackt. So bleibt es erstmal, speziell auf Asphalt, weiterhin bei noch recht kurzen Barfußabschnitten. Zumal sich das Barfußlaufen auf Asphalt auch irgendwie noch nicht richtig flüssig und rund anfühlt.

Durchgezogen werden die schuhlosen Einlagen aber auf jeden Fall, auch heute bei strömendem Regen, 9° und kräftigem Wind.

Die schwierigste Nummer war es mit naßen, kalten Händen, die naßen Socken und die naßen Schuhe an die naßen Füße zu bekommen 😀 Man muß nicht bekloppt sein für solche Aktionen, aber es erleichtert die Sache doch sehr :mrgreen:

16 spaßige, locker und fluffig gelaufene Kilometer bei bestem Deichläufer-Wetter. Herz, was willst du mehr.