Norddeutsche Berge und ein Krokodil

Ich bleibe den Bergen treu. Nach den zwei Berliner Bergläufen ging es nahezu nahtlos weiter mit einem heimischen Berglauf. Vorweg kann ich allerdings bezüglich meiner aufgeritzten Fußsohle Entwarnung geben. Was am Tage des Ungemachs noch nach einem fiesen tiefen Krater in der Fußsohle aussah, zeigte sich am Tag drauf schon recht unspektakulär und am dritten Tag schloß sich die Hornhaut schon wieder über der wunden Stelle. So wagte ich am gestrigen Mittwoch einen Barfußlauf, den ich mir wegen der herrlich hohen Temperatur von gut 10 ° und trockener Strecke auch ungerne hätte entgehen lassen.

Nach zweieinhalb Kilometern kontrollierte ich erstmalig das Befinden meiner Fußsohle, es war alles in Ordnung und blieb es auch, wie mir weitere gelegentliche Blicke zeigten.

Auf 11,4 km mit einer Pace von 6:03 hat die defekte Stelle in der Fußsohle gehalten, wunderbar. Also stand dem heutigen Berglauf nichts im Wege 😀 Dazu habe ich die selbe Strecke wie gestern gewählt. Wie jetzt Huntestrecke und Berge ❓ Jepp ❗ Die norddeutschen Berge sind doch schließlich bekanntermaßen der Wind und heute fegte ein ordentliches Stürmchen übers Flachland 😀

Und deshalb ging es …

😀

Mit kleinen Schritten, wie man das beim Bergauflaufen so macht, so wenig wie möglich mit dem Wind kämpfend, trabte ich voran. Der Wind pfiff über die Jacke wie um eine Hausecke und die Kaputze flatterte kräftig vor sich hin 😀 Die noch mäßig gefluteten Bornhorster Wiesen fungierten als blaue Bergseen 😆

Nach fünf Kilometern habe ich gewendet (ich lief exakt auf der Griesheimer Silversterlaufstrecke 😎 ) und konnte mich ab da dem Downhill hingeben 😀 Leicht und flockig ging es zurück, allerdings habe ich mich tierisch erschrocken, als da plötzlich ein Krokodil im Gras lauerte. Ist der Klimawandel jetzt schon soweit fortgeschritten, dass sich sogar solch liebliche Tierchen an der Hunte wohlfühlen? Ich kann es allerdings nicht anders sagen, aber ich fand das Raubtier eigentlich voll symphatisch 😀

Ob Krokodile auch Rehe fressen? 😯

Mich hat es auf jeden Fall nicht gefressen und ich beendete den Lauf nach 10 km unbescholten. Ich muß aber zugeben, dass ich schon bei stärkeren Sturm gelaufen bin. So war dieser Lauf nicht unbedingt Hochgebirge, aber geweht hat es trotzdem schon ganz ordentlich 🙂