Mal andersrum

Manfred widmte sich neulich dem Thema Wartezeit und zeigte uns dabei schöne Bilder von Darmstadt, die er aufgenommen hatte, während seine Schwiegermutter Arzttermine wahrgenahm. Nun war es mir heute vergönnt das zweite Mal auf meine Mutter zu warten, die ihr zweite Corona-Impfung bekommen hat. Wie beim ersten Mal hat es ziemlich genau eine Stunde gedauert. Ich könnte ja jetzt schon wieder lästern wie lange es bei dem Tempo dauert bis Oldenburg irgendwann einmal durchgeimpt ist. Aber stattdessen möchte ich auch schöne Bilder von Oldenburg zeigen, die ich während der Wartezeit aufgenommen habe.

Et voilà:

Dat Impfzentrum …
… in der Weser-Ems-Halle

Da stehen die Impflinge an, mit ihren FFP2-Masken an der frischen Luft. Ich finde es ja ein Ding, dass es überhaupt zu so langen Warteschlangen kommt. Könnte ja auch mal regnen oder sehr warm sein und die jetzigen Impfkandidaten sind ja in der Regel auch nicht mehr die jüngsten und fittesten.

Auch sehr schön: Der Parkplatz …
… und links die riesige Freifläche für den Oldenburger Kramermarkt. Rechts im Hintergrund sieht man die EWE-Arena, Spielstätte der EWE-Baskets

Bevor nun ein falscher Eindruck entsteht. Oldenburg ist insgesamt schon etwas schöner, allerdings liegt das Impfzentrum halt an diesem Veranstaltungsort, kann man nix machen. Deswegen habe ich die meiste Zeit auch im Auto auf meine Mutter gewartet und auf dem Telefon Solitäre gespielt 😀

Trotz der einstündigen Wartezeit und Dank der letzten Woche meiner Wiedereingliederung blieb aber noch genügend Zeit um am Nachmittag zu laufen. Dabei kam sogar die Sonne raus und die Temperaturen ließen sogar etwas den Frühling erahnen. So machte ich mich auf eine Barfußrunde. Während ich sonst immer etwas brauche um so richtig in den Lauf zu kommen und erst nach einigen Kilometern und dann im Idealfall bis zum Ende hin so richtig gut unterwegs bin, fluppte es heute von Anfang an. Als ich auf dem Radweg durch Bornhorst lief, war dieser und die danebenliegende, stadteinwärtsführende Fahrbahn der Landstraße wegen Baumpflegearbeiten für ein kurzes Stück gesperrt und ich mußte auf die freie Fahrbahn ausweichen. Dabei war die Fahrbahn durch die danebenliegende Sperrung so schmal, dass mich die Autos nicht überholen konnten und ich wetzte barfuß im Tribünenschritt durch die Baustelle, während die entgegenkommenden Autos sowieso davor warten mußten. Ganz großes Kino für einen Barfußläufer 😆

Kurze Zeit danach ging es aber auf altvertrauten Nebenstrecken weiter. Dabei hätte ich zu Beginn folgenden Gedanken nicht denken sollen: Wenn es sonst immer etwas braucht bis ein Lauf bei mir so läuft und es diesmal von Beginn an flott und flockig läuft, hoffentlich ist es dann nicht umgekehrt. Nun, diesen gedachten Gedanken nicht mehr zu denken, dafür war es nun zu spät und nach ca. 10 km fingen, besonders beim linken Fuß, die Fußaußenkanten im Bereich der Ballen an zu brennen und dieses Brennen steigerte sich kontinuierlich. Abkürzen? Dann hätte ich wieder durch die Sperrung durchlaufen müssen, diesmal aus der anderen Richtung, das wollte ich nicht. Außerdem hätte mich das auch nur zwei Kilometer gespart. Also trabte ich weiter und ertrug auf den letzten zweieinhalb Kilometern tapfer den ein oder anderen miesen Bürgersteigbelag und rang mir auch noch ein Lächeln und zwei, drei lockere Sätze ab, als mir auf dem letzten Kilometer Manfred, ein Wahnsinns-Ultraläufer, begegnete. Zuhause lief ich dann noch einmal meine Wohnstraße rauf und runter um die 16 Kilometer vollzumachen und hatte fertig. Es lief also tatsächlich mal andersrum, erst locker vom Hocker und dann rumpelig und etwas gequält. Zum Glück ist der holprige Beginn und der gute weitere Verlauf der Regelfall, so rum ist mir das nämlich viel lieber als so wie es heute lief.

Warum die Außenkanten der Füße auf dieser für sie gewohnten Strecke heute so krawallig waren, weiß ich auch nicht. Das kommt zwar nicht oft, aber immer mal wieder vor. Ich hätte ja auch Sandalen mitnehmen können, aber der Barfußläufer in mir hat ja auch seinen Stolz 😎

Ob es morgen wohl schon wieder andersrum vom Andersrum läuft ❓

Der kleine Rebell

Nach einem wunderbaren Tag entwickelte sich der Pfingstsonntag am Abend etwas unerfreulich. Der Darm meinte plötzlich den kleinen Rebellen raushängen lassen zu müssen und sorgte für ein gewisses Intervalltraining in den eigenen vier Wänden. Und dann ließ sich der Magen nur durch viel frische Luft und tiefes Durchatmen davon abhalten auch noch seinen Senf dazuzugeben. Weitere Details erspare ich meiner geneigten Leserschaft. Allerdings wurde es ultraspät bis endlich wieder soweit Ruhe im Karton herrschte, dass ich sanft entschlummern konnte.

Gut also, dass heute noch ein freier Tag war und ich kroch noch später als üblich aus den Federn. Nach dem „Frühstück“ wollte ich aber auf einer kurzen Strecke antesten, was der Verdauungsapparat von dem Geschaukel während des Laufens hält. Kurzum: Er hielt soviel davon, dass alles hielt.

Es wurde sogar ein recht schöner Lauf .

Bei wechselhaftem, frischem Wetter stattete ich dem am gestrigen Tag für Ohmstede und Bornhorst  gesetzten Pfingstbaum einen Besuch ab.

Er soll dem Dorf Schutz vor Blitz- und Hagelschlag sowie Mäusefraß bieten. Möge dem Baum das gelingen, ich hätte nichts dagegen 🙂

Dörfliche/ländliche Idylle begleitet auch auf meinem Lauf.

So lief ich locker dahin, alles war gut und am Nachmittag schmeckte schon wieder der Kuchen 😎

Auf vielfachen Wunsch

… einer einzelnen Dame reiche ich heute noch ein Bild von den Kastanien nach, die auf dem Anhänger wachsen, den ich für Christians -ugly destination- Reihe fotografiert hatte.

20.08.14 01Es herbstelt schon auf dem Anhänger

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Ansonsten gibt es über den heutigen Lauf nicht viel zu berichten. Huntebrücke rauf, wieder runter, zum Blankenburger See, Huntebrücke wieder rauf und wieder runter, noch eine kleine Schleife Richtung Bornhorst. Das war`s. Ein paar Bilder gibts trotzdem.

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Wenn es an diesem Lauf überhaupt etwas Besonderes gab, ist es die Tatsache, dass es nichts Besonderes gab. Einfach zu einem Feierabendlauf aufzubrechen und mal eben eine 10,4 km-Runde  in einer knappen Stunde zu drehen, dass ist schon etwas, was ich grundsätzlich zu schätzen weiß. Kurz und gut!

Der Punk geht ab

… in der Natur. Es grünt und blüht mit Macht. So früh habe ich es selten erlebt. Aber auch wenn mich die Sonne während meines Laufes im Stich ließ, kam ich aus dem Fotografieren der Blütenpracht gar nicht heraus. Das hemmte zwar etwas meinen Lauffluß, aber da gab es eh keinen Grund Bäume auszureißen. Locker ein paar Kilometer sammeln war die Devise, da taten ein paar Knipspausen nicht weh.

Aber nicht nur in der Natur wächst es, auch die drei Windkraftanlagen am Kleinen Bornhorster See schießen kräftig in die Höhe.

18.03.14 Windkraft

Beim Wachstum meiner Laufumfänge lasse ich es hingegen noch vorsichtig angehen, um das zarte Pflänzchen Lauffreude nicht zu zertrampeln. Aber auch dieser 12 km-Lauf ist gut verlaufen.

18.03.14  me1

18.013.14 me3Und so traue ich mich so langsam wieder zu smilen like a honeycakehorse 😀