Streßtest

06.11.18 03

Die sibirischen Graugänse sind wieder da, um in den Bornhorster Wiesen zu überwintern. Damit halten sie sich an die üblichen Zeiten und lassen sich nicht durch das verrückte Novemberwetter irritieren, dass mich heute noch einmal im sommerlichen Laufoutfit auf Strecke gehen ließ.

Mit ihnen sind nun auch wieder zahlreiche Vogelbeobachter mit teils gewaltigen Kameras und Objekten in meinem Laufrevier unterwegs. Meine kleine Digi-Knipse gerät bei dem Versuch auch ein paar anständige Bilder von den beeindruckenden Schwärmen dieser großen Vögel zu machen mächtig in Streß. Der ein oder andere Schnappschuß gelingt aber halbwegs.

Bei den Silberreihern wurde es für die Digi-Cam noch schwieriger, waren sie auf den Donnerschweer Wiesen doch etwas außer Reichweite für den bescheidenen Zoom.

Den komischsten Vogel des Tages hat sie aber ganz gut zu fassen bekommen: Die „Schwan von Oldenburg“ war dieser Tage im Oldenburger Stadthafen leckgeschlagen. Nun wurde sie erstmal im Osthafen an Land gehievt. Ihr Schicksal ist noch ungewiss, da über eine Reparatur oder eine Verschrottung noch nicht entschieden ist.

06.11.18 09

Wie eingangs erwähnt war es heute noch einmal sehr warm für Novemberverhältnisse. Lediglich der kühle Gegenwind ließ erahnen, dass es doch eher Spätherbst als Frühling ist. Bei diesem närrischen Wetter bin ich gespannt, ob es für dieses Jahr die letzte Gelegenheit war im Sommeroutfit zu laufen. Apropos närrisch. Beim Abdrücken meiner Garmin zeigte diese exakt 11,11 km an. Fünf Tage zu früh, aber wir Nordlichter haben es ja eh nicht so mit Karneval 🙂

 

 

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Das war so nicht geplant

Eine Pendelstrecke sollte es werden. Einmal vom Parkplatz an den Bornhorster Wiesen bis zum Ende des Weges entlang der Hunte am Klärwerk und zurück. Zweimal sieben nicht sonderlich einfallsreiche Kilometer, aber dafür ein anvisierter neuer Barfußstreckenrekord auf Asphalt. Die Strecke hatte ich mir ausgeguckt, weil auf ihr der Asphalt bis auf ein 400 m langes Teilstück von guter Qualität ist. Trotzdem hatte ich sicherheitshalber den Laufrucksack mit den Leguano-Socken für den Fall dabei, dass die Füße keinen Bock auf neuen Rekord hatten.

Auf ging es bei um die 13° und etwas frischem Wind. Nach nur zwei Kilometern kommt schon das 400 m-Teilstück mit dem miesen Asphalt, aber die Füße nahmen es diesmal erstaunlich gelassen. Das hatte ich schon anders erlebt. Also konnte ich entspannt bis zum Wendepunkt auf Höhe der zarte Düfte verbreitenden Kläranlage weiterlaufen. Bis hierher lief es ausgezeichnet, sollte es auch. Bis 10 km bin ich bislang schon das ein oder andere mal ohne Probleme gekommen. Auch als nach knapp 12 km wieder die 400 m Schrottasphalt zu laufen waren, ging alles glatt. Etwas langsamer, etwas mehr mit dem ganzen Fuß aufgesetzt, paßte. Von da an nur noch die zwei Schluß-Kilometer und das 14 km-Maß war voll.

Am Parkplatz angekommen war ich super zufrieden. Auf der anderen Seite fühlte ich mich, fühlten sich auch meine Füße irgendwie noch etwas unausgelastet. Die Sohlen sahen super aus, nichts schmerzte, nichts brannte. Und so bin ein einfach noch einmal ein Teilstück der Pendelstrecke gependelt und habe schlußendlich den Halbmarathon voll gemacht ❗

Ein perfekter Lauf ohne Probleme, lediglich die Waden waren auf den letzten vier, fünf Kilometern nicht mehr ganz so amused, ob der ungeplanten Verlängerung. Ansonsten: Füße gut, alles gut. 21,2 km im 6:21iger Tempo, damit hätte ich nie gerechnet, krass.

Am Tag als der Regen kam

11.08.18 12

Zugeben, der erste Regen kam nicht zu meinem gestrigen Lauf, sondern schon am Donnerstag. Aber gestern war der erste Lauf nach vielen vielen Monaten, zu dem es endlich mal wieder geregnet hatte 😀

Der Regen vom Donnerstag ging einher mit einem kurzen Gewittersturm, der hier im Norden mal wieder zahlreiche Bäume umwarf, wie ich schon nach gut zwei Kilometern live erleben durfte. Obwohl der Wetterbericht harmlos war, sah der Himmel gestern doch immer wieder recht bedrohlich aus. Trotzdem vertraute ich darauf, was auf dem Fußweg der Huntebrücke geschrieben stand.

Mein Vertrauen wurde auch nicht enttäuscht und am Tweelbäker See verpuffte ein sich über Oldenburg näherndes Gewitter mit ein paar Blitzen und Donner ohne mir dabei zu sehr auf die Pelle zu rücken.

In Wüsting dann aber kam endlich, der Regen, ging nieder auf die glühenden Felder und die durstigen Wälder und auf den dankbaren Deichläufer! 😀 Leider blieb es bei einem ersten Schauer, der kurze Zeit später auf dem warmen Asphalt schon wieder verdampfte.

Allerdings blieb er nicht alleine und die dunklen Wolken sorgten die meiste Zeit dafür, dass mir die stechende Sonne nicht die Haut verbruzelte.

Die Kilometer schnurrten weitestgehend sehr kurzweilig dahin. Dabei war ich bemüht mein ruhiges Tempo zu halten und nicht ins Uferlose abstürzen zu lassen und nicht nur den Schuhen zur Liebe darauf zu achten, dass ich nicht so schlurfe 🙂

Apropos Schuhe, es war mein bis dato längster Lauf barfuß in V-Runs. Wie das alte Paar scheuern allerdings auch die Neuen zu Anfang in der Ferse.

11.08.18 18

Die schon nach drei Kilometern angebrachte Verpflasterung hielt aber über den Rest des Laufes und trotz über viele Kilometer nasser Füße gab es keine weiteren Probleme. So beendete ich den  Lauf nach insgesamt 35 km im 6:30iger Schnitt zwar etwas müde, aber ansonsten reibungslos.

Übrigens lagen die Temperaturen während des gesamten Laufs unter 20°, während des Regens so deutlich darunter, so dass ich den Lauf sogar um 12:00 Uhr in der „Mittagshitze“ starten konnte, genial! 😆

Für den kleinen Barfußlauf zwischendurch

… eignet sich so ein Radlershirt mit seinen Taschenband auf dem Rücken vorzüglich. Weil da passen nämlich prima die Five-Fingers rein und ich brauche sie somit nicht in der Hand zu halten 😀

Ausprobiert heute auf einem 12,6 km langen Lauf durch die norddeutsche Steppe, wovon eben die letzten vier Kilometer barfuß waren.

Hände frei, nicht die ganze Zeit einen Rucksack auf dem Buckel und zu spüren sind die ultraleichten Treter auf dem Rücken auch kam. Rundherum praktisch also und witzig aussehen tut es auch noch 😆

Der April

… hat dieses Jahr gefühlt mehr Sommertags als das ganze Jahr 2017 zusammen und leitete nach dem sehr kalten März einen abrupten Übergang vom Winter in den Sommer ein. Da ächzt der morsche Deichläufer und sein Körper erinnert sich wieder des Schwitzens. Aber g..l ist es ja schon in Minimalbekleidung den bleichen Körper der Sonne auszusetzen. Wenn gleich das auch, je nach Tageszeit, jetzt wieder mit dem elenden Geschmaddel des Eincremes mit Sonnenschutz verbunden ist.

Mittwochabendfeierabendrunde:

Der Utkiek-Lauf war ebenfalls hochsommerlich, aber bilderlos. Am heutigen Sonntag gönnte ich mir einen etwas längeren Lauf am Nachmittag. Ob die Tageszeit gerade geschickt gewählt war, sei einmal dahin gestellt, es war schon ganz schön sonnig und warm. Aber zwischen dem Gerechtwerden des Schlafbedürfnisses und den für den Abend angekündigten Gewittern blieb halt nur dieses Zeitfenster 😆

Um den Großen Bornhorster See herum ging es Richtung der Gellener Torfmöörten, dem kleinen, wunderschönen Moorgebiet, und von dort aus weiter Richtung Bornhorster Wiesen und Hunte. Der Weg ins Gellener Moor, den ich auch am Mittwoch ein Stück gelaufen war, war in der Zwischenzeit frisch geschottert worden. Da war ich froh, dass ich mich für die V-Trails entschieden hatte und diese konnten beweisen, was sie können. Und sie können 🙂

Unterm Deich, auf der knapp drei Kilometer langen Geraden, stand die Luft und sommerlicher konnte das Lauffeeling gar nicht ausfallen. Auch an der Hunte hatte ich den eh sehr schwachen Wind von hinten und garte im eigenen Saft vor mich hin. Endlich wieder Salzränder im Laufshirt! 😀

23 km sollten, mußten, durften deshalb auch reichen. Schließlich soll es nächstes Wochenende noch etwas weitergehen, gepaart mit ein paar Höhenmetern. Da muß der morsche Deichläufer sein eh knapp gesätes Laufpulver ja nicht komplett im Aprilsommer verbrennen 😛

Perfektes Training

Ich bin ja noch die Auflösung meines Rätselposts von vor ein paar Tagen schuldig. Auch wenn die meisten sie eh gleich erkannt haben oder es nicht zuletzt wegen des Beitrages von Helge und Karina schon wissen, es war das Tridreamteam nebst Andi, das da angerennradelt kam. Und bei dem Haus handelt es sich schlicht und ergreifend um die schnuckelige Ferienunterkunft des gesamten Dreamteams, das genau an meiner täglichen Laufstrecke liegt.

Das nach meinen ersten beiden Teilnahmen in einer Staffel mit Helge und Karina beim Uewersauer Trail in Luxenburg mein Ruf nach einem Gegenbesuch in Oldenburg nicht ungehört blieb, freut mich bis in die Haarspitzen ungemein. Das die Mädels nebst Andi die Anreise mit einer mehrtägigen sportlichen Glanzleistung verbanden, lag selbstverständlich in der Natur der Tridreamteam-Sache. Das Foto auf dem Rätselpost war quasi das Finisherfoto auf den allerletzten Metern. Alles weitere zur spektakulären Anreise gibt es nachzulesen auf dem Tridreamteam-Blog.

Da ich aber wußte, dass die über 500 Rennradkilometer Helge, Karina und Andi selbstverständlich nicht auslastet haben, konnte ich es kaum abwarten die Drei durch mein Laufrevier zu schleifen 😀 Da, wie bereits erwähnt, das Feriendomizil direkt an meiner Laufstrecke liegt, konnte ich sie direkt an der Haustür abholen und ab gings aufs platte Land.

Vorbei am Großen Blankenburger See und entlang des Geestrandgrabens steuerten wir schnurstracks die Bornhorster Huntewiesen und die Hunte an.

 

 

An der Hunte angekommen durfte Andi auf seiner Laufuhr eine Höhenangabe von – 2 Metern bestaunen, bevor wir zum Sightseeinghöhepunkt Huntebrücke inklusive Treppe, deren Bekanntschaft die Drei aber schon bei der Anreise gemacht hatten, liefen.

 

 

Nach dem Genuß der Aussicht auf Oldenburg ging es danach über horrende Gefällstrecken wieder zurück nach Klein Bornhorst 😆

 

Zu Viert bin ich auf meiner Leib- und Magenstrecke noch nie gelaufen. Das machte das ganze so kurzweilig, dass ich sogar fast immer das Fotografieren vergessen hätte 😯 Nun kennen Helge, Karina und Andi das Deichläuferland aus erster Hand und ich habe den Eindruck, dass es ihnen sogar ein klein wenig gefallen hat 🙂

Nahezu eine Herzensangelegenheit von Karina und Helge war es auch die Oldenburger Alpen, wie Helge sie nennt, kennenzulernen und einmal bei der Utkiek-Gruppe mitzulaufen. Auch dieser Wunsch sollte nicht unerfüllt bleiben 😀 Das aber meine Ankündigung, dass ich das nächste Mal Besuch mitbringen werde, gleich zu so einem Massenansturm führen würde, habe ich wirklich nicht geahnt 😯

Sage und schreibe 15 Leute machten sich auf die Strecken über die Oldenburg-Hills. Neuer Rekord!

 

Nach zwei flachen Kilometern zum Einlaufen ging es ans Eingemachte und die drei „Gipfel“ des Utkiek wurden gleich mehrfach gestürmt. Da auch Stephan Besuch aus Pforzheim mitgebracht hatte, hatten wir gleich mehrere Läufer mit höhenmetererprobten GPS-Uhren um endlich einmal offiziell festzustellen, wieviel Höhenmeter wir auf den 6,7 km durch die Oldenburger Alpen denn nun erklommen hatten. Die Angaben schwankten zwischen 179 HM auf der Pforzheimer Uhr und 140 HM auf der Uhr von Helge. Selbstredend stimmten natürlich die 179 HM auf dieser sehr unterhaltsamen Runde 😆

Karian und Helge attestierten mir, dass man auf dem Utkiek durchaus ein leichtes Höhenmetertraining absolvieren könnte, wenn auch die Anstiege halt immer sehr kurz wären. Damit ist der Utkiek jetzt tridreamteamzertifiziert, wenn das nichts ist! Ich glaube das muß ich unbedingt dem Oldenburger Tourismusbüro mitteilen 😀

Zum Ende des Utkiek-Laufs bescheinigte Karinas Laufuhr ihr dann auch noch ein perfektes Training. Tja, so läuft das hier eben im Norden 😀

 

 

 

 

72,14 %

Gestern konnte ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich mal wieder am Utkiek aufkreuzen. Dank der Zeitumstellung konnte die Lauflampe das erste Mal zuhause bleiben und auch die zahlreichen Regenschauer des Tages hatten pünktlich zum Lauf ihren Dienst quittiert. Das alles und auch der Sonnenschein halfen aber nicht darüberhinweg, dass meine Beine schwer und die paar poppeligen Höhenmeter beschwerlich waren. Lag es an dem 18 km-Lauf zwei Tage zuvor? Müßig sich darüber Gedanken zu machen.

Den schweren Beinen zur Liebe wollte ich den nächsten Lauf auch erst irgendwann in den kommenden Ostertagen unternehmen. Allerdings lockte der heutige Karfreitag mit dem besten Wetter, das für die Feiertage vorhergesagt ist. Somit habe ich meine Beine doch zum Laufen überredet und ihnen zur Belohnung eine längere Barfußetappe versprochen. Nicht gerechnet hatte ich aber mit dem ausgesprochen lebenhaften Ostwind, der der ersten Hälfte des Laufes eine unerwartete Anstrengung verleihte, so dass ich gar nicht auf das Wohlbefinden der Beine achten konnte 🙂

Ohne nachzudenken war ich wieder auf meiner alltäglichsten Alltagsstrecke unterwegs. Nach exakt 3,9 km pellte ich mich aus den V-Runs und trabte locker auf dem Feldweg neben dem Geestrandgraben her.

30.03.18 01

Nach knapp 1,5 km ging es dann weiter zu den Bornhorster Wiesen. Diese hatten noch einmal ordentlich Nachschub an Wasser erhalten, was offensichtlich auch die Graugänse nach wie vor zum Bleiben animiert. Auf jeden Fall waren die Vogelschwärme im strahlenden Sonnenlicht wieder einmal ein grandioses Schauspiel.

Nach knapp 7 km konnte ich endlich dem Ostwind den Rücken zudrehen. Von nun an lief es locker und fluffig. Erstmals zog ich zum Ende der Huntestrecke meine Laufschuhe nicht wieder an. Die Treppe zur Huntebrücke ging ich aber vorsichtig, hier liegen leider immer wieder Scherben zerschmetterter Flaschen, aber die Rampe herunter konnte ich wieder entspannt laufen.

Vom Ende der Rampe bis nachhause waren es dann nur noch zwei Kilometer, auf den ich einigen Asphaltabschnitten übelster Qualität über den Randstreifen ausweichen konnte. Die allerletzten Meter genoß ich noch fußschmeichelnde Klinkerbürgersteige und dann war meine längste Barfußetappe auf sehr wechselhaften Untergründen zu Ende.

10,1 von 14 km, dass macht 72,14 % Barfußanteil. Die haben aber auch erst einmal gereicht, die Fußsohlen haben die Herausforderung zwar gut überstanden, aber signalisierten auch, dass es viel weiter trotzdem noch nicht sein muß. Aber sooo weit weg ist die vollständige Standardrunde in Barfuß gar nicht mehr. Irgendwann werde ich sie mal in Angriff nehmen, eilt ja nicht. Ach ja, die Beine haben sich übrigens überhaupt nicht gemuckt 🙂

Organspender

Die Schnürsenkel der Magical Shoes haben mich durch ihr ständiges Aufgehen zum Wahnsinn getrieben. Da sie sind fast so elastisch wie ein Gummiband sind, halten sie nicht einmal mit Doppelknoten. Wie praktsich, dass da noch meine ausrangierten Laufsofas Nike Pegasus mit all ihren Verwandten im großen Plastiksack auf ihr weiteres Schicksal warten. So habe ich deren Schnürsenkel in die Magicals transplantiert und Ruhe ist. Da ging sich Sonntag doch sogar gleich ein gut 14 km langer Lauf im 5:46iger Tempo aus. Durch meine Umstellung war ich schon lange nicht mehr so „flott“ auf dieser Distanz unterwegs gewesen 🙂 Vielleicht lag es aber auch am Slalomlauf um die Schafshinterlassenschaften, die künftige Barfußläufe nun wieder spannend machen 😆 Naja, immer noch besser als zu fest im Sattel zu sitzen 😀 Ansonsten fehlte es nur noch irgendwie an Farbe in der Natur.

Diese Farblosigkeit setzte sich auch gestern fort. Zwar ließ es sich das erste Mal ohne Jacke laufen, aber Himmel und Erde gingen immer noch eine freudlose Allianz aus Grau- und Brauntönen ein. Das langsam zurückweichende Wasser in den Bornhorster Wiesen macht das Bild auch nicht gerade schöner.

Ich gurkte mir eine Strecke durch die Bornhorster Wiesen, um den Großen und den Kleinen Bornhorster See und über den Damm der alten Braker Bahn …

… zusammen. Den letzten Kilometer lief ich noch mit einem Graubrot in der Hand um nach gut 18 km nicht mehr so ganz taufrisch, aber durchaus zufrieden wieder zuhause aufzuschlagen 🙂

Durch die Zeitumstellung reicht das Tageslicht jetzt wieder für ausgiebige Feierabendläufe, auch ohne Sonne. Immerhin  🙂

Bizarr

Zwei Tage nach dem ich erst- und einmalig in diesem Winter mit langem Beinkleid unterwegs war, lag die Temperatur gestern satte 14° höher. Was toll klingt, hat mich lauftechnisch nur bedingt begeistert. Zwar konnte ich klamottentechnisch mächtig abrüsten, aber für Lauf 2 nach Schnöff hätte ich mir etwas verträglichere Wetterkapriolen gewünscht. So fehlte es mir immer noch etwas an Puste und erneute Ausdünstungen auf den Feldern jenseits der Hunte aus den Tiefen der Güllelager machten die Sache auch nicht unbedingt angenehmer.

Auf allzu dünnes Laufeis hatte ich mich trotzdem nicht begeben 😉

Immerhin gab es reichlich etwas fürs Auge. Denn neben den etwas bizarren Wetterbedingungen bot die Hunte bizarre Eisformationen, die sich durch das Niedrigwasser an der Böschung abgesetzt hatten, und die Wildgänse scheinen so langsam in Aufbruchstimmung zu geraten, sie wirkten sehr unruhig.

An den Füßen hatte ich auf den ersten Kilometern die Magical Shoes Receptor Explorer VEGAN, die ich mir im September in Berlin auf der Marathon-Messe gekauft hatte. Diese polnischen Treter haben sich seitdem zu meinem liebsten Alltagsschuh entwickelt. Der Verkäufer meinte aber, dass man auch gut in ihnen laufen kann. Warum ich mit dem Test so lange gewartet habe, weiß ich selber nicht. Vertane Zeit, denn die Dinger tragen sich beim Laufen allerbest, geschmeidig und soft am Fuß sitzend und mit sehr direkter Sohle. So hätte ich mir die ultrateuren Joe Nimbles gewünscht! Bis auf die langen, glitschigen Schnürsenkel, die mich auch im Alltag nerven, haben mich die Schuhe total begeistert, da juckt es schon wieder in den Fingern mir im Internet noch ein weiteres Paar nur zum Laufen zu bestellen. Mal schauen …

Nichtsdestotrotz sind die Magical Shoes noch in den Laufrucksack gewandert und den etwas längeren Teil der Laufstrecke bin ich ohne gelaufen.

An Frülhling muß ich mich beim Laufen erst einmal wieder gewöhnen. Aber noch mehr hoffe ich, dass die Landwirte bald erstmal wieder fertig sind mit Gülle fahren :-/

Schwärme(n)

Wieder ein Wetterchen heute 😀 Als wollte der Februar für all seine Monatsgenossen des letzten halben, dreiviertel Jahres etwas gutmachen. Strahlender Sonnenschein, klare und trockene Luft lassen mich ins Schwärmen geraten.

Als hätten sie meine Schwärmerei geahnt, stiegen die Wildgänsen mit einem Mordsspektakel in riesigen Schwärmen auf. Beeindruckend! Leider stößt in solchen Momenten meine kleine Digi-Cam doch an ihre Grenzen, sie hat aber trotzdem ihr Bestes versucht 🙂

Selten konnte ich das Ganze bei so einem wunderbaren Wetter beobachten. Die Schwärme zogen, Schatten auf den Weg werfend, über meinen Kopf. Wahnsinn. Zum Glück waren es aber nur Schatten, die sie auf den Weg und auf mich warfen und nichts anderes 😛

Ich war sehr langsam unterwegs und hatte dabei das Gefühl ewig und ewig weiterlaufen zu können. Da war ich traurig (oder doch froh?), dass meine Zeit begrenzt war. Gereicht hat sie auf jeden Fall um diese zauberhaften Momente im Kopf zu konservieren. Herrlich!

13.02.18 09