Schon wieder Lust auf etwas Längeres

Das Tolle an der Zeit so nach einem Marathon ist, dass es in Bezug auf längere Läufe kein „Muß“ mehr gibt, sondern nur noch ein Wollen 😎

Und so hatte ich heute schon wieder Böcke etwas länger unterwegs zu sein und was bietet sich an einem Sonntag Besseres an als zu Schwiegermutters Kaffee- bzw. Teetafel zu eilen? Begleitet von einem Sonntagsherbstwetterchen vom Feinsten machte ich mich also auf den Weg nach Berne.

Vorbei am Großen Bornhorster See ging es zuerst ins Gellener Moor, wo der gerade vergangene Supersommer sogar die Moorteiche hat austrocknen lassen. Danach lief ich über den Höfeweg (Nomen est Omen, es liegen lauter Höfe am Weg) nach Butteldorf. Hinter Butteldorf öffnet sich dann die Wesermarsch mit ihren unendlichen Weiten.

Nach knapp 22 km trudelte ich bei Schwiegermuttern ein und nach der Dusche machte ich mich über den köstlichen, von meiner Schwägerin gebackenen Johannisbeerkuchen her. Verdient würde ich sagen, war ich doch auch ein kleines bisschen flotter unterwegs als üblich 😎

Irgendwie ist dieses Wollen doch schöner als Müssen. Obwohl … eigentlich ist dieses Müssen ja auch ein Wollen, zwingt einen ja schließlich keiner zum Marathon 😛  Egal, ein cooler Lauf war es heute. Ende! 😀

 

 

Advertisements

Run to the Schwieger-Mum, der xste

Vor sechs Jahren habe ich das Zuhause meiner Schwiegermutter im ca. 20 km entfernten Berne das erste Mal laufend angesteuert. Seitdem kommt es immer mal wieder vor, dass ich zu ihr laufe während meine bessere Hälfte das Auto benutzt und meine Wechselklamotten mitnimmt.

Das ist quasi eine Win-win-Situation. Ich sehe meine weltbeste Schwiegermutter und bekomme gleichzeitig ausreichend Auslauf. Genügend Streckeenauswahl gibt es auch, Herz was will ich mehr.

Heute also wieder einmal links der Hunte durch Moor und Marsch via Gellen, Butteldorf und Huntebrück nach Berne. Dieser Februar-Sonntag erfreut dazu mit allerfeinstem Novembergrau.

Mit dem Tauwetter ist das frische Schneeweiß von letzter Woche auf den Moorteichen und -gräben verschwunden und die düstere Moormelancholie befindet sich auf dem Gipfelpunkt.

In Gellen sitzt wieder (oder immer noch?) dieses Bärchen auf einem Tisch an einem kleinen Rastplatz. Das hatte ich da schon bei meinem Lauf am 03.10.2016 gesehen, kurios. Für den Schlitten, der in Butteldorf in einem Vorgarten steht, gibt es in diesem Winter hoffentlich keine Einsatzmöglichkeit mehr.

Hinter Butteldorf öffnet sich die Marsch und das Grau verbindet sich mit der Weite der offenen Landschaft.

Ganz und gar nicht zur Novembertristesse paßt meine Lauffreude, die Beine schlagen von ganz alleine ein flottes Tempo an, das ich immer wieder vergebens zu bremsen versuche und so vermeldet die Garmin nach nur acht Tagen erneut einen neuen Halbmarathon-Rekord. Aber es steht immr noch eine 2 bei den Stunden, also kein Grund zur Sorge 😎

600 m  nach der Halbmarathon-Marke ist der Lauf auch zu Ende und es folgen ein schöner, gemütlicher und geselliger Nachmittag und ein ebensolcher Abend bei meiner Schwiegerma.

19-02-17-20

Ich wünsche mir, dass es noch viele, viele Gelegenheiten zum Run to Schwieger-Mum geben wird.

Schwiegermutters Bademantel

Tja, was soll ich sagen. Ich hatte heute wieder einen prima Lauf. Es trieb mich über 21,2 von leichtem Rückenwind geschobene Kilometer mal wieder zu Schwiegermuttern nach Berne. So locker, so easy wünschte ich mir immer unterwegs zu sein. Das Wetter war für einen dritten Advent perfekt. Um die 8° und trocken. Allerdings hatte ich den Rückenwindeffekt etwas falsch eingeschätzt und war etwas zu warm angezogen. Das war aber auch das einzige, kleine Manko des Laufs.

Durch die Bornhorster Wiesen ging es auf recht direktem Weg über Butteldorf und durch die Wesermarsch nach Berne.

Bei Schwiegermuttern angekommen, war mein Bester mit dem Auto samt meinem Rucksack mit den Wechselklamotten noch gar nicht da. Um nicht in den verschwitzten Laufklamotten ausharren zu müssen, bot mir meine Schwiegerma ihren Bademantel an, den mir meine Schwägerin rauskramte.

Während ich allerdings unter der Dusche stand, tauchte Jens auf und reichte mir den Rucksack ins Badezimmer. Das ersparte mir einen ganz heißen Auftritt. Da meine Schwiegermama sehr klein ist, wäre der Bademantel für mich doch sehr, sehr kurz gewesen.  Das hätte dem Ganzen, naja, wie soll ich sagen *hüstel* eine gewisse erotische Komponente gegeben :mrgreen:

So aber blieb mir dieser Auftritt erspart und der Sonntag so adventlich wie es sich gehört 🙂