Hen, op un dal, wedder torüch

So langsam sollte ich mal anfangen ein paar Kilometer zu sammeln. Der alldonnerstägliche Utkiek-Lauf ist da allerdings nur bedingt geeignet. Es sei denn man läuft halt auch hin und auch wieder zurück. Gesagt getan.

Allerdings war ich etwas spät dran, was der Entspannung auf dem Hinweg etwas abträglich war. Aber immerhin waren mir sowohl die Eisenbahnklappbrücke als auch die Eisenbahnschranken gnädig und verharrten in für mich günstigen Positionen und ich erreichte nach Durchqueren des grünen Teils von Donnerschwee und des Agrarhafens mit nur fünf minütiger Verspätung den Treffpunkt am Utkiek.

Dort hatte sich die recht kleine Truppe auch noch gar nicht in Bewegung gesetzt. Ich schloß mich Uli und Stephan an, während die Mädels ein ruhigeres Tempo angehen wollten.  Zwischendurch habe ich aber die Fronten gewechselt, die Jungs waren mir doch etwas zu fix und ich suchte mein Heil bei den Damen 🙂

Die „Steigungen“ haben mich diesmal echt gestresst und ich war froh, nach der obligatorischen Stunde zusammen mit Uli den Heimweg antreten zu können. Den verbrachten wir mit etwas Citysightseeing.

Nachdem Uli sein Zuhause erreicht hatte, trabte ich die letzten knapp zwei Kilometer alleine weiter und vollendete einen exakt 22 km langen Lauf. Dabei kam ich mir vor, als wäre ich gut und gerne die doppelte Strecke gelaufen 🙂 Konditionell ist da also noch reichlich  Luft nach oben 😛 Aber immerhin ist der erste Einstieg in die etwas längeren Läufe geschafft 😎

Fußball ist schon was feines Römisch zwei

Zum heutigen Spiel von Jogis Jungs gegen Klinsis Kickers gönnte ich mir wieder über ruhige bis leere Straßen einen entspannten Lauf durch die Oldenburger City. Dabei schlenkerte ich sogar extra mal am Public-Viewing-Platz vor der EWE-Arena vorbei um kurz zu gucken was da so los ist. Am beeindruckensten fand ich dabei die Fahrradamarda vor der Zentrale der Landessparkasse zu Oldenburg. Zu dem gönnte ich mir eine Blick von der Amalienbrücke zur Cäcilienbrücke und umgekehrt. Das Schiff mit dem sinnigen Namen „Elternsegen“ auf den Bildern ist übrigens in beiden Fällen das selbe. Sooo schnell war ich auf der Strecke zwischen den beiden Brücken, bzw. der Dampfer so langsam *hüstel*

Heute also wieder reichlich Fotos, die ich aufgrund der Fülle in der Galerie zusammengefaßt habe.

Nach dem 06.03. diesen Jahres war dies der erste Lauf, den ich nicht in meinen sexy rosa Nike Pegasus gelaufen bin. Zum Einsatz kam der Mizuno Sayonara. Ich will mich langsam wieder an etwas neutraleres Schuhwerk als den extrem gedämpften Pegasus gewöhnen. Es kamen 10,5 Fotopausen durchsetzte Kilometer zusammen.  Der Lauf durch die fußballbedingt ruhige Stadt hat mir wieder sehr gut gefallen 😀

Es klappt einfach nicht!

Es ostert sehr und zur Feier der Feiertage hat Heimo mal wieder den Weißwurstäquator überschritten bzw. überfahren um eine paar Tage im schönen Wardenburg vor den Toren Oldenburgs zu verbringen. Wie immer wenn Heimo im hohen Norden weilt, ist er so gütig den Deichläufer aus seiner läuferischen Einsamkeit zu befreien 😀 Dabei hatte er schon länger die Idee, dass wir  einmal von seinem Domizil in Wardenburg zu mir nach Oldenburg laufen. Das haben wir heute in die Tat umgesetzt.

Los ging es vom idyllischen Bauernhof seines Schwiegervater entlang der Lethe zum Tillysee. Dort sind wir auf die Hunte gestossen, die sich hier noch nahezu romantisch durch die Landschaft schlängelt. Der Hunte konnten wir bis fast in das Zentrum von Oldenburg folgen, wechselten dann kurzzeitig an den Küstenkanal, umrundeten den Stadthafen, passierten den Agrarhafen um dann erneut der Hunte bis zur großen Huntebrücke zu folgen.

19.04.14 Hunte

19.04.14 HV

Dabei stellten wir fest, dass es bis auf die paar hundert Meter durch den Agrarhafen eine geniale, sehr abwechselungsreiche Strecke ist. Das Bilderbuchwetter tat ein übriges, lediglich der nach wie vor frische Ostwind stellte einen winzigen Schönheitsfehler dar.

Im Vorfeld hatte ich Heimo dringlich daraufhin gewiesen, ein ruhiges Tempo mit einer 6 vor dem Komma zu laufen. Die ersten zwei Kilometer hat das auch noch funktioniert. Zwischendrin auch noch zweimal. Aber insgesamt waren wir so sehr in Gespräche vertieft, dass mich mein Garmin mit jedem vollendeten Kilometer piepsend davon in Kenntnis setzte, das wir mit einer 5 vor dem Komma unterwegs sein. Jedes Mal nahm ich das Tempo raus um zum nächsten vollen Kilometer wieder festzustellen, dass wir zu schnell gewesen sind. Irgendwann, so ab Kilometer 17 war es dann auch egal. Es klappt halt einfach nicht mit dem ruhigen Tempo, wenn ich mit Heimo unterwegs bin. Wir Männer sind halt nicht multitaskingfähig, schnacken und Tempokontrolle auf einmal geht einfach nicht 😯 Wobei ich dafür die alleinige Verantwortung übernehme, da Heimo mir die Tempohoheit gegeben hatte.

Nach exakt 21 km endete der Lauf kurz vor meiner Haustür. Das war unser bislang längster gemeinsamer Lauf, der an Kurzweiligkeit nicht zu überbieten war. Ich kann mich kaum erinnern, dass eine Halbmarathonstrecke für mich schon jemals so im Fluge vergangen ist. Mit nur einem kurzen Stop sind wir die Strecke durchgesaust. Dabei waren sich unser beider Laufuhren zum Schluß fast einig. Die meine zeigte eine Durchschnittspace von 5:53 und die von Heimo 5:55. Also zumindestens nicht dramatisch zu schnell.

Auf unserer Terasse füllten wir mit bleifreiem Weizen unsere Flüssigkeitsspeicher wieder auf und klönten noch einwenig. Wenn alles gut läuft, drehen wir am Ostermontag noch eine kurze gemeinsame Runde bevor Heimo mit seiner Familie noch am selben Tag wieder gen Süden entschwindet.