Und weiter geht`s!

Ziemlich genau vor einem Jahr starteten wir auf den dreiteiligen Etappenlauf vom Dollart zum Jadebusen. Ralf tüpftelte die Strecke aus und lud dazu ein, die trüben Wintermonate mit schönen Landschaftsläufen im sutschen Tempo aufzuhellen. Heraus kamen dabei drei Läufe, wie sie schöner nicht sein konnten. Wer Lust hat sich diese Winterlaufgenüsse noch einmal anzuschauen, guckt hier:

Emden – Timmel

Timmel – Wiesede

Wiesede – Cäciliengroden

Die Sache war so fantastisch und hat allen Beteiligten so viel Spaß gemacht, dass wir Ralf im Ziel Cäciliengroden beknieten, bedrängten, nötigten die Laufserie in diesem Winter fortzusetzen. Und was soll ich sagen? Ralf hat unser Flehen erhört! In vier Etappen geht es diesmal über insgesamt ca. 85 km vom Jadebusen, mit einem großzügigen Schlenker an und über die Weser, nach Oldenburg.

Gestern durften wir uns auf den ersten Abschnitt begeben. Von Cäciliengroden, unserem Zielort vom 05.02.2017, nach Schweiburg.

Jadebusen.

Wir, das waren dieses Mal Axel, Kerstin, Marion, Ralf, Sylke und icke. Die Strecke war dabei eines Deichläufers extrem würdig, ging es doch fast ausschließlich entlang des Deiches, der den Jadebusen einkesselt.

Zum Start gab es erst einmal einen Blick über den Deich auf den Jadebusen mit Wilhelmshaven (oder Schlicktown, wie man hier wenig respektierlich sagt) im Hintergrund. Dann ging es aber auch schon auf Strecke. Die meiste Zeit lag der Deich links und geradeaus ging es geradeaus, mal zwei Kilometer lang, dann mal 1,3 Kilometer lang und als Tagesrekord auch einmal vier Kilometer lang. Ralf soll im Vorfeld erwähnt haben, dass die gestrige Etappe die langeweiligste war, ich weiß gar nicht, wie er darauf kommt und wir haben definitiv auch keine Witze darüber gemacht 😀

Reichlich Abwechselung gab es dann im Nordseebad Dangast mit etwas Heimatkunde, etwas Geschichte und allerlei Kunstwerken. Und Humor: Ein Gassigeher rief uns zu, wir mögen uns doch nicht unsere Knie kaputtlaufen. Sprachs und zog an seiner Zigarette. Ich habe mir jeglichen Kommentar verbissen, wenn`s auch schwer fiel 😀

 

Nach Dangast ging es dann wieder immer weiter den Deich entlang. Und weiter… und weiter …

Bei so viel Deich, bei so viel Weite, bei so viel Geradeaus konnte man schon einmal Schneemänner sehen, wo gar kein Schnee lag 😆 Und vielleicht auch etwas aggressiv werden :mrgreen:

Sämtliche Scherze beiseite: Deich, lange Geraden und große Weite können sehr kurzweilig sein und die gut 20 km vergingen wie im Fluge. Schlußendlich fehlte auch nicht, was bei unseren winterlichen Etappenläufen auch einfach nicht fehlen darf:

26.11.17 31

Spaß hat es gemacht, zumal auch das Wetter mitgespielt und sämtliche angesagten Regen-, Schnee- und Graupelschauer um uns herum gelotzt hatte 🙂 Mit Schrecken habe ich heute leider festgestellt, dass ich die zweite Etappe terminlich nicht mitlaufen kann. Aber die dritte und vierte sind gesetzt. Laufen im Winter ist schließlich fantastisch und bei solchen Laufgelegenheiten noch viel mehr!

Vom Dollart zum Jadebusen III

Etappe 3: Von Wiesede nach Cäciliengroden

Gestern liefen wir die Schlußetappe unseres Dreiteilers vom Dollart zum Jadebusen. Wir, das waren Freya, Marion, Ralf, Stephan und meinereiner, der ich nach rechtzeitig abgeklungener Erkältung doch mitlaufen konnte.

Beinahe hätte uns diesmal das Wetterglück verlassen. Nach den beiden ersten Etappen mit jeweils sonnigem Bilderbuchwinterwetter, regnete es auf der Anfahrt zu unserem Zielort Cäciliengroden zeitweise im Strömen. Es regnete auch noch auf der Transferfahrt zum Start. Dann allerdings verkündete Ralf am Steuer, dass er gerade den Scheibenwischer abgeschaltet habe. Und es blieb dann tatsächlich während des gesamten Laufs trocken. Diesiges Wetter stört die norddeutsche Läuferseele ja nicht, zumal es wenig windig und um die 4° „warm“ war.

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Von Wiesede, dem Zielort der zweiten Etappe, starteten wir also frohen Mutes gen Jadebusen und durchquerten dabei …

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… und streiften knapp an …

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… vorbei.

Gesäumt wurde unsere Strecke dabei von historischer Wallheckenkulturlandschaft mit wunderschönem, altem Baumbestand.

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Auf diese Warnung komme ich im weiteren Verlauf noch zu sprechen

Kurzzeitig begleitete uns ein zufällig auf uns treffender Läufer. Ein netter Typ, von dem sich noch ganz nebenbei herausstellte, dass er der Bürgermeister der Gemeinde Friedeburg ist. Wir traffen aber nicht nur Bürgermeister sondern auch andere freundliche und gar nicht scheue Gesellen. Idyllisch ist es in Friesland.

Das ändert sich auch nicht mit der Überquerung des Ems-Jade-Kanals…

… den wir wenig später nach Passieren einer etwas angeknacksten Kirche nocheinmal überquerten. Wer da jetzt irgendwie eine Schlaufe gemacht hat, der Kanal oder wir, ist immer noch ungeklärt 🙄 Von nun an folgten wir dem Kanal für ca. 3 km. Erst auf befestigtem Weg und dann direkt auf der regenweichen Deichkrone. Letztere sorgte binnen kürzester Zeit bei unserer kleinen Läufertruppe für klitschnaße Füße .

Aber laufende Füße sind immer warme Füße und so ging es weiter durch die friesische Landschaft mit Nationlfahne und vorbei am Schloß Gödens …

… in das wunderschöne Dorf Neustadtgödens, wo Schilder viele Häuser zieren, die Auskunft über das Handwerk und den Handel geben, die in ihnen betrieben wurden oder noch betrieben werden (Bild 1 ist damit allerdings nicht gemeint 🙂 ).

Nun komme ich noch einmal auf die anfangs schon erwähnte Warnung zurück:

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Am Ortsausgang von Neustadtgödens begegnete uns nämlich eine Truppe, die den Boßelsport ausübte. Wer sich über das Boßeln näher informieren möchte, folge bitte diesem Link. Das Boßeln wird auf öffentlichen Straßen betrieben, deshalb auch die Warnschilder und als Nichtboßeler heißt es dann sich vor den heranrauschenden B0ßelkugeln durch einen Sprung an den Straßenrand in Sicherheit zu bringen 🙂

Aber auch diese Gefahr haben wir schadlos überstanden und brauchten nur noch die A 29 zu überqueren um uns unserem Ziel Cäciliengroden am Jadebusen zu nähern. Dort angekommen, hüllte sich der Jadebusen aber fast genauso in Nebel wie der Dollart beim Start Anfang Dezember.

Das tat unserer Feierlaune nach 26,3 km Etappen- und fast auf den Meter genau 80 Gesamtkilometern allerdings keinen Abbruch. Und auch das Schnäpschen zum Anstoßen auf diese Glanzleistung schmeckte, nach dem wir denn irgendwann die Flasche aufbekommen haben. Vielleicht hätte ich die anschließend im Café verzehrten, dicken Tortenstücke vorher essen sollen 😀

Fazit: Es waren drei tolle Läufe in immer wieder bester Gesellschaft durch wunderbare und abwechselungsreiche Landschaften. In Gedanken feilen wir sogar schon an einer Fortsetzung auf weiteren Etappen. Aber bis das soweit ist, geht mein besonderer Dank an Ralf für die Organisation und die perfekte Führung und an seine Frau Heike wie auch an Stephan für die Chauffeurs- und Bringedienste.

Wer sich noch über die ersten beiden Etappen informieren möchte klicke bitte hier und hier 🙂

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😀