Bald keine Schafe mehr

Mein Lieblingslaufrevier wird sich in wenigen Monaten verändern. Die Schafe, die neben Hunte, Wiesen und Deich quasi das Sinnbild meines Laufreviers sind, werden verschwinden. Das das nichts mit dem Wegfall von Romantik und Idylle zu tun hat, seht Ihr hier in einem dreimüntigen Beitrag von Radio Bremen:

https://www.ardmediathek.de/tv/buten-un-binnen-Regionalmagazin/Immer-weniger-Sch%C3%A4fer/Radio-Bremen-TV/Video?bcastId=967552&documentId=52938636

Ganz nebenbei zeigt der Beitrag einmal in bewegten Fernsehbildern mein alltägliches, mein liebstes und mir ans Herz gewachsene Laufrevier. Ich kann jede Kameraaufstellung auf den Meter genau zuordnen.

Neben den Wegfall der Schafe werde ich auch die Begegnungen mit Fred vermissen. Aber vielleicht findet sich ja doch noch ein Nachfolger. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Etwas ruhiger

… war diese Woche lauftechnisch. 14 km am Dienstag, knappe 9 km am Donnerstag in den Oldenburger Alpen und heute auch nochmal 14 km auf der gleichen Strecke wie am Dienstag. 14°, frischer Wind und tiefstehende Sonne zeichneten dabei den Lauf am frühen Sonntagabend aus.

Der Sommerdeich wird zur Zeit erhöht, um 50 cm., allerdings hinter dem Weg. Das heißt wenn die Hunte künftig Hochwasser führt, könnte mein Laufweg dann eben um diese 50 cm unter Wasser stehen bevor es in die Bornhorster Wiesen abfließen kann. Mal schauen, ob ich das mal erlebe und ob ich mich dann dadurch wage 🙂 Ein Stück hinter der Baustelle ein kurzer Schreckmoment, dachte ich doch kurz, dass da ein Totenschädel lag, aber was mich da so schädelgroß und-bleich in der Wiese anschaute, war ein riesiger Pilz. So einen Apparat habe ich noch nie gesehen und ich habe auch keine Ahnung was das für einer ist. Mein Tempo war flott, allerdings gelang es mir nicht zu zwei Läufern, die ca. 500 m vor mir liefen, aufzuschließen, die beiden schienen exakt das gleiche Tempo zu laufen, sie kamen nicht näher, entfernten sich aber auch nicht.

Der Deichschäfer kam angefahren, gestern waren Jens und ich noch bei ihm und seiner Frau zu Gast und hatten einen sehr schönen Abend. Deshalb blieb es heute bei einem kurzen Schnack. Seine Schafe, eine englische Rasse, folgten dem Auto 🙂 Auf der anderen Hunteseite grasten die Schafe der Deichschäferei in Holle, diese sind Texelschafe und haben im Gegensatz zu den englischen Verwandten weiße Köpfe.

Genug der Exkursion in die Welt der Schafzucht. Mein Lauf ging zu Ende. Nach mehreren Stunden im Großmarkt (es weihnachtet sehr) und auf dem Huder Bürgerfest war dieser Lauf nicht wirklich locker und ich war ziemlich müde. Aber missen hätte ich ihn trotzdem nicht wollen.