Savanne

Die letzte Woche stand erneut unter dem Motto „heiß“. Viel Sonne, viel Wärme, kein einziger Tropfen Regen.

Nach dem kurzen Firmenlauf-Gehetze hatte ich am Dienstag erstmal eine ruhige Laufrunde bei Bullenhitze gedreht. Ich muß schon zugeben, dass meine Lauflust unter diesen Bedingungen etwas leidet. So versuchte ich mich mit etwas anderen Aussichten abzulenken. Deshalb bin ich zu erst durch den ländlich geprägten Teil vom Stadtteil Donnerschwee Richtung Hunte gelaufen. Der Einstieg zur Huntestrecke befindet sich dann allerdings auf Höhe der Kläranlage. Merke: Riecht nie gut, aber bei Hitze riecht es noch viel schlimmer 😛 Nach Passieren der Kläranlage wird es mit Ausblick auf den Hafen und dem dortigen Umschlag von Baustoffen aber gleich viel idyllischer 😆 Danach kommt dann allerdings das vertraute Grün.

Trotz der Wärme war ich etwas flotter als üblich unterwegs, da wirkte der Firmenlauf wohl noch etwas nach. Und Spaß hat es denn doch auch noch gemacht, nicht zuletzt auch wegen der 3,6 Barfuß-KM 🙂

Donnerstag hatte ich aufgrund der Hitze keine Meinung auf Utkiek sondern bin für mich alleine durch die Bornhorster Wiesen gelaufen. Glühende Hitze und verdorrte Wege und Deiche ließen mich gedanklich in die Savanne abschweifen. Während das vertrocknete Gras unter den Füßen wie Herbstlaub raschelte wurden die Kühe zu Antilopen und die auf dem Deich thronenden Schafe zu Löwen, die auf Beute lauerten; Fantasie oder Sonnenstich ❓ :mrgreen:

Wie auch immer, für den späten Frühling waren das wirklich extreme Bedingungen.

Noch heißer war es am Samstag. Schon auf der knapp einstündigen Anfahrt zu dem Lauf, auf den ich mich schon besonders gefreut hatte, zeigte das Thermometer im Auto 31°. Es ging an den „Dümmer“, wo ich nach der Premiere im letzten Jahr erneut zu einem gemeinsamen Lauf mit Manfred verabredet war. Die Hitze war schon krass und Manfred und ich waren uns sehr schnell einig es deshalb bei einer gut 10 km langen Runde zu belassen. Stattdessen zogen wir es vor noch eine ganze Weile in der Kühle des Jugendgästehauses, in dem Manfred beruflich residierte, ausführlich zu schnacken, wobei ich auch Manfreds sehr symphatische Frau kennenlernen durfte.

Schließlich kommen Läufer auch miteinander klar, wenn sie nicht im Laufschritt nebeneinander hertraben. Es war ein sehr schönes Zusammentreffen und ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, die eigentlich gar nicht so lange auf sich warten läßt 🙂 Allerdings hoffe ich, dass es dann nicht mehr so warm sein wird und ggf. werden wir dann auch sehr viel länger nebeneinander hertraben 😀

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Weiße Flecken

Die Beseitigung von weißen Flecken stand gestern auf meinem Laufprogramm. Zum einem gab es da einen weißen Flecken in der Bloggerlandschaft in Sachen persönlichem Kennenlernen und zum anderen einen geografischen weißen Fleck im etwas weiteren Umland von Oldenburg.

Ersterer weißer Fleck war der Manfred, den ich in den letzten Monaten über seinen Blog laufend-dankbar-sein.de virtuell kennenlernen durfte. Der zweite weiße Fleck war der Dümmer, der zweitgrößte Binnensee Niedersachsens.

Nun erwähnte Manfred vor kurzem beiläufig, dass er in beruflicher Funktion am Dümmer weilt. Das hätte er nicht tun dürfen, denn auf so etwas springe ich immer ganz schnell an 😛 Der Dümmer ist nicht allzu weit von Oldenburg entfernt, da drängte sich ein laufendes Kennenlernen nahezu auf. Zumal ich es in meinem ganzen Leben noch nie geschafft hatte, den Dümmer einmal als solchen anzusteuern.

Auf die Minute genau eine Stunde dauerte die automobile  Anreise an den knapp 90 km entfernten See und schon auf dem Parkplatz vor Manfreds Domizil erkannte ich, da kommt jemand nicht von hier, weil so etwas braucht man hier nicht 😀

27.06.17 01

Der kann nicht von hier kommen 🙂

Dann kam auch schon Manfred um die Ecke und nach einer herzlichen Begrüßung ging es dann auch los und schon nach wenigen hundert Metern liefen wir auf dem Deich um den Dümmer. Den Dümmer durchfließt die Hunte, die hier noch nichts besseres als ein breiterer Graben ist, krass.

Der Dümmer selber gefällt mir, nicht nur langschaftlich, sondern auch weil man aufgrund seiner Maximaltiefe von gerade mal 1,50 m nahezu durchlaufen könnte. Einige von Euch mögen sich erinnern, ich schwimme ja nicht so gerne 😛 Eine weitere Besonderheit: Gen Süden sieht man schon den Höhenzug des Teuteburger Waldes.

 

Ein angenehmes Tempo laufend kamen wir sehr schnell in gute Gespräche und ruckzuck waren wir schon am Olga-Hafen, dem Wendepunkt der Pendelstrecke, für die wir uns entschieden hatten. Die komplette, 18 km lange Umrundung sollte es gestern nicht sein. Aber immerhin knapp 13 km waren es, als wir wieder am Haus Godewind, dem Gästehaus, in dem Manfred und seine Schüler unterbracht sind, ankamen.

Manfred bot mir noch die Möglichkeit zum Duschen, was mir angesichts der etwas schweißtreibenden Schwüle doch sehr willkommen war. Als weiteres Highlight durfte ich dann noch auf Einladung der Leiterin des Gästehauses am Abendessen teilnehmen. Am reichhaltigen Nudelbuffet, nebst Salat und superleckerem Nachtisch habe ich definitiv mehr Kalorien wieder zugeführt als ich vorher abgelaufen hatte 🙂

Am kleinen Lehrertisch kam ich in herzlicher Atmosphäre auch mit den beiden Kolleginnen von Manfred ins Gespräch und viel zu schnell gingen ein perfekter Nachmittag und Abend zu Ende.

27.06.17 10

Ich freue mich, dass diese Begegnung geklappt hat.

Danke, lieber Manfred, für den schönen Lauf und die netten Gespräche. Liebe Grüße noch eimmal an Deine Kolleginnen und die lieben Damen aus der Küche!