Bizarr

Zwei Tage nach dem ich erst- und einmalig in diesem Winter mit langem Beinkleid unterwegs war, lag die Temperatur gestern satte 14° höher. Was toll klingt, hat mich lauftechnisch nur bedingt begeistert. Zwar konnte ich klamottentechnisch mächtig abrüsten, aber für Lauf 2 nach Schnöff hätte ich mir etwas verträglichere Wetterkapriolen gewünscht. So fehlte es mir immer noch etwas an Puste und erneute Ausdünstungen auf den Feldern jenseits der Hunte aus den Tiefen der Güllelager machten die Sache auch nicht unbedingt angenehmer.

Auf allzu dünnes Laufeis hatte ich mich trotzdem nicht begeben 😉

Immerhin gab es reichlich etwas fürs Auge. Denn neben den etwas bizarren Wetterbedingungen bot die Hunte bizarre Eisformationen, die sich durch das Niedrigwasser an der Böschung abgesetzt hatten, und die Wildgänse scheinen so langsam in Aufbruchstimmung zu geraten, sie wirkten sehr unruhig.

An den Füßen hatte ich auf den ersten Kilometern die Magical Shoes Receptor Explorer VEGAN, die ich mir im September in Berlin auf der Marathon-Messe gekauft hatte. Diese polnischen Treter haben sich seitdem zu meinem liebsten Alltagsschuh entwickelt. Der Verkäufer meinte aber, dass man auch gut in ihnen laufen kann. Warum ich mit dem Test so lange gewartet habe, weiß ich selber nicht. Vertane Zeit, denn die Dinger tragen sich beim Laufen allerbest, geschmeidig und soft am Fuß sitzend und mit sehr direkter Sohle. So hätte ich mir die ultrateuren Joe Nimbles gewünscht! Bis auf die langen, glitschigen Schnürsenkel, die mich auch im Alltag nerven, haben mich die Schuhe total begeistert, da juckt es schon wieder in den Fingern mir im Internet noch ein weiteres Paar nur zum Laufen zu bestellen. Mal schauen …

Nichtsdestotrotz sind die Magical Shoes noch in den Laufrucksack gewandert und den etwas längeren Teil der Laufstrecke bin ich ohne gelaufen.

An Frülhling muß ich mich beim Laufen erst einmal wieder gewöhnen. Aber noch mehr hoffe ich, dass die Landwirte bald erstmal wieder fertig sind mit Gülle fahren :-/

Advertisements

Den letzten Tag

… des klirrend kalten Winterwetters habe ich heute genutzt um eine erste Laufrunde nach dem Infekt zu drehen. Die Nacht war noch einmal eisig kalt und auch der Ostwind hatte noch nichts von seiner Stärke eingebüßt. Deshalb hatte ich auch an wärmenden Laufklamotten rausgekramt was der Schrank zu bieten hatte, inklusive Neoprennierenschutz und langer Hose.

Während die Beine sofort begeistert und lauffreudig ihren Job aufnahmen, war der gesamte Rest doch noch ziemlich mimimi, speziell angesichts der doch unbewohnten Kälte. So bremste sich das auf den ersten paarhundert Metern viel zu hohe Tempo schnell wieder ein, aber ab dann konnte ich meine Runde ohne Probleme laufen.

Erstaunt war ich, wie wenig Eis doch auf der Hunte war und der Große Bornhorster See zeigte sich sogar nahezu komplett eisfrei. Das hätte ich nach den knackig-frostigen Tagen der letzte Woche anders erwartet.

Knapp 10 km, davon die letzten 700 m mit Frühstücksbrötchen auf dem Rücken, sollten für den ersten Fitnesstest reichen, haben sie auch. Auf jeden Fall war ich warm genug angezogen und zum Ende war mir deshalb auch wahrlich warm 🙂

Zum Schluß ein kleines Rätzel, auf ist auf dem unteren Bild zu sehen?

27.02.18 01