So richtig nett ist`s nur im Bett

Den Gedanken hätte ich vor kurzem einfach nicht denken dürfen. Da dachte ich nämlich, dass es in diesem Winter noch gar keine richtige Erkältungswelle gegeben hat. Kaum ausgedacht, kränkelte erst meine liebe Schwiegerma, dann meine Schwägerin, dann eine Freundin, dann Jens, dann noch viele andere und nun natürlich ich auch 😦

Ich zitiere hier und heute auch nicht den berühmten Männerschnupfen. Es gibt, wenn auch kaum vorstellbar, schlimmere Schicksale. Und so zelebrierten Jens und ich unseren 17. Kennenlerntag im Bett, jeder in seinem eigenen auf unterschiedlichen Etagen, damit wir uns nicht gegenseitig um den Schlaf bringen 😆

Lauftechnisch betrachte ich diese, nach der OP am Hals, zweite Auszeit in diesem Jahr einfach als Regenerationszeit für meine laufstil und -schuhumstellungsgeforderten Füße.

Der strahlenden Sonnenschein läßt sich auch besser aus den Wohnzimmerfenstern genießen, da draußen ein absolut ar…kalter Wind weht. Zumal die Sonne im Wohnzimmer über Nachmittag schon für muckeligen Temperaturen sorgt 🙂

Einwenig hatte ich ja gehofft, dass durch die Barfußabhärtung der Kelch an mir vorübergehen möge. Naja, hat nicht geklappt. Man kann nicht alles haben.

Deshalb:

Alternativ geht aber auch das Sofa 😀

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Unchain my heart

Zugeben, ich kann nicht so gut singen wie Joe Cocker und ganz so tot bin ich, trotz meiner Erkältung, auch noch nicht. Aber meine Stimme hat plötzlich ein auffallende Ähnlichkeit mit der seinigen.

Auch unsere Vorzimmerdame fand meine Stimme wohl ausgesprochen sexy, als ich es gestern vorgezogen habe, doch lieber zuhause zu bleiben und mich per Anruf bei ihr abmeldete. Sexy hin oder her, mir war das Sprechen einfach zu anstrengend und die, durch die verstopfte Nase, tränenden Augen sind auch nicht gerade das, was das anderen Menschen gegenübertreten angenehm macht.

Dabei fühlte und fühle ich mich grundsätzlich gar nicht so schlecht und so beschloß ich heute nicht mein Herz loszuketten sondern mich vom Sofa und ein paar Besorgungen per pedes zu machen, um mal zu testen wie es denn so läuft, also das Spazierengehen an der frischen Luft meine ich jetzt. Am unangenehmsten waren auf dem Weg zum Kaufmann einige total vereiste, schwer zu gehende Stellen des Weges, so dass ich für den Rückweg eine andere Route wählte.

Das war es denn aber auch schon an Ungemach. Da ich nicht fiebrig bin, fühlte ich mich weder schlapp, noch bekam ich Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Glücklicher Weise sind wohl nur die oberen Atemwege betroffen. Vielleicht hatte ich wirklich rechtzeitig die Reißleine gezogen und eventuell Schlimmeres verhindert.

Wenn ich meine Stimme erstmal wieder erkenne und nicht mehr klingt wie von der Erotik-Hotline, kann ich hoffentlich in der zweiten Hälfte der kommenden Woche wieder ein kommodes Läufchen unternehmen 🙂

Vorbeugend

… habe ich heute auf das Laufen verzichtet. Kurze Zeit nach meinem wunderbaren Lauf vom Sonntag stellte sich ein leicht kodderiges Gefühl im Rachen ein und heute, zwei Tage später, hüstel ich dezent vor mich hin. Leichtes Frösteln zum Feierabend beschied mir das Laufen für heute sein zu lassen.

Nun ist das Frösteln zwar schon wieder weg und kurzzeitig habe ich meine Entscheidung bedauert, aber da ich gerne in 12 Tagen die letzte und längste Etappe vom Dollart-Jadebusen-Lauf mitmachen möchte, fahre ich lieber jetzt etwas zurück um dann wieder fit zu sein. Ich hoffe, dass die Rechnung aufgeht.

24-01-17-01

Da es mir nicht soooo schlecht geht, weise ich auch (noch) alle Vorurteile bezüglich Männer und Erkältung von mir und bitte von Beileidsbekundungen am Sofa Abstand zu nehmen 🙂

Aber kaum, dass ich ein paar Mal in langer Hose gelaufen bin, bin ich auch schon erkältet. Was sagt mir das?: Man verweichlicht in diesen Dingern total! :mrgreen:

Feste Bindung

Seit nun schon fünf Jahren frickel ich jeden neu gekauften Laufschuh auf Parallelschnürung um. Diese Schnürung verhindert zu großen Druck auf die Fußrücken. Nachdem ich es in meinen ersten Laufjahren mit dem festen Sitz der Laufschuhe zu gut gemeint habe, sind die Fußrücken bis zum heutigen Tag in Bezug auf Druck sehr schmerzempfindlich. Mit der Parallelschnürung, die ich auch bei meinen Alltagsschuhen nutze, besteht das Problem allerdings nicht.

Ebenso hatte ich es mir angewöhnt die Laufschuhe nur noch einmal, nach der Einfädelung der Parallelschnürung, zu binden und danach nur noch so in die und aus den Laufschuhen zu schlüpfen. So saßen die Laufschuhe immer locker und flockig an den Füßen, was mir auch jahrelang gut bekommen ist.

Seit einiger Zeit plagen mich aber gereizte Fersen. Genauer gesagt schmerzt es an den Knöchelchen links und rechts. Eine Erklärung hatte ich dafür nicht. Allerdings wurde es peu à peu etwas schlimmer. Da kam mir der Verdacht, dass die Laufschuhe inzwischen vielleicht doch einfach zu locker sitzen.

Drum habe ich jetzt einige Mal angetestet mit meinen Laufschuhen wieder eine festere Bindung einzugehen und diese doch wieder jedesmal zu schnüren. Die Parallelschnürung bleibt und nur ganz oben ziehe ich die Bändsel zum Schleife binden jetzt wieder stramm. Und siehe da, der Schuh sitzt wieder besser am Fuß und die Probleme werden weniger. Da war doch wohl zuviel Schlupf im Spiel und die Reibung hat über die Zeit diese Schmerzen verursacht.

Erstaunlich, dass sich so der Schlendrian einschleichen konnte und sich nahezu unbemerkt ein neues Problemfeld aufgetan hat. Nun hoffe ich, dass über die nächsten Wochen wieder langsam Ruhe im Fersenkarton einkehrt.

Ansonsten hat nun wieder die Gelbe-Jacke-Zeit angefangen. Ich mag gar nicht daran denken, dass die Jacke wieder ungefähr ein halbes Jahr lang nahezu bei jedem Lauf dabeisein wird.

Zu guter Letzt hoffe ich auch noch, dass mein Schnupfen (ich sage nur Männerschnupfen!) nicht solche Ausmaße wie im Kollegenkreis annimmt, da haben wir schon drei Krankheitsausfälle. Sonst muß ich meine Blitzmarathonvorbereitung noch weiter eindampfen, dass wäre schon krass.

Ich kanns noch

Neun Tage habe ich die Füße stillgehalten und damit der Erkältung Tribut gezollt. Zweieinhalb Wochen vor einem Marathon hätte mich so eine Zwangspause vor ein paar Jahren noch in den Wahnsinn getrieben. Glücklich machte mich diese Vollbremsung kurz vor Trainingsziel auch diesmal nicht, aber im Kopf konnte ich mir die Dinge schon so zurecht rücken, dass die Vorbereitung in den vergangenen Wochen und Monaten wirklich gut gelaufen ist und die Erkältung auch noch genügend zeitlichen Abstand zum Marathontag hatte.

Nerviger war das generelle „Sichnichtbewegen“ an sich. Gerade mit Arbeitsbeginn nach dem Urlaub hätte ich mir diese Woche dieses Ventil gewünscht. Das ganze gipfelte in diesem Wochenende mit einer großen Feier mit viel Essen, viel Trinken und wenig Bewegung.

Deshalb war ich wirklich froh, dass ich heute wieder laufen konnte. Strahlender Sonnenschein ließ es mich kaum abwarten können. Dem kalten und starken Ostwind wappnete ich mich mit warmer Jacke, Mütze und Buff um den Hals.

Die neun Tage Pause waren aber offensichtlich gut. Keine Schlappheit, keine Hitzewallungen, keine Kurzatmigkeit behinderten den Lauf und auch die Beine waren nach dieser Pause taufrisch. So stellte sich sogar ein recht flottes Tempo ein. Ich ließ es laufen wie es lief, weil ich mich locker und unangestrengt fühlte. Auch die Treppe hoch zur Huntebrücke zeigte keine Indizien dafür, dass noch irgendetwas im Argen liegt.

So genoss ich die 14 km glasklarer und 10° frischer Luft.  Wenn es mir morgen auch noch genauso gut geht, kann er also kommen, der Marathon um den Wolfgangsee.

Dabei verspricht schon die Anreise spannend zu werden, da der Zugverkehr zwischen Deutschland und Österreich bis dato wegen der Flüchtlingskrise eingestellt ist. Aber ich mache mich ja rechzeitig auf die Socken, von daher wird das schon schiefgehen.

Stolperer auf der Zielgeraden

Dieses Wochenende begaben Jens und ich uns auf einen Trip in die Niederlande. Freitag Anreise nach Makkum am Ijsselmeer. Ein Spaziergang, Abendessen, ab ins Bett, weil am Samstag fuhren wir in der Früh eineinhalb Stunden weiter in die Nähe von Amsterdam. Sechs Stunden Einkaufen im Großhandel und eineinhalb Stunden wieder zurück, Abendessen, Schlafen. Heute gönnten wir uns dafür noch einmal etwas Zeit am Wasser bevor es dann wieder zweieinhalb Stunden zurück nach Oldenburg ging.

*Die Schulbank stand im Großhandel 🙂 *

Laufen paßte dabei nicht in das Programm. Und das war auch ganz gut so. Bereits Donnerstag kündigte sich durch ein Kratzen im Hals an, was sich von Tag zu Tag verstärkte. Eine ausgewachsene Erkältung 😦 Daran konnte auch das Traumwetter in Holland nichts ändern.

Auf der Zielgeraden der Marathonvorbereitung zwei Wochen vor dem Tag der Tage wünscht man sich das nicht gerade. Aber der Trainingsdrops ist eh geluscht und da das ganze bislang ohne Fieber über die Bühne geht, hoffe ich doch entsprechend zeitig wieder fit zu sein. Außerdem hoffe ich, dass noch zwei, drei Läufe drin sein werden, um das Gefühl fürs Laufen zu behalten und dann schaue ich halt was geht.

Für meinen morgigen, letzten Urlaubstag heißt es aber auf jeden Fall Sofa statt Laufschuhe.