Bewegungsmangel

Knapp drei Wochen habe ich nun schon keinen einzigen Laufschritt mehr getan und ich behaupte mal, dass ich ohne das Laufen bislang ganz gut zurecht gekommen bin. Was generell fehlt ist die Bewegung als solche und damit einhergehend stellt sich allmählich eine gewisse Unausglichenheit ein 😦 Mein GöGa leidet zur Zeit unter Rückenproblemen und hat daher das gleiche Problem. Um so schöner, dass wir heute gemeinsam zumindestens für einen ganz kurzen Trip auf unsere Fahrräder steigen konnten.

Eben mal schnell zum Kleinen Bornhorster See und zurück. Der Nieselregen des Tages hatte aufgehört und die Luft war klar und mäßig warm. Ein Genuß. Ebenso wie dieses Mindestmaß an Bewegung und das kurze Antesten der Wassertemperatur.

Gerade einmal 8 km auf den Rädern, normalerweise ist fast jede meiner Laufstrecken länger, aber trotzdem war es die pure Freude an der Bewegung an der frischen Luft. Zumal auch der Fuß heute zu 99 % schmerzfrei gewesen ist. Manchmal kann so wenig so viel sein. Schön war`s 🙂

Kurz vor Zuhause dann noch zwei kleine Mädchen auf dem Bürgersteig. Die eine: Guck mal der ist barfuß! Die andere: Das darf man nicht! Jens: Das darf man doch!     Herrlich! 😆

Disziplinarischer Dreiakter

04.05.16 06

So ein läuferisches Großereignis braucht ja jede Menge Disziplin. Während des Laufs sowieso. Aber auch vor dem Lauf. So habe ich mich zum Thema des zwanghaften Nichtstun, neudeutsch Tapering genannt, im Vorfeld hinreichend ausgelassen. Disziplin heißt hier die Beine still zu halten. Und nun kommt der disziplinarische dritte Akt: Nach dem Lauf gilt es erneut Ruhe zu bewahren, will und muß das geschundene Fahrgestell doch schließlich regeneriert werden.

So bedarf es für ein einziges Laufevent schon mal gewaltig viel Nichtstun 🙂

Vor der Harzquerung habe ich noch konsequent nichts getan, was mir angesichts des gruseligen Wetters auch recht leicht fiel. Danach habe ich allerdings schon am Montag  mal kurz auf 23 km Fahrradfahren die Beine ausgeschüttelt. Nur ganz locker und ohne große Kraft gekurbelt und unserem Deichschäfer und seinen neuseeländischen Schafscherern etwas bei der Arbeit zugeschaut.

Allen 300 Schafdamen habe ich beim Frisieren aber nicht beigewohnt, sondern lieber noch etwas das schöne Wetter genossen und in die Sonne geblinzelt. Regeneration will schließlich vernünftig zelebriert werden 🙂 Entsprechend gut ist den Beinen der kleine Ausflug bekommen 🙂

Heute waren mir zwei Räder immer noch lieber als zwei Laufschuhe und obwohl so gut wie keine Nachwehen der Harzquerung  mehr zu spüren sind, stand bei der bescheidenen 24 km-Runde ausschließlich das Natur- und  Frühlingserlebnis  im Vordergrund.

Herrlich war es und bald kann ich das disziplinarische Stück in drei Akten endgültig beenden 🙂