Furioses Finale

Etwas gedauert hat es mit der Schlußetappe unserer Winterlaufserie von Oldenburg in das niederländische Bourtange. Terminschwierigkeiten sorgten dafür, dass die finale Etappe dem Winter gen Frühling entrückte. So richtig böse war keiner von uns darum, waren die Wetterbedingungen der ersten vier Etappen teilweise doch mehr so semioptimal 😀

Wer die Wetterkapriolen und überhaupt den gesamten Streckenverlauf noch einmal nachlesen möchte, bitte sehr: Hier die Links zu Nummero Eins, Zwei, Drei und Vier 😀

Nun aber zum späten Ende dieses Etappenlaufwinters am heutigen Karfreitag. Tja, und was soll ich sagen: Ein Wetterchen vom Feinsten, knalliger Sonnenschein, muckelig warme Temperatur und sacht von hinten schiebender Ostwind entschädigten für so manchen abgesoffenen Kilometer in den vergangenen Wintermonaten.

Start nach dem obligatorischen Startgruppenfoto war, wie immer, das Ziel der vorherigen Etappe, in diesem Fall Neulehe im tiefsten Emsland. Mit dabei diesmal: Antje, Kerstin, Sylke, Axel, Ralf, Stephan und ich.

Der Landkreis Emsland ist einer der größten Landkreise der Republik, dass merken wir, gefühlt nimmt dieser Landkreis nämlich kein Ende. Doch wir arbeiten uns gnadenlos zur holländischen Grenze vor und überqueren dabei den Dortmund-Ems-Kanal, die Ems und die Emsland-Autobahn A 31.

So hat jeder noch so große Landkreis einmal ein Ende und wir erreichen nach ca. 20 km die niederländische Grenze. Kurz zuvor trennte sich unsere Gruppe. Knieprobleme zwangen Axel zum Gehen und Kerstin und Sylke begleiteten ihn, während wir Übrigen im berühmt, berüchtigten ruhigen Tempo weiterliefen. Kurz vor Burtange wechselten wir von der Straße noch auf einen schmalen Wanderweg und boten so den Wanderern auf direkten Weg noch vor uns in der  Festung Bourtange einzutreffen, die wir nach 24,4 km erreichten.

Nach dem Umziehen gab es zur Feier des Abschlußes des Winteretappenlaufs Stephans berühmten, sauleckeren Zirbenschnaps, der allerdings nach langem Lauf unter knalliger Sonne doch etwas zu Kopf stieg 😆 Danach enterten wir in der Festung das erst beste Café und füllten die leeren Engergiespeicher traditonell mit Kuchen auf 🙂

So gestärkt erkundeten wir noch die idyllische Festung und nach dem Schlußgruppenfoto mit Kanone …

… ging es dann wieder eine gute Stunde zurück in heimatliche Gefilde. Fazit: Die Schlußwinteretappe (gezwungener Maßen) in den Frühling zu verlegen war ein voller Erfolg. Ungewohnte 23° C waren schon fast zuviel des Guten, schließlich ist noch niemand von uns an diese Temperatur akklimatisiert. Aber bei Sonne lacht einfach das Herz und die Strecke war auch die reizvollste aller fünf Etappen. Die Festung Bourtange als Schlußziel war ein schöner Höhepunkt. Besser hätte es heute nicht laufen können, von Axels Knieproblem einmal abgesehen.

Unserer besonderer Dank gilt wieder einmal Ralf für die Idee, die Planung und die Umsetzung des dritten Winteretappenlaufs in Serie!