Wie Schumi

… fühlte sich offensichtlich der Busfahrer mit dessen Linienbus ich heute abend die Heimreise vom Weihnachtsmarkt antrat. Mit drei tollen, mir sehr wertvollen Kollegen war ich zuvor erst Essen gegangen und anschließend in einer Glühweinbude auf dem Weihnachtsmarkt gestrandet bzw. versackt 🙄 Zwei Bier und drei Glühwein später trat ich dann mit besagtem Busfahrer die Fahrt nachhause an, wobei ich mir durchaus einen etwas sinnigeren Fahrstil gewünscht hätte. Stattdessen hat er Gas gegeben und den Bus in die Kurven geschmießen wie ein Formel Eins-Fahrer, puuuhhh 😆 Da tat es gut, die 350 m von der Bushaltestelle bis zur Haustür barfuß zu gehen und mich dabei etwas zu erholen, herrlich. Das hat nochmal so richtig gut getan 😎

Vor dem kleinem Gelage hatte ich die Gelegenheit einen kurzen Tageslichtlauf zu genießen. Der wunderbare, schöne Schnee vom Vortag …

… hatte sich zwar inzwischen in eine gruselige Gemengelage aus Schnee, Eis, Schneegesulz, Matsch und Pfützen verwandelt, …

… aber nachdem die Füße nach 1 1/2 Kilometern trotz kompletter Durchnäßung erst einmal wohl temperiert waren, war es trotzdem ein toller Lauf über 8,4 km.  2°, Schneeregen und kräftiger, naßkalter Wind konnten dem keinen Abbruch tun 😀

Ein schöner Tag neigt sich somit dem Ende zu, bei dem neben der sozialen auch die sportliche Komponente nicht zu kurz gekommen ist 🙂 Herz, was willst Du mehr ❗

 

 

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Ausgeblieben

… ist das für heute versprochene Winterwunderland. Dabei hatte ich mich schon so auf einen Lauf durch den Schnee, während es immer noch weiterschneit, gefreut.

Statt der angekündigten 10 cm Neuschnee sah es zu Beginn meines Laufes allerdings so aus:

Aber immerhin fing es nach ungefähr einer Dreiviertelstunde doch noch an zu schneien und Flora und Fauna bekamen wenigstens etwas Zuckerguß.

Die Temperatur war ein Hauch im Plus und machte es dem Schnee schwer gleich liegenzubleiben. Allerdings war es schon kalt genug meine Garmin nach knapp 10 km mit Totalausfall aussteigen zu lassen. Mistvieh, die Nummer bringt sie bei Kälte jetzt schon zum zweiten Mal 👿 Was will das Schönwettersensibelchen denn erst bei richtigem Frost machen? Soll ich sie da auf eine Wärmflasche binden? 😦

Ohne Aufzeichnung ging es also weiter. Hinterm Klärwerk sind die Xavier-Schäden noch immer nicht beseitigt und auf matschigem Weg durfte ich mich noch ein paar Mal durchs umgestürtze Gebäum schlagen. Dafür sah es abseits der Hunte schon etwas mehr nach Winteridylle aus und reetgedeckte Häuser strahlen gerade bei Schnee so etwas ungeheuer Gemütliches aus, dass man am liebsten klingeln und sich bei einer Tasse Tee an den Ofen setzen möchte 🙂

Habe ich natürlich nicht gemacht, sondern bin brav meine 17 km-Runde zu Ende gelaufen. Auch wenn es nicht der erhoffte Winterzauber war, war es eine schöne Runde mit zum Schluß doch etwas kalten Füßen in durchnäßten V-Trails. Ach, was haben die Füße beim Warmwerden erst einmal gejuckt 😆

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Kind, zieh Dir Socken an

Nein, ich bekomme immer noch keine kalten Füße, auch bei der jetzt herrschenden Witterung nicht. Allerdings bringt meine Minimalschuhlauferei ein Problem mit sich, dass ich zuvor in klassischen Laufschuhen nicht hatte. Kann ich meine inzwischen heißgeliebten FiveFingers und meine Leguanos bei trockenem Wetter problemlos barfuß laufen, so ändert sich das bei Nässe. Sind Schuhwerk und Füße naß, fängt es bei mir irgendwann irgendwo immer an zu scheuern. Soweit so doof, aber Abhilfe ist ja nun wirklich kein Problem, rein in die gemeine Socke und ab dafür. Aber halt, die gemeine Socke ist nicht kompatibel mit den FiveFingers. Hier half mir das Internet weiter und ein paar Klicks und Tage später, trudelten sechs Paar Zehensocken bei mir ein.

Die wollten vorgestern natürlich sofort ausprobiert werden. Obwohl sehr dünn, wird es mit ihnen schon etwas enger in den V-Runs, geht aber noch. Und gute 14 km mit Feldweg- und Trampelpfadeinlage später pellte ich heile Füße aus nassen V-Runs und Zehensocken. So wollte ich das haben 🙂

 

Gestern gönnte ich mir einen Mittagspausentageslichtlauf. Wieder mit Socken an den Füßen. Diesmal allerdings die Leguano Socken. Die habe ich mir eigentlich gar nicht zum Laufen gekauft, sondern sie liegen immer im Auto, für den Fall, dass ich schnell mal was an den Füßen brauche. Umso überraschter war ich, wie schön und angenehm es sich in den Dingern laufen läßt, im wahrsten Sinne des Wortes wie auf Socken. Die wie Antirutschsocken aussehenden Leguanos sind extrem unauffällig am Fuß. Allerdings würde ich sie nur für Asphalt oder sonstige feste Untergründe empfehlen, da sie nicht so stabil am Fuß sitzen wie ein Schuh und deshalb z. B. bei plötzlichen Wendemannövern verrutschen können. Im Gelände wäre das sicher nicht so angenehm.

Bei passender Gelegenheit werde ich die Leguanos auf jeden Fall wieder anziehen, die Füße haben sich beim Laufen sauwohl in ihnen gefühlt. Trotzdem habe ich sie nach gut 4 km ausgezogen und bin noch einmal gute 3 km barfuß gelaufen, wobei ich bei nasskalten 3° den Blick auf die inzwischen wieder gefluteten Bornhorster Wiesen genossen habe.

Heute drehte ich eine kleine Runde zum Kleinen Bornhorster See, da Utkiek ausgefallen ist, wegen is nich. Diesmal mit den V-Trails und Zehensocken. Ein paar matschige Kilometer sorgten auch diesmal wieder für die nötige Testnässe und nach den insgesamt 10 km waren die Füße wieder, wie gewünscht, unversehrt.

Das waren drei Läufe, die mich nicht von den Socken gehauen haben, allerdings im positiven Sinne 😆

Testlauf, Regenlauf, ersäuft!

Freitag nachmittag hatte ich wie geplant noch einen 20 km-Lauf hingelegt. Der Frust und Ärger des Tages mußte einfach über die Beine den Körper verlassen. Angekündigter Starkregen sollte dabei auch noch ein erhofftes Quentchen Spaß bringen. Was dann aber zum geplanten Laufstart abging, ließ sogar mich noch etwas abwarten bevor ich vor die Tür trat:

Auch mir kann es tatsächlich mal etwas zu viel regnen, zumal der Regen kurzzeitig von Blitz und Donner begleitet wurde. Aber nachdem das Schlimmste vorbei war, konnte ich entspannt laufen.

Dabei hatte ich noch zwei seltene Begegnungen. Zum einen Rehe an der Strecke und zum anderen, noch seltener, ein Flußkreuzfahrtschiff auf der Hunte auf dem Weg nach Oldenburg, dass hatte ich noch nie, wenn es auch ein recht kleines war.

Zum Schluß kam noch etwas die Sonne heraus und mein Gemütszustand war leidlich wiederhergestellt.

Von Samstag auf Sonntag ging es dann in die Nähe von Amsterdam, Großmarkt-Shopping für meines bessere Hältes Firma. Fünf Stunden Deko- und Wohnaccesoires-Overkill, den ich zumindestens barfuß genossen habe. Die Niederländer juckt so etwas nicht.

Aber auch barfuß schützt über so viele Stunden vor platten Füßen nicht 😆

Auf der Rückfahrt hat es denn teilweise so dermaßen geschüttet, dass der Regen vom Freitag dagegen noch wie ein Kindergeburtstag gewesen ist. An Tempo war nicht zu denken und die Scheibenwischer leisteten eine Stunde lang Schwerstarbeit. Auch wenn es zuhause nicht mehr so intensiv schüttete, Auto ausladen konnten wir erstmal vergessen. Stattdessen hatte ich, weil wir zeitig in Amsterdam losgekommen sind, noch genügend Zeit für ein Läufchen.

Nochmal ein Testlauf mit den Fivefingers. Warum schon wieder Testlauf? Weil ich sie diesmal im Regen und klitschnasser Strecke ausführen konnte. Ich hatte Bedenken, dass die VFF naß vielleicht an der aufgeweichten Haut scheuern könnten. Kurzzeitig hatte ich auch das Gefühl, dass sich aber zum Glück nicht bewahrheitet hat.

So langsam nehmen hier die Böden das ganze Wasser gar nicht mehr auf und was mir während des Laufens diesen Sommer schon stundenlang Spaß beschert hat, geht mir abseits des Laufens auch langsam auf den Keks.

Aber beim Laufen waren es heute noch einmal gute 10 km Spaß, den die Fivefingers bei Regen noch steigern. Außerdem ist es mir gelungen, die gesamte Strecke stabil auf dem Vorfuß zu laufen. Es gibt also auch noch Positives zu berichten 🙂