Den Rücken zugedreht

Freitag hatten wir Schnee! 😀 Aber nur ein paar Stunden lang 😦 Da blieb nicht einmal die Zeit eine lange Hose anzuziehen um das zu genießen 😆

Am heutigen Sonntag umgab mich dann schon wieder das ewig währende, typisch norddeutsche Schmuddelgrau. Da gelüstete es mich wenigstens beim Laufen nach etwas Abwechselung. Meine klassischen Laufreviere à la Bornhorster Seen, Bornhorster Wiesen oder auch das Gellener Moor liegen alle nach Osten raus. Weil wenn ich diesen meinen Laufgebieten den Rücken zu drehe, liegt lediglich die Stadt vor mir. Zum Laufen nicht sonderlich reizvoll. Aber trotzdem drehte ich heute meinem Laufrevier den Rücken zu und steuerte genau die Stadt an. Dabei hatte ich mir ein Park- bzw. Grünanlagenhopping vorgenommen um doch halbwegs in der Natur unterwegs zu sein. Auf gings.

Die Innenstadt läßt sich schon einmal recht gut über verkehrsarme und idyllische Strecken ansteuern, …

… dann folgen die Weser-Ems-Hallen und die EWE-Arena …

… und es geht weiter über den Hafen in die Innenstadt …

… um zu erst in den Schloßgarten einzutauchen …

… in dessen unmittelbarer Nähe der Eversten Holz folgt.

Weiter geht es, an meinem momentanen Bürostandort vorbei, zu den Dobbenwiesen und -teichen. In Oldenburgs teuerster Wohnlage befinden sich auch der ehemalige Oldenburger Landtag und das ehemalige Oldenburgische Staatsministerium.

Als nächstes folgte der Botanischen Garten, der entgegen den angeschlagenen Öffnungszeiten geschlossen hatte. So konnte ich ihn nicht durchqueren, was mir einen Umweg zum Vahlenhorst, dem nächsten kleinen Wäldchen, bescherte.

Vom Vahlenhorst ging es weiter zum Kleinen Bürgerbusch …

… und seinem großen Bruder mit dem Namen -Achtung, Überraschung- Großer Bürgerbusch. Hier kann sich der geneigte Läufer auch auf einer einen Kilometer langen Finnbahn vergnügen.

Kurz vor zu Hause umkurvte ich noch den Flötenteich mit dem direkt an seinem Ufer liegenden Freibad …

… bevor ich etwas weiter als finale Grünanlage den Grünzug hinter unserem Haus entlang lief.

Die Streckenlänge hatte ich im Vorfeld nicht geplant und heraus kommen 21,7 km in seeeeeehr ruhigem Tempo. Kuriosum am Rande: Bei einem Zwischenstopp bei 16,4 km hatte ich versehentlich den Lauf nicht gestoppt sondern gespeichert. Auf diesem Abschnitt hatte ich einen durchaus plausiblen Durchschnittspuls von 137. Auf den weiteren 5,3 km, die ich sogar noch etwas langsamer unterwegs war, hatte ich angeblich einen Durchschnittspuls von 162. Da hege ich meiner neuen Laufuhr gegenüber doch einen gewissen Zweifel was die Richtigkeit angeht.

Wie dem auch sei, die abwechselungsreiche Strecke hat zwar am Dauergrau nichts geändert, aber es war halt mal etwas anderes. Das kann ich durchaus noch einmal wiederholen, wenn es wieder etwas grüner ist.

27.01.19 38

 

  1. Schloßgarten
  2. Eversten Holz
  3. Dobbenwiesen und -teiche
  4. Botanischer Garten
  5. Vahlenhorst
  6. Kleiner Bürgerbusch
  7. Großer Bürgerbusch
  8. Flötenteich
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Gut zu Fuß

Mein Fahrrad befindet sich in einem erschütternden Zustand 😦 Nein, natürlich nicht mein neues Rennrad, sondern mein Alltags-Crossbike. Nach nur knapp zwei Jahren stünden eigentlich Reparaturen im Wert des halben, seinerzeit nicht gerade billigen Kaufpreises an. Das finde ich etwas heftig und so lasse ich nur den Antrieb (Ritzel und Kette) instandsetzen, nudel den nochmal wieder ab und dann wird es wieder was neues geben.

Aber vor dem Neukauf in ferner Zukunft steht morgen halt erstmal die Instandsetzung. Der Dealer, der mir das Rennrad verkauft hat, darf sich nun auch um dieses Gefährt kümmern. Er befindet sich direkt auf meinem Weg von und zur Arbeit. Von ihm aus nachhause sind es knapp 3 km. Ein gemütlicher Spaziergang.

Allerdings erst 3 km nachhause spazieren um anschließend noch Laufen zu gehen, ist auch irgendwie doof. Deshalb habe ich heute morgen mein Laufequipment mit zur Arbeit genommen. Zum Feierabend habe ich mich in selbiges geschmissen, habe meinen Drahtesel zur Wartung abgeliefert und bin von dort gestartet. Dabei ist das Schöne an Oldenburg, dass man egal wo man sich in der Stadt befindet, schnell im Grünen ist. In diesem Fall war ich nach knapp 3 km weitestgehend ruhigen Wohnstraßen und Spazierwegen, vorbei am Flötenteich, schon in Etzhorn und lief durch die wallheckengesäumten Wiesen.

Schon längst befand ich mich im vertrauten Laufrevier, näherte mich den Bornhorster Seen, passierte den Kleinen und umrundete den Großen.

Zwischenzeitlich garte ich bei Rückenwind im Windbreaker im eigenen Saft, nahm ihn schlußendlich in die Hand. Auf den letzten vier Kilometern setzte Regen ein und er kam wieder zum Einsatz. Nach 14 km statt der eigentlich nur notwendigen knapp 3 km war ich zuhause. Man ist halt doch noch gut zu Fuß 😀