Was man so findet

Wenn man so Jahr für Jahr so um die 160 bis 170 mal laufen geht, sieht man sehr viel an den Rändern der Laufstrecken. Schönes und weniger Schönes. Dabei sind Dinge, die einem zur Weißglut bringen können, wie immer wieder mit voller Absicht in die Landschaft geschmissener Sperrmüll oder achtlos weggeworfene Verpackungen, Tempotaschentücher oder Zigarettenkippen. Total im Trend sind zur Zeit die von mir ach so geliebten Masken. Warum man die Dinger überhaupt mit in die Natur schleppt, um sie dann zu verlieren oder wegzuwerfen, erschließt sich mir noch weniger als der Nutzen von diesen Dingern. Schon jetzt läßt sich sogar erkennen, dass der brave Bürger nicht mehr nur die bläulichen Einwegmasken verliert, sondern die seit allerneusten gehypten FFP2-Masken.

Aber weg von meinem „Lieblingsthema“ und hin zu dem Kuriosen und Witzigen, dass sich auch immer mal wieder finden läßt. So hatte ich schon 2013 einmal darüber geschrieben, dass an der Hunte auf einer Strecke von gerade einmal 2,5 km satte 20 Schuhe, Latschen und ähnliches angeschwemmt wurden. Im selben Jahr stieß ich dann auf das erste Fundstück, das auch den Weg zu uns nachhause gefunden hat, ein kleines Quietscheentchen. Gut, dass in dem Jahr dem ebenfalls entdeckten Tretttrecker (ebenfalls im Schuhbeitrag zu sehen) die Vorderräder fehlten, sonst hätte ich denn wahrscheinlich auch noch mitgeschleppt 😆

2019 stieß ich dann auf ein besonders dekoratives Stück Treibholz, das ich allerdings aufgrund von Größe und Schwere nicht beim Laufen mitgenommen hatte, sondern anschließend auf einer Fahrradtour mit Jens geborgen habe.

Im letzten Jahr war es dann Quasimodo, den ich einfach nicht seinem Schicksal überlassen konnte. Am heutigen Tag war es nun, Ihr ahnt es schon, das Krokodil, das von mir eingesammelt wurde. Zum Glück war darüberhinaus von einem größeren Spielzeugauto nur ein Fragment angeschwemmt worden, so dass ich da nicht auch noch in Versuchung kam 😯

Rückwirkend betrachtet ist die Ausbeute über so viele Jahre zum Glück nicht allzu groß, somit muß ich mir für die weitere Zukunft keine größeren Sorgen machen, dass die Sammlung doch arg zu üppig wird 😎

Es folgen zwei Bilder vom Deko-Brett im Einsatz und ein Gruppenfoto aller vier Fundstücke 🙂

Nebenbei sei noch erwähnt, dass der Krokodilrettungslauf ein kleiner Traum war. Knapp 12 km, davon nur 1,2 km nicht barfuß, bei trockenen 5 °, die einfach liefen wie geschnitten Brot und ich hätte eigentlich immer weiter laufen können. Kurz vor Ende des Laufs, vorm Bäckerladen, sprach mich noch ein älterer Herr auf meine Barfüßigkeit an und erzählte mir, dass er bis vor ein paar Jahren im Winter geregelmäßig im See baden gegangen ist. Es war ein kurzes, nettes Gespräch, es gibt so viele besondere Menschen!