Abkühlung

Berlin war in den letzten Tagen ein heißes Pflaster. Damit meine ich jetzt gar nicht die Lage meines Domizils in Neukölln, sondern die Temperaturen in der Stadt. Hitze und Stadt sind ja eh immer eine besonders heikle Kombination.

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Da tut es gut, dass der Nordwesten in den kommenden Tagen mit reichlich frischer Luft versorgt wird. Das fing heute vormittag schon an und so konnte ich bei angenehmen 20° und herrlich frischem und kräftigem Wind laufen gehen.

Heiß war zwar auch dieser Asphalt nicht mehr, aber noch warm und vorallem klebrig. Mit einem knapp hundert Meter langen Zwischensprint über die viel befahrene Landstraße konnte ich das Stück aber umgehen und mich dann wieder auf meine Laufstrecke auf der anderen Straßeseite retten 😎

An der Hunte konnte ich dann in den kräftigen Wind drehen, ein erfrischender und den Puls antreibender Genuß. Wenn auch nicht besonders selfiefreundlich, da der Wind die Kamera immer wieder umschubste, aber dafür auch zwei Fahrradfahrer hinter mir die ganze Zeit auf Abstand hielt :mrgreen:

So kommt man doch gerne wieder zuhause an 😀

Sturmjäger

Es gibt ja so Verrückte, die sich in Amerika, aber auch hierzulande, in jedes Unwetter stürzen, immer auf der Suche nach den spektakulärsten Bildern von Tornadas oder Gewittern. Ganz so verrückt bin ich zwar nicht, aber auch ich hatte heute Bock den Sturm zu jagen bzw. mich von ihm jagen zu lassen 🙂

Thomas heißt der Bursche, dem ich mich da stellen wollte. Dazu habe ich erneut auf den Utkiek-Lauf verzichtet. Aber nach meiner Rückkehr durfte ich auf dem Smartphone lesen, dass dieser eh dem Sturm zum Opfer gefallen ist.

Los ging es bei gut 8° und Rückenwind, raus aus der Stadt, hinaus in die offene, norddeutsche Tundra. Der Regen beschränkte sich auf gelegentliche Schauer, die dann aber mit nochmals kräftigeren Böen einhergingen.

Nach exakt 9,5 km gab es dann mit dem Wind von vorne die volle Dröhnung. Einen guten Kilometer bot der Huntedeich noch etwas Schutz, aber dann ging so richtig der Punk ab und einige Male bin ich gefühlt auf der Stelle getreten.

Nach ca. 13 km ging mir dann im Gegensatz zum Wind kurzzeitig mal die Puste aus und ich wechselte in den Gehmodus. Die Gelegenheit mal den Sturmreporter zu spielen. Zu verstehen bin ich aufgrund der Lautstärke des Windes aber kaum 🙂

Wie schön war es da die letzten drei Kilometer im Windschatten der A 29 und der Bebauung der Stadt zu laufen. Das war die reine Erholung 🙂

18,5 km jagte ich den Sturm und er jagte mich. 6 km hatte ich ihn dabei in den Marschen direkt von vorn. Ein etwas spezieller Feierabendlauf, der mich ziemlich ausgepowert hat 😎

23-02-17-14

Isch habe fertisch