Schmutzige Füße

Ich bin ja des Spanischen nicht mächtig, aber mich interessierte einfach mal was der Name meiner Laufsandalen auf Deutsch bedeutet. So habe ich „Pies Sucios“ einmal in den Google-Übersetzter eingeben und heraus kam „Schmutzige Füße“. Da mußte ich doch herzhaft lachen. Nicht nur weil „Schmutzige Füße“ schon ein sehr skuriller Name für Sandalen sind, sondern auch weil es so wunderbar zu meinem Lauf am Dienstag paßte. Da wollte ich nämlich gleich die etwas unentspannten 17 km vom Montag wieder vergessen machen und bin auf einer verhältnismäßig kurzen Runde um den Woldsee und den angrenzenden Wald gegangen. Dabei war der Weg direkt um den See sowas von matschig, dass sich sehr schnell schmutzige Füße in den „Schmutzigen Füßen“ eingestellt hatten. Wie praktisch, dass ich die „Schmutzigen Füße“ und meine schmutzigen Füße zum Ende der knapp acht Kilometer gleich im Woldsee wieder sauber machen konnte. Dabei mußte ich nur aufpassen, dass die federleichten Sandalen nicht gleich vom Wind abgetrieben wurden 😆

Ansonsten hatte sich die Mission des Vergessens des Montagslaufs erfüllt und es war ein wunderbarer Lauf. Tagsdrauf hatte ich einen noch kürzeren Lauf gemacht. Einmal rauf zur Huntebrücke, andere Seite wieder runter zum Blankenburger See und zurück. 5,4 lockere Barfußkilometer.

Am Donnerstag beim Utkiek-Lauf war ich wieder mit den „Schmutzigen Füßen“ unterwegs und nach einer Weile fragte mich Stephan „Mal Hand auf`s Herz, hast Du keine kalten Füße?“ Ich konnte ihm hoffentlich glaubhaft versichern, dass meine Füße nicht nur nicht kalt sondern sogar wunderbar warm waren.

Am heutigen Samstag habe ich die „Schmutzigen Füße“, ich will sie ab sofort aber wieder Pies Sucios nennen, klingt doch irgendwie netter, einem ersten Langstreckentest unterzogen. Irgendetwas um die 20 km + hatte ich mir vorgenommen. Zur Sicherheit, falls es irgendein Problem geben sollte, hatte ich in meinen Laufrucksack die Leguano Laufsocken eingepackt. Bei stürmischen Wetter ging es über den Bahndamm der alten Braker Bahn, vorbei an Kleinem und Großem Bornhorster See, ins Gellener Moor und weiter zur Hunte.

Zwischendurch habe ich immer mal wieder kurz angehalten und geschaut, ob speziell dort wo die Bändsel zwischen den großen Zehen und ihren Nachbarn durchgehen alles in Ordnung ist. Dabei mußte ich aufpassen, dass mir die jeweils ausgezogene Sandale nicht davon flog 😀 Auf den letzten ca. fünf Kilometern zog Regen auf und der Wind drehte noch einmal richtig auf. Da wurden mir tatsächlich die Füße sogar mal etwas kalt 😆 Darüberhinaus weichte die Haut auf und ich war denn doch froh, als ich nach 24,5 km wieder zuhause ankam. Die waren dann, gerade durch die Näße zum Ende, auch wirklich genug. Passiert ist aber nichts und es war ein super Lauf. Ich muß feststellen, dass mir die Laufsandalen „drohen“ den hochgeschätzten FiveFingers den Rang abzulaufen, so genial empfinde ich das Laufen mit den schmutzigen Füßen an den Füßen 😀

In den letzten sechs Tagen bin ich fünfmal gelaufen und es kamen dabei gute 64 km zusammen. Gar nicht mal schlecht dafür, dass gerade der erste dieser Läufe nicht so wirklich gut gelaufen war 😎

Schon wieder Lust auf etwas Längeres

Das Tolle an der Zeit so nach einem Marathon ist, dass es in Bezug auf längere Läufe kein „Muß“ mehr gibt, sondern nur noch ein Wollen 😎

Und so hatte ich heute schon wieder Böcke etwas länger unterwegs zu sein und was bietet sich an einem Sonntag Besseres an als zu Schwiegermutters Kaffee- bzw. Teetafel zu eilen? Begleitet von einem Sonntagsherbstwetterchen vom Feinsten machte ich mich also auf den Weg nach Berne.

Vorbei am Großen Bornhorster See ging es zuerst ins Gellener Moor, wo der gerade vergangene Supersommer sogar die Moorteiche hat austrocknen lassen. Danach lief ich über den Höfeweg (Nomen est Omen, es liegen lauter Höfe am Weg) nach Butteldorf. Hinter Butteldorf öffnet sich dann die Wesermarsch mit ihren unendlichen Weiten.

Nach knapp 22 km trudelte ich bei Schwiegermuttern ein und nach der Dusche machte ich mich über den köstlichen, von meiner Schwägerin gebackenen Johannisbeerkuchen her. Verdient würde ich sagen, war ich doch auch ein kleines bisschen flotter unterwegs als üblich 😎

Irgendwie ist dieses Wollen doch schöner als Müssen. Obwohl … eigentlich ist dieses Müssen ja auch ein Wollen, zwingt einen ja schließlich keiner zum Marathon 😛  Egal, ein cooler Lauf war es heute. Ende! 😀

 

 

Es macht wirklich Spaß!

Nach meinen gestrigen Tempoheldentaten wollte ich heute eigentlich pausieren, aber dieses Traumwetter konnten ich einfach nicht ungenutzt lassen. Ein kurzes Läufchen zum Beine ausschütteln muste einfach sein. Was lag da also näher als bei der Gelegenheit wieder die Schuhe wegzulassen und durchs Moor zu traben 🙂

Der kurze Lauf gab mir auch die Gelegenheit erstmalig auszuprobieren, wie es sich auf gefrorenem Boden und ein paar kläglichen Schneeresten läuft. Kurzum: Bei leichtem Frost, Trockenheit und Sonnenschein kein Problem. Lediglich gefrorerer, zerfruchter Matsch wird doch etwas schartig.

Nach wenigen hundert Metern waren die Füße warm und blieben es auch. Die 7,4 km machten einfach Spaß und ich mußte zwischendurch immer wieder grinsen, wie ich da so barfuß durch die Winterlandschaft lief. Auch wenn ich mir zwischendurch mal einreden mußte, doch noch alle Tassen im Schrank zu haben 😆

Mangelnde Traktion

Nach den doch sehr asphaltigen 23 Kilometern vom Sonntag wollte ich mir und meinen Füßen etwas Gutes tun. Deshalb habe ich mir heute eine kleine Runde durch das Moor des Naturschutzgebietes Gellener Torfmöörte gegönnt. Kleine Runde bedeutete auch, dass ich ohne Schuhe gelaufen bin.

Zuerst zwar noch gute 2 km über Asphaltstraße, an deren Rändern sich auf der einen Seite noch die letzten Schneereste von der vorherigen Woche und auf der anderen Seite schon das Moor zeigten …

… in das es nun hineinging.

War es auf dem nassen Asphalt anfänglich (eis)kalt, waren die Füße schon nach kurzer Zeit wohlig warm und auch kurzes Stehenbleiben zum Fotografieren macht ihnen überhaupt nichts aus. Dafür hatten sie ein anderes Problem: Die Pfade durchs Moor waren sehr matschig, hier hatten sich wohl ein paar Mountinbiker ausgetobt, und irgendwie mangelt es den Fußsohlen an Profil 😯 Wenigstens konnte ich meine unbändige Laufkraft an manchen Stellen nur mühsam auf den Boden bringen und einmal hätte es mich um Haaresbreite lang hingelegt, als die Füße plötzlich jegliche Haftung verloren :mrgreen:

Dagegen waren die Sandwege zum Schluß absolut griffig und eine Pfütze, um sich zum Schluß den Schlamm von den Füßen zu waschen, bot sich auch noch 😆

7,4 Kilometer Spaß auf höchstem Niveau, ich hätte ewig so weiterlaufen können. Aber Zeit und Vernunft waren zwei kräftige Gegenspieler. Aber heute ist nicht aller Tage, ich komm wieder ins Moor, keine Frage.

Drei Läufe, zwei Moore

Auf eine harte Probe wurde in den letzten Tagen mein Laufverlangen gestellt. Letztes Wochenende kam ich nicht zum Laufen, am Montag auch nicht, genauso wenig am Dienstag und eigentlich hätte es auch am Mittwoch nicht geklappt. Aber da habe ich mir einfach die Mittagspause freigeschaufelt und mächtig in die Länge gezogen um doch ein kurzen Lauf hinzukriegen.

Der Kürze der Zeit angemessen wollte ich meinen ersten kompletten Barfußlauf absolvieren. Dazu boten sich die weichen Wege im Naturschutzgebiet Gellener Torfmöörten direkt vor den Toren Oldenburgs an.

Das Barfußlaufen baue ich seit Februar regelmäßig in meine Läufe mit ein und es gefällt mir sehr gut. Nach gut zwei Monaten traute ich mir auf den Naturwegen eine 5 km-Runde zu. Daraus geworden ist eine, zugegebener Weise unvernünftige, 9,5 km-Runde. Aber das Laufen ohne Schuhe hat einen Suchtfaktor, dem man sich schwer entziehen kann.

Der flauschige Boden hat mir zwar, von zwei Aufsetzern auf Baumwurzeln abgesehen, keinerlei Probleme bereitet, trotzdem werde ich das Thema in nächster Zeit wieder mit mehr Bedacht verfolgen.

Am Donnerstag folgte, nach zweiwöchiger Pause, der Utkiek-Lauf. Dort Business as usal. Mit einer Ausnahme: Tomma hatte am Tag vorher in der Telegram-Gruppe gefragt, ob jemand mit ihr am heutigen Sonntag einen 25 km-Lauf machen wollte und ich hatte bis dato als einziger den Finger gehoben. Startzeit stand fest, Strecke noch nicht. Nun fragte Ralf, ob er sich noch einklinken könnte und bot gleich einen Lauf im Umland seines Heimatort Neuenburg an.

Das Angebot hatte ich gleich angenommen und Tomma anschließend über Telegram mitgeteilt, dass wir auf eine Überraschungsstrecke gehen würden.

So traf ich heute mittag auf Tomma und fuhr dann mit ihr weiter ins eine halbe Autostunde entfernte Neuenburg. Auf der Fahrt dorthin ahnte sie schon wer der Dritte im Bunde ist und sprach von Klaus Störtebeker. Der war es dann zwar nicht, aber dank Ralfs Ortskenntnissen waren wir auch nicht ganz so kopflos unterwegs 🙂

Ralf hat das große Glück in allernächster Nähe zum Neuenburger Urwald zu wohnen, durch den wir die ersten Kilometer unseres Törns liefen, begleitet von bombastischem Wetter. Der Neuenburger Urwald beeindruckt durch seine gewaltigen, teils Jahrhunderte alte Bäume, seine Naturbelassenheit und, zu dieser Jahreszeit, durch unglaublich große Teppiche von Buschwindröschen.

Nach dem Urwald ging es weiter durch die Schönheit Frieslands …

… zum Naturschutzgebiet Lengener Moor. Dieses große Moor beeindruckt durch seine Weitläufigkeit und Ursprünglichkeit und man kann darin durchaus noch sein Leben aushauchen, wenn man die Wege verläßt.

Aber auch die Wege selber, zumindestens an einer Stelle, waren nicht ganz ohne, aber die Füße blieben trotzdem (fast) trocken 😀

Verschluckt hatte uns das Moor an diesem Traumtag somit nicht und spukte uns wohlbehalten wieder aus und wir konnten nach einigen weiteren Kilometern wieder Neuenburg ansteuern.

Noch ein kurzes Posing vorm Schloß und des Schloßes selber …

… und dieser hammergeile Lauf, bei dem wir uns teilweise kampfeslustig, mit dem Schlachtruf „MOIN“ auf den Lippen, ganzen Horden von Ausflüglern entgegenwarfen, war zu Ende.

Spaß hats gemacht und wenn ich Tomma und Ralf glauben darf, nicht nur mir. Außerdem hat dieser Lauf noch meine bescheidene Wochenbilanz gerettet 😀

Früher

… war bekanntlich alles besser. In Bezug auf das Laufen kann ich das nicht sagen. Klar, die Anfangszeit war aufregend, immer wieder betrat bzw. belief ich Neuland. Aber heute, da laufe ich einfach los, ohne mir Gedanken darüber zu machen, wie lange ich laufe und ob ich die Strecke auch schaffe. Wie sich die Relationen schleichend verschieben, wurde mir bei meinem heutigen Lauf bewußt. Plante ich „früher“ die langen Läufe, das heißt bei mir ab 20 km +, immer fürs Wochenende um zum einen die Zeit dafür zu haben und mich zum anderen mental auf sie einstellen zu können, ertappe ich mich seit dem Winter ab und zu dabei, dass ich auch nach Feierabend schon mal gute 20 km laufe.

Lediglich der Faktor Zeit sorgt nach wie vor für Einschränkungen und so war es auch heute nur 1 km über der 20 km-Marke. Dabei begleiteten mich sommerliche 15° und sommerlicher stürmischer Wind 🙂 Der Weg führte mich vorbei am Großen Bornhorster See, über die knapp 3 km lange, schnurgerade Strecke hinterm Deich, über Gellen, durch die Gellener Torfmöörte, zurück zum Großen Bornhorster See und in die Nähe des Kleinen Bornhorster Sees.

Ich wollte es ruhig angehen lassen, so richtig geklappt hat das aber nicht. Schlußendlich stand über die gesamte Strecke doch noch eine 5 vor dem Komma. Naja, macht ja nichts.

Es stellt sich jetzt nur die Frage wie lang künftig die langen Läufe am Wochenende werden sollen 🙄

Wer schlafen will, muß leiden

Mir ist mein Schlaf heilig, das ist wohl hinlänglich bekannt. So habe ich es auch heute vorgezogen ausgiebig meinem zweitliebsten Hobby zu frönen als mich in der Hoffnung auf frische Temperaturen in aller Herrgottsfrühe meinem liebsten Hobby hinzugeben. Ein Blick auf die Temperaturhistorie des heutigen Tages bestätigte mein Handeln sogar, war es doch z. B. um 4:30 Uhr immer noch über 21 ° warm. Zugeben, dass waren einige Grad weniger als die guten 27°, die zu meinem Laufstart um 18:30 Uhr herrschten. Aber wer schlafen will, muß halt leiden. Vergebens hatte ich auf die angekündigten Gewitter gehofft, von denen ich mir Abkühlung versprochen habe. Von ihnen war weit und breit nichts zu sehen, nur die Luft war danach.

Sicherheitshalber sattelte ich meinen Trinklaufrucksack auf, hatte ich mir doch trotz großer Wärme und Schwüle einen Lauf 20 km + vorgenommen. Aus dem Grunde wanderten auch noch zwei Gels und die Salztabletten in den Rucksack bevor ich mich auf die Runde Richtung Hunte nach Gellen, zum Gellener Moor, von dort zum Großen Bornhorster See und wieder nachhause machte. Schlußendlich waren es gerade mal 20 km + 1,3 km. Aber unter diesen Bedingungen hat es mir doch gereicht. Es gab keine trockene Faser mehr am Leib und während des Laufens waren sogar die Beine komplett schweißbedeckt.

Des Luftigkeitsfaktors wegen hatte ich heute mal wieder die leichteste Shorts an. Ich werde mit diesen Dingern nicht warm, zwar blieb dieses Mal mein Rückenmuttermal von der Reibung des Bündchens unversehrt, dafür habe ich mir aber einen Wolf gescheuert als der Stoff klitschnass an meinen Beinen klebte. Es geht für mich nichts über Tights, dafür pfeif ich auch auf das letzte Grad weniger.

20.07.14 01

20.07.14 02

20.07.14 03

20.07.14 04Ich war noch nicht mal der einzige Verrückte, der bei der Schwüle unterwegs war…

20.07.14 05

20.07.14 06

Die kleine Pause, die ich mir gegönnt habe, um mir das Gel reinzupfeifen und meinen Salzhaushalt etwas auszugleichen, habe ich allerdings an der denkbar ungünstigsten Stelle gemacht. Eine Bank im Moor bot sich an, den Rucksack kurz darauf abzusetzen. Allerdings wurde ich sofort heftigst von Bremsen attackiert, so dass ich schleunigst gesehen habe, dass ich weiterkam. Das Tempo hielt ich über die gesamte Strecke moderat, mehr wäre bei diesem Klima auch nicht möglich gewesen. Letztendlich kam ich mit den Bedingungen aber ganz gut zurecht. Aber immer muß ich die nicht haben. Einen dreiviertel Liter Wasser habe ich unterwegs getrunken und an der Haustür die gleiche Menge Schorle auf Ex.

Über Tag und während meines Laufes war ich in Gedanken immer wieder bei Helge und Karina, die heute in Roth ihr grosses Ironwomen-Debüt hatten. Während ich noch schlief, starteten die beiden mit dem Schwimmen. Ich schlief immer noch, als sie auf die Rennräder umgestiegen sind. Ich frühstückte und genoss den Nachmittag auf der Terrasse als die beiden immer nach radelten.  Ich hatte meine Tea-Time, als die beiden liefen.  Ich lief, als die beiden liefen, und ich lief als die beiden finishten.

12:46 Stunden und 13:07 Stunden waren sie unterwegs. Bei 30° in Roth.

Helge und Karina, Ihr seid die besten. CONGRATULATIONS!!! Ich habe mit Euch gefiebert und freue mich riesig. Ich hoffe es geht Euch einigermaßen gut. Laßt Euch feiern, ruht Euch aus. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf das was Ihr zu berichten habt.

Horizonte verschieben sich

„Ich geh laufen“, diese Verabschiedung beim Liebsten zur Ausübung des Liebsten ist in der Regel der Startschuss zu einer meiner Standardrunden. Diese liegen nach Lust und Laune bei 10 bis 17 km. In den letzten Wochen verschoben sich die Dimensonen und der Ruf „Ich  geh laufen“ läutete einmal die Woche eine Laufabwesenheit von drei Stunden plus ein. War es die ersten Male noch etwas besonderes, dass es wie einen Berg zu erklimmen galt, merkte ich letzten Sonntag und diesen Samstag, dass die längeren Distanzen so etwas wie „normal“ werden. Heute also auch nochmal. Um die geplanten 30 km zusammenzukratzen reihte ich einige meiner Standardrunden aneinander.

Die Strecke ging über den alten Bahndamm, nach sehr langer Zeit (weil eigentlich zu hundelastig) mal wieder um den Kleinen Bornhorster, hinter dem Großen Bornhorster See Richtung Ipweger Moor, durch das kleine Naturschutzgebiet Gellener Torfmöörte, über die Landstraße in die Wesermarsch hinweg an die Hunte, auf dem Huntedeich dann wieder gen Oldenburg und schlußendlich wieder zurück zum trauten Heim.

Am Rande sei noch erwähnt, dass die neuen Windkraftanlagen am Rande des Kleinen Bornhorster Sees mit 156 m die höchsten „Gebäude“ Oldenburgs werden. Nicht am Rande erwähnt sei, dass es während des Laufes von 13° auf 19° richtig warm wurde, dazu fehlte der Wind. Sehr ungewohnt für mich und ein guter Test über eine längere Distanz mit etwas höheren Temperaturen zurechtzukommen. Das klappte auch ganz gut, in schöner Natur und mit Musik auf den Ohren verflogen Kilometer um Kilometer. Allerdings wurden die Beine diesmal ab 22 oder 23 km schon schwerer und dann machten mit Vollendung des 26. Kilometers die Waden dicht.  Sie krampften leicht, genauso wie die A….backen. Letzteres hatte ich noch nie. So streute ich auf den Kilometern 27,28 und 29 erstmals seit langer Zeit ein paar Gehetappen ein. Den finalen Kilometer konnte ich aber wieder gut durchlaufen.

Woran lag`s? Ich kann da nur Vermutungen anstellen, vielleicht die ungewohnte Wärme oder auch die vielen Kilometer der letzten Wochen. Ich seh das nicht so tragisch. In der kommenden Woche stehen eh nur noch zwei kürzere Läufe auf dem Programm. In der Woche darauf werden dann die Füße hochlegt. Dann rücken sich die Horizonte wieder zurecht 😉