Baumwolle

Diese Laufwoche plätscherte so vor sich hin. Am Dienstag brachte ich mein Rennrad in die Inspektion in die Innenstadt. Durch intensives Nichtbenutzen wollte die Schaltung nicht mehr so wie sie sollte. Nach Abgabe des Radels bin ich dann zurückgelaufen. Vorbei an der EWE-Arena, wo die EWE-Baskets an dem Tag in den Play-Offs gegen Ulm gespielt haben, und dann durch den Stadthafen, vorbei an der alten Eisenbahnklappbrücke, durch den Agrarhafen an die Hunte. Treppe rauf zur Brücke und nach 11,1 km war der Laufdrops gelutscht.

Donnerstag Utkiek, da gibt es nicht viel zu sagen 🙂

Heute dann mal wieder übelste Schwüle. Allerdings war mein zeitliches Fenster eng und viel Auswahl bezüglich des Wetters konnte ich mir nicht erlauben. So studierte ich das Regenradar und sah nur einen winzigen Schauer, also los. Um der Schwüle und den 25° etwas entgegenzusetzen, entschied ich mich mir einfach ein Baumwollleibchen überzuschmeißen.  Bei extremen Wärmebedinigungen mag ich es nämlich, wenn so ein Baumwollfetzen an mir klebt, dat kühlt so schön 😎

Allerdings konnte ich nicht ahnen, dass es aus dem winzigen Schäuerchen heraus schon auf den ersten Kilometer bedrohlich grummelte. Auf Kilometer 2 setzte kräftiger Regen ein und es blitzte und donnerte, so dass ich mich mit einem Intervallspurt unter die Autobahnbrücke rettete und dort gute 10 Minuten den Abzug des Gewitters abwartete. Schade um den ge…nialen Platzregen, aber Blitzschlag muß ich nicht haben.

Nach Abzug des kurzen, aber kräftigen Gewitters war die Luft dann erst richtig zum Schneiden. Die Landschaft dampte und der Deichläufer schwitzte 😛 Trotzdem lief es recht flüssig und die 15 km-Nummer machte richtig Spaß und mit meinem „Laufshirt“ gab ich irgendetwas zwischen Vollprolet und Rocky Balboa ab :mrgreen: Aber das Ding hat seine Mission erfüllt, wenn auch von Kühlung nicht wirklich viel die Rede sein konnte 😆

Sehr seltene Flüssigkeit

25.07.16 08

Es gibt da eine Flüssigkeit, die als sehr selten beschrieben wird. Ob sie auf Grund ihrer Seltenheit auch kostbar ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist nur, dass ich selber mit dieser Flüssigkeit nahezu verschwenderisch umgehe. Die Rede ist hier vom Beamtenschweiß :mrgreen:

Ist bei mir schon unter normalen sportlichen Umständen kaum Bewegung ohne Schwitzen möglich, so tropfte ich beim Samstagslauf nahezu wie ein Kieslaster. Bei eigentlich nur 25° war es extrem schwül. Die Luft war so drückend, dass Asphalt unter Bäumen den ganzen Tag naß blieb, obwohl es den ganzen Tag nicht geregnet hatte. Auch meine Sonnenbrille ist mir bei solchen Temperaturen noch nie beschlagen, Hammer. Ich war froh genügend Wasser dabei gehabt zu haben, obwohl ich nur auf meiner 14 km-Standardhausrunde unterwegs war.

Gestern sah die schwüle Wetterwelt nicht viel anders aus, gleiche Temperatur, gleiches Klima. Nur das der Himmel bedrohlich dunkel wurde und mit zweimaligem Grummeln die Badegäste vom Kleinen Bornhorster See vertrieb, die mir in Scharen auf Fahrrädern entgegenkamen. Die, die es mit dem Aufbruch nicht so eilig hatten, packten ihre Piselotten dann schon im Regen zusammen, der anschließend auf drei, vier Kilometern diese eigentlich so seltene Flüssigkeit auf meiner Haut verdünnte.

Schon lange vor der Hunte war dann wieder Schluß mit Regenlustig. In Bezug auf die Schwüle hat der kleine Guß auch keine Erleichterung gebracht, so dass ich froh war, dass es mir die MS Fredo vom Tempo her leicht machte, mich mit ihr ein Wettrennen zu liefern. Erst kurz vor der Huntebrücke ließ ich sie ziehen. An selbiger machte eine Laufgruppe auf der anderen Hunteseite Treppentraining. Mir reichte das einmalige Entern und nach 17 km war ich wieder tropfnaß zuhause.

Was den Seltenheitsfaktor besagter Flüssigkeit angeht, bin ich offensichtlich kein Ruhmesblatt für meine Zunft 😀

Das soll heute wohl so sein

Heute wollte ich eigentlich einen schönen, langen Lauf machen. Um die 25 km sollten es sein. Dem stehen aber müde, schwere Beine mit einer leichten Verhärtung im Bereich des linken Unterschenkels gegenüber. Dieses zu ignorieren und trotzdem starten zu wollen, wurde von Petrus allerdings mit kräftigem Donnergrollen und anschließendem Platzregen beantwortet.

Ein Studium des Regenradars und der aktuellen Unwetterwarnungen vor Gewittern und Orkanböen ließ mich dann gänzlich von meinem Vorhaben Abstand nehmen. Auch wenn es bis dato offenbar nicht so dicke zu kommen scheint wie angekündigt.

25.07.15 01

Das soll heute wohl so sein um mein Gräten vor irgendwelchem Ungemach zu schützen. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Gibt es also doch eine höhere Macht, die auf einen aufpaßt? 🙄

Schwanenweiß

Bei uns im Nordwesten war es wohl nix mit dem superheißen Pfingstwochenende. Böse bin ich da sicher nicht drum. Allerdings hätte es gestern nachmittag auch nicht unbedingt stundenlang schütten müssen, wo wir uns mit Freunden einen schönen Nachmittag am Weserstrand machen wollten. Aber immerhin konnten wir am Vorabend, nach dem Grillen, noch bis in die Nacht hinein draußen sitzen, in T-shirt und Shorts.

Geschüttet hatte es heute nachmittag auch. Ein dickes Gewitter zog über Oldenburg und in seinem Schlepptau sanken die Temperaturen auf unter 20°. Perfekt um Laufen zu gehen. Allerdings konnte ich nach dem Gewitter gar nicht so schnell loslaufen, wie die Temperaturen wieder nach oben gingen. Als wäre nichts gewesen strahlte die Sonne vom tiefblauen Himmel und der kräftige Gewitterguss verdampfte zu großer Schwüle.

Den Schwänen am Wegesrand schien diese Wetterkapriole wurscht zu sein. Stolz und erhaben präsentierten sie sich vor der Kamera.

09.06.14 1

Obwohl noch ein angenehmer Wind wehte, überkam mich derweil der nahezu zwanghafte Wunsch mich auszuziehen. Wenn nämlich das Laufshirt nicht nur am Rücken sondern auch auf der Brust klebt, dann ist mir warm, fürchterlich warm sogar. Immerhin gelang es mir noch abzuwarten, bis an der Hunte die Spaziergänger- und Radfahrerdichte abnahm, bis ich mir das Shirt vom Leibe riss und ein ähnliches strahlendes Weiß präsentierte wie die Schwäne. Immerhin fünf Kilometer bin ich oben ohne getrabt, das habe ich noch nie gemacht.

09.06.14 2

Zurück in der Zivilisastion habe ich mich die letzten zwei Kilometer natürlich wieder züchtig bekleidet, um weder Unmut noch Ohnmachtsanfälle zu provozieren 😉

Die 14 km auf meiner Standardrunde durch die Bornhorster Wiesen und an der Hunte entlang haben angesichts der Schwüle definitiv gereicht. Aber herrlich war es trotzdem, weil mich mein Laufalltag wieder hat, weil die Haxen halten, weil Sommer ist und weil mich weiter nichts treibt als die Lust am Laufen 😎

Dem Gewitter hinterher

Als am Freitagmittag der brave Beamte in das wohlverdiente Wochenende starten durfte, wurde ihm schon die Heimfahrt als besondere Einstimmung versüßt: Sprich als ich aufs Fahrrad stieg, goss es in Strömen. Bei warmer Witterung gönne ich mir die Fahrradan- und abreise zum Job immer in kurzen Hosen, da fehlte schon mal Stoff, der nass werden konnte. Die Socken habe ich auch gleich in meine Tasche gesteckt, so konnten meine geliebten Nike Free ungehindert volllaufen, was sie auch taten. Mein 8€-Windbreaker von Aldi -immer in meiner Tasche für den leichten Regen zwischendurch- war mit der Sintflut geringfügig überfordert, so dass ich zuhause angekommen ungefähr so nass war, als wäre ich die 4,5 km geschwommen. Da es, wie gesagt, warm war, war die Tour aber ein Mordsgaudi und das Fahrrad mal wieder richtig sauber 😀

Der heutige Samstag wußte das gestrige Wetterereignis allerdings noch zu toppen. In die Regenschauer mischten sich immer wieder Blitz und Donner. Gut, dass ich heute noch eine Erkundungstour zu machen hatte, für die ich auf das Auto zurückgegriffen habe. Davon zurückgekehrt und nach drei Stücken Erdbeerkuchen bei der werten Frau Mama wollte ich aber doch noch eine Laufrunde drehen. Aber Petrus grollte und grollte und ich klickte alle fünf Minuten auf das Regenradar von wetteronline um schlußendlich zu erkennen, dass das letzte Gewitter im Abzug war. Also schnell rein in die Laufklamotten und dem Gewitter hinterher gelaufen. Zum Glück war es schneller 🙂

Reinigend war der ganze Gewitterregen des Tages allerdings nicht und schon nach wenigen Kilometern dampte ich mit den Wiesen und Wegen um die Wette. Umso größer war die Freude, als ohne Gewitterbegleitung erneut Regen einsetzte. Was für ein Genuß!

24.05.14 1

24.05.14 2

So ließ ich mich erneut durchfeuchten und versuchte den vielen mit Freude über den nassen Asphalt flitzenden Nacktschnecken auszuweichen 😀 Leider hielt der Regen nicht bis zum Schluß der 10,5 km, was dem Spaß an diesem Lauf aber keinen Abbruch getan hat.

Schaun wir mal, ob mir der nächste Lauf genauso viel Spaß machen wird … 😉