Ausgerechnet Griesheim

Dieser Ort wäre mir mit Sicherheit nie bekanntgeworden, wenn nicht Manfred zu einem gemeinsamen virtuellen Blogger-Silvesterlauf geladen hätte, nachdem er auf den virtuellen Silvesterlauf des TUS Griesheim gestoßen ist. Dieser virtuelle Lauf besticht doch seine einfachen Teilnahmebedingungen und bot sich für das Unterfangen an, durch möglichst viele von uns Bloggern unter dem Motto „gemeinsam laufend bloggen“ dem Griesheimer Silvesterlauf einen kleinen Pusch bei den Anmeldungen und ein gewisses nationales und internationales Flair zu verleihen 😎

Meinereiner kam auf diese Weise auf meinem letzten Lauf in diesem Jahr doch noch zu einer Teilnahme an einer virtuellen Laufveranstaltung, die ich ansonsten dieses ganze verkorkste Jahr gemieden hatte. Verkorkst ist auch das Stichwort für die Stunden vor dem Lauf. Eigentlich wollte ich zusammen mit Manfred und einigen anderen gemeinsam um 10 Uhr starten. Allerdings wachte ich mit tierischen Kopfschmerzen auf und konnte mich einfach nicht aufraffen zeitig genug das Bett zu verlassen, außerdem muckte die linke Wade und schien etwas verhärtet zu sein. So ließ ich den 10 Uhr-Start sausen, frühstückte in Ruhe, pfiff mir eine Kopfschmerztablette rein, studierte die Wetterdaten, begrub daraufhin angesichts von Nieselregen und knapp 4 °, die gewindchillt teils im leichten Frostbereich lagen, meinen Plan den 10er barfuß zu rennen, und ließ mir Zeit. Zumindestens erfüllte sich meine Hoffnung, dass angesichts des schlechten Wetters auf meiner auserkorenen Rennstrecke nicht solche Verhältnisse wie zwei Tage vorher herrschten:

Es war schon späte Mittagszeit als ich mich erstmal einen guten Kilometer einlief und ein hoffnungsvolles Pre-Run-Selfie aufnahm. Freundlicherweise hatte der Nieselregen mittlerweile seinen Dienst quittiert, ebenso die Kopfschmerzen.

Man achte auf die orangenen Applikationen an den Handgelenken

Um exakt 13:29 Uhr ging es dann los. Der Einlaufkilometer hatte sich bezahlt gemacht und ich konnte locker flockig loslaufen und der erste Kilometer verstrich nach erstaunlichen 5:02 Minuten. Danach drehte ich allerdings in den Gegenwind und konnte das Tempo nicht ganz halten, war aber für meine Verhältnisse trotzdem noch recht flott unterwegs. Nach fünf Kilometern habe ich dann gewendet um die selbe Strecke wieder zurückzulaufen. Mit Rückenwind konnte ich den sechsten Kilometer in 4:48 Minuten laufen, der schnellste Kilometer dieses Laufs. Aber es geschah das kleine Wunder, dass ich auch die weiteren letzten vier Kilometer, wenn auch nur relativ knapp, mit einer 4 vor dem Doppelpunkt laufen konnte. Auch die im Vorfeld noch leicht verschnupfte Wade machte keinerlei Mucken. Der letzte Kilometer wurde dann auch noch einmal recht hart, da der Wind da wieder schräg von vorne kam, aber ich konnte ihn mit 4:50 noch zum zweitschnellsten Kilometer machen und beendete die 10 Kilometer mit nie erwarteten 0:50:19 in einer Durchschnittspace von 5:01. Hammer, das hätte ich echt nicht erwartet! Wo ich doch das ganze Jahr nicht ein einziges Tempotraining gemacht habe. Ich habe mal in meiner Laufstatistik gestöbert und festgestellt, dass der bisher schnellste Lauf des Jahres, evenfalls über 10 km, im August eine Pace von 5:40 hatte.

Wenn ich diesen virtuellen Lauf tatsächlich als offiziellen Lauf werte, war es heute sogar mein schnellster 10er-Wettlauf überhaupt, sechs Sekunden schneller als mein bisheriger Rekord von anno quark. Da darf man sich schon einmal freuen:

Folgendes Bild ging daraufhin an Raceresult:

Die Startnummer konnte ich mir während des Laufs leider nicht anpinnen, auf reinem Papier ausgedruckt hätte die den Wind bestimmt nicht überlebt 😆

Mein Dank für diesen Lauf, den ich mit vielen Laufblog-Freunden unternehmen durfte, geht noch einmal ausdrücklich an Manfred für die tolle Idee und natürlich auch an den TUS Griesheim für die Ausrichtung!

Damit beende ich mit diesem Lauf mein Laufjahr mit einem kleinen Paukenschlag. Morgen gönne ich mir nach dem tollen Lauf einen Erholungstag. Anfang Januar lasse ich noch ein kleines statistisches Zahlenspiel zum Laufjahr 2020 folgen. Deshalb werde ich mich nun schon blogtechnisch aus diesem Jahr verabschieden. Zumindestens läuferisch kann ich, nicht nur wegen dem heutigen Lauf, 2020 versöhnlich abschließen. Wie gesagt, mehr dazu im Janaur.

Ich wünsche Euch allen einen