Muß man mögen

Akute Lustlosigkeit trieb mich heute eine Dreiviertelstunde früher aus dem Büro. Ein nerviger Vormittagstermin hatte mir irgendwie den eh immer spärlichen Nachmittags-Elan geraubt. Also konnte ich mir auch einen Lauf im Hellen gönnen. Hell ist allerdings ein dehnbarer Begriff. Nachdem der Tag mit einem traumhaft schönen Sonnenaufgang im Nebel aufzuwarten wußte, versank die Sonne zusammen mit den Temperaturen im Hochnebel. Ob das gerade beim Laufen den Elan fördert?

Nun, es stört mich zuminestens nicht. Zumindestens solange dieses Wetter nicht unbedingt tagelang anhält.

Positiv ausgedrückt kann man das ganze als vorweihnachtliche Melancholie bezeichnen 🙂 Dazu paßt, dass die Frage, wie wir Weihnachten feiern, inzwischen am Boden liegt und bei meinem nächsten Lauf wohl definitiv verschwunden ist.

Wie auch immer, feuchte Luft, kalter Wind und trüber Himmel machten Lust auf einen anschließenden, gemütlichen Abend zuhause auf dem Sofa 🙂

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Witzigkeit kennt keine Grenzen

Bei meinem gestrigen Lauf ballten sich irgendwie die Absonderlichkeiten des Laufalltags. Schon zu Beginn raste ein Hund auf mich zu. Schlußendlich hörte er auf Frauchen und blieb im letzten Moment direkt vor mir stehen. Frauchen hingegen würdigte mich keines Blickes. Ob sie auch noch so ignorant geblieben wäre, wenn ich ihr oder ihrem Hund in den Allerwertsten getreten hätte? :mrgreen:

Einen Kilometer später war die Ausfallstraße in die Wesermarsch gesperrt und der Verkehr wurde ausgerechnet über meine Laufstrecke umgeleitet. Allerdings sind die Wirtschaftswege dafür nicht ausgelegt und ich war froh, dass ich mich nach wenigen hundert Metern auf die andere Kanalseite flüchten konnte.

Auf dem Weg zur Hunte warf mir ein Spaziergänger die Frage zu, ob`s Spaß machen würde. Ne, Laufen ist total kacke und ich mache das nur aus Zwang. Hab ich natürlich nur gedacht 😉

Nachdem ich die Huntebrückentreppe hochgejoggt war und gerade Sonneruntergang über Hafenkulisse fotogratierte, kam gerade die Oldenburger Laufelite die Rampe hochgelaufen, u. a. der diesjährige Gewinner des Oldenburg Marathon, wendete direkt vor meiner Nase, würdigte mir Freizeitjogger keines Blickes, geschweige denn eines Grußes und lief die Rampe wieder hinab. Wie war das noch mit wahrer Größe in meinem letzten Post?

Schlußendlich ermunterte mich eine Reitersfrau, die gerade statt Pferd ihren VW-Bus enterte, mit einem hoch originellen „Eins, Zwei, Eins, Zwei“ :-/ Irgendwie hatte die Leute gestern wohl alle was gestochen. Der Lauf als solcher war aber klasse.

Solcherlei Nervigkeiten blieben mir heute, bis auf eine enorme Hundedichte, erspart. Ich lief eine entspannte und trotzdem recht flotte Runde nach einem wunderbaren, fünfstündigen Frühstück bei lieben Freunden.

Mit diesem Lauf ist nun auch schon meine kleine Jahresendrallye beendet. Die noch fehlenden Kilometer schaffe ich jetzt auch im Rahmen meines ganz normalen Laufpensums.

Das Mehr der letzten zwei Wochen hat mir wirklich Spaß gemacht und es lief einfach wunderbar. Aber nun freue ich mich auch über die Weihnachtstage einen Gang runterschalten zu können 🙂

 

 

 

 

 

 

Vier Tage, vier Läufe

Ein strammes Laufprogramm habe ich diese Woche durchgezogen. Dienstags war der erste Streich, über den ich schon geschrieben hatte. Da war es noch knackig kalt, so kalt, dass sogar mein Garmin in den Streik getreten ist.

Davon war am Tag drauf nichts mehr zu spüren, immerhin schon wieder 6° ließen den Garmin wieder durchhalten.

07-12-16-01

Löppt de Klock? De Klock löppt!

Gestern der obligatorische Utkiek-Lauf bei 7° und Mondschein. Dafür, dass ich fürchtete, dass niemand kommt, waren wir mit fünf Leuten dann doch ganz gut besetzt.

Heute dann der Tageslichtlauf, bzw. was man an einem nebelig, diesigen und nieselregnerischen Tag so Tageslicht nennt. Immerhin war der Nieselregen bei 10° schön warm 🙂

Vier Tage, vier Läufe, knapp 50 km. Zusammen mit dem Lauf durch Ostfriesland kamen in den letzten sechs Tagen gute 76 km zusammen. Das dürfte in diesem Jahr meine Rekordwoche gewesen sein.

Die wundersame Geldvermehrung

Lust und Zeit hatte ich heute um es etwas länger rollen zu lassen. Nach frostiger Nacht fand der mittägliche Start immer noch bei – 1° statt. Da dachte ich mir, dass es doch ganz nett wäre nach dem Lauf in die Fluten eines Vollbades abzutauchen 😀 Problem allerdings: Badeschaum war alle 😦

Brot auch und Brötchen brauchte ich auch noch. Deshalb hatte ich den Laufrucksack mit ein paar Euro versehen und gesattelt, um zum Ende des Laufs kurz im Supermarkt nebst Bäckerfiliale einzukehren.

Aber erst einmal ging es auf Piste. Raureif und Hochnebel bestimmten die Szenerie.

Ich mag diese Stimmung, die kalte Luft mit wenig Wind tat gut und die Landschaft hat unter diesen Bedingungen so einen gewissen Zauber. Verstärkt wird dieser Zauber noch im Moor, wohin mich mein Weg u. a. führte.

Im Moor begann der Reif an den Bäumen zu tauen und tropfte kräftig auf Deichläufer und Teiche 🙂 Vom Gellener Moor ging es dann weiter zur Hunte.

Hier blinzelte ab und zu die Sonne durch den Hochnebel, zeichnete sich fahl wie der Mond ab. Während des ganzen Laufs blieb die Temperatur recht schattig. Etwas Wasser hatte ich mir mitgenommen und damit dieses nicht so eiskalt wird, habe ich es heiß in die Lauffläschchen gefüllt und die Fläschchen dann in dicke Handschuhe gepackt. Das bescherte mir auch nach zwei Stunden noch wohltemperiertes Wasser. Wenn ich im Kalten laufe, mag ich es durchaus etwas warm.

26-11-16-23

Nach gut 23 km trudelte ich dann am Supermarkt ein, kaufte Badeschaum, Brot und Brötchen, packte Badeschaum und Brot in den Laufrucksack und trabte mit der Brötchentüte in der Hand nachhause und machte dabei die 24 km voll.

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Einen 5 €- und einen 10 €-Schein hatte ich eingesteckt, nicht ganz 10 € hatte ich ausgegeben. Als ich zuhause nach Badeschaum und Brot auch das Restgeld aus dem Rucksack frimmelte,  hatte ich neben etwas Kleingeld einen 5 €- und einen 10 €-Schein in der Hand. Wow, ich habe einen Wunderlaufrucksack!  😀

Aber leider steht eher zu vermuten, dass ich bei einem früheren Lauf mal einen 10 €-Schein im Rucksack vergessen habe. Schade eigentlich 😦

Aber ein heißes Vollbad ist ja auch ganz schön 😀

Läuferpartei

Nun schlägt sie also doch nochmal richtig zu, die Hitze. Mit den steigenden Temperaturen sank gestern allerdings meine Motivation zu laufen. Erst recht keine Böcke hatte ich mich auch noch extra mit Trinkrucksack aufzurödeln. Also wurde der Lauf gedanklich eh schon mal eingekürzt.

Den endgültigen inneren Tritt in den Hintern mich bei 31° auf die Laufsocken zu machen, gab ich mir dadurch, dass ich noch ein paar Bilder von Wahlplakaten für die anstehende Kommunalwahl machen wollte, um diese in meinem anderen Blog thematisch zu verwursten.

So trabte ich brav los, machte auf dem ersten Kilometer die Bilder von den Plakaten und schlug mich dann ins Grüne.

Die Hitze bekam mir erstaunlich gut und es lief sich insgesamt ganz angenehm. Angesichts der inhaltsschwachen Wahlplakate kam mir bei dem Lauf allerdings der Gedanke, dass ich eine Läuferpartei gründen sollte und dachte über mein Wahlprogramm nach. Hieraus mal die ersten Punkte:

  • Abschaffung der Startgebühren an Volksläufen und Marathons
  • Trails für alle
  • Aufschütten des Utkieks für ein effektiveres Höhenmetertraining
  • Laufsport wird als Arbeitszeit angerechnet.
  • Kostendeckelung bei Laufschuhen

Das Programm ist zwar noch etwas dünn und größtenteils unrealistisch, aber für  5% bei der nächsten Wahl sollte es wohl trotzdem reichen 😀

Vielleicht ist es für mich aber auch einfach nur besser, nicht bei Hitze laufen zu gehen :mrgreen:

 

 

 

 

Sehr seltene Flüssigkeit

25.07.16 08

Es gibt da eine Flüssigkeit, die als sehr selten beschrieben wird. Ob sie auf Grund ihrer Seltenheit auch kostbar ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist nur, dass ich selber mit dieser Flüssigkeit nahezu verschwenderisch umgehe. Die Rede ist hier vom Beamtenschweiß :mrgreen:

Ist bei mir schon unter normalen sportlichen Umständen kaum Bewegung ohne Schwitzen möglich, so tropfte ich beim Samstagslauf nahezu wie ein Kieslaster. Bei eigentlich nur 25° war es extrem schwül. Die Luft war so drückend, dass Asphalt unter Bäumen den ganzen Tag naß blieb, obwohl es den ganzen Tag nicht geregnet hatte. Auch meine Sonnenbrille ist mir bei solchen Temperaturen noch nie beschlagen, Hammer. Ich war froh genügend Wasser dabei gehabt zu haben, obwohl ich nur auf meiner 14 km-Standardhausrunde unterwegs war.

Gestern sah die schwüle Wetterwelt nicht viel anders aus, gleiche Temperatur, gleiches Klima. Nur das der Himmel bedrohlich dunkel wurde und mit zweimaligem Grummeln die Badegäste vom Kleinen Bornhorster See vertrieb, die mir in Scharen auf Fahrrädern entgegenkamen. Die, die es mit dem Aufbruch nicht so eilig hatten, packten ihre Piselotten dann schon im Regen zusammen, der anschließend auf drei, vier Kilometern diese eigentlich so seltene Flüssigkeit auf meiner Haut verdünnte.

Schon lange vor der Hunte war dann wieder Schluß mit Regenlustig. In Bezug auf die Schwüle hat der kleine Guß auch keine Erleichterung gebracht, so dass ich froh war, dass es mir die MS Fredo vom Tempo her leicht machte, mich mit ihr ein Wettrennen zu liefern. Erst kurz vor der Huntebrücke ließ ich sie ziehen. An selbiger machte eine Laufgruppe auf der anderen Hunteseite Treppentraining. Mir reichte das einmalige Entern und nach 17 km war ich wieder tropfnaß zuhause.

Was den Seltenheitsfaktor besagter Flüssigkeit angeht, bin ich offensichtlich kein Ruhmesblatt für meine Zunft 😀

Raus aus der Lethargie

Unglaublich, seit einem Vierteljahr bin ich, vom 5,4 km kurzen Mittsommernachtsberglauf abgesehen, keinen einzigen Lauf mehr mit einer Pace von unter 6 Minuten gelaufen. Und auch der Lauf im April war insgesamt eine Ausnahme. Die Statistik meines Lauftagebuches benennt für das gesamte bisherige Jahr 2016 gerade mal acht solche Läufe. Die meisten davon so gerade eben mit 5:58 oder 5:59 unter 6 Minuten. Ganz nebenbei stelle ich dabei fest, dass mein Gewicht langsam aber stetig nach oben geht.

Von den Gesamtkilometern her stehe ich in diesem Jahr bislang gar nicht schlecht da. Nur langsam bin ich geworden. Nun hat sich bei mir der Nabel der Laufwelt zwar noch nie um das Tempo gedreht, aber etwas mehr Pepp dürfte durchaus mal wieder aufkommen.

So war der Plan für heute einfach mal flott zu laufen. Das Tempo sollte durchaus etwas fordernd sein, mich aber nicht gleich aus dem letzten Loch pfeifen lassen.

Bis auf eine kurze Pinkelpause unterm Regenbogen wurde deshalb auch mal durchgelaufen. Ein kräftiger Regenguss kurz vorm Start drückte die Temperatur auf perfekte, knappe 17° und auch während des Laufs sorgte ein Schauer auf gut drei Kilometern für genau die richtige Wasserkühlung.

Schon mit dem ersten Kilometer lag ich gut im selbstgesteckten Soll und bald stellte sich mit Zeiten von 5:20 bis 5:30 ein erstaunlich angenehmes Reisetempo ein. Auf den letzten 800 m versuchte ich dann sogar noch so etwas wie eine Endbeschleunigung.

5:27  war die Durchschnittspace auf den 10 Kilometern und bescherte mir auf meinem schon gar nicht mehr so neuen Garmin sogar noch zwei neue Rekorde: Schnellste 5 km und schnellste 10 km. Na also, es geht noch. Und Spaß hats auch gemacht 😀

Sonnenschauer und Regenschein

Man kann einfach nichts mehr ab. Eine harmlose Geburtstagsfeier von meinem Besten in Verbindung mit etwas Viertelfinale schauen, anschließendes Aufräumen und dann noch bis 3:00 Uhr einen modernen Sherlock Homes im Fernsehen schauen und schon ist man am Sonntag wie gerädert.

Dabei blieb nur der Sonntag für ein gepflegtes Läufchen. Hierfür galt es noch den Durchzug eines kleinen Gewitters abzuwarten und dann konnte es bei 13 bis 16° auf die Piste gehen. Die Temperaturen versprachen Frische. War sie da? Ich weiß es nicht. Mir selber fehlte wenigestens jede Form von Frische. Daran vermochte auch der stete Wechsel von Sonnenschein und Regenschauern nichts zu ändern und nach knapp sieben Kilometern fühlte ich mich wie das blühende Leben 😀

03.07.16 04

Die Beine waren genauso frisch wie der Kopf und so eierte ich über meinen Kurs wie auf den letzten Kilometern eines Marathons. Immerhin erlebte ich ein abwechselungsreiches Sonne-/Wolkenspiel am Himmel und nahm dieses sogar wahr :mrgreen:

Ich hatte mir allerdings 20 km vorgenommen und das Ding wurde mit 20,3 km auch durchgezogen, zombiemäßige Müdigkeit hin oder her 🙂

Für zusätzlichen Verdruss sorgte mal wieder der Salomon Agile-Laufrucksack. Ich hatte keine Lust meine Trinkblase in meinem Declathon-Rucksack zu befüllen. Deshalb hatte ich einfach zwei kleine Patronengurt-Fläschen, einen Energieriegel und den leichten Windbreaker in den Salomon gesteckt und bin losgelaufen. Dabei hatte ich schlicht vergessen wie schlecht das Ding bei mir sitzt, da kann ich zurren und zuppeln wie ich will, das Teil hopste beständig, schlackerte mit allerlei Bändseln und scheuerte rechts am Hals, der diesbezügelich dann langsam auch dick wurde.

So habe ich zum Ende des Laufs dem Rucksack meine Sachen entnommen und ihn in sein neues Zuhause gesteckt.

03.07.16 14

arrivederci ❗

Sich regen im Regen bringt Segen

Die Affenhitze vom Donnerstag ist zum Glück schon wieder vorbei. Und nachdem ich am Montag schon einen wunderbaren, 11 km langen Regenlauf genießen durfte, schien mir auch heute das Glück hold und es schüttete wie aus Eimern als ich zu meinem Lauf startete.

Schon auf dem Weg direkt hinterm Haus fing der Spaß an und hörte auf dem matschigen alten Bahndamm noch lange nicht auf. Der Kleine Bornhorster See ließ sich prima umrunden, weil bis auf eine Ausnahme hundefrei. Die meisten Hunde bzw. wohl eher deren Herrchen fanden den Regen wohl nicht so prickelnd, wie auch der komplett leere Parkplatz zeigte.

Am Großen Bornhorster See verließ mich dann das Regenglück und wurde durch Fotoglück ersetzt. Noch nie hatte ein Fischreiher stillgehalten wenn ich ihn fotografieren wollte. Heute endlich zeigte sich einer gnädig, im Gegensatz zu einem von den beiden Schwänen, wo just einer den Kopf wegduckte als ich sie fotografierte.

Wenig später lugte dann sogar kurzzeitig die Sonne durch die Wolken und es wurde leicht tropisch. Da bereute ich es, angesichts des angekündigten Dauerregens, nichts zu trinken mitgenommen zu haben. Da können die langen Geraden schon mal noch etwas länger werden :-/

Aber immerhin konnte ich ab Kilometer 14 auf dem nächsten matschigen, mit Pfützen übersäten Weg unterm Huntedeich wieder die Füße abkühlen. Ich sah sowieso schon aus wie Sau und die Schuhe würden in den Pfützen und im Matsch abwechselnd sauber und wieder schmutzig 🙂

Auf den letzen Kilometern fing es dann wieder an zu dröppeln, woraus sich wieder angenehmer seichter Regen entwickelte. Herrlich, wenn ich nicht inzwischen schon restlich ausgedörrt gewesen wäre.

So gab es nach 23 km die erste Pulle noch vor der Haustür im Regen auf Ex. Regenläufe sind für mich im Alltag nach wie vor ein Highlight ❗

25.06.16 14

 

Als könne er kein Wässercher trüben

… so kommt er hier im Nordwesten daher, der Frühsommer. Am heutigen Samstag war die Schwüle der letzten Tage wie weggeblasen und ein angenehmer Nordostwind machte die nachmittäglichen 28 ° erträglich. Während aber anderorten Menschen in schlammigen Fluten ihr Hab und Gut und vereinzelt auch ihr Leben verlieren, macht der Sommer hier auf Strahlemann, dabei haben wir offiziell sogar noch Frühling. Statt Regenfluten und Gewitterstürmen herrscht hier eitel Sonnenschein.

Der Nordostwind wehte auch noch als ich mich um Viertelnachsechs auf die Laufsocken machte. Es war immer noch über 26° warm. Deshalb kam der Rucksack mit Trinkblase zum Einsatz, ich wollte mal antesten, ob die Fersen schon wieder zu einem etwas längeren Lauf bereit sind.

Über den teilweise zerfurchten, trocknenden Schlamm des alten Bahndamms lief ich zum Kleinen Bornhorster See, an dessen kleinem Badestrand selbst um Viertelvorsieben noch reges Treiben herrschte. Hochsommerfeeling ❗ Erst recht auch auf den später folgenden, offenen, schattenlosen Strecken an der Hunte, wo der Wind sogar zum Segeln einlud und mich ein Gans böse anfauchte als ich stehenblieb um sie und ihren Nachswuchs zu fotografieren. Der Trinkrucksack war eine gute Entscheidung, viel Wärme, viel Schweiß, viel Durst.

Nach nun schon dreieinhalb Wochen Tagesschau-Training hatte ich das Gefühl, im Oberkörper etwas stabiler und gekräftigter unterwegs zu sein, ihn weniger wie einen nassen Sack durch die Gegend zu schleifen, ein schönes Gefühl.

Ein schönes Gefühl auch, dass die Schmerzen in den Fersen doch erheblich nachgelassen und mir den heutigen 18 km-Törn offensichtlich nicht übel genommen haben. Ich werde sie aber morgen mit etwas Abstand nochmal befragen. Es wäre toll, wenn sie es gut verkraftet hätten, dann stände am nächsten Sonntag einem besonderen Lauf mit meinen Utkiek-Leuten, auf den ich mich schon sehr freue, nichts im Wege 🙂