Herbstfacetten

So richtig Herbst war es am Dienstag. Kräftiger, kalter Wind und Nieselregen versüßten mir meine Runde. Hände und Ohren vermeldeten das erste Mal seit vielen, vielen Monaten: Kalt!

Noch war diese Wetterlage allerdings eine Eintagsfliege und heute lief es sich schon wieder ganz ohne Frösteleien. Im Gegenteil, selbst im leichten Windbreaker wurde es nach kurzer Zeit schon zu warm.

Förderlich für das hohe Temperaturempfinden war wohl auch das Tempo, erstmalig lief ich barfuß 10 km halbwegs deutlich unter einer Stunde. Herrlich brennende Fußsohlen erinnern in den Folgestunden noch an diesen wunderbaren Lauf in faszinierdender Abendstimmung 🙂

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Schleier des Herbstes

Regentropfen dröppeln heute morgen auf die Dachfenster und beenden ein paar wunderbar sonnige und warme Tage. Diese Tage waren goldener Oktober in höchster Vollendung und eine kleine, bescheidene Entschädigung für den hier oben im Norden nicht gerade überragenden Sommer. Diese sanfte Wärme, das milde Licht, ein Traum, den ich gerne festhalten würde um mich damit über den Winter zu retten.

Beim gestrigen Utkiek-Lauf kam bei mir das erste Mal in dieser Herbst-/Wintersaison die Brustlampe zum Einsatz. Bis wir am oldenburger Berg wieder auf die leuchtenden Accessoires verzichten können, wird sich schon der März dem Ende entgegen neigen 😦 Nicht dran denken!

In den Bornhorster Wiesen sind tausende Wildgänse eingetroffen. Sehr früh in diesem Jahr, ich hoffe mal nicht, dass das ein Indiz für die Härte des kommenden Winters sein wird 😯

Aber noch ist Herbst und am Rande des Weges zur Hunte liegen silbergraue Schleier auf dem Gras. Feinste Spinnennetze, von abertausenden ganz kleinen Spinnen gewoben, bewegten sich wie Wellen im sanften Wind.

Zarte und vergängliche Kunst:

Was würde uns nicht alles entgehen, wenn uns unser Sport nicht zu jeder Jahreszeit in die Natur treiben würde (Allerdings muß ich gestehen, dass dieses kleine Video „nur“ bei einem Spaziergang entstanden ist)

Es herbstelt

… und zwar mächtig. Bei meiner gestrigen Hunterunde wehte es mal wieder ganz ordentlich, garniert mit etwas Regen und gewürzt mit noch niedriger gewindchillten 12°.

Versüßt hatte ich mir den Lauf dafür mit (noch) einem Paar neuen Laufschuhen. Irgendwie bin ich da gerade etwas im Kaufrausch 🙄 Aber die knallgelben Leguanos mußte ich unbedingt noch haben. In Sachen Paßgenauigkeit, Sitz und Hautfreundlichkeit macht den Leguanos bei mir kein anderer Minimal-/Barfußschuh, von den Five Fingers mal abgesehen, etwas vor. Deshalb habe ich mir dieses zweite Paar gegönnt. Da gucke ich gerne über die nicht gerade sexy Form hinweg. Das Gelb gibt da aber schon etwas mehr Pepp.

Ein Mütze hätte ich mir aufsetzten sollen, es zog doch mächtig an meiner kahlen Birne. An den Gedanken sich so langsam wieder etwas mehr anzutüdeln, muß ich mich halt erst wieder gewöhnen. Genauso wie daran die Uhr etwas im Auge zu behalten um nicht schon in die Dunkelheit zu geraten.

Die 14 Kilometer also bei etwas ungemütlichem Herbstwetter.

Das war aber nichts gegen das, was uns heute wettertechnisch geboten wurde. 10 bis 15 Minuten heftigste Sturmböen in der Mittagszeit sorgten in Oldenburg für reichlich umgestürzte Bäume und norddeutschlandweit für Chaos. So ruht im gesamten Norden der Zugverkehr. Ein lieber Freund sitzt seit über 6 Stunden in einem ICE auf dem Weg nach Berlin in Hamm/Westfalen fest. Als ich von der Arbeit nachhause kam, werkelte die Feuerwehr nur gute 50 m von meinem Zuhause an herausgebrochenen Baumkronen.

Da der stürmische Spuk aber so schnell vorbei war, wie er gekommen ist, sprach nichts gegen die abendliche Utkiek-Runde, zumal die Straßen frei waren und der Verkehr normal lief.

Die Aufwärmrunde um den Utkiek geriet allerdings zum reinsten Hindernislauf. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.

Auf dem Utkiek selber hätte es mangels Bäumen locker laufen können, aber ich war irgendwie etwas fußlahm und freute mich deshalb, dass auch bei den Anderen die Motivation eher niedrig angesiedelt war. So ging mein erster „Berglauf“ nach nur 7,2 km im sagenhaften 8:10er Schnitt zu Ende 😯

So eine Glanzleistung bedurfte aber unbedingt einer anschließenden kulinarischen Belohnung:

05.10. 09

😆

Kalt erwischt

… hat uns in erster Linie der Wahlausgang in den USA. Mehr möchte ich hier aber nicht darauf eingehen. Ein kleines Statement von mir gibt es an dieser Stelle zu lesen.

Kalt erwischt hat uns im Nordwesten aber auch der heutige Morgen. Schneefall, alles weiß. Das erleben wir im November nur alle Jubeljahre.

Über Tag kletterten die Temperaturen nur knapp in den Plusbereich, so dass ich auch bei meinem spätnachmittäglichen Lauf bei feuchten 2° noch etwas Weiß genießen durfte. Insgesamt erwartete mich aber ein Mischmasch aus Herbst und Winter. Das Himmelsgrau war allerdings November pur.

Der Start gegen 16 Uhr sicherte mir auf 2/3 der Strecke noch Tageslicht und eine Rückkehr bevor die teils nassen Straßen anfingen zu überfrieren. Dieser Sorge hatte ich vielleicht auch den etwas flotten Schritt zu verdanken, bei dem mir zum Schluß aber etwas die Puste ausging. Bei einem Feierabendlauf können die Körner halt schon mal etwas knapp werden 🙂

Zweigeteilt

… habe ich heute meinen Arbeitstag. Wegen eines Termins am frühen Abend bin ich erstmal um 13 Uhr wieder nachhause gefahren und habe den Nachmittag zum Laufen genutzt, um mich danach wieder auf Weg zu dem Termin zu machen.

Irgendwie fand ich es genial den Arbeitstag für einen Lauf bei herrlich klarer und sonniger Herbstluft zu unterbrechen, um dann frisch geduscht und gestärkt (die Zeit reichte nach dem Lauf noch für die Teatime) die Arbeit wieder aufzunehmen.

Unter der Woche ist auf meiner Leib- und Magenstrecke nicht viel los, so machte das Laufen richtig Spaß und ich war einfach nur gut gelaunt. Der kalte Ostwind von vorne machte den Windbreaker zur richtigen Wahl, auch wenn es mit dem Wind im Rücken etwas warm wurde. Erstmals raschelte das Herbstlaub unter den Füßen, wunderbar. Hatte ich schon mal erwähnt: Ich liebe den Herbst!

Laufsammelsurium

Nach dem ersten Lauf in heimatlichen Gefilden am Montag war ich diese Woche noch dreimal auf Achse und habe dabei schon wieder einige Ecken meiner Laufreviere abgeklappert.

Am Dienstag über die Huntebrücke um den Blankenburger See und zurück.

Donnerstag habe ich mich dann nach vierwöchiger Abstinenz wieder bei der Utkiek-Truppe sehen lassen. Allerdings wurde diese etwas durch den zu Beginn des Laufs aufziehenden, starken Regen mit kräftigen, stürmischen Wind etwas gesprengt. Selbst ich mußte mich an den ungewohnten Regen nach all den sonnigen Wochen erstmal wieder gewöhnen, zumal die Temperatur durch diesen kräftig sank. Schlußendlich war ich der einzige der noch die 10 km am Berg vollmachte. Dadurch konnte ich auch das Riesenrad des heute beginnenden Kramermarkts als einzigen bunten Lichtfleck im dunklen Regengrau festhalten. Bis auf die Haut klitschnaß durchgeregnet zu werden, das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen. Herrlich. Aber gut, dass ich Wechselklamotten im Auto hatte 🙂

Heute lief ich dann noch eine Runde um den Großen Bornhorster See. Es war wieder trocken und die Temperatur wie bei allen Läufen der letzten Tage einfach nur ideal. Geschwitzt wird jetzt wieder nur noch durch die Bewegung.

Alle drei Läufe waren zusammen 33,4 km lang. Im Prinzip nichts wildes also, aber allesamt schön.

 

Must-haves für den Herbst

Ich „liebe“ ja solche Schneeballspiele, wo man aufgefordert wird etwas zu tun oder zu beantworten um in dem Zusammenhang dann gleich die nächsten Mitspieler zu benennen. Normalerweise verweigere ich mich solchen Spielchen. Da Steve allerdings heute die „Nominierung“ mit der Hoffnung auf ein persönliches Kennenlernen verbunden hat, hat er damit doch meine weiche Stelle erwischt und ich mache mal eine Ausnahme von der Regel 🙂

So stelle ich heute meine drei Must-haves für den Herbst vor. Klamotten und Technik wurden schon benannt und so konzentriere ich mich auf die Must-haves für nach dem Lauf 😉 :

ERSTENS:

10.12.14 01zum Wärmen von innen!

ZWEITENS:

10.12.14 02zum Auffüllen der Energiespeicher!

DRITTENS:

10.12.14 03zum Wärmen von außen!

So, mein lieber Steve, dass sind jetzt meine drei Favoriten um den Herbst nicht nur läuferisch zu überstehen. Ich hoffe, dass Du nach dieser nicht so ganz ernst gemeinten Aufgabenerfüllung trotzdem noch auf ein Kennenlernen wert legst 😉

Gut finde ich allerdings die Idee für die Fortsetzung des Schnellballsystems drei Blogger/innen zu benennen, die ich noch nicht persönlich kenne. Damit verbinde ich genauso wie Steve, dass sich das hoffentlich bald ändern möge.

Deshalb gebe ich den Staffelstab in diesem Fall gerne weiter an:

Daniel, dessen Blog der erste ist, den ich seit Beginn meiner Bloggerei verfolge,

Bianca, die sich nie unterkriegen läßt,

Anja, auf die ich genauso neugierig bin …

… wie auf die vielen anderen lieben Bloggerinnen und Blogger, die ich noch nicht persönlich kennenlernen konnte. Deshalb erhebt die geforderte Dreierauswahl keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt erst recht keine Rangfolge dar! 😀

2 : 1

Nein, ich bin nicht unter die Fußballfans gegangen. Ich weiß noch nicht einmal, ob irgendein Spiel dieses Wochenende so ein Ergebnis produziert hat. 2 : 1 steht bei mir dieses Wochenende für zwei positive und ein negatives Erlebnis.

Das erste positive Erlebnis war, dass ich gestern das erste Mal in meinem Leben eine wunderbare Thai-Massage erleben durfte. Eine Stunde lang Verwöhnprogramm pur. Von der Sohle bis zum Scheitel hat mich die zierliche Dame bearbeitet und dabei ist selbst der Einsatz ihrer Ellenbogen und ihres gesamten Körpergewichts ein Genuss. Das hätte ich nicht so erwartet 😀

So konnte ich heute locker und entspannt zum zweiten Highlight starten. Ein Lauf bei Sonnenschein und satten 13°. Ich gebe dabei gerne zu, dass mir das nach der ersten Handvoll Läufe im Dunkeln ausnehmend gut gefallen hat. Das ich dabei mit dem Drang zur Bewegung an der frischen Luft nicht alleine war, war zu erwarten. Und so war heute mal wieder alles und jeder mit Kind und Kegel unterwegs. Es war ihnen gegönnt. Den Slalomlauf um Spaziergänger und Radfahrer nahm ich in Sonntagslaune gelassen. Ob die Lockerheit durch die Massage auch für das für meine Verhältnisse hohe Tempo verantwortlich war, weiß ich nicht. Über die ersten 10 der insgesamt gut 17 km ließ ich die Beine einfach laufen. Danach wollte ich mich allerdings etwas einbremsen, was mir aber nur leidlich gelang. Erfreut nahm ich auch zur Kenntnis, dass endlich, endlich dies vermaledeite Baustellenabsperrung verschwunden ist.

Was mich allerdings weniger erfreut hatte, sondern ganz im Gegenteil auf die Palme gebracht hat ist, dass ein Paar auf Fahrrädern mit ihrem großen Jagdhund im Schafweidegebiet unterwegs war. Für sich war der Jagdhund ein schönes Tier. Nur dort hatte er schlicht und ergreifend nichts zu suchen und unangeleint schon mal überhaupt nicht. Erst vor kurzem sind neun, ich wiederhole neun! Schafe, darunter ein Zuchtbock, auf der Flucht vor einem Hund in einen Graben gesprungen und dort jämmerlich ertrunken. Der Schaden ging für den Schäfer, den ich vor enigen Wochen näher kennenlernen durfte, in die Tausende. Von der Qual für die Tiere mal ganz abgesehen.

23.11.14 11Was bitte, ist an diesem Schild nicht zu verstehen?

Nachdem ich von dem Tod der neun Tiere erfahren hatte, hatte ich mir von der Frau des Deichschäfers deren beider Handynummern geben lassen, da er in einem Zeitungsartikel über die Todeshatz der Tiere, um Mitteilung an ihn oder die Polizei gebeten hatte, wenn Hunde im Schafweidegebiet unterwegs sind. Jetzt hatte ich die Nummern noch gar nicht abgespeichert, deshalb rief ich Jens an, der dann den Deichschäfer informiert hatte. Dieser wollte sich auch sofort auf den Weg machen. Das mag manch einer jetzt als Denunziantentum ansehen, zumal im Moment kein Schafe am Deich sind, aber das ist mir egal. Der Schäfer und seine Frau sind nette Leute und für ihren Schaden kommt keiner auf. Und dieses weit und breit einzige Verbot für das Mitführen von Hunden kann man ja wohl akzeptieren.

So steht es also 2 : 1 und der Rest des Wochenendes war auch nicht schlecht. Da kann ich doch der neuen Woche gelassen entgegen sehen 😎