Weiße Flecken

Die Beseitigung von weißen Flecken stand gestern auf meinem Laufprogramm. Zum einem gab es da einen weißen Flecken in der Bloggerlandschaft in Sachen persönlichem Kennenlernen und zum anderen einen geografischen weißen Fleck im etwas weiteren Umland von Oldenburg.

Ersterer weißer Fleck war der Manfred, den ich in den letzten Monaten über seinen Blog laufend-dankbar-sein.de virtuell kennenlernen durfte. Der zweite weiße Fleck war der Dümmer, der zweitgrößte Binnensee Niedersachsens.

Nun erwähnte Manfred vor kurzem beiläufig, dass er in beruflicher Funktion am Dümmer weilt. Das hätte er nicht tun dürfen, denn auf so etwas springe ich immer ganz schnell an 😛 Der Dümmer ist nicht allzu weit von Oldenburg entfernt, da drängte sich ein laufendes Kennenlernen nahezu auf. Zumal ich es in meinem ganzen Leben noch nie geschafft hatte, den Dümmer einmal als solchen anzusteuern.

Auf die Minute genau eine Stunde dauerte die automobile  Anreise an den knapp 90 km entfernten See und schon auf dem Parkplatz vor Manfreds Domizil erkannte ich, da kommt jemand nicht von hier, weil so etwas braucht man hier nicht 😀

27.06.17 01

Der kann nicht von hier kommen 🙂

Dann kam auch schon Manfred um die Ecke und nach einer herzlichen Begrüßung ging es dann auch los und schon nach wenigen hundert Metern liefen wir auf dem Deich um den Dümmer. Den Dümmer durchfließt die Hunte, die hier noch nichts besseres als ein breiterer Graben ist, krass.

Der Dümmer selber gefällt mir, nicht nur langschaftlich, sondern auch weil man aufgrund seiner Maximaltiefe von gerade mal 1,50 m nahezu durchlaufen könnte. Einige von Euch mögen sich erinnern, ich schwimme ja nicht so gerne 😛 Eine weitere Besonderheit: Gen Süden sieht man schon den Höhenzug des Teuteburger Waldes.

 

Ein angenehmes Tempo laufend kamen wir sehr schnell in gute Gespräche und ruckzuck waren wir schon am Olga-Hafen, dem Wendepunkt der Pendelstrecke, für die wir uns entschieden hatten. Die komplette, 18 km lange Umrundung sollte es gestern nicht sein. Aber immerhin knapp 13 km waren es, als wir wieder am Haus Godewind, dem Gästehaus, in dem Manfred und seine Schüler unterbracht sind, ankamen.

Manfred bot mir noch die Möglichkeit zum Duschen, was mir angesichts der etwas schweißtreibenden Schwüle doch sehr willkommen war. Als weiteres Highlight durfte ich dann noch auf Einladung der Leiterin des Gästehauses am Abendessen teilnehmen. Am reichhaltigen Nudelbuffet, nebst Salat und superleckerem Nachtisch habe ich definitiv mehr Kalorien wieder zugeführt als ich vorher abgelaufen hatte 🙂

Am kleinen Lehrertisch kam ich in herzlicher Atmosphäre auch mit den beiden Kolleginnen von Manfred ins Gespräch und viel zu schnell gingen ein perfekter Nachmittag und Abend zu Ende.

27.06.17 10

Ich freue mich, dass diese Begegnung geklappt hat.

Danke, lieber Manfred, für den schönen Lauf und die netten Gespräche. Liebe Grüße noch eimmal an Deine Kolleginnen und die lieben Damen aus der Küche!

 

 

Chilliger Lauf und Schotter im Wald

Heimo war seit Pfingsten im Land und er und seine Frau sind bei der Gelegenheit auch gleich am Pfingstsonntag in Oldenburg beim Everstener Brunnenlauf über 10 km gestartet. Ich allerdings habe mich gedrückt und bin stattdessen Feiern gegangen. Pfingstbaumsetzen statt Laufen ist halt auch was feines 😛 Das wiederum hat mir Heimo so übel genommen, dass er sich danach für ein paar Tage auf die Insel Langeoog  verkrümmelt hat :mrgreen:

So gelang es uns erst am gestrigen Samstag gemeinsam laufen zu gehen. Nach frischen Tagen mit reichlich Regen gab es dazu wieder mein „Lieblingswetter“: Schwüle. Trotzdem drehten wir eine wirklich entspannte Runde um Wardenburg herum. Teils entlang der Hunte und vorbei am Tillysee und am Tillyhügel.

Auf der Hunte starteten etliche Kanutouren, nicht die schlechteste Idee bei dem Wetter. Kanugefahren bin ich auf der Hunte noch nie. Das zu ändern haben Heimo und ich für einen seiner kommenden Besuche ins Auge gefaßt. Gestern aber bliebs beim kurzweiligen Lauf, zu dessen Ende sich unsere beiden Garmins, erstmalig seit dem wir zusammen laufen, mal über die Streckenlänge auf den Meter genau einig waren: 15,37 km. Keine drei Stunden später hat Familie Timekiller dann die Heimreise nach München angetreten. Von daher bin ich glücklich, dass es mit diesem einen Lauf noch geklappt hat!

Nahezu exakt die gleiche Strecke, gerade mal 70 m weniger, hatte ich heute bei einer Wanderung an den Ahlhorner Fischteichen zurückgelegt. Ich hatte Jens um 10:00 Uhr zu einem Betriebsausflug gebracht, da bot sich die kurze Weiterfahrt zu den Teichen und dem angrenzenden Wald an. Meinen aktuellen Ambitionen folgend, bin ich barfuß auf diese kleine Wanderung gegangen. Gelaufen bin ich schon dreimal in dem Gebiet und hatte mir dabei schon lange vorgenommen, mir Teiche und Wald mal mit etwas mehr Muse anzuschauen. Da bot sich so eine Tour ohne Schuhe an. Das Gehtempo ist entsprechend gering und zu den visuellen und akustischen Wahrnehmungen gesellen sich noch die sensorischen. Herrlich die Sand- und Waldwege unter den Füßen zu spüren, den Wechsel zwischen trockenen, sonnigen und schattigen, feuchten, teils leicht matschigen Böden. Das man Matsch und Pfützen im Gegensatz zu beschuhten Wanderungen nicht mühsam umkurven muß, ist dabei ein weiterer Vorteil 😀 Im Wald war die 27° warme Schwüle erträglich und eigentlich wären die lästigen Insekten schon das einzige Übel gewesen, wenn da nicht so viele Wege geschottert wären. Schotter und Barfuß ist doof. Allerdings habe ich während meiner Tour den Schotter noch in verschiedene Kategorien eingeteilt. Der grobe Schotter war der böse Schotter, einfach nur ätzend, der feinere Schotter war nur doofer Schotter und der schon einigermaßen eingetretene und halbwegs versunkene Schotter war der gute Schotter. Gekrönt wurden die Schotterabschnitte nur von gut getarnten, kleinen Tannenzapfen, ganz böse, sach ich nur. So war die Wanderung nicht nur ein Vergnügen, aber die angenehmen Abschnitte haben überwogen und außerdem gewöhnten sich die Füße erstaunlich schnell an all das, was ihnen da unter die Sohlen kam. In ein paar Monaten oder in einem Jahr werde ich sicher auch noch unempfindler sein.

Immerhin war ich zeit meines Lebens noch nie so lange und so weit auf nackten Sohlen unterwegs. Eine tolle Erfahrung und sicher nicht die letzte dieser Art 🙂

Nu hab ich den Salat

Ach, wo ist sie hin, die glasklare, frische Luft der vergangenen Wochen und Monate?

Donnerstag: Utkiek-Lauf erstmals bei sommerlicher Temperatur, aber noch gut erträglich.

Gestern ein kurzer Lauf in den minimalen Laufschuhen zwischen zwei Gewittern in feucht, schwüler Luft.

Heute ein langer Lauf nach Berne zu Schwiegermuttern bei drückender Wärme. Die Sonne stach und da der laue Wind von hinten kam, konnte er keine Erfrischung bringen. Dieses Klima machte mir wirklich zu schafen, drückte auf Kreislauf und Atmung und nach gut 10 km durfte mich sogar in die Büsche schlagen, weil auch der Darm rebellierte. Jede Wolke, jeden Windhauch hatte ich begrüßt, allerdings war das nicht viel und die Hoffnung auf einen erlösenden Schauer blieb unerfüllt. Die Lauffreude beschränkte sich auf kurze Abschnitte und nach 23,6 km war ich froh als ich endlich mit kochendem Kühler bei Adele einlief.

Immerhin war die sattgrüne Natur um Ablenkung bemüht und ich nutzte jeden Fotostopp zum Verschnaufen. Da hab ich also den Wettersalat auf den ich getrost verzichten kann. Die plötzliche Wärme und vorallem die Schwüle sind wirklich nicht meins und bedürfen definitiv noch der Gewöhnung.

Missliche Lage

An die Hunte im Bereich der Bornhorster Wiesen komme ich ja fast nie :mrgreen: Deshalb entschloß ich mich gestern dort einfach mal spazieren zu gehen. Dieser Umstand kam einem Schaf sehr gelegen, das sich selber in eine ziemlich missliche Lage gebracht hat:

10.05.17 10

Keine Ahnung warum Schaf meinte einen Ausflug auf das Siel unternehmen zu müssen. Fakt war nur, es steckte mit dem Kopf im Geländer fest. Wenn es versuchte den Kopf herauszuziehen, trat es hinten über und drohte in die Hunte zu stürzen. Wenn es versuchte sich hinzulegen, hing der Hintern hinten über und es stand sofort wieder auf, blieb einen Moment ruhig stehen und dann ging das Spiel von vorne los, hinten übertreten, hinlegen, aufstehen, stehenbleiben.

Ich rief den Deichschäfer an und während ich auch ihn wartete, gelang es mir das Schaf seitlich zu drehen und dann erst ein Ohr und schließlich den ganzen Kopf durch die die Gitterstäbe zu frimeln, was es -ganz Schaf- stoisch über sich erheben ließ. Allerdings hatte ich das Schaf falsch herum gedreht und es zeigte nun mit dem Allerwertesten Richtung rettender Wiese und ließ sich auch nicht dazu bewegen rückwärts zu gehen. Dies gelang schließlich dem Deichschäfer. Zum Dank rannte das Schaf dann durch zwei Zäune und mitten durch eine Kuhherde und selbst der Hüttehund hatte keine Chance es zurückzutreiben. So wurde es erstmal in Ruhe gelassen und wird wahrscheinlich irgendwann von ganz alleine zur Herde zurückgekehrt sein.

Deswegen bin ich halt so gerne an der Hunte, es wird nie langweilig 🙂 Und deshalb bin ich dort heute auch gleich wieder gelaufen. Allerdings mit automobiler Anreise. Ich wollte mit den minimalen Leguanos laufen und da möchte ich die Strecken noch etwas kürzer halten. Schlußendlich waren es dann aber doch 8 km, von denen ich 1,3 km gleich ganz ohne Schuhe auf der Deichkrone gelaufen bin, die allerdings gar nicht so fluffig war, wie ich mir das vorgestellt hatte. Mit den leichten Knautschtretern läuft es sich ohne Anstrengung allerdings witziger Weise etwas flotter als mit normalen Laufschuhen.

Unterwegs sah ich diesen Raubvogel (Bild 2) auf einem Zaunpfahl sitzen. So nah bin ich noch nie einem gekommen. Er guckte von mir weg und ich mußte mich räuspern, damit er überhaupt zu mir her schaute und noch zwei Schritte näherkommen bis er dann doch wegflog, cool 🙂 Weiß jemand, was das für einer ist?

Ich sag ja, es wird nie langweilig auf dem platten Land 😀

Leerlauf

Mit dem Syltlauf im März und dem Hermannslauf vor einer guten Woche sind nun schon die ersten beiden Jahreshighlights passé. Das dritte geplante Highlight ist zugleich auch schon das letzte für dieses Jahr und läßt mit dem Berlin-Marathon noch bis Ende September auf sich warten. Da es bei mir in den kommenden Wochen und Monaten aus persönlichen Gründen eine gewisse Planungsuntersicherheit gibt, ist das auch gut so.

Mit meinem Fitness-Level bin ich ganz zufrieden und ich möchte die Laufumfänge in den kommenden Wochen und Monaten nach Möglichkeit auf dem jetzigen Niveau halten, dann brauche ich für den Berlin-Marathon nicht mehr viel draufpacken.

Und deshalb trabe solange ich einfach durch meine platte Heimat. Sollte sich spontan irgendeine Abwechselung bieten und ich Zeit haben, werde ich dann die Gelegenheit beim Schopfe packen. Und ich kann peu à peu an meiner Umstellung auf  Minimal-Schuhwerk und ein paar Barfußetappen arbeiten.

So wie heute, als ich feststellen mußte, dass Schafe schneller sind als sie aussehen. Als ich aus den Schuhen schlüpfte, waren die Schafe weit weg. Als ich nach 400 m die Kehrwende zurück zu meinen Schuhen machte, nahmen drei Schafe direkt Kurs auf meine schicken, noch fast neuen Wave Rider. Da wurde ich unbeschuht mal richtig flott, fürchtete ich doch, dass die Schafe das frische Neon-Grün der Schuhe für lecker ansehen könnten. Die Schafe waren schlußendlich vor mir da, interessierten sich dann aber glückerweise in keinster Weise für meine Treter 😀  Und den Hinterlassenschaften der Wollknäuel bin ich auch noch gekonnt ausgewichen. Es wird also auch ohne irgendwelche Highlights nicht langweilig  😎

Dafür sorgt auch die sattgrüne Natur und das launische Wetter. Auch wenn mir der kalte Nieselregen des heutigen Tages mächtig auf den S…. ähh auf die Nerven ging, zum Abend war es sonnig und der kalte Wind zusammen mit der klaren Luft erneut ein Genuß. 16 Feierabendkilometer vom Feinsten ❗

Osterfrische

Verhältnismäßig schattig sind die Ostertage ausgefallen. Es hat zwar erheblich weniger geregnet als vorhergesagt, aber die Temperaturen ließen alles andere als Frühlingsgefühle aufkommen. Aber was interessiert mich das Wetter, wenn ich nach einem Jahr endlich mal wieder die Gelegenheit hatte mit Heimo zu laufen.

14.04.17 01

Da war bei mir die Freude groß, dass wir schon am Karfreitag gemeinsam eine gut 10 km lange Runde laufen konnten. Aber die Krönung der Ostertage gönnten wir uns am heutigen Ostermontag. Heimo hatte eine 25 km-Strecke von Oldenburg nach Wardenburg vorgeschlagen. Das paßte mir ausgezeichnet in den Kram und um dem Ganzen noch ein Sahnehäubchen aufzusetzen, lief auch Heimos Frau Angela mit uns.

So machten wir uns von mir zuhause auf durch Oldenburg durch und viele Kilometer entlang der Hunte gen Wardenburg zu laufen. Noch einen dicken Schauer abwartend starteten wir gegen 11:30 Uht. Die Kälte hatte einen entscheidenden Vorteil: Die Luft war kristallklar und die Sonne schaffte es trotzdem den Windbreaker binnen kürzester Zeit überflüssig zu machen. Gut nur, dass sich die (Graupel-)Schauer in Grenzen hielten, denn während dieser fiel die Temperatur von 8° auf nur noch 5°.

Dem guten Laufgefühl tat das keinen Abbruch und wir schnurrten Kilometer um Kilometer ab. Sonnenschein und knallig blauer Himmel wechselten in rascher Folge mit dicken Wolken und verliehen der Frühlingslandschaft immer wieder neue Lichtstimmungen.

Hinter Oldenburg bekommt die Hunte einen ganz anderen Charakter als auf meinen sonst üblichen Strecken, nahezu lieblich schlängelt sie sich durch die Landschaft und ist ein beliebtes Revier für Kanu- und Kajakfahrer. So wurde dem Auge immer etwas geboten.

Die Autobahn A 29 galt es einmal zu unter- und anschließend wieder zu überqueren und schon wenig später näherte sich der überraschend kurzweilige Lauf dem Ende.

Als wir auf den Hof von Angelas Elternhaus aufbogen, fehlten uns zwar noch 500 m an den 25 km, aber dafür waren war recht zügig unterwegs gewesen. Ohne meine Uhr zwischendurch bei irgendwelchen Stopps anzuhalten, zeigte sie eine Tempo von 6:14 an. Da kann man nicht meckern, zumal wir alle im Ziel noch frisch und munter waren.

Mir hat es riesig Spaß gemacht mit den beiden zu laufen und ich freue mich jetzt schon, wenn sie diesmal schon zu Pfingsten erneut den Weißwurstäquator überqueren und wir dann erneut laufend das Oldenburger Land unsicher machen können.

Patsch Patsch – Patsch Patsch

Es verändert sich was an meinem Laufstil. Deshalb erklang das Patsch Patsch -Patsch Patsch heute nicht nur, weil ich im strömenden Regen unterwegs war, sondern auch weil ich wohl inzwischen komplett auf dem Mittelfuß lande. Das klingt zwar erstmal nicht so elegant, aber ich bin zufrieden, die Richtung stimmt und ich komme nicht mehr zuerst mit der Ferse auf, die das schon lange nur noch mit gut gedämpfen Laufschuhen toleriert.

Somit spüre ich die Veränderung im Laufstil auch während ich in diesen gut gedämpften Laufschuhen stecke. Das konsequente Einbauen von kurzen Barfußetappen in nahezu jeden Lauf macht sich bemerkbar. Sehr genau merke ich wie der Fußballen nun das meiste Körpergewicht auffängt. Die Zehen spreizen sich und reizen den kompletten Raum der Zehenbox aus. Ein Gefühl als wäre ich nicht auf Füßen sondern auf Tatzen unterwegs. Witzig und angenehm.

Aber ich spüre auch den stärkeren Zug in der Achillessehne und auch das Zehenskelett läßt spüren, dass die Fußmuskulatur noch viel Zeit braucht bis sie stark genug ist, schützend und stützend zu agieren. Nichts fürchte ich mir als dass mir ein irgendein Mittelfußknochen durchknackt. So bleibt es erstmal, speziell auf Asphalt, weiterhin bei noch recht kurzen Barfußabschnitten. Zumal sich das Barfußlaufen auf Asphalt auch irgendwie noch nicht richtig flüssig und rund anfühlt.

Durchgezogen werden die schuhlosen Einlagen aber auf jeden Fall, auch heute bei strömendem Regen, 9° und kräftigem Wind.

Die schwierigste Nummer war es mit naßen, kalten Händen, die naßen Socken und die naßen Schuhe an die naßen Füße zu bekommen 😀 Man muß nicht bekloppt sein für solche Aktionen, aber es erleichtert die Sache doch sehr :mrgreen:

16 spaßige, locker und fluffig gelaufene Kilometer bei bestem Deichläufer-Wetter. Herz, was willst du mehr.

Vorgezogen

Eigentlich wollte ich nach dem nicht ganz so locker gestandenden, langen Samstagslauf noch einen weiteren Tag pausieren. Aber wenn ein Umzug mit der Arbeitsstelle dermaßen in die Hose geht, weil am neuen Standort die Büromöbel noch gar nicht da sind und selbst wenn sie schon da gewesen wären, diese hätten gar nicht aufgestellt werden können, weil mein Büro und das Nachbarbüro wegen eines Türdurchbruchs noch Baustelle sind und man deshalb nichts anderes zu tun hat als 2/3 des Tages totzuschlagen und Süßigkeiten zu vertilgen, dann muß zwingend Bewegung her, um den Gemütszustand wieder ins Lot zu bringen.

Hat auch geklappt. Die Waden waren zwar noch nicht so locker wie Bisquitteig, aber auch nicht mehr so hart wie Salzteig. Ansonsten waren angenehme Frische und Ruhe an der Hunte genau das was ich gebrauchen konnte.

Gute 15 km zum Abreagieren, die, je weiter es dem Ende zuging, immer lockerer wurden. Und mit etwas Glück werde ich morgen im Laufe des Tages auch wieder ansatzweise arbeitsfähig sein.

Windbreaker breaks wind

Meine gelbe Jacke hatte heute nach mehreren Monaten Dauereinsatz erstmals Pause. Bei 9° und etwas Sonnenschein tats endlich auch mal wieder der dünne Windbreaker. Der hatte an der Hunte dann aber auch seinen Namen gerecht zu werden. Allzu stark war der Wind zwar nicht, aber doch noch ganz schön frisch. Da wurden kurzzeitig sogar die Hände kalt.

Aber das helle Wetter entschädigte für alles. Mein Feierabendklassiker war mal wieder einfach nur zum genießen.

Grau grau grau sind alle meine Farben

22-01-17-00

Leichter Nebel und mehrfach angetauter und dann wieder gefrorener Schnee waren die Begleiter auf meinem heutigen Lauf. Die stellenweise glatten Untergründe machten das Laufen teilweise nicht leicht und das selbst ein Feldweg rutschig sein kann, ist auch eine seltene Erfahrung. Trotzdem war es ein schöner Lauf. Nahezu Windstille nahm dem Frost die Schärfe und wenn sich die Weite der norddeutschen Landschaft noch zusätzlich im Nebel verliert, genießt man ein noch stärkeres Gefühl von Unendlichkeit.

An der großen Weite scheint sogar noch weiter gearbeitet zu werden, am Großen Bornhorster See lag ein riesiger Stapel Baumstäume. Keine Ahnung wo man die im näheren Umfeld alle roden konnte. Auf den Bornhorster Wiesen wurde schon schlittgelaufen und Eishockey gespielt, während die Hunte noch völlig eisfrei ist und sich der Blick nach Österreich im Nebel verliert.

Abseits der Asphaltstrecken sorgte der verharschte Untergrund für eine ganz eigene Laufakustik, die ich auch mal einzufangen versucht habe:

Wunderbare 18,3 km über Sonntagmittag waren es. Laufend kann ich diesem Winter in letzter Zeit wirklich viel abgewinnen.