Restless legs

Mit der Nacht von Sonntag auf Montag ist es bei mir häufig so eine Sache. In der Regel Samstag und Sonntag ausgeschlafen ist die Müdigkeit nicht ganz so groß und die „Vorfreude“ auf die Arbeit tut wohl ihr übriges um nicht ganz so zügig in den Schlaf zu kommen. Das mir aber meine Beine irgendwann zwischen 11 und 12 signalisieren, dass sie gerne laufen würden, hatte ich aber auch noch nicht erlebt! 😯

Nun, ihrem Wunsch konnte ich in der Hoffnung auf baldigen Schönheitsschlaf denn doch nicht entsprechen und bin dann wenig später auch in selbigen gefallen 😀 Vielleicht waren die Beine vom Wochenende auch einfach nur unterfordert, da ich lediglich am Samstag gerade mal gute 15 km gelaufen bin.

Am Montag konnte ich auch nicht allzu viel Kilometer hinzufügen, bin aber um die Erfahrung reicher, dass ein durch Sturmböen angepeitschter Hagelschauer so richtig weh tun kann (ja ja, der zieht vorbei …) 😆 Außerdem habe ich meinem Smartphone eine „Spider-App“ beigefügt, als es aus der Jackentasche auf den Asphalt polterte, während ich nur die Handschuhe rausfriemeln wollte 😦

Heute widerrum zeigten sich die baren Füße nicht in Lauflaune und am rechten Fuß fürchtete ich eine Rissbildung in der Sohle. Drum kürzte ich den Lauf ab und lief zum Auto zurück um dort hocherfreut festzustellen, dass die V-Runs im Beifahrerfußraum rumlagen. Zack, angezogen und wieder los. Die Fußsohle ist aber zum Glück unversehrt geblieben, die befürchtete angedeutete Rissbildung war keine.

Auf knapp neun Barfußkilometer kamen noch einmal gute neun V-Run-Kilometer obendrauf. Nach diesem Lauf sank ich auf dem Sofa in einen tiefen Schlaf und auch die Beine schienen für den Augenblick zufrieden, kamen mit den letzten drei Läufen nun doch knappe 44 km zusammen. Lange anhalten wird das wohl aber nicht, weil eigentlich könnten sie schon wieder 🙂

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Wintergarderobe

Sonne und milde Temperaturen allüberall in der Republik. Das da auch der Nordwesten mit eingeschlossen ist, freut mich sehr, auch wenn der Winter hier oben ja bislang recht zahm war. So konnte ich am Sonntagvormittag schon ohne Jacke unterwegs sein und selbst im Langarmshirt wurde es mir da schon etwas zu warm.

Tabula rasa wurde unter der Huntebrücke gemacht, sämtliches Gehölz wurde gerodet. Dadurch wirkt das Areal nicht mehr gerade einladend 😦 Ob die Rodung schon im Zusammenhang mit dem für ab 2020 geplanten Abriss und Neubau der Huntebrücke steht? Ich weiß es nicht. Allerdings war diese Verwüstung das einzig Unschöne an dem Lauf.

Nach gut 11 km stand ich wieder vor der Haustür, hatte die Sandalen abgestreift und wollte eigentlich nur etwas abdampfen, als ich spontan und ungeplant noch einmal barfuß losgetrabt bin. Aber nur drei Kilometer. Dann wurde es doch Zeit fürs Frühstück.

Heute mittag mußte ich das Traumwetter vor seinem baldigen Ende noch einmal ausnutzen. Die Hose noch etwas kürzer und im T-Shirt, über das ich anfänglich noch den Windbreaker gezogen hatte, da der Wind etwas frischer als am Sonntag war, aber noch kurzer Zeit konnte ich doch auf ihn verzichten.

Große Aufregung herrschte im Reich der Gänse. Herrscharen von den Tieren bevölkerten die mäßig überfluteten Huntewiesen und den Himmel. Während zahlreiche Vogelbeobachter mit großen Ferngläsern und noch größeren Kameras die Vögel einfingen, versuchte ich aus meiner kleinen Digi-Knipse rauszuholen was ging 🙂 Sie hat sich tapfer geschlagen, finde ich.

Wohl auch beim Knipsen des Deichläufers, der in so einem Outfit in einem Februar noch nie unterwegs war ❗

Mit dieser Art Wintergarderobe könnte ich mich durchaus anfreunden, fragt sich nur, was ich dann im Sommer anziehen soll 😯 😆

Umgedreht

… ist offensichtlich extra ein mir entgegen kommender Läufer um mir zu sagen, dass er mit mir das erste Mal einem Barfüßerläufer begegnet ist. Er war mir beim Entgegenkommen schon wegen seines freundlichen Grußes aufgefallen, obwohl ich ihn kaum richtig erkennen konnte, weil mich die tiefstehende Sonne gnadenlos geblendet hatte.

Angesprochen hatte er mich dann ausgerechnet in einem Augenblick, wo ich kurz gegangen bin, weil die Straße da gerade ausschließlich aus einem Asphaltflicken neben dem anderen besteht, die sich alle in den verschiedensten Graden der Selbstauflösung befinden. Es ergab sich ein kurzes, freundliches Gespräch bevor er links abbog während ich geradeaus weiterlief.

Vorausgegangen war dem ein schöner Lauf in herrlich klarer und frischer Luft, bei der die Nachmittagstemperatur erstmals mit 8 bis 9° im einstelligen Bereich lag.

Knapp 16 km war ich unterwegs, die ich im Verhältnis 1/3 zu 2/3 in V-Runs/Barfuß gelaufen bin. Der Bereich der Huntebrückentreppe ist immer mit besonderer Vorsicht zu genießen. Hier sorgt das sich hier häufig aufhaltende Partyvolk immer für ein einziges Scherbenmeer. Wenn ich hier unbeschuht unterwegs bin, gehe ich hier ausschließlich, besser is das.

Ansonsten war es ein Lauf an einem Herbsttag wie er im Buche stand. Hatte ich schon einmal erwähnt, dass es für mich keine schönere Zeit gibt? 🙂

Am Tag als der Regen kam

11.08.18 12

Zugeben, der erste Regen kam nicht zu meinem gestrigen Lauf, sondern schon am Donnerstag. Aber gestern war der erste Lauf nach vielen vielen Monaten, zu dem es endlich mal wieder geregnet hatte 😀

Der Regen vom Donnerstag ging einher mit einem kurzen Gewittersturm, der hier im Norden mal wieder zahlreiche Bäume umwarf, wie ich schon nach gut zwei Kilometern live erleben durfte. Obwohl der Wetterbericht harmlos war, sah der Himmel gestern doch immer wieder recht bedrohlich aus. Trotzdem vertraute ich darauf, was auf dem Fußweg der Huntebrücke geschrieben stand.

Mein Vertrauen wurde auch nicht enttäuscht und am Tweelbäker See verpuffte ein sich über Oldenburg näherndes Gewitter mit ein paar Blitzen und Donner ohne mir dabei zu sehr auf die Pelle zu rücken.

In Wüsting dann aber kam endlich, der Regen, ging nieder auf die glühenden Felder und die durstigen Wälder und auf den dankbaren Deichläufer! 😀 Leider blieb es bei einem ersten Schauer, der kurze Zeit später auf dem warmen Asphalt schon wieder verdampfte.

Allerdings blieb er nicht alleine und die dunklen Wolken sorgten die meiste Zeit dafür, dass mir die stechende Sonne nicht die Haut verbruzelte.

Die Kilometer schnurrten weitestgehend sehr kurzweilig dahin. Dabei war ich bemüht mein ruhiges Tempo zu halten und nicht ins Uferlose abstürzen zu lassen und nicht nur den Schuhen zur Liebe darauf zu achten, dass ich nicht so schlurfe 🙂

Apropos Schuhe, es war mein bis dato längster Lauf barfuß in V-Runs. Wie das alte Paar scheuern allerdings auch die Neuen zu Anfang in der Ferse.

11.08.18 18

Die schon nach drei Kilometern angebrachte Verpflasterung hielt aber über den Rest des Laufes und trotz über viele Kilometer nasser Füße gab es keine weiteren Probleme. So beendete ich den  Lauf nach insgesamt 35 km im 6:30iger Schnitt zwar etwas müde, aber ansonsten reibungslos.

Übrigens lagen die Temperaturen während des gesamten Laufs unter 20°, während des Regens so deutlich darunter, so dass ich den Lauf sogar um 12:00 Uhr in der „Mittagshitze“ starten konnte, genial! 😆

Stillleben

Bei meinem heutigen Lauf ging es um die Wurst 😀 Dazu gleich mehr.

Mein zweiter Lauf in den FiveFingers. Einmal zur Huntebrücke rauf, drüberweg, andere Seite runter zum Blankenburger See und retour. Die Gitter gegen freie Sicht und freien Sprung sind immer noch nicht fertig. Die sollen mal hinne machen. Ich hatte heute einen nervigen Tag, nicht dass ich doch nochmal in Versuchung komme 😛 Aber mit den Fivefingers werde ich eh nicht in die Tiefe springen, die machen nämlich Spaß 😉

Nach 11,2 km enterte ich Feinkost Albrecht. Zum Feierabend hatte ich bei Muttern eine Schüssel Kartoffelsalat abgestaubt, dazu passen einfach ein paar lecker Bratzwurst. Deshalb hatte ich mir einen Papierheiermann eingesteckt um zum Ende des Laufs diese kulinarische Köstlichkeit zu erwerben.

Beim Verlassen des Aldi hatte ich keine Meinung mehr nochmal in Trab zu fallen, sondern streifte mir die VFF von den Füßen und ging die guten 200 m barfuß nachhause. Dort angekommen brauchte ich freie Hände um den Haustürschlüssel aus dem Fach im Schweißband zu friemeln. Dazu wanderten Wurst und FünfFingerSchuhe auf die Pforte zwischen Schuppen und Hauswand. Als ich alles wieder einsammeln wollte, mußte ich dann aber erstmal lachen:

14.08. 06

Dass nenne ich einmal ein Stilleben 😆

Das Glück liegt im Kleinen

Diese Erkenntnis ist ja nicht neu, aber die Wahrheit zeigte sich mal wieder in meinem heutigen Lauf. Dabei stand der gar nicht auf dem Programm. Aber während ich so auf dem Sofa saß, die Uhr gen 20 Uhr vorrückte, der Regen auf die Dachfenster trommelte und das Regenradar von Wetteronline ein fettes Regengebiet zeigte, konnte ich nicht anders als mich vom Sofa zu lösen und in die Laufklamotten zu schmeißen. Der Regen hat die Temperatur auf deichläuferfreundliche 12° abstürzen lassen, während z. B. Berlin zur gleichen Zeit bei 28° vor sich hin kochte.

Also schnell einmal die Rampe der Huntebrücke angesteuert, rauf und runter gedüst, dabei jede Pfütze mitgenommen. Herrlich, mein Laufwetter, ich liebe es.

Kurz vor Zuhause die Schuhe ausgezogen und die letzten Meter zur Haustür barfuß spaziert, klitschnaß und smilend like a honeycakehorse. Das Glück liegt im Kleinen, es war heute 6,8 km und knapp 41 Minuten lang.

Windbreaker breaks wind

Meine gelbe Jacke hatte heute nach mehreren Monaten Dauereinsatz erstmals Pause. Bei 9° und etwas Sonnenschein tats endlich auch mal wieder der dünne Windbreaker. Der hatte an der Hunte dann aber auch seinen Namen gerecht zu werden. Allzu stark war der Wind zwar nicht, aber doch noch ganz schön frisch. Da wurden kurzzeitig sogar die Hände kalt.

Aber das helle Wetter entschädigte für alles. Mein Feierabendklassiker war mal wieder einfach nur zum genießen.

Stille

Die Sonne war da! Kräftig strahlte sich vom stahlblauen Himmel. Zwar fegte der eisige Ostwind noch jeden Gedanken an den Frühling beiseite, aber dem Gemüt tats gut. Hinter Glas wurde es aber schon richtig schön warm. So stellte ich mein Auto in meiner heutigen Mittagspause an den Küstenkanal in die Sonne, rutschte auf den Beifahrersitz rüber, schnappte mir mein Buch und las.

Wohltuend war diese Wärme, die das Wageninnere erfüllte, mild, angenehm und tiefenentspannend. Der Tacho und der Drehzahlmesser vom Auto standen auf Null und auch mein Tacho stand auf Null, pure Entschleunigung für den Moment. Nach einem Kapitel legte ich das Buch wieder weg und blinzelte in das gleißende, glitzernde Sonnenlicht, das auf den kleinen Wellen tanzte. Es war unglaublich ruhig.

14-02-17-01

Ich horchte in die vollkommene Stille. Der Wind bewegte das Wasser, Äste und Zweige an den Bäumen, zuhören war davon im Auto nichts, eine beinahe surreale Stille. Ich wünschte mir Unendlichkeit, hätte dieses Hier und Jetzt gerne festgehalten und bewahrt. Wohlwissend, dass das alles mit dem Dreh des Zündschlüssels wieder vorbei sein würde. Dass machte diese kurze Zeit nur um so kostbarer. Ein kleines Auto war für eine kurze Zeit wie ein Haus am Meer, wie eine Hütte in den Bergen.

Von dieser wunderbaren Mittagspause konnte ich dann auch noch während meines Laufs zehren. Da war nämlich nicht viel mit Stille. Überall war viel Verkehr und auch auf meiner Huntestrecke war Betrieb wie an einem Hochsommertag. Wer will es den Leuten verdenken, alles sehnt sich halt noch Sonnenlicht. Aber sie müssen sich wohl auch erst wieder dran gewöhnen, freundlich geguckt hat nämlich kaum jemand und von drei entgegenkommenden Läufern hat auch nur einer gegrüßt. Sei es drum, der klare Himmel und die Tatsache, dass ich schon fünf Minuten nach Sonnenuntergang wieder zuhause war, bescherte mir diesmal einen richtig hellen Feierabendlauf.

 Da verschmerzte ich auch das erneut leckere Aroma in der Luft 😆

14-02-17-08

Jam Jam Jam

Vier Tage, vier Läufe

Ein strammes Laufprogramm habe ich diese Woche durchgezogen. Dienstags war der erste Streich, über den ich schon geschrieben hatte. Da war es noch knackig kalt, so kalt, dass sogar mein Garmin in den Streik getreten ist.

Davon war am Tag drauf nichts mehr zu spüren, immerhin schon wieder 6° ließen den Garmin wieder durchhalten.

07-12-16-01

Löppt de Klock? De Klock löppt!

Gestern der obligatorische Utkiek-Lauf bei 7° und Mondschein. Dafür, dass ich fürchtete, dass niemand kommt, waren wir mit fünf Leuten dann doch ganz gut besetzt.

Heute dann der Tageslichtlauf, bzw. was man an einem nebelig, diesigen und nieselregnerischen Tag so Tageslicht nennt. Immerhin war der Nieselregen bei 10° schön warm 🙂

Vier Tage, vier Läufe, knapp 50 km. Zusammen mit dem Lauf durch Ostfriesland kamen in den letzten sechs Tagen gute 76 km zusammen. Das dürfte in diesem Jahr meine Rekordwoche gewesen sein.

Rauf und runter

… geht es in diesem November mit den Temperaturen. Am Dienstag durfte ich einen Lauf bei muckeligen 13° erleben, die sich durch das Nichtvorhandensein von Wind noch wärmer an fühlten. Das machte das neuerliche Wettrennen mit einem Binnenschiff zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Dass das Schiff mit auflaufendem Wasser und unbeladen die Hunte hinauffuhr, machte es für mich dabei nicht einfacher.

Dafür brachte mir das Wettrennen aber sogar zwei neue Temporekorde auf meiner seit März in meinem Besitz befindlichen Laufuhr. Über eine Meile und über einen Kilometer hatte sie noch nie so ein schnelles Tempo aufgezeichnet. Eine 4:47iger Pace als neue Bestmarke über den Kilometer zeigt aber deutlich, dass das Rennen halt nicht so meins ist. Deswegen konnte der Pott auf eineinhalb bis zwei Kilometer auch ungefähr eine halbe Schiffslänge auf mich gutmachen 🙂

So war der geplante ruhige Feierabendlauf über ein kurzes Stück zu einer Tempohatz geworden, quasi unverhofftes Intervalltraining in schöner Abendstimmung 😎

Und bevor ein falscher Eindruck aufkommt: Nein, ich bin nicht barfuß gelaufen, ich mußte nach dem 15 km-Lauf beim Dehnen nur dringend etwas abkühlen 🙂

Runter ging es denn mit der Temperatur beim Rauf und Runter des gestrigen Utkiek-Laufs. Die 3° bei sternenklarem Himmel machten aber auch den Lauf wieder zum Vergnügen.