Schwanensee

… oder laß lieber Herbstbilder sprechen …  😀

Mein heutiger Lauf führte mich über meine standardmäßigste Standardrunde: Bornhorster Wiesen, Hunte, Huntebrücke, farblich mit einem Standardnovembergrau abgestimmt. Abweichend vom Standard waren nur gleich drei Schwanenpaare auf dem kleinen Kanal, an dem ich auf dem Weg zu den Bornhorster Wiesen entlang laufe. Normalerweise hält sich dort in den Herbst-/Wintermonaten nur ein Schwanenpaar auf.

Es den Tieren in Sachen Grazilität gleich zu tun, ist mir aber irgendwie nicht so ganz gelungen. Beim Ballett brauche ich mich also wohl nicht zu bewerben 😀

Im Wettlauf mit einem Binnenschiff war ich aber auch nicht viel erfolgreicher. Ein 5:44iger Schnitt reichte nicht aus und der Pott zog mir langsam aber sicher und Meter für Meter davon. Schneller wollte ich aber nicht, deshalb kam mir ein kurzer Plausch mit dem Deichschäfer gerade recht um das Schiff entgültig ziehen zu lassen.

Trotz all dieser „Widrigkeiten“ war aber auch dieser Lauf gar nicht mal schlecht 😀

Schönere Bilder gibts von gestern, wo ich mit der Bahn zu einem Termin nach Hude gefahren bin. Dort hatte ich zwischendurch noch eine Stunde Zeit um einen Herbstspaziergang durch das Naturschutzgebiet Nordenholzer Moor zu machen. Etwas Sonne machte den Farbspektakel des Herbstes dabei nahezu perfekt.

05-11-16-18

 Da sage noch einer der November taugt nur um sich hinter dem Ofen zu verkriechen.

 Hatte ich schon mal erwähnt? Ich liebe den Herbst! 🙂

Spaziergang

08-10-16-00

Schafe Punkte

Heute hatte ich den zweiten langen Lauf in meiner Blitzmarathonvorbereitung auf dem Plan. 25 km hatte ich mir auf die Fahnen geschrieben. Kurz vor 14 Uhr ging es los bei Temperaturen von knapp  14°. Sonne und Wolken im Wechsel, recht frischer Wind, trocken. Beim Wetter gabs nicht zu meckern.

Die Route: Huntebrücke, Blankenburger See, Tweelbäker See, Wüsting, Iprump, Hunte, Blankenburger See, Huntebrücke, Schlenker durch Ohmstede, Ende.

Von der Huntebrücke gab es bei der klaren Luft einen schönen Blick auf den Kramermarkt mit Riesenrad, Aussichtsturm und Achterbahn, sowie auf die Ohmsteder Kirchturmspitze.

Mit der Sonne im Rücken bot der Blankenburger See ein wunderschönes herbstliches Bild,  während die Lichtstimmung am Tweelbäker See erheblich dramatischer wirkte.

Weiter ging es Richtung Wüsting und der Lauf floß mir so locker und flockig aus den Beinen, als würde ich einen Spaziergang machen. Gegen einen kleinen Stop am Bahnübergang hatte ich trotzdem nichts und als sich die Schranken wieder öffneten, klang das wunderbare Brabbeln eines hubraumstarken Achtzylinders eines alten Amischlittens wie Musik in meinen Ohren 🙂

Weiter ging es durch die Marschenwiesen über schöne Feldwege Richtung Iprump. Braun ist hier die Farbe der Gewässer vom moorigen Untergrund. Die Hunte hatte Niedrigwasser und die Boote im kleinen Iprumper Naturhafen lagen auf dem Trockenen.

Nach Iprump folgten wohlbekannte, vielgelaufene Strecken. Ich schlenkerte noch eine kleine Schleife durch meinen Ortsteil Ohmstede und war nach 27 km wieder zuhause. Das Tempo war 12 Sekunden pro Kilometer schneller als beim 30iger vom letzten Sonntag und zum Schluß ging mir dann doch etwas der Saft aus. Wäre ja sonst auch fast schon dekadent, wenn ich 27 km als Spaziergang bezeichnen könnte :mrgreen:

Das war ein toller Lauf!

Willkommen geheißen

… haben mich heute Bornhorster Wiesen, Hunte und Huntebrücke. Nach den drei Urlaubswochen hatte ich absolut Bock auf meine absolute Standardrunde. 14 km Heimatkunde.

Willkommen hieß mich aber auch die Dämmerung zum Ende des Laufs. Es herbstl halt. Wenn man es schon am Wetter nicht merkt, dann doch so allmählich an der Kürze der Tage. Aber so kommt man immerhin wieder in den Genuß der Geisterstunde :mrgreen:

26-09-16-04

Kopflos

😀

So viel Regen

… war es heute denn doch nicht, dass gleich dieses niedliche Quietscheentchen XXL  hätte mit auf Reisen gehen können:

22.08.16 07

Trotzdem regnete es während meines Laufs vom Feinsten, vielleicht etwas zu schwach, aber immerhin Dauerregen. Dazu war es mit milden 17° so warm, dass ein Laufshirt reichte ohne den Kältetod fürchten zu müssen. Sprich: Es lief sich ganz vorzüglich.

Ein Reh gab es auch wieder zu sehen, ebenso den Deichschäfer, der zu einem kurzen Schnack durchs Autofenster neben mir anhielt.

Da ich das gesamte Wochenende nicht zum Laufen gekommen war, dehnte ich diese vorzügliche Feierabend-Runde auf 17 km aus. Mit einer Durchschnitts-Pace von 5:45 kam auch so langsam wieder so etwas ähnliches wie Tempofeeling auf.

Bei meinem vorletzten Lauf meckerte allerdings plötzlich mein linkes Knie. Den Utkiek-Lauf hatte es zwar gut weggesteckt, zeigte sich aber in den letzten Tagen diffus maulig. Der heutige Lauf verging aber wieder nahezu unauffällig und auch jetzt fühlt es sich gut an. Ich hoffe, dass das wirklich nur ein kurzzeitige Erscheinung gewesen ist.

Spätsommerfeierabendrunde

Die einzige Besonderheit des heutigen Laufs war im Prinzip nur, dass ich mir zu Beginn den Laufrucksack umgeschnallt hatte und dann gute 800 m zum Bäcker gejoggt bin. Ich hatte vorher vergessen Brot zu kaufen. Mit dem Brot im Rucksack gings zurück, zuhause lud ich die Ladung ab und lief gleich weiter.

Einmal über die Huntebrücke zum Blankenburger See und wieder zurück. Blank und strahlend blau war auch der Himmel. Die Grillen zirpten wie es sich für Spätsommer gehört, wenn auch die Temperatur nicht so warm war wie ich es mit dem Zirpen in der Regel verbinde. Aber 20° mit seichter Brise waren schon perfekt.

Tolles Licht und zwei leider etwas fotoscheue Rehe auf dem Weg rundeten diesen 12,3 km-Lauf ab. Es war einfach nur schön.

Sehr seltene Flüssigkeit

25.07.16 08

Es gibt da eine Flüssigkeit, die als sehr selten beschrieben wird. Ob sie auf Grund ihrer Seltenheit auch kostbar ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist nur, dass ich selber mit dieser Flüssigkeit nahezu verschwenderisch umgehe. Die Rede ist hier vom Beamtenschweiß :mrgreen:

Ist bei mir schon unter normalen sportlichen Umständen kaum Bewegung ohne Schwitzen möglich, so tropfte ich beim Samstagslauf nahezu wie ein Kieslaster. Bei eigentlich nur 25° war es extrem schwül. Die Luft war so drückend, dass Asphalt unter Bäumen den ganzen Tag naß blieb, obwohl es den ganzen Tag nicht geregnet hatte. Auch meine Sonnenbrille ist mir bei solchen Temperaturen noch nie beschlagen, Hammer. Ich war froh genügend Wasser dabei gehabt zu haben, obwohl ich nur auf meiner 14 km-Standardhausrunde unterwegs war.

Gestern sah die schwüle Wetterwelt nicht viel anders aus, gleiche Temperatur, gleiches Klima. Nur das der Himmel bedrohlich dunkel wurde und mit zweimaligem Grummeln die Badegäste vom Kleinen Bornhorster See vertrieb, die mir in Scharen auf Fahrrädern entgegenkamen. Die, die es mit dem Aufbruch nicht so eilig hatten, packten ihre Piselotten dann schon im Regen zusammen, der anschließend auf drei, vier Kilometern diese eigentlich so seltene Flüssigkeit auf meiner Haut verdünnte.

Schon lange vor der Hunte war dann wieder Schluß mit Regenlustig. In Bezug auf die Schwüle hat der kleine Guß auch keine Erleichterung gebracht, so dass ich froh war, dass es mir die MS Fredo vom Tempo her leicht machte, mich mit ihr ein Wettrennen zu liefern. Erst kurz vor der Huntebrücke ließ ich sie ziehen. An selbiger machte eine Laufgruppe auf der anderen Hunteseite Treppentraining. Mir reichte das einmalige Entern und nach 17 km war ich wieder tropfnaß zuhause.

Was den Seltenheitsfaktor besagter Flüssigkeit angeht, bin ich offensichtlich kein Ruhmesblatt für meine Zunft 😀

Knapp daneben

Während sich gute 40 km südlich von Oldenburg am späten Nachmittag und frühen Abend nun auch solche gruselig ortsfesten Gewitter und Starkregenschauer ergossen und dabei das kleine Städtchen Damme fast komplett unter Wasser setzten, herrschte hier erneut feinstes Sommerwetter. Damit haben wir mal wieder Glück gehabt.

Nachdem ich schon vier Außendiensttermine bei knackigen Temperaturen und strahlenden Sonnenschein und insgesamt um die 30 km im Stadtgebiet per Rad absolviert hatte, durfte ich auch beim Laufen noch einmal ungetrübt Hochsommer genießen.

Trotzdem oder gerade deshalb machte der Lauf richtig Spaß, die Beine waren locker und das Tempo nach langer Zeit mal wieder verhältnismäßig hoch.

11 einigermaßen fixe Kilometer, den Fersen war es so gut wie egal. Es steigt die Hoffnung, dass es das mit der Schleimbeutelentzündung so langsam gewesen sein könnte.

Jetzt sollen erstmal die Temperaturen sinken, ich wäre nicht böse drum.

Blank

Gestern war es beim Laufen schwül, sehr schwül. Und warm, sehr warm, 27°. Das vorherige Studium des Regenradars zeigte aber, dass Gewitter und Starkregen wohl ausbleiben würden. Deshalb sollte es mal wieder die Hunterunde durch die Bornhorster Wiesen sein.

Bevor ich nach knapp vier Kilometern endgültig auf die freie, nicht abkürzbare Strecke abbog, warf ich noch einmal einen prüfenden Blick zum Himmel. Keine bedrohlich schwarzen Wolken, kein Grummeln geboten eine Änderung der Laufroute. Nach knapp sieben Kilometern beim Erreichen der Hunte der übliche, abrupte Wechsel der Laufrichtung. Das bisher spürbare laue Lüftchen hing mir nun im Rücken, es fühlte sich noch wärmer an.

Seichter Regen setzte ein, trieb die zahlreichen Inlinerskater auf der Strecke wieder zurück Richtung Stadt, hatte aber der Schwüle nichts entgegen zu setzen. Es keimte der Wunsch aus, sich die Klamotten vom Leibe zu reißen. Ich stellte fest, dass ich nun alleine auf weiter Flur war, also warum nicht, zumindestens das T-Shirt 😉

Was für ein Gefühl, warme Luft und warmer Regen auf der Haut, herrlich. Der Regen nahm zu, der Spaß auch. Ich trottete die Treppe zur Huntebrücke hoch, ließ den Blick übers Land streifen, dachte an:

He, ho, spann den Wagen an,
denn der Wind treibt Regen über´s Land !
Holt die goldn´nen Garben,
holt die goldn´nen Garben !
 

Was einem immer so einfällt, wo das immer so plötzlich herkommt… ❓

Die Stadt fing mich wieder ein, die ersten Häuser, das Gewerbegebiet, 700 m vor Zuhause warf ich mir das T-Shirt wieder über. Ein Lauf wie jeden Tag, auf alltäglicher Strecke und doch war es ein Lauf wie ein Traum!

Einige waschen ihre Klamotten beim Sport, andere putzen ihre Schuhe beim Laufen und ich hatte gleich geduscht. Da sage noch einer, man kann das Schöne nicht mit dem Nützlichen verbinden :mrgreen:

Läuferweisheiten

„Das Tempo tötet, nicht die Strecke“ Diese Läuferweisheit ist im positiven Sinne das Ergebnis meines heutigen Laufs. Bei sonnigem, 8° frischem Bilderbuchwetter machte ich mich wieder daran Ausdauerkilometer zu sammeln. Erneut hielt ich das Tempo bewußt niedrig um dem Fuß auf den vielen geplanten Kilometern so viel Schonung wie möglich zu geben.

Die Strecke führte mich durch das Ammerland, die Wesermarsch und zum Anfang und zum Schluß durch das Gebiet der Stadt Oldenburg. Klingt bombastisch, aber die Landkreise und die Stadt Oldenburg bilden nah an meinem Zuhause quasi ein Dreiländereck 😉

Über Wahnbek, vorbei am Funkturm, am Ipweger Moor und bayuwarisch anmutender Architektur ging es durch Geest und Marsch Richtung Gellen und weiter an die Hunte.

An Untergründen kam mir heute so ziemlich alles unter die Füße: Asphalt, Plastersteine, Klinkerstraße, Schotter- und Sandwege, Wiese, Deich und auch, weil ich mich einmal kurz verlaufen hatte, ein Maisstoppelacker 🙂

Nach ca. 8 km wurde ich mitten in der Pampa von einem Paar mit einem wunderschönen Boxer angesprochen. Die machten mich auf einen weiteren Hund in einiger Entfernung aufmerksam, der seinem Besitzer nicht gehorchte, auf dessen Rufen nicht hörte und immer wieder vor diesem weglief. Irgendwann hatte das Herrchen sein Tier aber wieder an der Leine, nachdem er ihm kreuz und quer über Wiesen und Felder hinterher gestiefelt war. Solange hatte ich mich mit dem Paar nett unterhalten und mich beim Weiterlaufen bedankt, dass sie mich davor bewahrt hatten, eventuell Opfer dieses Hundes zu werden.

Ich dieselte weiter, Kilometer um Kilometer, bis sich ein Weg als Sackgasse erwies und auf besagtem Maisacker endete. Diesen zu überqueren um an den dahinter liegenden Huntedeich zu kommen, gelang nicht. Ein Graben nebst Zaun versperrte den Weg. Also über den Acker wieder zurück und einen anderen Weg gewählt. Hier galt es nur noch ein Gatter zu überklettern, was mein linker Oberschenkel mit einem kurzen Krampf quittierte, und ich war wieder auf Kurs.

Das war dann aber auch die, im wahrsten Sinne des Wortes, letzte Hürde und ich tuckerte in stoischem Tempo weiter durch die Bornhorster Wiesen, in denen nun schon erkennbar weniger Wasser steht, und über die Treppe der Huntebrücke nachhause.

Auf satte 31,4 km mit einer Durchschnittspace von 6:35 (der langsamste Kilometer lag sogar mal bei 6:50 🙂 ) bin ich heute gekommen. Dabei gab es kein Mucken im Fuß und so ab KM 29 schlich sich auch noch so ein grenzdebiles Grinsen ins Gesicht und hielt bis zum Schluß an, lange schon nicht mehr erlebt, fanatastisch! 😀

Eine weitere (Ultra-)Läuferweisheit besagt: „Was Du in einer Woche laufen kannst, kannst Du auch an einem Tag laufen“. Diese Woche bin ich 50,8 km gelaufen. Bald sollen es 51 km an einem Tag sein. Paßt schon mal! An den 200 m soll es wohl nicht scheitern 😎

 

 

Vorsichtig abgerüstet

… habe ich heute in Sachen Winterlaufbekleidung. Die gelbe „Paßt-den-ganzen-Winter“-Jacke durfte sich zugunsten des leichten Windbreakers erholen und auch die Handschuhe konnten zuhause bleiben.

Nachdem mein muckender Fuß den 27iger vom Sonntag überraschend gut weggesteckt hat, wollte ich heute noch einmal die Probe auf Exempel machen und habe eine kurze Runde im neuerlichen Trimmtrab-Tempo gemacht.

Das Wetter kam dabei recht aprilmäßig daher und hatte mit 6° und frischem Wind nicht wirklich viel Frühlingshaftes zu bieten. Das hält die Natur aber trotzdem nicht davon ab, mit ersten zarten Blüten und frischem Grün dagegen zuhalten.

Mit Sonne von vorne und Regen im Rücken lief ich einmal zum Blankenburger See und zurück.

Auf 10,2 km gelang mir heute die für Sonntag anvisierte  Pace  von 6:30 mit einer Punktlandung 🙂 Auf den letzten zwei Kilometern meldete sich der Fuß noch einmal dezent, jetzt nach dem Lauf ist aber nichts mehr zu spüren. Wäre ja toll, wenn das Gröbste überstanden wäre. Trotzdem bleibe ich erstmal beim Vabanquespiel zwischen Nicht zu viel und Nicht zu wenig.

Spackenalarm gab es heute auch mal wieder. Warum irgendwelche Hirnlose Pappe und Styropor nicht einfach in Papiertonne und gelben Sack entsorgen, sondern extra in die Landschaft karren, wird sich mir nie erschließen.

Nun denn, nicht ärgern, nur wundern und laufen und freuen, dass es läuft und hoffen, dass es dabei bleibt.