Umgedreht

… ist offensichtlich extra ein mir entgegen kommender Läufer um mir zu sagen, dass er mit mir das erste Mal einem Barfüßerläufer begegnet ist. Er war mir beim Entgegenkommen schon wegen seines freundlichen Grußes aufgefallen, obwohl ich ihn kaum richtig erkennen konnte, weil mich die tiefstehende Sonne gnadenlos geblendet hatte.

Angesprochen hatte er mich dann ausgerechnet in einem Augenblick, wo ich kurz gegangen bin, weil die Straße da gerade ausschließlich aus einem Asphaltflicken neben dem anderen besteht, die sich alle in den verschiedensten Graden der Selbstauflösung befinden. Es ergab sich ein kurzes, freundliches Gespräch bevor er links abbog während ich geradeaus weiterlief.

Vorausgegangen war dem ein schöner Lauf in herrlich klarer und frischer Luft, bei der die Nachmittagstemperatur erstmals mit 8 bis 9° im einstelligen Bereich lag.

Knapp 16 km war ich unterwegs, die ich im Verhältnis 1/3 zu 2/3 in V-Runs/Barfuß gelaufen bin. Der Bereich der Huntebrückentreppe ist immer mit besonderer Vorsicht zu genießen. Hier sorgt das sich hier häufig aufhaltende Partyvolk immer für ein einziges Scherbenmeer. Wenn ich hier unbeschuht unterwegs bin, gehe ich hier ausschließlich, besser is das.

Ansonsten war es ein Lauf an einem Herbsttag wie er im Buche stand. Hatte ich schon einmal erwähnt, dass es für mich keine schönere Zeit gibt? 🙂

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Trimm Dich

29.08.16 15

Anfang der 70iger Jahre gab es die Trimm Dich-Bewegung. Überall in Deutschland wurden Trimm-Pfade in die Wälder gebaut, wo man von Gerätschaft zu Gerätschaft joggen konnte um sich dort mittels Klimmzügen, Hangeln und ähnlichen Übungen zu ertüchtigen. Ich selber war zu der Zeit noch sehr klein und wenig später verfärbten sich meine Gesichtszüge angesichts der „Freude“ am Schulsport immer leicht ins Grünliche, deshalb war das nichts für mich.

Die meisten Trimm Dich-Pfade hat über die Jahrzehnte der Zahn der Zeit zernagt. Trotzdem füllte ich mich aufgrund meines gestrigen Laufs an sie erinnert, kam mir doch mal so eine Eingebung mein Tagesschau-Training in den Lauf zu integrieren.

Dazu brauchte es weder Wald noch irgendwelche Geräte. Es reichten die Wiesen und was sich so an Begebenheiten am Wegesrand findet. So machte ich mich bei erfrischenden 17 – 19° auf zum Trimmtraben.

Nach 2,5 km gab es die erste Liegestützeinlage und bis Kilometer Nummer 10 hatte ich derer drei Sätze abgearbeitet, zusätzlich drei Sätze Dips, ergänzt um Seitstützeinlagen.

Die folgende Bilderserie ist etwas selfielastig geworden, ich bitte das zu entschuldigen. Zum Ausgleich gibt es aber auch ein Schaf (nicht ich!), schon wieder ein Reh, ein paar Nilgänse, etwas Hunte und Wiesen zu sehen 🙂

Eigentlich dachte ich immer, meine Power reicht entweder fürs Laufen oder fürs Workout, beides zusammen geht nicht. Umso mehr war ich überrascht, wie flockig mir die Übungen von der Hand gingen und ich danach auch gleich weiterlaufen konnte, während ich im heimischen Wohnzimmer zwischen den Sätzen immer etwas verschnaufen muß.

So paarten sich zu dem 14,2 km-Lauf im 5:44iger Tempo noch insgesamt 115 Liegestütze, 110 Dips und je Seite 1:20 Minute Seitstütz. Tierischen Spaß hat die Nummer auch noch gemacht.

Ich würde jetzt zwar nicht jeden Lauf durchs Workout unterbrechen wollen, bei Nässe mag das vielleicht auch nicht so angenehm sein. Aber ab und zu, wenn z. B. die Tagesschau wegen Fußball oder anderen Gedöns ausfällt, ist das mal eine echte Alternative 😎