Da damm da damm da damm

Samstag, viel Zeit, mäßig warmes, wechselnd bewölktes Wetter. Perfekte Bedingungen für einen langen Lauf. Aber halt! Einen lang Lauf mit angefressenen Achillesfersen, den wollte ich mir dann doch nicht antun. Also ab auf`s Rad. Kurz überlegte ich das einstmals für diese Zwecke angeschaffte Rennrad aufzuklaren, aber ich wollte eigentlich ne ganz gechillte Runde drehen, außerdem kann ich auf dem Rennrad nicht barfuß radeln. Also rauf auf meine Alltagsmöhre und ab dafür.

Rüber über die Huntebrücke, durch Iprump nach Neuenhuntorf …

… dort erwartete mich absolutes Strand(korb)feeling 😀 :

Weiter gings mit Naschpause 🙂 :

Apropos Naschen, Kuchen ist nie weg, zusammen mit einer Fruchtbuttermilch 🙂 :

Strand(ohne Korb)feeling zum Zweiten an der Weser:

Dann Huntesperrwerk, Oldenburgs Versicherung gegen Sturmfluten, kurz vor der Einmündung der Hunte in die Weser:

Elsfleth:

Rückweg:

Warum jetzt der Titel „Da damm da damm da damm“? So einige Kilometer gingen über wunderbar verkehrsarme Nebenstrecken, die vielfach noch aus Betonplatten bestanden, über deren Fugen ich mit einem melodischen Da damm da damm da damm hinwegradelte. Das erinnerte mich an Autoreisen in meiner Kindheit, als viele Autobahnen ebenfalls aus solchen Betonplatten bestanden, ebenso wie die Straßen auf Sylt. Da damm da damm da damm. Das hat für mich etwas sehr vertrautes und erinnert mich ans Reisen.

Das paßte also ganz gut zu meiner gut 70 km langen Tour, die ich gechillt mit meistens so um die 22 km/h dahingeradelt bin. Eine wirklich schöne Tour, die einfach nur Spaß gemacht hat. Ich war schon so lange keine Radtour mehr gefahren, da müssen erst so Fersen kommen … 🙂

Gülden

… kommt er daher, der Oktober. So soll es sein und so könnte es weitergehen. Und den Samstag habe ich schon mal im Sack. Mein Rennrad mußte dringend wieder ausgeführt werden. Schließlich muß ich noch die Kilometer für die Erstinspektion zusammenkratzen. Weil, bei dieser Inspektion bekomme ich noch Klickpedale und die entsprechenden Schuhe. Und die will ich noch Möglichkeit vor der Rennradwinterstarre auch nochmal ausprobieren. Mit dem gestrigen Tripp habe ich das Mindestkilometersoll nun voll, konnte ich doch gute 80 km hinzufügen 🙂

Auf der Strecke entdeckte ich in Moorriem dieses zum Verkauf stehende Haus, mein Traum. Leider ist so ein Schmuckstück im Unterhalt nicht zu bezahlen 😦

11.10.14 01

Weiter ging es über das Huntesperrwerk bei Elsfleth an den Zusammenfluß von Hunte und Weser. Von dort aus fuhr ich weiter über Ranzenbüttel nach Warfleth. Dort steht die kleine Kirche mitten im Deich. Zwischendurch gönnte ich mir am Melkhus in Ohrt einen Himbeerschmaus, bestehend aus frischen Himbeeren, Milchreis, Milch und obendrauf Baiser. Lecker!

Einen Wechsel der Weserseite mit der Fähre ersparte ich mir. Dazu sind die Tage schon zu kurz. Aber ich muß ja auch im kommenden Jahr noch Touren haben 🙂

In Berne machte ich einen kurzen Zwischenstopp bei Freunden und sagte anschließend noch schnell bei Schwiegermuttern guten Tag, dann ging es zurück nach Oldenburg. Ab ungefähr KM 65 war dann etwas die Luft raus. Zwei Frühstücksbrötchen und der Himbeerschmaus hatten ihr Leben zur Befeuerung des Deichläufers offensichtlich ausgehaucht 😐 Trotzdem schlenkerte ich in Oldenburg noch kurz, um die Kilometerzahl auf 80 schön rund zu machen 😀

Nach der strammen Radtour durfte da der heutige Lauf etwas kürzer ausfallen. Außerdem steht Samstag nochmal ein Halbmarathon auf dem Plan, so dass ich mich diese Tage eh etwas zurücknehmen darf. Deshalb trollte ich mich lediglich auf 10,6 Kilometern in Richtung der Bornhorster Seen. Das sanfte Sonnenlicht bescheint dabei eine Natur, die sich immer noch nicht zwischen Sommer und Herbst entscheiden kann. Goldenes Laub steht im Kontrast zu noch satt grünen Bäumen und Wiesen. Und auf einem Feld blüht der Raps … 😯

Durch das schöne Wetter war nochmal alles und jeder auf Beinen und auf Rädern unterwegs. Dem konnte ich mich nicht entziehen, meine Stirnlampe hat keinen Strom und außerdem wollte ich die Sonne auch noch genießen 🙂