Verlaufen im Wald, zum X.

Gestern hatte ich einen Termin im Stadtsüden und wo ich für diesen Termin schon im Auto saß, dachte ich mir, dass ich danach dann auch mal wieder weiterfahren könnte, um im Barneführer Holz zu laufen. Drum hatte ich die Laufklamotten mit ins Auto gepackt und bin nach besagtem Termin zum Wanderparkplatz am Rande von Sandkrug gefahren. Von hier laufe ich immer gerne die wunderschöne Strecke entlang der Hunte. Problem ist immer nur das Finden dieser Strecke, liegen doch zwischen Parkplatz und Hunte die Osenberge, die es vorab zu umkurven gilt. Wobei diese „Berge“ in Kombination mit dem Wald bei mir immer zu einem leichten Orientierungsverlust führen und ich mich dort schon einige Male verlaufen habe.

Diesmal habe ich den beabsichtigen Weg aber auf Anhieb gefunden und trabte stolz wie Bolle durch die, trotz des trübem, 4° kaltem Wetters, wunderschöne Landschaft. Hier hat die Hunte einen ganz anderen Charakter und schlängelt sich urtümlich durch Wald und Wiesen. Den Gezeiten ist sie in dem Bereich auch nicht mehr unterworfen. An die Füße hatte ich extra meine Trailsandalen gezogen, keine schlechte Entscheidung, dank einiger Schotterpassagen, reichlich Tannenzapfen und sonstigem natürlichen Ungemach. Etliche matschige Stellen und viel rutschiges Laub ließen mich froh sein über das Profil unter den Sohlen.

Um meine geneigte Leserschaft zum folgenden Bilderschauen zu animieren, habe ich extra einen Tyrannosaurus versteckt, ich bin gespannt, wer ihn findet 😆 Zum Glück war er ganz friedlich und hat mich unbehelligt meiner Laufwege ziehen lassen 🙂

Nach sechs Kilometern wollte ich dann einfach nur umdrehen und extakt die selbe Strecke zurücklaufen um auch auf der Rücktour jegliches Verlaufen zu vermeiden. Hab ich auch gemacht, bis ca. 2,5 km vor dem Parkplatz, da meinte ich, dass mir nun eh nichts mehr passieren könnte und bin auf eine Parallelstrecke zum ursprünglichen Verlauf abgebogen. Die Rechnung wäre auch fast aufgegangen, wenn ich nicht ganz kurz vor Ziel einmal falsch abgebogen wäre und zwar genau in die entgegengesetzte Richtung 😯 So lief ich und lief ich, mich immer noch zumindestens in der richtigen Richtung wähnend, aber der Parkplatz ward nicht gesehen. Bis ich dann doch irgendwann einmal mein Smartphone zückte um mich zu orienteren. Zum Glück habe ich das getan, sonst würde ich immer noch durch den Wald irrlaufen, statt hier dieses bedeutungsschwerden Post zu verfassen. Ein Hoch also auf die moderne Technik und ein Hoch auf mein plattes Land mit entsprechendem Weitblick. Da passiert mir sowas nämlich nie 😆

Hier einmal die Karte:

Blau, wie ich schon auf dem Hinweg gelaufen bin und es zurück auch am besten getan hätte. Rot die tatsächliche Strecke. Im gelben Kreis kann man wunderbar sehen, dass ich nur links statt rechts hätte abbiegen müssen, dann wäre ich sofort beim Auto gewesen.

Nun denn, so verlängerte sich die auf 12 km angesetzte Strecke auf 17 km, ist ja auch kein Drama. Nur viel länger hätte es nicht dauern dürfen, dann wäre es nämlich dunkel geworden 😀