Besonders und spannend oder besonders spannend

Auf den letzten Drücker in diesem Jahr erscheint jetzt auch noch mein Rückblick auf mein Laufjahr 2018. Es war ein besonderes und spannendes, ja wirklich ein besonders spannendes Jahr für mich. Galt es doch die 2017 begonnende Umstellung auf das minimale Laufen voranzutreiben. Die Frage war: Kriege ich das hin? Vorallem beschwerde- und verletzungsfrei? Heute kann ich sagen: Ja, es hat geklappt. 2018 bin ich ausschließlich mit null Dämpfung und null Sprengung unterwegs gewesen. Bis auf eine zeitweilige Muskelverhärtung in der Wade gab es über das Jahr auch null Probleme. Das macht mich glücklich und dankbar.

Lediglich mein eh schon bescheidenes Tempo ist im Rahmen der Umstellung noch etwas weiter gesunken, Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste. Daran ändert auch nichts, dass ich dieses Jahr zwischendurch auch die schnellsten Kilometer meines bisherigen Läuferlebens gerannt bin.

Mit Herzklopfen sah ich auch dem Berlin-Marathon entgegen. Kann ich den minimal laufen? Ist das nicht noch zu früh? Wird das nicht zuviel? Die Vorbereitungskilometer verliefen allerdings absolut problemlos und so schwenkte ich in meiner Planung, den Marathon in den Merrell Vapors zu laufen, sogar noch einmal zugunsten der V-Runs um. Und wenn es auch der langsamste meiner bisherigen Marathons gewesen ist, 42,195 km mit den FiveFingers an den Füßen: I did it ❗

Ausgebremst wurde ich in diesem Jahr lediglich durch eine Grippe, eine kleine OP und durch den Hitzesommer, der einfach nichts für mein Naturell gewesen ist. Noch nie lief ich in einem Jahr so viel nicht nur unten ohne, sondern auch oben ohne. Entgegen meines Statistik-Splins habe ich diese Shirtless-Kilometer allerdings nicht zahlenmäßig erfaßt 😆 Der ein oder odere Lauf endete aufgrund der Hitze auch mal im Woldsee oder im Kleinen Bornhorster See, dass war herrlich!

Apropos Statistik: Abschließend mit meinem heutigen Lauf kamen 2030 km zusammen. Damit ist die magsiche 2.000er Grenze das dritte Jahr in Folge gefallen. Das war im Rahmen meines Umstellungsprogramm weder zu erwarten noch beabsichtigt. Genauso wenig wie die Tatsache, dass mit gut 551 km (27,17 % aller Jahreskilometer) die blanken Füße am zweithäufigsten zum Einsatz kamen. Den Löwenanteil, nämlich 1.161,8 km, lief ich in meinen inzwischen absoluten Favoriten, den FiveFingers (V-Runs: 915,8 und V-Trails 246 km). Die verbleibenden 317 km verteilten sich auf mein restliches Minimalschuhsammelsurium.

Das Fazit für dieses besonders spannende Laufjahr 2018: Die Umstellung auf das Minimal- und sogar ein Stück weit auf das Barfußlaufen ist gelungen. Etwas schneller als ich mir dachte und vorgenommen hatte. Ich bin extrem zufrieden und werde dieser Art des Laufens definitiv treu bleiben.

Und wie soll es 2019 weitergehen? Einfach nur laufen, laufen, laufen ❗ Im kommenden Jahr werde ich mich weitestgehend freihalten von irgendwelchem Lauftermin“streß“. So wird es keinen Syltlauf, keinen Hermannslauf und keine Marathon geben. Lediglich ein Halbmarathon, ein ganz spezieller und vorallem besonders kurzer Lauf und der dritte Teil eines gewissen Staffellausf stehen auf dem Programm. Reicht! Laufen um des Laufens Willen, ich freue mich darauf.

Euch allen ein gutes, glückliches und vorallem gesundes…

31.12.18 01

 

 

 

25,9 km

… bin ich im Jahre 2015 mehr gelaufen als im Jahre 2014. Das ist ein unglaublich sattes Plus von 1,48 %. Wow! 😀

Die gewiefte Leserschaft kann, so sie denn will,  mit ein bisschen Dreisatz aus diesen beiden Zahlen Rückschlüsse auf die Gesamtjahreskilometerzahl ziehen 😉

04.01.16 01

Enthalten in dieser Bilanz ist der Wolfgangsee-Marathon als einzige offizielle, dafür aber sehr schöne Heldentat des Jahres. Zusammen mit einer Reise nach Trier zum Freundschaftslauf des Lauftreffs Olewig und dem dortigen Zusammentreffen mit lieben Bloggerinnen und Bloggern und dem wunderbaren Kennenlernen einer weiteren lieben Bloggerin, nebst eidgenössischen Ehegatten, in die Nähe von Köln war es das auch schon im Wesentlichen.

So wenig spektakulär der Jahresrückblick in nackten Zahlen auch erscheint, so gut habe ich das Laufjahr 2015 als solches in Erinnerung. Laufen nach Lust und Laune, viel Naturgenuß, viele schöne Stunden in Laufschuhen und vorallem keine Verletzungen. Das ist doch, zusammen mit den o. g. Highlights,  eine durchweg positive Bilanz 😀