Katzen und die längste seit Trier 2015

Torben mag Katzen und er ist immer noch ganz traurig, dass die Nachbarskatze, die sich wohl mehr bei ihm als bei ihrem eigentlichen Dosenöffner aufgehalten hatte, weggezogen ist. Beim Laufen bedeuten Begegnungen mit Katzen regelmäßig kurze Unterbrechungen, weil Torben mit den Katzen Kontakt aufnehmen möchte. Heute waren es gleich vier Katzen. Die erste Katze war von drei Kindern umringt und Torben beließ es bei der Frage wie die Katze heißen würde. Die drei anderen Katzen hingegen hielten nicht viel von den Annäherungsversuchen und machten sich allesamt aus dem Staub, was auf dem zweiten Bild eindrucksvoll zu sehen ist 🙂 Ich selber habe nichts gegen Katzen, also nichts Wirksames zumindestens 😆 , solange sie nicht, wie erst im Winter geschehen auf unsere Fußmatte p…. ähhh urinieren 👿

An Sonntagen führt uns unser Laufweg inzwischen fast schon routinemäßig zum Kleinen Bornhorster See, wo wir auch am vergangenen, schon vormittags superwarmen und schwülen Sonntag ins Wasser gegangen sind und es bei mir sogar für die ersten Schwimmbewegungen gereicht hat.

Am heutigen Feiertag ging es wieder zum See und wieder hinein in die Fluten. Dabei bin ich heute die wohl längste Strecke seit meinem Schwimmbadbesuch anläßlich unseres damaligen Bloggertreffens in Trier vor ziemlich genau sechs Jahren geschwommen. So um die 50 m mögen zusammengekommen sein. Und was soll ich sagen? Das Schwimmen ist noch genaus so anstrengend wie 2015 😛 Aber es hat auch Spaß gemacht und ich hatte heute erstmals nicht mehr das Bedürfnis das Wasser wegen dessen Temperatur zu verlassen. Irgendwie scheine ich so langsam auf den Geschmack zu kommen, wie auch Lizzy in ihrem Kommentar auf meinen letzten Blogbeitrag feststellte 🙂 Sie findet es toll und -ganz ehrlich- ich auch! 🙂 Schaun wir mal was sich ergibt, vielleicht schaffe ich ja bis zum Ende des Jahres schon 100 m 😆

Die Strecke zum Kleinen Bornhorster See beträgt für mich, mit Schlenker bei Torben vorbei, immer gute 6 km. Das paßt sehr gut, da man gut aufgewärmt, aber nicht überhitzt am See ankommt und danach herrlich erfrischt nicht allzu weit wieder zurückläuft. Das macht summa summarum einen tollen Einstieg in den Tag.

2 + 13 und 16 + 13 + 9

Freitagmittag, Feierabend, Wochenende. Ab nach Hause, Essen und dann aufs Sofa, zwei Stunden schlafen und den im Anschluß geplanten Lauf gleich mal auf Samstag verschieben. Am Abend des selben Tages ging es gegen 23 Uhr ins Bett, um am Samstag gegen 12 Uhr, also nach 13 Stunden, wieder aufzustehen. Binnen kürzester Zeit 15 Stunden pennen, meine Güte, aber ich hatte ja gerade erst geschrieben, dass ich zur Zeit bis zum Abwinken schlafen kann.

Immerhin war ich dafür am Samstag leidlich ausgeschlafen genug um auf die selbe 16 km-Barfuß-Runde zu gehen, die mir eine Woche vorher zum Ende hin so schwer fiel. Diesmal war alles in Ordnung, auch bei den Fußaußenkanten.

Am heutigen Sonntagvormittag lief ich nach nur neun Stunden auf einem 13 km-Lauf mit Torben zum Kleinen Bornhorster See. Ganz langsam scheint sich das Wasser etwas zu erwärmen, trotz nach wie vor durch den kalten Wind frischen Lufttemperaturen, aber die viele Sonne macht es wohl.

Am Nachmittag bin ich dann mit Jens ins Gellener Moor gefahren, wo ich während seiner Nordic-Walking-Runde noch einmal neun Kilometer barfuß gelaufen bin. Trotz anhaltender Kälte sind die Sandwege schon sehr mullig, obwohl es in den vergangen Wochen recht viel geregnet hat. Der Wind trocknet die Böden schnell aus.

Innerhalb von knapp 23 Stunden habe ich 15 Stunden geschlafen und nahezu direkt im Anschluß bin ich innerhalb von 26 Stunden 38 km gelaufen. Das soll mir in dieser Kombination erst einmal jemand nachmachen 😀 😆 😛

Neuer Streckenrekord und drei Läufe an drei Tagen

Am Montag gab es einen neuen Streckenrekord! Ok, nicht bei mir, mein Streckrekord wird in diesem Jahr schon sieben Jahre alt und wird so schnell wohl auch nicht mehr getoppt werden. Torben ist am Montag seine bislang weiteste Strecke ever gelaufen. 14 km hat er mich absolut spontan bei meinem Standardlauf an der Hunte begleitet. Neben der Streckelänge war auch der Gegenwind auf sieben Kilometer durchaus eine Herausforderung. Für mich war es der erste von drei Frühlingswetterläufen hintereinander.

Dienstag liefen Jens und ich wieder „gemeinsam“ und erlebten einen absoluten Massenauflauf auf der Strecke. Schönes und noch wärmeres und vorallem weniger windiges Wetter als am Montag, Schulferien und Lockdown, mehr Argumente für einen Ausflug auf Fährrädern, Inlinern und per pedes gibt es aber auch kaum.

Noch schöneres Wetter und noch mehr Menschen gab es heute. Wieder mit Torben unterwegs (auch er hat Ferien) überlegte ich einmal kurz in den Kleinen Bornhorster See einzutauchen, Badehose und Handtuch hatte ich im Laufrucksack dabei. Aber die Lust verging ging mir als sich uns das hier präsentierte:

Also aufs Bad verzichtet und stattdessen die förmlich explodierende Natur genossen.

Und extra für Manfred, zwei schnelle Schnappschüsse aus dem Auto heraus vom blühenden Straßenbegleitgrün in Oldenburg 😀 :

Ach ja, jetzt darf man auch endlich wieder mal richtig schwitzen beim Laufen 😆

Endlich mal wieder abkühlen müssen/dürfen 😆

Aber dran gewöhnen muß ich mich ja noch nicht, es soll ja wieder erheblich kühler werden. Drum war es gut, die letzten drei Tage ausgiebig genutzt zu haben 🙂

Unentschlossen

Denken ist ja grundsätzlich kein Fehler und kann eigentlich nicht schaden. Aber so manche Denkerei könnte ich mir auch schenken. Wie diese heutige z. B. :

  • Gehe ich heute laufen?
  • Das Wetter ist so ekelig nasskalt
  • Als ob das schon jemals ein Argument gewesen wäre
  • Nach dem langen Sonntagslauf könntest Du doch eigentlich noch einen Tag Pause machen
  • Es wird auch schon spät, das Tageslicht schwindet
  • Wo willst Du überhaupt laufen, um auch zumindestens teilweise barfuß laufen zu können
  • Zieh doch einfach mal Sandalen an
  • Ok, Kompromis: Kurze Strecke, rauf zur Huntebrücke, auf den Fluß schauen, wieder runter, 7 km, fertig
  • Ha! ich bin losgelaufen, in Sandelen, ist ja auch naß und nur 5° und die Strecke schlecht
  • Zur Huntebrücke muß ich durchs Gewerbegebiet, um diese Zeit ist da viel Verkehr
  • Also stattdessen durch den Ortsteil, raus aus der Stadt, Richtung Großer Bornhorster See
  • Hmmm, die Schule ist gerade aus, da eiern einem nur die Kids vor den Füßen rum
  • Noch einmal die Strecke geändert, schneller raus aus der Stadt, Richtung Kleiner Bornhorster See
  • Ui, die Strecke steht endlich im Kopf
  • usw usf.

Bescheuert was ich mir um einen banalen Lauf einen Kopf machen kann 😆 Aber immerhin ich bin gelaufen. Mehr sogar, es stellte sich ein unerwartet flottes Tempo ein. Spitzenpace auf einen Kilometer immerhin mal eine 5:29. Boh ej 😀 Im Kleinen Bornhorster See gönnte ich mir die schon obligatorische Kneipp-Kur und wetzte dann mit herrlich warm durchbluteten Beinen und Füßen weiter

Nach dem Ablichten der Autobahn 29 steckte ich gerade die Digi-Cam wieder ein, als mich eine Hundebesitzerin (ich kann mich nicht erinnern, ihr schon einmal begegnet zu sein) ansprach. Ich würde doch sonst immer barfuß laufen, warum ich das denn heute nicht täte. Ob es zu rutschig wäre, wegen dem Laub und so. Ich erklärte ihr kurz meine Beweggründe für die Sandalen und sie sagte mir, dass sie meine Barfußlauferei toll findet. Oh wie nett 🙂 Eine kurze Verabschiedung und ich düste weiter.

Auf dem Rückweg mußte ich meine Streckenpläne dann zwar noch einmal wieder ändern, weil ich jetzt doch die 10 km voll machen wollte. Das hat schlußendlich auch geklappt und es war seit langer Zeit mal wieder ein recht flotter Lauf, der mit der Erkenntnis endete, dass es sich doch wieder gelohnt hat loszurennen.

Ach was, als wenn diese Erkenntnis neu wäre und ich nicht gewußt hätte, dass ich mir die ganze Denkerei hätte sparen können. Die sollte ich lieber darauf verwenden, was es heute abend zu essen gibt 😆

Es gibt aber noch andere Gründe das Denken zu unterlassen, weil das Denken in dem Fall nur an den Rand des eigenen Verstandes führt. Nur kurze Zeit nach dem Lauf erfahre ich von dem Schrecken in Trier, vier tote Menschen, darunter ein Baby, und viele Verletzte durch eine Amokfahrt. Unfassbar, so sinnlos, gedanklich nicht zu fassen. Immerhin erfahre ich sehr schnell, dass mein Freund in Trier und seine Familie nicht unmittelbar betroffen sind.

Der Längste

Ich hatte heute Zeit und ich hatte heute Bock, das Wetter war wunderbar, heiter, fast windstill ❗ und um die 11, 12 ° warm. Da habe ich mich heute zum späten Vormittag aufgemacht zu einem etwas längeren Lauf und nach ewigen Zeiten schreibe ich hier einfach mal wieder einen Post über einen nahezu stinknormalen Longjog.

Auf ging es ein kurzes Stück durch Oldenburg, dann meine klassische Huntestrecke entlang bis zu meiner Lieblingsbank, dort rechts ab über den schönen grasbewachsenen Weg und weiter Richtung Gellen.

Die ersten gut 12 km waren geschmeidige Barfußstrecke, dann folgten allerdings schlechter Asphalt, noch schlechterer Betonweg, Eicheln übersäter Naturweg und Schotter. Für dieses Gerumpel kamen noch langer Zeit mal wieder die Luna Venados zum Einsatz.

Im Gellener Moor erwartete mich, bis auf zwei junge Mädels mit ihren Hunden, Einsamkeit pur. Vorher warf ich noch ein Blick auf eine imposante Dekoration zu einem männlichen 25. Geburtstag. Ich möchte nicht wissen, wer diese Flaschen mit diesem entsetzlichen Gesöff alle geleert hat, ich hoffe nicht der junge Mann alleine 🙂

Zum Gellener Moor gibt es einen größeren Bildercontainer, ich liebe dieses Fleckchen Erde. Allerdings habe ich noch nie gesehen, dass die Moorteiche großteils mit hohem Gras zugewachsen waren. Und ob der imposante Pfotenabdruck wohl der von einem Wolf war? 😯

Nach dem Moor lief ich Richtung Großer und Kleiner Bornhorster See. Im Kleinen Bornhorster See mußte ich mich natürlich wieder etwas erfrischen. Ich fand das Wasser auch noch recht angenehm und ich hatte sogar ein Handtuch dabei … Ach nein, ich beließ es doch lieber beim Fußabkühlen 🙂

Nach dem Fußbad folgte nur noch die Schlußetappe über die A 29, vorbei am Mini-Wäldchen und über den Damm der alten Braker Bahn.

Zu guter Letzt gurkte ich noch etwas durch die Siedlung und machte damit die 28 km voll. Damit war dieser Lauf tatsächlich der längste Lauf in diesem gesamten Jahr. Lediglich im Januar war ich mit etwas über 26 km ähnlich weit gelaufen. Das Verhältnis barfuß zur Sandale betrug heute 16,2 zu 11,8 km und die Pace lag bei 6:34. Das war aber nur die Geschwindigkeit in Bewegung, insgesamt habe ich mir für den Lauf nämlich exakt vier Stunden Zeit gelassen. Zum Laufen, Bilder machen, genießen und im Wasser rumdaddeln. Schließlich wollte ich reisen und nicht rasen, schon gar nicht, wenn man diese Strecken so gar nicht mehr gewöhnt ist 😎

Morgenlauf

Was macht man, wenn man die halbe Nacht nicht schlafen kann? Statt sich nur noch hin und her zu wälzen, aufstehen und laufen gehen. So bin ich heute in aller Herrgottsfrühe auf die Piste gegangen und wurde dafür am Kleinen Bornhorster See mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt 😎

Überraschung: Das Wasser war wärmer als die Luft, die hatte aber auch nur 3 bis 4°.

Nun zum Sonnenaufgang:

 

Die Langen kommen zu kurz

Irgendwie ist es mir bis dato gar nicht so aufgefallen, aber nun kam es mir kürzlich in den Sinn: Ich laufe in letzter Zeit, ein Blick in meine Statistik verrät mir sogar schon seit ca. ein Jahr, kaum noch lange Läufe. Dabei sammel ich ja verhältnismäßig fleißig Kilometer und die Monatszahl überspringt mittlerweile regelmäßig die 200er-Marke. Zustande kommt das dadurch, dass ich inzwischen oft mehrere Tage hintereinander laufe. So kam z. B. der März auf 21 Läufe und der April, Stand heute, auch schon auf 18. So läppern sich die Kilometer zusammen, ohne dass es mir großartig aufgefallen ist, dass da kaum noch was Längeres dabei ist. In der Regel laufe ich so zwischen 10 und 14/15 km, wobei sich gelegentlich auch mal einstellige Läufe daruntermogeln.

Lange Rede kurzer Sinn, es wurde wieder einmal Zeit einen 20+-Lauf zu absolvieren. Auserkoren hatte ich dafür den Samstag. Es ging zur Huntebrücke, dann entlang der Hunte, weiter zur Gellener Torfmöörte und zum Großen und Kleinen Bornhorster See.

Am Kleinen Bornhorster See wagte ich nach 19 km einmal etwas mehr als nur eine kleine Kneippeinlage und schwang mich kurz bzw. ganz kurz 😆 komplett in die Fluten. Und was soll ich sagen?: Es war eigentlich ganz kühl cool, sprich herrlich erfrischend 😀

Nach dem Bad schnurrte ich dann etwas hölzern die letzten vier Kilometer nach Hause und vollendete immerhin mal wieder eine 23 km-Distanz 🙂

Für heute gibt es vom gut 10 km langen Lauf nur einen schnellen Blick auf die Bornhorster Wiesen, aus denen das Wasser inzwischen nahezu vollständig verschwunden ist.

Nun will ich mal schauen, dass ich die etwas längeren Läufe wieder öfters mit eingebaut bekomme. Nicht, dass mir die Langen dauerhaft zu kurz kommen 🙂

Ne, doch nicht

In der jeweiligen Woche, in der ich Homeoffice mache, ist mein Rhythmus doch ein etwas anderer als wenn ich normal ins Büro fahre. Das macht es mir auch leichter mal morgens zu laufen 🙂 Als ich vorgestern auf meiner ersten Morgenrunde erneut zum Kleinen Bornhorster See gelaufen bin, um noch einmal die Wassertemperatur zu prüfen, schwamm Doris im See. Ja, ganz sicher, wer sonst außer Doris würde in der morgentlichen Frische in einem noch frischeren See schwimmen? Als die Dame aber aus dem Wasser stieg, mußte ich allerdings feststellen, dass sie es doch nicht gewesen ist, wie schade 😦 Es gibt also auch bei uns im Norden so hartgesottene Mädels. So hartgesotten, dass das Mädel im Weggehen sogar Handtuch und Badeanzug auf der Bank hat liegenlassen, so dass ich ihr noch kurz hinterher sprintete, um sie darauf aufmerksam zu machen 🙂

Mir reichte auf jeden Fall wieder eine Kneippkur bis zu den Oberschenkeln, verbunden mit der Erkenntnis, dass das Wasser morgens doch um einiges kälter ist als abends 😀  Anna konnte ich bei der Gelegenheit gleich einmal demonstrieren, dass man die Laufsandalen für dieses Unterfangen tatsächlich nicht extra ausziehen muß, auch wenn es barfuß im Wasser denn doch schöner ist. Zumal die Sandalen durch das Bad sehr sandig geworden waren 🙂

Ein anderes Laufuntensil von mir fiel gestern der Schere zum Opfer. Eines meiner Schlauchtücher, die ich mir fürs Laufen so gerne zum Piratentuch knote, mußte daran glauben, um mir daraus meinen ganz persönlichen Mundschutz zu basteln, da wir ja ab Montag zum Einkaufen auch diesem Blödsinn mitmachen müssen. Im ÖPNV kann ich das ja noch nachvollziehen, wenn Busse und Bahnen mal etwas voller sein sollten, aber beim Einkaufen sind wir ja nun inzwischen alle auf Abstand geeicht und auf Hygiene sowieso. Schade, dass sich aus dem bislang wirklich sachlich begründbaren und notwendigen Vorgehen unserer Landes- und Bundesregierungen nun so ein Aktionismus entwickelt. Aber nützt ja nichts, ohne werde ich künftig wohl nichts mehr zu Essen kaufen können und aus meinem Schlauchtuch konnte ich immerhin drei „Mundschutzmasken“ gewinnen.

Für mich hat dieser „Mundschutz“ mehrere Vorteile:

  1. Ich muss nicht sehen, wo ich irgendeinen Mundschutz gekauft bekomme.
  2. Der Stoff ist so dünn, dass er nur sehr geringfügig das Atmen erschwert, was mir bei zur Zeit zunehmenden Allergie-Beschwerden sehr wichtig ist.
  3. Ich habe keine Haltebändsel hinter die Ohren, die meine Hörgeräte behindern.
  4. Das Ding ist zusammengeknüllt ruckzuck in jeder Hosentasche verschwunden. Ich werde das Teil nämlich erst vor der Ladentür auf- und beim Rausgehen sofort wieder absetzen.

Der Weltärztepräsident Montgomery bezeichnet in seiner allgemeinen scharfen Kritik an der Mundschutzpflicht die Erlaubnis zur Verwendung von Tüchern als lächerlich. Ich stimme ihm da voll und ganz zu, aber für mich sind sie auf die oben beschriebene Weise das kleinste Übel und mehr interessiert mich in diesem eh unsinnigen Zusammenhang nicht.

Reden wir von Glück, dass uns (noch) niemand die Verwendung von irgendwelchen Masken beim Laufen vorschreibt 😎

Geburtstagsständchen und Märzwinter

Wer dieser Tage etwas zu feiern hat, ist ja schon angeschmiert. Ne ordentliche Fete schmeißen ist nicht, Familie, Freunde und Nachbarn dürfen nicht kommen, dass ist schon schade. Aber wenn schon keine Party stattfinden kann, kann man doch wenigstens ordentlich gratulieren. Unser Nachbar Lutz aus dem gegenüberliegenden Reihenhaus ist heute 50 geworden. Da hat ihm die Nachbarschaft nach italienischen Vorbild ein Ständchen gebracht. Aus vielen Fenstern heraus und von einigen Nachbarn auf der Auffahrt (mit gebührenden Abstand zueinander) wurde für Lutz „Happy Birthday“ gesungen. Leider ist von dem vielstimmigen Gesang auf dem Video nur mein zartes Stimmchen zu hören, nicht einmal Jens neben mir hat das Smartphone-Mikrofon zu fassen bekommen 😦

Dabei war es ausgesprochen schattig. Aber zum Zeitpunkt des Ständchens hatte es immerhin gerade aufgehört vor sich hin zu schneien.

Die Kälte mit dem schneidigen Wind ließ mich für meinen nachmittäglichen Lauf zu ungewohnten Schuhwerk greifen. Nach ewiger Zeit (genauer gesagt seit Mai letztens Jahres) kamen mal wieder meine V-Runs zum Einsatz, quasi als Handschuhe für die Füße 🙂 Gepaart mit warmer Oberbekleidung, Mütze, echten Handschuhen und 3/4-Tight hüllte ich mich so in komplette Wintervermummung. Trotz dieser üppigen Bekleidung wurde ich unterwegs von einer Fahrradfahrerin gefragt, ob mir nicht kalt wäre an den Beinen, tze.

Nein, kalt war mir wahrlich nicht, im Gegenteil. Auf den letzten Kilometern kam die Sonne heraus und ich hatte den Wind im Rücken. Da zog ich die V-Runs schon wieder aus, stoffte die Handschuhe in sie hinein und verfrachtete die FiveFingers in das Heckabteil meiner Radlerjacke.

Auf meiner Strecke signalisierte mir ein voller Parkplatz den Kleinen Bornhorster See zu meiden, auf zu viele Spaziergänger (mit Hunden) hatte ich keinen Bock. Die leere Autobahn A 29 signalisierte hingegen, dass zur Zeit auch keine Tagesausflüger an der Nordsee willkommen sind. Ich finde es schade und auch nicht ganz angebracht, dass man den Menschen einen Spaziergang am Meer verwehrt. Aber nun denn.

Zum Laufen brauche ich kein Meer und das, egal auf welchen Strecken ich auch immer gerade laufe, dort jetzt mehr Menschen unterwegs sind, kann ich auch niemanden verdenken, irgendwo müssen sich die Leute ja an der frischen Luft bewegen können.

Muß ich aber eigentlich noch erwähnen, wie verdammt gut das Laufen tut? Ja, muß ich, weil es eben so verdammt gut tut. Immer! In der Vergangenheit, gerade jetzt, morgen, übermorgen und überhaupt!

Viel Licht viel Schatten

… oder anders ausgedrückt: Wo Sonne ist, da ist auch Regen 😛

Nach meinem Sofa-Time Out vom Freitag war es am Samstag wieder wunderschön! Bei Sonne satt lief ich nach langer Zeit mal wieder von Haustür zu Haustür knapp 15 km barfuß.

Montags war es auch noch ganz brauchbar, aber heute goß es wieder einmal in Strömen. Aber im Unterschied zu den letzten Wochen war es warmer Regen bei 11 / 12 ° und der Spaß war riesengroß. Sandalen sind so praktisch, wer braucht da Gore-Tex-Schuhe und wer hatte hier in letzter Zeit jemals schlechte Laune? 😆

Auch der Kleine Bornhorster See hat zur Zeit richtig viel Wasser, was dem ersten Nichtschwimmer schon zum Verhängnis geworden ist! 😀 😆 :mrgreen: :