Kind, zieh Dir Socken an

Nein, ich bekomme immer noch keine kalten Füße, auch bei der jetzt herrschenden Witterung nicht. Allerdings bringt meine Minimalschuhlauferei ein Problem mit sich, dass ich zuvor in klassischen Laufschuhen nicht hatte. Kann ich meine inzwischen heißgeliebten FiveFingers und meine Leguanos bei trockenem Wetter problemlos barfuß laufen, so ändert sich das bei Nässe. Sind Schuhwerk und Füße naß, fängt es bei mir irgendwann irgendwo immer an zu scheuern. Soweit so doof, aber Abhilfe ist ja nun wirklich kein Problem, rein in die gemeine Socke und ab dafür. Aber halt, die gemeine Socke ist nicht kompatibel mit den FiveFingers. Hier half mir das Internet weiter und ein paar Klicks und Tage später, trudelten sechs Paar Zehensocken bei mir ein.

Die wollten vorgestern natürlich sofort ausprobiert werden. Obwohl sehr dünn, wird es mit ihnen schon etwas enger in den V-Runs, geht aber noch. Und gute 14 km mit Feldweg- und Trampelpfadeinlage später pellte ich heile Füße aus nassen V-Runs und Zehensocken. So wollte ich das haben 🙂

 

Gestern gönnte ich mir einen Mittagspausentageslichtlauf. Wieder mit Socken an den Füßen. Diesmal allerdings die Leguano Socken. Die habe ich mir eigentlich gar nicht zum Laufen gekauft, sondern sie liegen immer im Auto, für den Fall, dass ich schnell mal was an den Füßen brauche. Umso überraschter war ich, wie schön und angenehm es sich in den Dingern laufen läßt, im wahrsten Sinne des Wortes wie auf Socken. Die wie Antirutschsocken aussehenden Leguanos sind extrem unauffällig am Fuß. Allerdings würde ich sie nur für Asphalt oder sonstige feste Untergründe empfehlen, da sie nicht so stabil am Fuß sitzen wie ein Schuh und deshalb z. B. bei plötzlichen Wendemannövern verrutschen können. Im Gelände wäre das sicher nicht so angenehm.

Bei passender Gelegenheit werde ich die Leguanos auf jeden Fall wieder anziehen, die Füße haben sich beim Laufen sauwohl in ihnen gefühlt. Trotzdem habe ich sie nach gut 4 km ausgezogen und bin noch einmal gute 3 km barfuß gelaufen, wobei ich bei nasskalten 3° den Blick auf die inzwischen wieder gefluteten Bornhorster Wiesen genossen habe.

Heute drehte ich eine kleine Runde zum Kleinen Bornhorster See, da Utkiek ausgefallen ist, wegen is nich. Diesmal mit den V-Trails und Zehensocken. Ein paar matschige Kilometer sorgten auch diesmal wieder für die nötige Testnässe und nach den insgesamt 10 km waren die Füße wieder, wie gewünscht, unversehrt.

Das waren drei Läufe, die mich nicht von den Socken gehauen haben, allerdings im positiven Sinne 😆

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Herbstleuchten

Bevor ich wieder anfange über mein Gelaufe zu schreiben, vorab eine Frage: Wie findet Ihr mein neues Tattoo?

22.10.17 01

Hehe, keine Panik, ist nur ein Fake. Wir waren zu einem fünfjährigen Firmenjubiläum bei einem Friseur eingeladen, für den Jens die Schaufenster dekoriert und da hat mir seine Tochter die Sterne verpaßt. Am nächsten Tag auf der Arbeit hatte ich mir den Spaß noch gegönnt, Chef und Kollegen zu schocken, danach habe ich mir die Sternchen wieder abgeschrubbt 😆

Etwas dauerhafter ist da wohl erstmal der Matsch, mit denen ich am Montag meine quietschgelben Leguanos vernünftig eingeweiht habe. Das Strahlegelb ist nach einem Törn um die beiden Bornhorster Seen fürs Erste Vergangenheit 😛 Ein Bild vom Jetztzustand habe ich aber vergessen.

Nach drei Tagen Berlin waren die beiden Seen auch heute mein Ziel. Nachmittägliche Sonne ließ das bunte Herbstlaub leuchten. Kurze Regenschauer sorgten für nasse Landschaften, die wie lackiert strahlten.

Und dunkle Wolken hinter sonnenbeschienenen, herbstlichen Bäumen sorgen für den finalen Farben-Overkill, einfach nur genial. Ich konnte mich gar nicht daran sattsehen.

Dazu paßte auch, dass es mir heute endlich mal wieder gelungen ist, etwas zügiger zu laufen, barfuß auf Asphalt und geplasterten Gehwegen sogar teilweise im 5:30iger Schnitt, was für mich nach dem Geschlönze der letzten Monate echt schon Highspeed bedeutet. Der Genußfaktor war auf jeden Fall sehr, sehr hoch! 😀

Langsam wirds eng

… in meinem Laufschuhregal. Aber wenn mein Umstieg auf Minimal/Barfuß weiterhin so planmäßig vonstattengeht, kann ich in einem guten Jahr alle „normalen“ Laufschuhe erst einmal einmotten. Dann ist wieder Platz 😎 Heute beglückte mich aber erst einmal der freundliche Paketfahrer mit dem nächsten Zuwachs meiner Minimalriege. Um auch bei schlechtem Wetter einigermaßen vernünftig  über Feldwege und Trampelpfade zu kommen (von Trails will ich in meinem Standardlaufrevier nicht wirklich sprechen) braucht es noch was Minimales mit etwas mehr Grip. Und da ist heute als erstes der Vibram Five Fingers V-Trail eingetrudelt.

Gerade passend um nach einwöchiger Pause eine erste Runde mit ihnen zu drehen. Zuvor hatte mich eine, wenn auch nur recht leichte, Erkältung Abstand vom Laufen nehmen lassen.

In diesen Tagen hatte ich lediglich zwei Spaziergänge gemacht. Der erste ging um den Kleinen Bornhorster See, den ich wegen seiner „Hundedichte“ nicht gerne umlaufe. Spazierend stört die nicht und ich genoß Herbstimpressionen, muckelige Temperaturen und erblickte viele weitere umgefallene Bäume.

Ich erblickte aber auch einen Läufer an einer Stelle, wo ich gar nicht wußte, dass es da einen Weg gibt. Kam gleich auf den Merkzettel 🙂

Sonntag folgte eine verlängerte Runde mit Muttern und GöGa zum Wahllokal. Das Wetter war Bombe, aber zum Laufen wäre mir die plötzliche Wärme eh zu viel des Guten gewesen. Dafür nahm auch hier das unfreiwillige Sturmschaden-Sightseeing kein Ende.

Sturmschäden waren dafür bei meinem heutigen Lauf nahezu nicht zu sehen. Dabei wollte ich den alten Bahndamm schon meiden, allerdings bot er auch die Chance auf wenigstens etwas Trailfeeling und er war tatsächlich frei laufbar. Auch die wunderschönen Alleen auf dem Weg zum Kleinen Bornhorster See zeigten sich zu meiner großen Freude fast unversehrt. Und die unbekannte Strecke vom Merkzettel hatte ich auch gleich unter die V-Trails genommen. Es waren zwar nur 800 m Neuland, aber immerhin kann ich damit zukünftig meine Standardrunden noch etwas mehr variieren.

Erstaunlich trocken waren dabei schon die Wege, Matsch Fehlanzeige. Das hätte ich nach den wenigen Tagen ohne Regen nicht gedacht. In meinem Kommentar bei Christian bin ich da noch von anderen Voraussetzungen ausgegangen.

10,6 km waren ein optimaler Wiedereinstieg. Die Beine waren wunderbar frisch, offensichtlich hat ihnen eine Woche Pause auch gut getan, und es kam sogar so etwas wie Tempo auf.

Die V-Trails laufen sich im direkten Vergleich zu ihren V-Run-Brüdern sehr kommodig. Alleine das Trail-Profil reicht für einen Hauch von Dämpfung und der gut, ähnlich „normalen“ Laufschuhen, gepolsterte Schaft verhindert hier die einzige Scheuerstelle, die mir der puristische V-Run an der rechten Ferse zugefügt hatte. Insgesamt hat der V-Trail noch mehr Handschuh-Feeling als der V-Run.

Das beim V-Trail mehr Material verbaut wurde, erkennt man im direkten Vergleich, da sieht er irgendwie fast eine Nummer größer aus als der V-Run. Und das Profil macht sehr deutlich, wo der V-Trail-Frosch die Locken trägt. Aber dafür hat er ja schließlich auch Einzug gehalten in mein überquellendes Laufschuhregal 🙂

Testlauf, Regenlauf, läuft! II

Heute fielen Test- und Regenlauf zusammen. Es wurde Zeit eine Standortbestimmung in Bezug auf den nahenden Berlin-Marathon vorzunehmen. Der letzte Lauf über 30 km war der Hermannslauf am 30.04., da sollte es heute ein Lauf mit irgendwas zwischen 25 – 30 km werden. Feinen Nieselregen und bescheidene 15° nahm ich dabei als optimale Laufbedingungen gerne hin.

Ich lief um den Kleinen Bornhorster See, der bei diesem Wetter nahezu hundefrei war, um den Großen Bornhorster See und bog dann in das Gellener Moor ab. Mein Vorhaben dort vier bis fünf Kilometer barfuß zu laufen wurde aber nach nur 1,8 km von frisch mit Holzschnitzel versehenen Wegen durch das Moor torpediert, dass war mir dann doch zu unbequem. Zur Entschädigung fing es dafür aber ab Kilometer 14 noch einmal richtig an zu schütten. Herrlich!

Wenig später verabschiedete sich der Regen entgültig und es kam sogar etwas die Sonne heraus.

Nach ca. 22 km fühlte ich eine erste Schwere in den Beinen, aber ansonsten lief es gut. Über die weiteren Kilometer sank lediglich das Tempo von ruhig auf sehr ruhig. Stoisch dieselte ich weiter, konditionell gab es nichts zu meckern und nach summa summarum 31 km in einer Gesamtpace von 6:20 war ich wieder zuhause.

Im Vorfeld richtig durchgeplant hatte ich diesen Lauf nicht. Die Strecke hatte ich nur grob im Kopf, zu Essen hatte ich nichts mit und zum Befüllen der Trinkblase hatte ich keinen Bock. Stattdessen hatte ich lediglich zwei leere Halbliter-Mineralwasserflaschen mit Leitungswasser gefüllt und ins Heckabteil verfrachtet. Nach den ersten 200 m hatte ich gemerkt, dass ich meine Salztabletten nicht eingesteckt hatte, aber nach 200 m dreht man halt nicht mehr um. Bei den Temperaturen war das kein Drama und Wadenkrämpfe blieben aus. Irgendwie lies Olivers letzter Blogbeitrag grüßen 😀

Lief wieder mal, da kann ich nicht meckern. Ob es auch weiterhin läuft, wird sich kommende Woche zeigen. Montag werde ich den Bluttest auf Borreliose-Antikörper wiederholen lassen, da der Fleck einfach nicht verschwinden will. Im Gegenteil, der ist noch etwas größer geworden. Eine eventuelle Anitbiotika-Kur käme mir eigentlich ziemlich ungelegen.

Aber egal, der heutige Lauf hat mir ein gutes Gefühl für ein paar mehr Kilometer gegeben und schlimmstenfalls wandere ich die letzten Kilomter beim Berlin-Marathon ins Ziel.

Braune Wiesen

Sorry Manfred, auf Deinen Kommentar bei „Stille“ hin, hatte ich Dir versprochen meine heutige Runde für Dich mitzulaufen. Aber ganz ehrlich, verdient hast Du diese Runde nicht.

Für den Utkiek-Lauf hagelte es nur Absagen und so hatte ich beschlossen doch lieber eine Tageslichtrunde im eigenen Laufrevier zu drehen. Aber so langsam stinkt es mir, dass es jedesmal stinkt. Wundern braucht mich das nicht, wenn ich mir all die Wiesen anschaue, an denen ich vorbeilief. Hier nur ein kleiner Auszug:

Aber ich konnte Manfred ja nicht komplett hängen lassen und bemühte mich daher wenigstens noch um etwas Idylle. Dieses mitten in der Pampa stehende Vögelhäuschen z. B.

Oder noch etwas Eis auf dem Kleinen Bornhorster See. Oder Deichläufer auf altem Bahndamm 😆

Die Stippvisite bei Aldi kurz vor Ende des Laufs steuerte noch Speckwürfel (ohne Bild) und gelbe Rosen (ohne Bild) bei und nach 12 km war der Spuk vorbei 😀

Lieber Manfred, ich versuchs gerne bei nächster Gelegenheit noch einmal, aber ich denke am besten läufst Du doch selber. Konferenzen hin, Elternsprechtag her 😉

So läuft Spaß

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Na also, geht doch, muß man denn immer erst meckern? Sechs Tage nach meiner Feststellung,  dass der letzte anständige Regenlauf schon über ein halbes Jahr zurück lag, goß es heute in Strömen. Da ich den eigentlich für heute geplanten Saunabesuch aus anderen Gründen hab sausen lassen, konnte ich ganz im Gegensatz  zu gestern einfach nicht widerstehen und bin in dieses Deichläufertraumwetter hineingesprintet 🙂

Zum Regen gesellten sich stürmischer Wind und muckelige 5°. Da es schon den ganzen Tag geregnet hatte, waren die Wege schon schön matschig und mit Pfützen übersät. Da kannte der männlich/kindliche Spieltrieb keine Grenzen.

Dunkelheit und Regen fegten auch die Hunde und Herrchen vom Kleinen Bornhorster See und es begegnete mir auf dem ganzen Lauf keine Menschenseele. Ein kleines Läuferträumchen 🙂

14,4 im 5.45iger Schnitt gewetzte, ungeplante Spaßkilometer. Herz was will ich mehr. Das neue Jahr scheint sich so doch ganz gut anzulassen 🙂

Sehr seltene Flüssigkeit

25.07.16 08

Es gibt da eine Flüssigkeit, die als sehr selten beschrieben wird. Ob sie auf Grund ihrer Seltenheit auch kostbar ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist nur, dass ich selber mit dieser Flüssigkeit nahezu verschwenderisch umgehe. Die Rede ist hier vom Beamtenschweiß :mrgreen:

Ist bei mir schon unter normalen sportlichen Umständen kaum Bewegung ohne Schwitzen möglich, so tropfte ich beim Samstagslauf nahezu wie ein Kieslaster. Bei eigentlich nur 25° war es extrem schwül. Die Luft war so drückend, dass Asphalt unter Bäumen den ganzen Tag naß blieb, obwohl es den ganzen Tag nicht geregnet hatte. Auch meine Sonnenbrille ist mir bei solchen Temperaturen noch nie beschlagen, Hammer. Ich war froh genügend Wasser dabei gehabt zu haben, obwohl ich nur auf meiner 14 km-Standardhausrunde unterwegs war.

Gestern sah die schwüle Wetterwelt nicht viel anders aus, gleiche Temperatur, gleiches Klima. Nur das der Himmel bedrohlich dunkel wurde und mit zweimaligem Grummeln die Badegäste vom Kleinen Bornhorster See vertrieb, die mir in Scharen auf Fahrrädern entgegenkamen. Die, die es mit dem Aufbruch nicht so eilig hatten, packten ihre Piselotten dann schon im Regen zusammen, der anschließend auf drei, vier Kilometern diese eigentlich so seltene Flüssigkeit auf meiner Haut verdünnte.

Schon lange vor der Hunte war dann wieder Schluß mit Regenlustig. In Bezug auf die Schwüle hat der kleine Guß auch keine Erleichterung gebracht, so dass ich froh war, dass es mir die MS Fredo vom Tempo her leicht machte, mich mit ihr ein Wettrennen zu liefern. Erst kurz vor der Huntebrücke ließ ich sie ziehen. An selbiger machte eine Laufgruppe auf der anderen Hunteseite Treppentraining. Mir reichte das einmalige Entern und nach 17 km war ich wieder tropfnaß zuhause.

Was den Seltenheitsfaktor besagter Flüssigkeit angeht, bin ich offensichtlich kein Ruhmesblatt für meine Zunft 😀

Sich regen im Regen bringt Segen

Die Affenhitze vom Donnerstag ist zum Glück schon wieder vorbei. Und nachdem ich am Montag schon einen wunderbaren, 11 km langen Regenlauf genießen durfte, schien mir auch heute das Glück hold und es schüttete wie aus Eimern als ich zu meinem Lauf startete.

Schon auf dem Weg direkt hinterm Haus fing der Spaß an und hörte auf dem matschigen alten Bahndamm noch lange nicht auf. Der Kleine Bornhorster See ließ sich prima umrunden, weil bis auf eine Ausnahme hundefrei. Die meisten Hunde bzw. wohl eher deren Herrchen fanden den Regen wohl nicht so prickelnd, wie auch der komplett leere Parkplatz zeigte.

Am Großen Bornhorster See verließ mich dann das Regenglück und wurde durch Fotoglück ersetzt. Noch nie hatte ein Fischreiher stillgehalten wenn ich ihn fotografieren wollte. Heute endlich zeigte sich einer gnädig, im Gegensatz zu einem von den beiden Schwänen, wo just einer den Kopf wegduckte als ich sie fotografierte.

Wenig später lugte dann sogar kurzzeitig die Sonne durch die Wolken und es wurde leicht tropisch. Da bereute ich es, angesichts des angekündigten Dauerregens, nichts zu trinken mitgenommen zu haben. Da können die langen Geraden schon mal noch etwas länger werden :-/

Aber immerhin konnte ich ab Kilometer 14 auf dem nächsten matschigen, mit Pfützen übersäten Weg unterm Huntedeich wieder die Füße abkühlen. Ich sah sowieso schon aus wie Sau und die Schuhe würden in den Pfützen und im Matsch abwechselnd sauber und wieder schmutzig 🙂

Auf den letzen Kilometern fing es dann wieder an zu dröppeln, woraus sich wieder angenehmer seichter Regen entwickelte. Herrlich, wenn ich nicht inzwischen schon restlich ausgedörrt gewesen wäre.

So gab es nach 23 km die erste Pulle noch vor der Haustür im Regen auf Ex. Regenläufe sind für mich im Alltag nach wie vor ein Highlight ❗

25.06.16 14

 

Als könne er kein Wässercher trüben

… so kommt er hier im Nordwesten daher, der Frühsommer. Am heutigen Samstag war die Schwüle der letzten Tage wie weggeblasen und ein angenehmer Nordostwind machte die nachmittäglichen 28 ° erträglich. Während aber anderorten Menschen in schlammigen Fluten ihr Hab und Gut und vereinzelt auch ihr Leben verlieren, macht der Sommer hier auf Strahlemann, dabei haben wir offiziell sogar noch Frühling. Statt Regenfluten und Gewitterstürmen herrscht hier eitel Sonnenschein.

Der Nordostwind wehte auch noch als ich mich um Viertelnachsechs auf die Laufsocken machte. Es war immer noch über 26° warm. Deshalb kam der Rucksack mit Trinkblase zum Einsatz, ich wollte mal antesten, ob die Fersen schon wieder zu einem etwas längeren Lauf bereit sind.

Über den teilweise zerfurchten, trocknenden Schlamm des alten Bahndamms lief ich zum Kleinen Bornhorster See, an dessen kleinem Badestrand selbst um Viertelvorsieben noch reges Treiben herrschte. Hochsommerfeeling ❗ Erst recht auch auf den später folgenden, offenen, schattenlosen Strecken an der Hunte, wo der Wind sogar zum Segeln einlud und mich ein Gans böse anfauchte als ich stehenblieb um sie und ihren Nachswuchs zu fotografieren. Der Trinkrucksack war eine gute Entscheidung, viel Wärme, viel Schweiß, viel Durst.

Nach nun schon dreieinhalb Wochen Tagesschau-Training hatte ich das Gefühl, im Oberkörper etwas stabiler und gekräftigter unterwegs zu sein, ihn weniger wie einen nassen Sack durch die Gegend zu schleifen, ein schönes Gefühl.

Ein schönes Gefühl auch, dass die Schmerzen in den Fersen doch erheblich nachgelassen und mir den heutigen 18 km-Törn offensichtlich nicht übel genommen haben. Ich werde sie aber morgen mit etwas Abstand nochmal befragen. Es wäre toll, wenn sie es gut verkraftet hätten, dann stände am nächsten Sonntag einem besonderen Lauf mit meinen Utkiek-Leuten, auf den ich mich schon sehr freue, nichts im Wege 🙂