Unentschlossen

Denken ist ja grundsätzlich kein Fehler und kann eigentlich nicht schaden. Aber so manche Denkerei könnte ich mir auch schenken. Wie diese heutige z. B. :

  • Gehe ich heute laufen?
  • Das Wetter ist so ekelig nasskalt
  • Als ob das schon jemals ein Argument gewesen wäre
  • Nach dem langen Sonntagslauf könntest Du doch eigentlich noch einen Tag Pause machen
  • Es wird auch schon spät, das Tageslicht schwindet
  • Wo willst Du überhaupt laufen, um auch zumindestens teilweise barfuß laufen zu können
  • Zieh doch einfach mal Sandalen an
  • Ok, Kompromis: Kurze Strecke, rauf zur Huntebrücke, auf den Fluß schauen, wieder runter, 7 km, fertig
  • Ha! ich bin losgelaufen, in Sandelen, ist ja auch naß und nur 5° und die Strecke schlecht
  • Zur Huntebrücke muß ich durchs Gewerbegebiet, um diese Zeit ist da viel Verkehr
  • Also stattdessen durch den Ortsteil, raus aus der Stadt, Richtung Großer Bornhorster See
  • Hmmm, die Schule ist gerade aus, da eiern einem nur die Kids vor den Füßen rum
  • Noch einmal die Strecke geändert, schneller raus aus der Stadt, Richtung Kleiner Bornhorster See
  • Ui, die Strecke steht endlich im Kopf
  • usw usf.

Bescheuert was ich mir um einen banalen Lauf einen Kopf machen kann 😆 Aber immerhin ich bin gelaufen. Mehr sogar, es stellte sich ein unerwartet flottes Tempo ein. Spitzenpace auf einen Kilometer immerhin mal eine 5:29. Boh ej 😀 Im Kleinen Bornhorster See gönnte ich mir die schon obligatorische Kneipp-Kur und wetzte dann mit herrlich warm durchbluteten Beinen und Füßen weiter

Nach dem Ablichten der Autobahn 29 steckte ich gerade die Digi-Cam wieder ein, als mich eine Hundebesitzerin (ich kann mich nicht erinnern, ihr schon einmal begegnet zu sein) ansprach. Ich würde doch sonst immer barfuß laufen, warum ich das denn heute nicht täte. Ob es zu rutschig wäre, wegen dem Laub und so. Ich erklärte ihr kurz meine Beweggründe für die Sandalen und sie sagte mir, dass sie meine Barfußlauferei toll findet. Oh wie nett 🙂 Eine kurze Verabschiedung und ich düste weiter.

Auf dem Rückweg mußte ich meine Streckenpläne dann zwar noch einmal wieder ändern, weil ich jetzt doch die 10 km voll machen wollte. Das hat schlußendlich auch geklappt und es war seit langer Zeit mal wieder ein recht flotter Lauf, der mit der Erkenntnis endete, dass es sich doch wieder gelohnt hat loszurennen.

Ach was, als wenn diese Erkenntnis neu wäre und ich nicht gewußt hätte, dass ich mir die ganze Denkerei hätte sparen können. Die sollte ich lieber darauf verwenden, was es heute abend zu essen gibt 😆

Es gibt aber noch andere Gründe das Denken zu unterlassen, weil das Denken in dem Fall nur an den Rand des eigenen Verstandes führt. Nur kurze Zeit nach dem Lauf erfahre ich von dem Schrecken in Trier, vier tote Menschen, darunter ein Baby, und viele Verletzte durch eine Amokfahrt. Unfassbar, so sinnlos, gedanklich nicht zu fassen. Immerhin erfahre ich sehr schnell, dass mein Freund in Trier und seine Familie nicht unmittelbar betroffen sind.

Der Längste

Ich hatte heute Zeit und ich hatte heute Bock, das Wetter war wunderbar, heiter, fast windstill ❗ und um die 11, 12 ° warm. Da habe ich mich heute zum späten Vormittag aufgemacht zu einem etwas längeren Lauf und nach ewigen Zeiten schreibe ich hier einfach mal wieder einen Post über einen nahezu stinknormalen Longjog.

Auf ging es ein kurzes Stück durch Oldenburg, dann meine klassische Huntestrecke entlang bis zu meiner Lieblingsbank, dort rechts ab über den schönen grasbewachsenen Weg und weiter Richtung Gellen.

Die ersten gut 12 km waren geschmeidige Barfußstrecke, dann folgten allerdings schlechter Asphalt, noch schlechterer Betonweg, Eicheln übersäter Naturweg und Schotter. Für dieses Gerumpel kamen noch langer Zeit mal wieder die Luna Venados zum Einsatz.

Im Gellener Moor erwartete mich, bis auf zwei junge Mädels mit ihren Hunden, Einsamkeit pur. Vorher warf ich noch ein Blick auf eine imposante Dekoration zu einem männlichen 25. Geburtstag. Ich möchte nicht wissen, wer diese Flaschen mit diesem entsetzlichen Gesöff alle geleert hat, ich hoffe nicht der junge Mann alleine 🙂

Zum Gellener Moor gibt es einen größeren Bildercontainer, ich liebe dieses Fleckchen Erde. Allerdings habe ich noch nie gesehen, dass die Moorteiche großteils mit hohem Gras zugewachsen waren. Und ob der imposante Pfotenabdruck wohl der von einem Wolf war? 😯

Nach dem Moor lief ich Richtung Großer und Kleiner Bornhorster See. Im Kleinen Bornhorster See mußte ich mich natürlich wieder etwas erfrischen. Ich fand das Wasser auch noch recht angenehm und ich hatte sogar ein Handtuch dabei … Ach nein, ich beließ es doch lieber beim Fußabkühlen 🙂

Nach dem Fußbad folgte nur noch die Schlußetappe über die A 29, vorbei am Mini-Wäldchen und über den Damm der alten Braker Bahn.

Zu guter Letzt gurkte ich noch etwas durch die Siedlung und machte damit die 28 km voll. Damit war dieser Lauf tatsächlich der längste Lauf in diesem gesamten Jahr. Lediglich im Januar war ich mit etwas über 26 km ähnlich weit gelaufen. Das Verhältnis barfuß zur Sandale betrug heute 16,2 zu 11,8 km und die Pace lag bei 6:34. Das war aber nur die Geschwindigkeit in Bewegung, insgesamt habe ich mir für den Lauf nämlich exakt vier Stunden Zeit gelassen. Zum Laufen, Bilder machen, genießen und im Wasser rumdaddeln. Schließlich wollte ich reisen und nicht rasen, schon gar nicht, wenn man diese Strecken so gar nicht mehr gewöhnt ist 😎

Morgenlauf

Was macht man, wenn man die halbe Nacht nicht schlafen kann? Statt sich nur noch hin und her zu wälzen, aufstehen und laufen gehen. So bin ich heute in aller Herrgottsfrühe auf die Piste gegangen und wurde dafür am Kleinen Bornhorster See mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt 😎

Überraschung: Das Wasser war wärmer als die Luft, die hatte aber auch nur 3 bis 4°.

Nun zum Sonnenaufgang:

 

Die Langen kommen zu kurz

Irgendwie ist es mir bis dato gar nicht so aufgefallen, aber nun kam es mir kürzlich in den Sinn: Ich laufe in letzter Zeit, ein Blick in meine Statistik verrät mir sogar schon seit ca. ein Jahr, kaum noch lange Läufe. Dabei sammel ich ja verhältnismäßig fleißig Kilometer und die Monatszahl überspringt mittlerweile regelmäßig die 200er-Marke. Zustande kommt das dadurch, dass ich inzwischen oft mehrere Tage hintereinander laufe. So kam z. B. der März auf 21 Läufe und der April, Stand heute, auch schon auf 18. So läppern sich die Kilometer zusammen, ohne dass es mir großartig aufgefallen ist, dass da kaum noch was Längeres dabei ist. In der Regel laufe ich so zwischen 10 und 14/15 km, wobei sich gelegentlich auch mal einstellige Läufe daruntermogeln.

Lange Rede kurzer Sinn, es wurde wieder einmal Zeit einen 20+-Lauf zu absolvieren. Auserkoren hatte ich dafür den Samstag. Es ging zur Huntebrücke, dann entlang der Hunte, weiter zur Gellener Torfmöörte und zum Großen und Kleinen Bornhorster See.

Am Kleinen Bornhorster See wagte ich nach 19 km einmal etwas mehr als nur eine kleine Kneippeinlage und schwang mich kurz bzw. ganz kurz 😆 komplett in die Fluten. Und was soll ich sagen?: Es war eigentlich ganz kühl cool, sprich herrlich erfrischend 😀

Nach dem Bad schnurrte ich dann etwas hölzern die letzten vier Kilometer nach Hause und vollendete immerhin mal wieder eine 23 km-Distanz 🙂

Für heute gibt es vom gut 10 km langen Lauf nur einen schnellen Blick auf die Bornhorster Wiesen, aus denen das Wasser inzwischen nahezu vollständig verschwunden ist.

Nun will ich mal schauen, dass ich die etwas längeren Läufe wieder öfters mit eingebaut bekomme. Nicht, dass mir die Langen dauerhaft zu kurz kommen 🙂

Ne, doch nicht

In der jeweiligen Woche, in der ich Homeoffice mache, ist mein Rhythmus doch ein etwas anderer als wenn ich normal ins Büro fahre. Das macht es mir auch leichter mal morgens zu laufen 🙂 Als ich vorgestern auf meiner ersten Morgenrunde erneut zum Kleinen Bornhorster See gelaufen bin, um noch einmal die Wassertemperatur zu prüfen, schwamm Doris im See. Ja, ganz sicher, wer sonst außer Doris würde in der morgentlichen Frische in einem noch frischeren See schwimmen? Als die Dame aber aus dem Wasser stieg, mußte ich allerdings feststellen, dass sie es doch nicht gewesen ist, wie schade 😦 Es gibt also auch bei uns im Norden so hartgesottene Mädels. So hartgesotten, dass das Mädel im Weggehen sogar Handtuch und Badeanzug auf der Bank hat liegenlassen, so dass ich ihr noch kurz hinterher sprintete, um sie darauf aufmerksam zu machen 🙂

Mir reichte auf jeden Fall wieder eine Kneippkur bis zu den Oberschenkeln, verbunden mit der Erkenntnis, dass das Wasser morgens doch um einiges kälter ist als abends 😀  Anna konnte ich bei der Gelegenheit gleich einmal demonstrieren, dass man die Laufsandalen für dieses Unterfangen tatsächlich nicht extra ausziehen muß, auch wenn es barfuß im Wasser denn doch schöner ist. Zumal die Sandalen durch das Bad sehr sandig geworden waren 🙂

Ein anderes Laufuntensil von mir fiel gestern der Schere zum Opfer. Eines meiner Schlauchtücher, die ich mir fürs Laufen so gerne zum Piratentuch knote, mußte daran glauben, um mir daraus meinen ganz persönlichen Mundschutz zu basteln, da wir ja ab Montag zum Einkaufen auch diesem Blödsinn mitmachen müssen. Im ÖPNV kann ich das ja noch nachvollziehen, wenn Busse und Bahnen mal etwas voller sein sollten, aber beim Einkaufen sind wir ja nun inzwischen alle auf Abstand geeicht und auf Hygiene sowieso. Schade, dass sich aus dem bislang wirklich sachlich begründbaren und notwendigen Vorgehen unserer Landes- und Bundesregierungen nun so ein Aktionismus entwickelt. Aber nützt ja nichts, ohne werde ich künftig wohl nichts mehr zu Essen kaufen können und aus meinem Schlauchtuch konnte ich immerhin drei „Mundschutzmasken“ gewinnen.

Für mich hat dieser „Mundschutz“ mehrere Vorteile:

  1. Ich muss nicht sehen, wo ich irgendeinen Mundschutz gekauft bekomme.
  2. Der Stoff ist so dünn, dass er nur sehr geringfügig das Atmen erschwert, was mir bei zur Zeit zunehmenden Allergie-Beschwerden sehr wichtig ist.
  3. Ich habe keine Haltebändsel hinter die Ohren, die meine Hörgeräte behindern.
  4. Das Ding ist zusammengeknüllt ruckzuck in jeder Hosentasche verschwunden. Ich werde das Teil nämlich erst vor der Ladentür auf- und beim Rausgehen sofort wieder absetzen.

Der Weltärztepräsident Montgomery bezeichnet in seiner allgemeinen scharfen Kritik an der Mundschutzpflicht die Erlaubnis zur Verwendung von Tüchern als lächerlich. Ich stimme ihm da voll und ganz zu, aber für mich sind sie auf die oben beschriebene Weise das kleinste Übel und mehr interessiert mich in diesem eh unsinnigen Zusammenhang nicht.

Reden wir von Glück, dass uns (noch) niemand die Verwendung von irgendwelchen Masken beim Laufen vorschreibt 😎

Geburtstagsständchen und Märzwinter

Wer dieser Tage etwas zu feiern hat, ist ja schon angeschmiert. Ne ordentliche Fete schmeißen ist nicht, Familie, Freunde und Nachbarn dürfen nicht kommen, dass ist schon schade. Aber wenn schon keine Party stattfinden kann, kann man doch wenigstens ordentlich gratulieren. Unser Nachbar Lutz aus dem gegenüberliegenden Reihenhaus ist heute 50 geworden. Da hat ihm die Nachbarschaft nach italienischen Vorbild ein Ständchen gebracht. Aus vielen Fenstern heraus und von einigen Nachbarn auf der Auffahrt (mit gebührenden Abstand zueinander) wurde für Lutz „Happy Birthday“ gesungen. Leider ist von dem vielstimmigen Gesang auf dem Video nur mein zartes Stimmchen zu hören, nicht einmal Jens neben mir hat das Smartphone-Mikrofon zu fassen bekommen 😦

Dabei war es ausgesprochen schattig. Aber zum Zeitpunkt des Ständchens hatte es immerhin gerade aufgehört vor sich hin zu schneien.

Die Kälte mit dem schneidigen Wind ließ mich für meinen nachmittäglichen Lauf zu ungewohnten Schuhwerk greifen. Nach ewiger Zeit (genauer gesagt seit Mai letztens Jahres) kamen mal wieder meine V-Runs zum Einsatz, quasi als Handschuhe für die Füße 🙂 Gepaart mit warmer Oberbekleidung, Mütze, echten Handschuhen und 3/4-Tight hüllte ich mich so in komplette Wintervermummung. Trotz dieser üppigen Bekleidung wurde ich unterwegs von einer Fahrradfahrerin gefragt, ob mir nicht kalt wäre an den Beinen, tze.

Nein, kalt war mir wahrlich nicht, im Gegenteil. Auf den letzten Kilometern kam die Sonne heraus und ich hatte den Wind im Rücken. Da zog ich die V-Runs schon wieder aus, stoffte die Handschuhe in sie hinein und verfrachtete die FiveFingers in das Heckabteil meiner Radlerjacke.

Auf meiner Strecke signalisierte mir ein voller Parkplatz den Kleinen Bornhorster See zu meiden, auf zu viele Spaziergänger (mit Hunden) hatte ich keinen Bock. Die leere Autobahn A 29 signalisierte hingegen, dass zur Zeit auch keine Tagesausflüger an der Nordsee willkommen sind. Ich finde es schade und auch nicht ganz angebracht, dass man den Menschen einen Spaziergang am Meer verwehrt. Aber nun denn.

Zum Laufen brauche ich kein Meer und das, egal auf welchen Strecken ich auch immer gerade laufe, dort jetzt mehr Menschen unterwegs sind, kann ich auch niemanden verdenken, irgendwo müssen sich die Leute ja an der frischen Luft bewegen können.

Muß ich aber eigentlich noch erwähnen, wie verdammt gut das Laufen tut? Ja, muß ich, weil es eben so verdammt gut tut. Immer! In der Vergangenheit, gerade jetzt, morgen, übermorgen und überhaupt!

Viel Licht viel Schatten

… oder anders ausgedrückt: Wo Sonne ist, da ist auch Regen 😛

Nach meinem Sofa-Time Out vom Freitag war es am Samstag wieder wunderschön! Bei Sonne satt lief ich nach langer Zeit mal wieder von Haustür zu Haustür knapp 15 km barfuß.

Montags war es auch noch ganz brauchbar, aber heute goß es wieder einmal in Strömen. Aber im Unterschied zu den letzten Wochen war es warmer Regen bei 11 / 12 ° und der Spaß war riesengroß. Sandalen sind so praktisch, wer braucht da Gore-Tex-Schuhe und wer hatte hier in letzter Zeit jemals schlechte Laune? 😆

Auch der Kleine Bornhorster See hat zur Zeit richtig viel Wasser, was dem ersten Nichtschwimmer schon zum Verhängnis geworden ist! 😀 😆 :mrgreen: :

Weg

… ist (vorerst 😛 ) meine schlechte Laune und dafür brauchte es nur so wenig. Einfach mal ein paar Sonnenstrahlen und laufen können, reicht! 😀

Zwar war mein erster Lauf nach einwöchiger „Zickiger Sehnenpause“ noch klitschnaß, stürmich und eiskalt (der Deichläufer berichtete), aber danach wurde das Wetter freundlicher und auch die Sehne hatte gegen tägliche Läufchen nichts mehr einzuwenden und so kamen immerhin schon wieder 53 Kilometers zusammen *freu*

Dienstag:

Mittwoch:

Der donnerstägliche Utkiek-Lauf startet inzwischen auch schon nicht mehr im Stockdunkelnen, aber viel Licht ist uns dort noch nicht beschieden. Dafür glänzte der Freitag mit strahlender Sonne bei Temperaturen nur knapp im Plusbereich.

Plötzlich frühlinghaft war es dann am heutigen Samstag und ich, solch einem Wetterchen völlig entwöhnt, dafür viel zu warm angezogen. Überall steht und fließt zur Zeit das Wasser, kein Wunder, hat es doch im Nordwesten das Dreifache des im Februar üblichen geregnet (gefühlt war es aber sogar das 30igfache 👿 ) Überall rauscht und gurgelt es jetzt in den Gräben und Bächen. Während ich nach einem kurzen Kneippbad im Kleinen Bornhorster See gerade die Sandalen wieder anzog, lief ein Läufer in Kurz/Kurz an mir vorbei, wie ich ihn beneidet habe 🙂 Er war schneller als ich unterwegs und sein eleganter Vorfußlaufstil offenbarte sich in seinem Schuhabdruck, der gar keine Fersenaufsatz erkennen ließ, während mein Sandalenabdruck fast so aussieht als wäre ich ganz barfuß unterwegs 🙂

Nach überraschend zügigen 10 km in meinen viel zu warmen Klamotten mußte ich auf der Terrasse erst einmal etwas abdampfen und beguckte mir bei der Gelegenheit was da schon alles viel zu früh blüht und grünt. Das ist echt der Wahnsinn.

So endet der Februar doch sehr versöhnlich, wenn auch mit nicht allzu vielen Kilometern. Aber das Jahr ist ja noch jung, da kann ja durchaus noch was kommen 😎

Wenn

… im November die Sonne lacht, dann lacht auch das Läuferherz. Wenn das Herbstlaub immer noch strahlt, die Luft glasklar ist und sich die Temperaturen mit 2 – 3° gerade so aus dem morgentlichen Frost erhoben haben, ist das Laufen ein kaum noch zu topender Genuß. Wenn auch man nicht alleine ist, wie ein voller Parkplatz am Kleinen Bornhorster See zeigt, man muß dieses Wetter auch gönnen können.

Wenn man sich erneut einmal kurz im See erfrischt und wenig später eine radelnde Familie mit kleinen Kindern überholt, die den Barfußläufer bestaunen (war aber nur ungefähr ein Viertel der Strecke), dann kann ein Sonntag nicht schöner beginnen 🙂

Da vergißt man doch das vielfache Grau der Vortage, obwohl die trübe Novemberstimmung ja irgendwie auch ihren ganz speziellen Reiz hat.

Lediglich den komplett verregneten, naßkalten Samstag habe ich mir diese Woche gespart. Mit 63 Kilometern konnte ich mir das wohl mal erlauben 😎 Auch bezüglich dieser Wochenbilanz lacht gerade mein Läuferherz ❗

Ein Widerspruch in sich

Ärgerlich, dass mein Wiedereinstieg ins Laufen jetzt durch die Ferse behindert wird. Das Dingen will sich aber im Moment auch einfach nicht beruhigen. Drum habe ich zuerst tief in meinem Gedächtnis und dann noch tiefer in meiner Kommode mit meinem ganzen Laufgeraffel gekramt. Nach einigen Suchen hatte ich denn die Objekte meiner Begierde, die Fersengeleinlagen, die mir mein Orthopäde anno quark schon einmal wegen ähnlicher Beschwerden verschrieben hatte. In die engen V-Runs bekam ich die Dinger, bzw. das Ding weil nur für den linken Fuß notwendig, nicht, aber in die etwas geräumigeren V-Trails paßte es hinein.

Einen Barfußschuh mit einer Einlage aufzumotzen ist ja nun wirklich ein Widerspruch in sich, aber damit konnte ich heute eine 7 km-Runde im Bereich Kleiner Bornhorster See/ Alte Braker Bahn fast ohne Beschwerden laufen. Noch wichtiger: Die Ferse war auch nach dem Lauf nicht so auf Krawall gebürstet wie nach den vorherigen Läufen. Tada! Man muß sich nur zu helfen wissen. Auch wenn ich mir, weil ich die V-Trails nicht mehr gewohnt bin, gleich noch wieder eine Blase gelaufen habe. Egal, Fuß vorne ruhig, Fuß hinten fast ruhig, da kann mich auch so eine poppelige Blase nicht mehr belasten.

Und zur Feier des gelungenen Laufs ging es im Kleinen Bornhorster See auch gleich noch einmal in die Fluten. Allerdings so ganz ohne diese anstrengenden Schwimmbewegungen, dafür aber mit Besuch! Bzw. eigentlich war ich der Besuch 😀

😀