Manchmal

… werden einem schwierige Entscheidungen von irgendeiner höheren Macht abgenommen 🙂 Heute Nacht veranstaltet die Oldenburger Volkshochschule erstmals einen Lauf durch die Nacht. Von 10 km, über Halbmarathon und Marathon bis hin zur Marathonstaffel wird dabei für jeden Streckengeschmack etwas geboten. Als besonderes Schmankerl gibt es zum Abschluß für alle Läufer ein Frühstück.

Da man mich mit Essen ja nahezu zu allem locken kann und in einer Woche mein Jahresurlaub beginnt, lies ich mich dazu hinreißen mein heiliges Wochenendschlafbedürfnis hintenanzustellen und mich zusammen mit meinem Cheffe Daniel zum 10er anzumelden, der um 4:00 Uhr in der Früh startet. Zumal darüber hinaus mein Arbeitgeber einen Großteil der recht üppigen Startgebühr übernommen hat, so ich denn unter seinen Fahnen segel.

Allerdings eröffnete Daniel mir vor Kurzem, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht starten kann und fortan haderte ich mit dem Schicksal mich alleine zum finsteren Lauf begeben und noch schlimmer, ohne freundschaftlich/kollegialer Begleitung das Frühstück in mich hineinmümmeln zu müssen. Auf der anderen Seite hatte ich auch Bock auf diesen Lauf, der z. B. solche Kuriositäten wie das Laufen durch ein Parkhaus enthält.

Drum machte ich mich gestern tapfer auf, um meine Startunterlagen abzuholen. Beim Betreten des Grundstücks der VHS semmelte ich dann aber mit dem linken Fuß mit Karacho gegen einen als Beeteinfassung dienenden Kantstein und während ich in dem Raum stand, in dem die Unterlagen ausgegeben wurden, wurde mir vor Schmerzen kurzzeitig schwarz vor Augen und ich betröpfelte den Fußboden mit Blut.

Eine erste Schadensbegutachtung ergab aber bis auf einen aufgeschlagenen „Ring“zeh und einer leichten Schwellung ein undramatsiches Bild. Allerdings nutze der Fuß den Rest des Tages und die Nacht um sich doch noch dezent zu verfärben. Der kleine Zeh und der zerdengelte Ringzeh sind tiefrot und Fußrücken und Fußaußenseite im Bereich dieser Zehen in ein hübsches Bläulichgrün verfärbt. Die kurze Frühstücksbrötchen-Fahrradfahrt zum Bäcker quittierte der Fuß vorhin mit leichten Schmerzen.

Lange Vorrede kurzer Sinn: Das kleine Geschehnis hat mir jetzt die Entscheidung abgenommen. Mit dem bunten Fuß möchte ich nicht starten und hoffe lieber darauf, dass er am nächsten Wochenende wieder fit genug für einen weiteren langen Marathonvorbereitungslauf ist.

In den letzten Tagen hemmte zudem ein gestresster Darm meinen Trainingseifer. Irgendwann möchte ich einmal eine Marathonvorbereitung erleben, in der nicht irgendwelche Maleschen dazwischenfunken. Aber was solls, wenn nicht noch mehr passiert, sollte ich Berlin schon halbwegs entspannt geschaukelt kriegen 🙂 Das ist der Vorteil, wenn mit einem halbwegs gescheiten Ankommen zufrieden ist 😎

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