Pflegefall

Mein kleiner italienische Freund wird langsam alt und in 2017 mußte er mal so richtig schuften und fuhr in dem Jahr soviel wie in seinen ersten sechs Lebensjahren zusammen nicht. So sind kurz vor seinem 12. Geburtstag doch tatsächlich hinten mal neue Bremsen fällig 🙂

Fällig wurde damit mal wieder der obligatorische Lauf zurück von der Werkstatt nachhause.

Und da ein Kollege so gut sein wird, mich heute nach der Arbeit wieder zur Werkstatt zu karren, bin ich heute morgen locker flockig über knapp sechs Kilometer bei affenwarmen 11° ins Büro gejoggt. Zusammen mit den Treppen in den vierten Stock kann man das fast schon ein vollständiges Morgen-Workout nennen 😆

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Wer findet die Uhrzeit? 😛

Chaotische Woche

Dieses ist die letzte Woche vor meinem Urlaub. Und wie letzte Wochen vor einem Urlaub immer so sind, tobt im Job noch der Wahnsinn und auch privat steht so einiges auf dem Zettel. Da paßt Laufen irgendwie nicht mehr dazwischen.

Heute holte Jens mich direkt von der Arbeit ab, um den nächsten Punkt auf unserer Agenda abzuarbeiten, und damit tat sich doch noch gleich eine Laufmöglichkeit auf. Wenn Jens mich von der Arbeit abholte, brauchte ich nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Die Busverbindung ist blöd, also konnte ich auch dorthin laufen. Deshalb hatte ich meinen Laufrucksack mit frischen Klamotten und Handtuch bepackt (Eine lange Hose habe ich eh immer im Büro, da ich bis dato noch in kurzen Hosen zur Arbeit radel) und es konnte losgehen.

Nun habe ich es nicht sonderlich weit zu Arbeit, so dass ich erstmal auf meine übliche Strecke Richtung Huntebrücke gelaufen war um von dort aus den Weg in die Stadt einzuschlagen.

Morgens gegen Halbsieben ist es nun schon nahezu dunkel. Aber der Himmel kündete schon in rosa Pastellfarben vom baldigen Sonnenaufgang. An der Treppe runter zur Hunte stand ein gutes Mountinbike, zu sehen war niemand, war es geklaut? Ich konnte mich nicht drum kümmern. Unbekümmert waren auch die Schafe, die um diese Uhrzeit wohl noch nicht mit einem Läufer gerechnet hatten.

Im Hafen war schon Betrieb, Binnenschiffe wurden emsig beladen. An den großen Futtermittelsilos und anschließend an den neuen „exklusiven“ Wohnhäusern am Hafen vorbei gelangte ich in die Stadt. Vorbei auch am Arbeitsamt, wo man sich die Wartezeit offensichtlich auf sehr „gesunde“ Art vertreibt. Anschließend erlaubte mir die Fußgängerzone trotz des zwischenzeitlich erwachten Berufsverkehrs ein recht ruhiges Laufen, auch wenn durch sie schon etliche Fahrradfahrer fuhren, das zu dieser Uhrzeit allerdings erlaubt ist.

Nach der Fußgängerzone lief ich noch kurz durch ein ruhiges Altstadtviertel und danach mußte ich mich nur noch auf wenigen hundert Metern dem Verkehr stellen bis ich mein Bürogebäude erreichte. Mit einer letzten, kurzen Schleife machte ich 10 km voll.

Es war ein toller Lauf bei 11° in herrlicher, frischer Luft. Die Beine waren ebenso frisch! Es lief locker und leicht und von dem Gemurre nach dem sonntäglichen 30iger war nichts mehr zu spüren. Ohne Job im Nacken hätte ich gerne noch ein paar Kilometer mehr gemacht.

Und auf der Toilette war mir auch kein Kollege begegnet, der hätte in Ohnmacht fallen können, als ich mich dort schnell mit nacktem Oberkörper gewaschen hatte :mrgreen: Ging halt ausnahmsweise auch mal.