Lückenschluß

Mitte Mai bin ich das letzte Mal zu meiner Schwiegermutter nach Berne getrabt. Mein Vorhaben, erstmals die komplette Strecke von etwas über 20 km barfuß zu laufen, wurde damals allerdings gleich zu Anfang durch einen mit gröbstem Asphalt neu asphaltierten Streckenabschnitt torpediert. Einen Kilometer und im weiteren Verlauf des Laufs später noch einmal 200 m mußte ich deshalb von meiner Barfußbilanz abziehen.

Fünf Monate später habe ich heute einen neuen Versuch gestartet. Dazu habe ich oben genannten Streckenabschnitt umlaufen, was zu einer geringfügig kürzeren Stecke geführt hat. Ansonsten war die Strecke dieselbe wie im Mai. Dabei hatte ich Riesenglück mit dem Wetter. Auf dem Regenradar waren so viele Schauer zu sehen, dass ich kurzzeitig überlegt hatte, gar nicht erst loszulaufen. Erwischt hat mich dann allerdings kein einziger. Bis auf ein paar vereinzelte Tropfen blieb es komplett trocken. Das nutzten auch die Landwirte zur Maisernte aus. Während ein Mähdrescher seine Arbeit machte, lauerten einige Jäger darauf, dass ihnen das ihres Verstecks beraubte Wild direkt vor die Flinte lief. Jäger sind mir immer nicht geheuer und ich machte mich schnell aus dem Staub.

Wieder ging es ca. sieben Kilometer über einen grasbewachsen Feldweg. Dieses Mal war er allerdings schön feucht und weich und nicht ausgedorrt und knüppelhart wie im Mai. Teilweise stand zwar das Gras etwas hoch und es nervten einige Disteln (die nicht immer so gut sichtbar waren wie auf den Bildern), aber das war es auch schon an Ungemach auf diesem sehr geschmeidigen Lauf.

Nach exakt 20,1 km stand ich bei Schwiegermuttern vor dem Haus. Damit bin ich eigentlich nur 100 m mehr barfuß gelaufen als im Mai, aber eben halt das erste Mal die ganze Strecke und nur das zählt! 😎 Aufgrund dieser Heldentat war der Kuchen natürlich mehr als verdient 😛

Im Hintergrund meine allerbeste Schwiegermama!