Aufgeräumt

… habe ich die Tage mal meinen Reader, der mich löblicher Weise seit Jahren über die Aktivitäten auf meinen Lieblingsblogs auf dem Laufenden hält. Dabei hat er seit geraumer Zeit immer weniger zu tun, da es in der Laufbloggerszene leider immer ruhiger wird. Einige von mir bis dato verfolgte Blogs wurden sogar schon still und heimlich gelöscht, während andere seit vielen Monaten vor sich hin schlummern. Mit Wehmut habe ich einige Male auf den „Löschen“-Button gedrückt, verbinden mich doch mit so manchem verwaisten Blog sehr gute Erinnerungen an tolle Posts und an einen intensiven Austausch mit den Schreibern, von denen ich einige auch persönlich kennen- und schätzen gelernt habe. Ein paar Blogs mag ich auch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vom Reader schmeißen, in der Hoffnung, dass vielleicht doch noch einmal Leben in sie zurückkehrt.

Aber das Bloggen ist halt auch nur ein Spiegelbild unserer Zeit und gerät deshalb offensichtlich so ganz langsam ins Antiquariat des Internets. Es entspricht halt mehr dem hektischen Zeitgeist ein paar Bilder, vielleicht gerade noch um eine einsame Textzeile aufgepeppt, bei Facebook, Instagram und Konsorten hinzuwerfen und auch der geneigte Leser kann sich dort mit einem fixen „Gefällt mir“ schnell und ohne sich groß mit den eh oftmals nur dünnen Inhalten auseinandersetzen zu müssen aus der Affaire ziehen.

Nun denn, es ist so wie es ist. Aber so lange noch ein paar treue Seelen an ihren guten alten Blogs festhalten und auch der meine …*Moment, mal schnell mit dem Ärmel den Staub vom Bildschirm wisch* … noch den einen oder anderen Besucher anzieht, werde ich erst einmal weitermachen. Der Letzte macht aber irgendwann -bitte schön- das Licht aus, schaun wir mal wer das sein wird 😆

Genug der Nölerei, schließlich ist das hier ja ein Lebens- und Lauffreude versprühender Blog! 😀 Da paßt es gut ins Bild, dass ich vorgestern immerhin mal wieder 17 km am Stück gelaufen bin, wenn dabei auch jeglicher Versuch zumindestens mal in zaghaften Ansätzen das Tempo zu erhöhen zum Scheitern verurteilt war 🙄 Tags darauf rollte es zwar etwas zügiger, dafür waren es aber auch 10 km weniger. Mehr werden dafür wieder die Laufklamotten, da die Temperaturen ganz novemberlike im mittleren einstelligen Bereich vor sich hin dümpeln und durch den lebhaften Wind vom Empfinden her noch weiter gedämpft werden.

Heute auch noch einmal 10 Kilometerchen um die Bornhorster Seen, morgen Utkiek, läuft! Eigentlich braucht es für diese weltbewegenden Erkennt- und Erlebnisse auch keinen Laufblog, aber schön ist es doch, es auf diese entspannte Art und Weise in die Welt hinauszuposaunen 😀

Hunte:

Kleiner Bornhorster See:

Im Nordwesten nichts Neues

Ach, wie herrlich, wir haben gerade Anfang Mai und ich habe dieses Jahr schon nur noch ein größeres Laufevent vor mir. Bis ich dafür aber etwas tun muß, hat es noch einige Wochen Zeit, in denen ich einfach vor mich hin schlönzen kann.

Nach dem Hermannslauf, bei dem so ein wunderbar dynamisches Bild von mir entstanden ist,  bin ich erstmal drei Tage gar nicht gelaufen, um dann mit dem Utkiek wieder einzusteigen.

Nach Hermann und Utkiek gelüstete es mir dann aber dringenst nach einem höhenmeterfreien Lauf, den ich am Sonntag in neuen Schläppchen unternommen habe. Die VFF classic hatte ich beim Hermannslauf an einem jungen Läufer gesehen. Mit offenen Fußrücken sind sie einfach noch einmal weniger Schuh und ich versprach mir ein angenehmeres Fußklima, deshalb mußte ich die Teile einfach haben.

Das die Dinger irgendwie nach Primaballerina aussehen, da steht der Läufer um die 50 ja schmerzbefreit drüber, dass die allerdings auf nicht einmal fünf Kilometern für reichlich Blasen sorgten fand ich nicht so klasse. Erstaunlich, dass der Läufer damit die 31 Hermann-Kilometer laufen konnte. Wohlweislich hatte ich Zehensocken (macht die Optik noch sexier 😆 ) einstecken und ich konnte die Runde so noch auf etwas mehr als das Doppelte verlängern.

Gestern stand ein Laufklassiker auf dem Programm. Zum Feierabend habe ich das Auto in die Werkstatt gebracht, zur Inspektion und um es fit für die nächsten 12 Jahre zu machen. Den Weg nachhause trat ich in den bewährten V-Runs an. Die Strecke hatte ich allerdings etwas variiert, in dem ich einmal durch den Stadtwald gelaufen bin und erst danach den Weg Richtung Huntebrücke einschlagen hatte.

Der kleine Stadtwald ist eigentlich ganz schön, wird aber leider durch die schon zur Huntebrücke ansteigende Autobahn überdröhnt, das schmälert leider etwas die Idylle. Mehr gab es aber auch schon nicht zu mäkeln. Das ich am bislang heißesten Tag des Jahres unterwegs war, hat mich hingegen gar nicht gekratzt und die letzten 2,6 km lief ich barfuß aus.

So laufe ich vor mich hin, freue mich an der tollen Jahreszeit und lasse es mir einfach gutgehen. Es gibt wahrlich schwere Schicksale 😀

Alltag

Nach beknackten Leserbriefen, Borreliose-Verdacht und tagelangen Pausen soll es heute endlich mal wieder nur ums Laufen gehen. Besonderer Anlaß? Keiner! Einfach nur die ganz normale Utkiek-Runde bei herrlicher Sommerfrische in bester Gesellschaft.

Laufalltag kann so schön sein!

Sympathisch, nordisch, frisch

Nein, nein, ich rede nicht von mir :mrgreen: Sondern von meiner Heimat 😉 Dazu habe ich mich mal ganz frech des Werbeslogans einer regionalen Supermarktkette bedient.

Ganz besonders sympathisch ist mir heute bei meinem ersten Lauf sechs Tage nach der Harzquerung mein flaches Land mit seinen wunderbar geteerten Wegen 😀 Nordisch, na klar, ein Blick auf die Landkarte genügt. Und frisch, weil der frische Wind die sommerlichen 25° wunderbar erträglich gemacht hat.

Mit ganz ruhigen und lockeren Schritt habe ich mich auf den Weg gemacht und es lief gut. Zugeben, es hätten eigentlich nicht gleich 14 km sein müssen, aber im 6:47iger Schnitt ließ sich die Strecke sehr gut bewerkstelligen.

Es ist schön jetzt erstmal wieder ganz geruhsam in den läuferischen Alltag eintauchen zu können. Dazu soll sich Wetter in den nächsten Tagen nicht lumpen lassen, Herz was willst du mehr? 😀