Vergleiche

Wenn ich in Berlin meine Laufrunden über das Tempelhofer Feld drehe, bin ich eigentlich gar nicht weit weg von meinem Oldenburger Laufrevier. Auch auf dem alten Flughafenareal ist es weit, flach, grün und baumlos.

Hier wie dort geht es lange geradeaus:

An beiden Orten leuchtet zur Zeit das Herbstlaub:

Aber natürlich gibt es sehr spezifische Unterschiede, Berlin ist Berlin und das buntgemischte Volk auf dem Tempelhofer Feld, das den verschiedensten Aktivitäten nachgeht, inklusive zweier weiterer Barfußläufer, läßt einen die Großstadt auch hier spüren.

Und Oldenburg ist eben Oldenburg, ländlich, idyllisch, friedlich und ruhig.

Ich mag beide meine Hausreviere, an beiden Orten läßt es sich entspannt und ohne Hektik laufen und beide Reviere eignen sich hervorragend zum Barfußlaufen. Ebenso sind sie ohne Aufwand von der Haustür aus zu erreichen. Einen Neuigkeitswert bieten zwar beide nicht mehr, aber um im Alltag zu laufen ohne sich Gedanken über ein Wie und Wo machen zu müssen, sind sie einfach perfekt 🙂

Erste Entdeckertour

Berlin! Diesmal mit etwas mehr Zeit gesegnet bin ich wieder da. Diese Zeit nutze ich natürlich auch um zu laufen und um mich endlich mal vom quasi vor der Haustür liegenden Tempelhofer Feld zu lösen. So schwang ich mich gestern das erste Mal in die S-Bahn um den nur drei Stationen entfernt liegenden Treptower Park anzusteuern.

Vom S-Bahnhof braucht es gerade mal gute 200 m und man taucht ab in das Grün des Parks, das allerdings auch sichtlich unter der augenblicklichen Dürre leidet.

Inmitten des Treptower Parks liegt das monumentale sowjetische Ehrenmal, das ich vor ein paar Jahren schon einmal mit einem verstorbenen Freund Hanno besucht hatte. Damals waren wir dort ganz alleine. Aber an einem Sommersonnensonntag wie gestern waren auch dort einige Besucher unterwegs.

Auf den Treptower Park folgt nach überqueren einer Hauptstraße der Plänterwald, wo ich durch Zufall auf schmale Pfade durchs Gehölz stoße, die ich ganz alleine für mich habe…

…und die mich schlußendlich an die Spree führen, an der erwartungsgemäß viel Ausflugsverkehr herrscht.

Als Wendepunkt wähle ich eine große Brücke, die ich eigentlich noch überqueren wollte um auf der anderen Seite der Spree in die Wuhlheide einzutauchen, deren Grün sich von der Brücke aus schon gut erkennen läßt.

Aber die Strecke wäre mir dann doch (zeitlich) zu lang geworden. Verdammt warm war es außerdem. So hebe ich mir die Wuhlheide für ein anderes Mal auf und laufe auf ähnlicher Strecke wieder zurück wie ich gekommen bin.

Auf den letzten eineinhalb Kilometern spare ich mir die Spreepromenade, die vor Menschen überquillt und tauche noch einmal ins Grün des Treptower Parks ein, bevor ich wieder vor dem S-Bahnhof stehe und mich auf den Rückweg mache.

Eine coole Tour, die allerdings mit einem Sonntagnachmittag zeitlich nicht ganz so geschickt ausgewählt war. Stark frequentiert waren aber lediglich die Wege direkt an der Spree.

Beginnend mit dem Treptower Park zieht sich, von kurzen Unterbrechungen abgesehen, mit Plänterwald, Wuhl-, Mittelheide und Stadtforst ein Grüngürtel bis hin zum Müggelsee und von dort raus aus der Stadt, auf dem sich Laufstrecken beliebig variieren und verlängern lassen. Das ganze verbunden mit einer recht kurzen Anreise. Da steckt noch viel Potential drin. Allerdings keimt damit bei mir der Wunsch nach Laufuhr mit Navigationsfunktion auf, mit zunehmender Streckenlänge wird die Orientierung dann doch etwas unübersichtlich 🙂

Gestern waren es „nur“ 12,4 km, allerdings mit einer Fotodichte wie bei einem Marathon 😆

Ick merke schon, Berlin läßt mich wohl auch läuferisch so schnell nicht los, wa 😀