Ausgefallen

02.02.16 07

… ist heute der erwartete Kampf gegen den Sturm. Auf den ersten Kilometern schubste mich der Rückenwind nur ein paar Mal um mich zu schnelleren Laufen zu animieren. Ich wollte es allerdings gemütlich angehen lassen. Aber strammer Rückenwind macht auch flotteres Laufen gemütlich 🙂 Gemütlich war es auch wegen meinem zweiten neuen Laufschuhpaar. Die Nike Pegasus, inzwischen mein drittes Paar, sind einfach saubequem und ich habe den Eindruck, dass es selbst die Hokas nicht ganz mit ihnen aufnehmen können. Na, warte ich mal die nächsten Läufe ab.

Als ich, an der Hunte angekommen, in den Wind drehte, zeigte er sich erheblich zahmer als angekündigt und somit erwartet und drückte gar nicht so sehr auf das Tempo.

Am Ende der Treppe der Huntebrücke zollten mir zwei junge Männer grüßend Respekt, dass ich die Treppe hochgejoggt kam, während der Sound ihres Ghettoblaster vom Brückenbeton widerhallte.

Damit waren die beiden Kapuzenjacken-Träger freundlicher als die eine Läuferin und der eine Läufer, die mir begegneten und zu keinem Gruß fähig waren.

Zum Ende ging mir dann etwas die Luft aus und ich war dann doch froh, dass die 14 km abgerissen waren 🙂

02.02.16 11

(K)ein Trainingslauf

Der Samstag bot allerbestes Laufwetter auf, angenehme 21 -23°, sonnig mit ein paar Schönwetterwolken und eine sanfte Brise. Genau richtig um am späten Vormittag zu einem langen Lauf zu starten.  Auf 30 – 32 km hatte ich mich eingeschossen. Auf ging es.

Schon nach nur dreieinhalb Kilometern gönnte ich mir eine kleine Guckpause, wollte ich doch die Kletterer aufs Foto bekommen, die sich an der Huntebrücke abseilten. Danach schnurrte ich weiter über Blankenburger See, Tweelbäker See und Wüsting, dann Richtung Oberhausen und mit einem zusätzlichen Schlenker um die Wiesen nach Iprump.  Bei ca. 25 km krachte ich dann um Haaresbreite mit einem entgegenkommenden Seniorenehepaar auf Fahrrädern zusammen. Diese wendeten ihren Blick zum Fahrradcafe Huntewasser , lenkten auch schon in dessen Richtung um dann doch weiter geradeaus und mich fast über den Haufen zufahren. Bei soviel Blindheit konnte ich mir ein Gemecker nicht ersparen, eine Antwort gab es aber keine. Nun denn, ist alles nochmal gut gegangen.

Bei Kilometer 28 bin ich zurück am Blankenburger See und treffe dort auf gute Freunde. Ein kurzer Schnack mußte sein und nach einer geschätzten Viertelstunde setzte ich meinen Lauf fort. Ich fürchtete nach dieser Unterbrechung nur schwer wieder in Schwung zu kommen. Aber das Gegenteil war der Fall und nachdem ich erneut die Huntebrücke geentert hatte, verspürte ich soetwas wie die zweite Luft. Auf der anderen Hunteseite beschloss ich deshalb nicht den direkten, nur noch zwei Kilometer Weg nachhause zu laufen, sondern lief noch zum Großen Bornhorster See und drumherum. Nach dessen Umrundung bei KM 34,4 stoppte ich kurz, ein kurzer Check der Uhrzeit und die Tatsache, dass ich in dem Moment die 1,5 Liter aus der Trinkblase leergesüffelt hatte, ließen mich von der Idee Abstand nehmen auch noch am Kleinen Bornhorster See vorbeizulaufen, obwohl dieser Schlenker nur 2 km länger gewesen wäre.

Ab jetzt wurden auch langsam die Beine schwer, die die letzten drei Kilometer sogar deutlich unter 6er-Schnitt unterwegs waren. Auf den allerletzten zwei Kilometern hörte ich dann auch langsam die Glöcken läuten. Aber diese waren zum Glück real, die Ohmsteder Kirche läutete zum Gottesdienst 🙂 Eine letzte zusätzliche Kurve lief ich dann noch durch meine Wohnstraße und 38 km waren voll. Das Durchschnittstempo lag bei 6:07 pro Kilometer. Trotz eineinhalb Liter Wasser während des Laufs und einem halben Liter Sportbrause direkt nach dem Lauf, war ich nach dem Lauf noch ein Kilo leichter als am Morgen. Sprich: drei Liter habe ich mir während des Laufs aus den Rippen geschwitzt.

29.08.15 19

Einen so langen Trainingslauf sieht kein Marathontrainingsplan vor. Aber zu einem trainiere ich gar nicht nach Plan und zum anderen war es dann halt eben kein Trainingslauf 😀 Auf jeden Fall hats Spaß gemacht ❗