Beton

Vor ein paar Wochen hatte ich mal mein Laufschuhregal aus- und umsortiert. Die minimalen Treter haben den prominensten Platz bekommen, einige meiner bisherigen Laufschuhe sind etwas ins Abseits geschoben worden und noch weitere von ihnen erst einmal in einem Plastiksack zwischengelagert, da ich mich doch noch nicht traue ihnen gänzlich den Laufpaß zu geben.

Bei dieser Räumerei habe ich Bauklötze gestaunt, wie schwer auf einmal meine bisherigen Lauffavoriten im Vergleich zu den Minimalen sind. Was ich jahrelang gut und gerne an den Füßen gehabt habe, kommt mir auf einmal vor, als könnte mich die Mafia damit im nächsten See versenken 😛

Die fluffigsten Flitzer, die ich besitze, sind zusammen nicht so schwer wie jeweils einer meiner bisherigen Lieblingslaufschuhe. Zugeben, der Vergleich ist vielleicht etwas böse, weil meine klassischen Laufschuhe aufgrund ihrer üppigen Dämpfung auch nicht gerade zu den leichtesten ihrer Gattung gehören und auch nicht alles Minimale so leicht ist wie die V-Runs, aber der Unterschied ist grundsätzlich schon eklatant.

Wenn ich denn noch bedenke, dass ich mich immer darüber gefreut habe, wieviel leichter meine Laufschuhe im Vergleich zu meinen normalen Straßenschuhen waren, bin ich sehr froh auch im Alltag auf minimale Schuhe bzw. soviel es geht barfuß umgestiegen zu sein.

Irgendwie drängt sich mir inzwischen immer mehr der Verdacht auf, dass das mit den normalen Schuhen, egal ob Straße oder Lauf, nicht so ganz im Sinne des menschlichen Anatomieerfinders sein kann 😯 Weil nicht nur beim Laufen hat sich mein Laufstil und die Körperhaltung verändert, sondern auch im Alltag, wo ich nun gefühlt gerader durchs Leben laufe, von der Freiheit der Füße ohne Klötze bzw. mal ganz ohne irgendwas sein zu dürfen mal ganz abgesehen.

Irgendwie hört sich das jetzt alles nach einem Plädoyer, nach einem Aufruf, nach Weltverbesserung an, dass will ich eigentlich gar nicht, sondern eigentlich nur ganz bescheiden mitteilen, wie oberaffengeil gut mir das Ganze bis hierher einfach tut 😀

 

 

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Ich konnte ja nicht ahnen

… das ich mit meinen drei letzten, meiner Ansicht nach harmlosen, Blogbeiträgen mit dem Thema neue Laufschuhe, Teile meiner weiblichen Leserschaft in arge Versuchung geführt habe, ebenfalls dem Shoppingwahn zu verfallen. Um Geldbeutel und Fassungsvermögen der Schuhschränke/-regale dieser Damen nun aber nicht weiter zu sprapazieren, widme ich mich heute einem anderen Thema :mrgreen:

Mit einem letzten Lauf am Utkiek habe ich mich heute von meinen alten, heißgeliebten Pegasus verabschiedet. Von ein wenig Schmutz abgesehen, optisch unbeschadet, haben sie ihre inneren Werte doch so langsam eingebüßt. Die Dämpfung ist runter und entspricht so nicht mehr meinem Komfort- und auch nicht meinem Sicherheitsbedürfnis.

04.02.16 01

Ca. 980 km sind eine einigermaßen respektable Laufleistung,  so dass die Guten mit Anstand ihren letzten Gang antreten können. Ersatz ist ja schließlich schon da 😀

So, meine Damen, besser? :mrgreen: