Ein hartes Stück Arbeit

Das war mir heute vom Start weg klar: Dieser lange Lauf wird ein hartes Stück Arbeit. Aber erst einmal vorweg, auch bei uns im Norden war heute Frühling.

Nicht nur jede Menge Frühjahrsblüher, im heimischen Garten …

… und unterwegs …

.. waren ein Indiz dafür, sondern auch die plötzliche Wärme von sagenhaften 14° mit zaghaften Anklängen von Sonnenschein.

Aber zurück zum Lauf. Vom ersten Meter fühlten sich die Waden an als wären sie schon auf den letzten Metern. Geplant war aber ein letzter längerer Brocken, bevor ich in zwei Wochen auf Sylt die 33 km laufen darf. Um mir diese Nummer etwas zu versüßen, mußte es zumindestens in Teilen eine neue Strecke sein. Der Schloßgarten in Rastede, angesteuert über Wahnbek und Loy war mein Ziel auf dessen Weg dorthin mir allerdings massenhaft Hunde und Kohlfahrten begegneten. Dabei war der Weg für meine Gewohnheiten nicht mal topfeben. Loy liegt am Geestrand, was so eine Art Abbruchkante zur Wesermarsch darstellt und da gibt es tatsächlich ein paar seichte Steigungen. Der gemeine Süddeutsche würde diese zwar nicht erkennen, aber meine muffeligen Waden nahmen jeden Höhenmeter wahr wie die Prinzessin die Erbse unterm Matratzenberg.

Die längste Steigung ging immerhin über sage und schreibe 550 m und überwand dabei laut gpsies satte 20 HM, Hammer oder? 😆 An der fast parallel laufenden Bundesstraße kann man es sogar auf dem Foto etwas erkennen 🙂

Immerhin habe ich diese laufend überwunden und das, wo mir vorher schon fast die Puste auszugehen schien. Aber immerhin hatte ich da auch schon fast 20 km in den morschen Beinen. Zu guter Letzt waren es 27,5 km als ich mich mit kochendem Kühler und qualmenden Füßen den Heimathafen erreichte. Nach Abdrücken des Laufweckers gönnte ich mir deshalb etwas Abkühlung.

04-03-17-19

Geschafft, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber wie fast immer, wenn man es geschafft hat, war es rückblickend doch irgendwie ganz geil. Und eine Salzkruste hatte ich auch endlich mal wieder im Gesicht, kein Wunder bei der Hitze 😀