Ups

… das war so gar nicht gewollt. Nach meiner kurzen Aua-Auszeit bin ich in dieser Woche wieder zur Laufnormalität zurückgekehrt. Mehr sogar, in den letzten sieben Tagen bin ich viermal gelaufen und dabei auf knapp 62 km gekommen. Das war definitiv so nicht geplant und ich hatte es so auch gar nicht auf dem Schirm. Aber mein Statistik lügt nicht und ich kann unverhofft  die laufstärkste Woche dieses Jahres verbuchen.

Bebildert sind aber nur zwei Läufe. Der vom Sonntag, wo sich der Sommer noch eine Auszeit gegönnt hatte, …

… und der heutige, wo der Sommer mit aller Macht wieder da war. Allerdings ein Sommer wie er besser nicht sein kann. 25° mit einer erfrischenden Brise aus Ost. Da läßt es sich laufen und der Start um kurz nach 17 Uhr machte auch die Sonnencreme entbehrlich.

Zuerst lief es durch die Bornhorster Wiesen entlang der Hunte, danach ging es durch die Marsch im Bereich Gellen, weiter entlang des Großen Bornhorster Sees und über das ländlich idyllische Bornhorst wieder zurück nachhause.

Mein Plan eines 20 + -Laufs ist damit aufgegangen. Meine nichtlügende Statistik hat mir nämlich erschreckender Weise auch verraten, dass mein letzter Lauf über 20 km schon über ein sagenhaftes Vierteljahr zurückliegt. Und da Berlin nun doch irgendwie so ganz langsam näher kommt, sollte ich auch allmählich in Quark kommen.

Apropos Quark, der kommt auch noch an meinem Unterschenkel zum Einsatz, um die allerletzten Reste meiner Unterschenkelmaleschen den Rest zu geben. Magerquark hilft da mal wieder mehr als alles andere. Faszinierend!

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Entspannung durch Monotonie

Christian widmete sich vor einigen Tagen dem Thema Entspannung durch Monotonie und Manfred griff dieses Thema heute noch einmal auf. Der Bogen spannt sich über das Lauschen seiner eigenen Trittfrequenz oder dem Trommeln der Regentropfen auf der Laufjacke bis hin zum „Abhängen“ während eines Laufes, von dem man einfach nichts erwartet. Manfred gelingt es sogar während eines Gebirgs-Ultras zu entspannen, Sachen gibts 😉

Da möchte ich von meiner Seite gerne einen weiteren Entspannungsaspekt, der auch mit Monotonie zusammenhängt, hinzufügen und zwar den der langschaftlichen Monotonie. Gerade heute, als ich mal wieder auf einer Strecke unterwegs war, die wohl für 99,9% aller Läufer das absolute Grauen sein dürfte, eine 2,6 km lange Gerade durch die flache Marsch. Ich laufe sie gern, sehr gerne sogar, nicht jeden Tag aber immer wieder mal. Hier kann entweder der Kopf arbeiten oder die Gedanken ihren freien Lauf nehmen. Oft ist sogar das eine von dem anderen gar nicht zu unterscheiden. Das ist für mich Entspannung. Jeder weiter das Land, je ferner der Horzizont, je offener der Blick, desto wohler fühle ich mich. Diese Landschaft und ich, wir passen zusammen. Für die einen die ödeste Monotonie, für mich das Paradies.

31.01.18 01

So kann ich mich nicht sattsehen an der Weite der Wiesen und Felder, den überfluteten Poldern und an den Unendlichkeit vermitteln Wegen. Ich werde es nicht über die Blicke schweifen zu lassen und die Ruhe zu genießen. Freue mich zum Hochwasser, wie gestern, mit den Schiffen auf Augen- bzw. Fußhöhe zu laufen. Freue mich, wie heute, über auffliegende Wildganssschwärme, über Menschenleere und den Wind, der mir um die Nase pfeift. Der weite Raum und der hohe Himmel geben mir Platz zum Atmen.

Gestern:

 

Heute:

 

All das verbirgt sich für mich hinter dem, was andere als monoton empfinden, Entspannung und Genuß pur! So findet jeder seins, mit dem er glücklich ist, und das ist doch das eigentlich Geniale 🙂