Morgenstund …

Erst schauen, dann lesen 😎

… sprach der besagte Deichläufer und trabte von dannen.

Ein kurzer Gewittersturm am Vorabend hatte dem Wärmewahnsinn zumindestens für ein paar Stunden den Garaus gemacht. Wie gesagt, dass mußte ausgenutzt werden und ich wurde reichlich belohnt für meine frühausteherische Heldentat.

Der 3,5 km von Zuhause entfernte Kleine Blankenburger See war der Startpunkt meines Laufs, der mich die ersten eineinhalb Stunden durch zauberhafte Frühnebelstimmung und durch Morgentau glitzernde Moor- und Wiesenwelten führte. Im Moor sorgte hohes, den Weg überwucherndes und klitschnaßes Gras für klitschnaße Füße und somit für ein paar Kilometer für eine willkommene, zusätzliche Erfrischung.

Mit steigender Sonne verschwand diese wunderbare Fabelwelt aus Nebel und Tau und ich wechselte auf die Huntestrecke. Trotz der traumhaft moderaten Temperaturen floß der Schweiß in Strömen und ich gönnte mir nach 17 km zwei Salztabletten aus dem superpraktischen Behältnis aus dem Haus Runningblog, das mir vor kurzem ins Haus geschickt wurde. Danke noch einmal an dieser Stelle, liebe Elke 🙂

Wieder weg von der Hunte ging es auch schon langsam auf die Schlußkilometer dieses kurzweiligen und längsten Brummers seit dem Hermannslauf Ende April. Nach gut 31 km im moderaten Tempo (zu mehr wäre ich aber auch nicht fähig gewesen 😉 ) kurvte ich auf den Parkplatz des Kleinen Bornhorster Sees. Uhr abgedrückt, Laufrucksack ins Auto, Handtuch gegriffen und dann ab in die Fluten!

Was hatte ich mich auf diese Erfrischung gefreut! Ca. eine halbe Stunde plantschte ich vor mich hin und machte sogar ungefähr soviel Schwimmzüge wie ich Kilometer gelaufen bin 😆

Dann ging es ab nach Hause. Superzufrieden darüber, dass ich diese idealen Bedingungen genutzt hatte und so einen Lauf erleben durfte, der mir nicht eine Sekunde schwer fiel, trotz nur eines Bechers Tee und eines Bechers Vla vorweg und zwei Cola-Gels während des Laufs. Ich würde sagen,  der (späte) Auftakt der Marathonvorbereitung mehr als geglückt.

Spaßfaktor 10

Es gibt ihn bei mir doch noch, den höchsten Spaßfaktor beim Laufen. Nach meinem mehrfachen Genöle über die Hitze wird es deshalb Zeit hier wieder etwas uneingeschränkt Positives zu berichten:

Zwei morgendliche Runden im Wald beim Woldsee bei zu Beginn 22° und zum Ende 25°. Vor Halbsieben schon ohne Shirt. Dafür mal wieder mit einem einen Hauch flotteren Tempo.

Und zum Schluß ging es zur Abkühlung in den Woldsee:

Fantastisch! Als ich mit dem Auto wieder abgefahren bin, spielte dann noch als Sahnehäubchen im Radio die Morgenstimmung von Edvard Grieg, perfekt!

Das wirklich einzige klitzekleine Manko dieses Laufs war der limitierende Faktor Zeit, so dass es leider nur für 10,2 km gereicht hat. „Trotzdem“ war dieser kleine Ausflug ein absoluter Leckerbissen 🙂

Morgenstimmung

Ich bin ja bekanntlich nicht so der Morgenläufer, aber wenn aus Zeitnot das Laufen auf der Strecke zu bleiben droht, mache ich mich ausnahmsweise auch mal zur frühen Stunde auf die selbige.

Was mich heute morgen dabei erwartete war einfach nur grandios. Ein Sonnenaufgang wie er schöner nicht sein konnte erhob sich über den Frühnebel, der sich über Wiesen und Marschen gelegt hatte.

Dabei floß der Nebel über den Deich, wie man es manchmal von Wolken kennt, die die Berge hinabfließen. Unglaublich schön!

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Die 10° Frische war ein Genuß. Obwohl nur mit einem Glas Wasser angefüttert, lief es sich ganz gut und die atemberaubend schönen Ausblicke sorgten für Abwechselung. Schon lange konnte ich mich auf meiner altbekannten Strecke nicht mehr so sattsehen.

Herbstliche Anklänge sind aber auch nicht mehr zu leugnen. Egal, der Start in den Tag war phänomenal. Das Bedauern, nicht ewig weiter laufen zu können, wurde nur dadurch gedämpft, dass zum Ende des Laufs der Nebel schon verschwand und die folgende Wärme des Tages schon spürbar wurde.

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Besonders mystisch war, dass mein Schatten, der auf den Nebel fiel, von einem Regenbogenkranz umgeben wurde.

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Ein Heiligenschein? Naja, ich will es mal nicht übertreiben :mrgreen:

Was könnte zu diesem Lauf nun noch besser passen als die passende musikalische Untermalung?:

😀