Verweichlicht

Ich wünsche allen meinen Lesern noch ein

Möge es ein Jahr mit viel Licht werden, es muß ja nicht gleich goldenes sein 🙂

Ich melde mich hier auf meinem Blog zurück mit einem kleinen „Zustandsbericht“: Seit dem 01. Oktober 2021 bin ich krankgeschrieben und bin es auch weiterhin. Wie es weitergeht wird sich wohl im Laufe des Januar entscheiden. Ich muss leider sagen, dass sich mein Optimismus für das Jahr 2022 in Grenzen hält. Dafür hat mich meine Krankheit nach wie vor zu fest im Griff und auch die äußeren, von mir kaum zu steuernden, Einflüsse stimmen mich nicht gerade froh. Aber es ist ja nicht so, dass ich nicht auch positiv denken kann: Dadurch, dass ich von diesem Jahr nichts erwarte, kann ich eigentlich kaum noch enttäuscht und es eigentlich nur besser werden 🙂

Das trifft auch auf das Laufen zu. Weniger als zur Zeit geht nicht, schlechter kann es nicht mehr werden und meine einzige Hoffnung für 2022 besteht darin überhaupt wieder regelmäßig in einem gewissen Umfang laufen zu können.

Damit noch ein kurzer Rückblick auf 2021, in dem ich mein Kilometer-Ziel nur um knapp 1.000 Kilometer verpaßt habe 😆 Naja, wenn man im Juli und August jeweils gerade noch 100 km läuft, im September nur 50, im Oktober unter 50, im November nur noch unter 40 und im Dezember nur 10 km, dann wird es halt eng mit den anvisierten 2.400 km. Dank der recht starken ersten Jahreshälfte sind es aber immerhin doch noch 1.456,8 km, davon 794,6, sprich 54,54 %, barfuß, geworden. Paßt, für ein besch… eidenes Jahr will ich da gar nicht meckern 🙂

Für heute animierte mich Torben zum ersten Lauf diesen Jahres. Fünf Kilometer wollten wir, sieben wurden es, männliche Unvernunft halt. Für diesen Lauf habe ich mich voll aufgerödelt. Naßkalte 2 ° ließen mich zur langen Tight greifen, darüber noch ne Shorts ziehen und das erste Mal nach 19 Monaten die V-Runs über die Füße streifen. Die lange Behosung war aber zu meiner Verteidung nicht dem Laufen geschuldet, sondern der An- und Abreise von und zu Torben mit dem Fahrrad. Da waren mir nackte Beine dann doch zu kalt, ebenso wie Sandalen auf dem Fahrrad bzw. barfuß zu laufen.

Zu dieser Verweichlichung mit langen Hosen beim Laufen bei Plusgraden gesellt sich noch ein Verweichlichung meiner Fußsohlen. Das nahezu Nichtlaufen in den letzten Monaten, gepaart mit überhaupt wenig Outdoor-Aktivität, von ein paar Spaziergängen einmal abgesehen, führt zu einer enorm schnellen Rückbildung der stabilen Fußsohlenhaut. Das hätte ich in diesemm Tempo nicht erwartet. Macht aber nichts, da ich eh noch eine längere Zeit wohl nur kürzere Strecken laufe kann, kann ich die Fuhsohlen auch langsam wieder abhärten. Verweichlicht war übrigens auch meine Garmin und fand das Satelittensignal heute erst kurz vor Ende des Laufs und dichtete dann noch über einen halben Kilometer dazu :-/

Wie meine geneigte Leserschaft also merkt, sprühe ich (noch?) nicht gerade vor überbordenden Optimismus und Elan. Aber, siehe oben, es kann ja nur werden, hoffe ich zumindestens inständig.