Neuer Streckenrekord und drei Läufe an drei Tagen

Am Montag gab es einen neuen Streckenrekord! Ok, nicht bei mir, mein Streckrekord wird in diesem Jahr schon sieben Jahre alt und wird so schnell wohl auch nicht mehr getoppt werden. Torben ist am Montag seine bislang weiteste Strecke ever gelaufen. 14 km hat er mich absolut spontan bei meinem Standardlauf an der Hunte begleitet. Neben der Streckelänge war auch der Gegenwind auf sieben Kilometer durchaus eine Herausforderung. Für mich war es der erste von drei Frühlingswetterläufen hintereinander.

Dienstag liefen Jens und ich wieder „gemeinsam“ und erlebten einen absoluten Massenauflauf auf der Strecke. Schönes und noch wärmeres und vorallem weniger windiges Wetter als am Montag, Schulferien und Lockdown, mehr Argumente für einen Ausflug auf Fährrädern, Inlinern und per pedes gibt es aber auch kaum.

Noch schöneres Wetter und noch mehr Menschen gab es heute. Wieder mit Torben unterwegs (auch er hat Ferien) überlegte ich einmal kurz in den Kleinen Bornhorster See einzutauchen, Badehose und Handtuch hatte ich im Laufrucksack dabei. Aber die Lust verging ging mir als sich uns das hier präsentierte:

Also aufs Bad verzichtet und stattdessen die förmlich explodierende Natur genossen.

Und extra für Manfred, zwei schnelle Schnappschüsse aus dem Auto heraus vom blühenden Straßenbegleitgrün in Oldenburg 😀 :

Ach ja, jetzt darf man auch endlich wieder mal richtig schwitzen beim Laufen 😆

Endlich mal wieder abkühlen müssen/dürfen 😆

Aber dran gewöhnen muß ich mich ja noch nicht, es soll ja wieder erheblich kühler werden. Drum war es gut, die letzten drei Tage ausgiebig genutzt zu haben 🙂

Vom lonely Wolf zum Rudeltier?

Na, meine liebe Leserschaft, soll ich mich hier mal wieder zum gestrigen Corona-Gipfel auslassen? Nein, ich erspare es Euch und mir. Das Ergebnis spricht für sich, wie immer Ihr das jetzt auslegt :mrgreen:

Widme ich mich also lieber dem Angenehmen in dieser Zeit:

Das ich in letzter Zeit desöfteren mit Torben laufe, sollte hier schon einigermaßen bekannt geworden sein. Da er als verhinderter Schwimmer nicht ganz lange Strecken läuft, nehme ich dafür sogar in Kauf, dass ich ihn jedesmal bei sich Zuhause abhole und dort auch wieder abliefere. Zusätzlich nehme ich ebenfalls in Kauf, dass dadurch meine Barfußlaufstatistik leidet. Rundum das Zuhause von Torben sind die Strecken weitestgehend barfußuntauglich.

Was ich dafür allerdings gewinne ist Gesellschaft und Motivation. Offensichtlich kompensiere ich die zermürbende Corona-Einsamkeit ausgerechnet etwas beim Laufen, wo ich eigentlich die Einsamkeit immer schätze. In den Zeiten als meine Depression und das nasskalte Winterwetter auf ihrem langanhaltenden Höhepunkt waren, waren mir die Laufverabredungen auch eine wichtige Motivation, die ich sonst so nie nötig hatte. Zwei von meinen vier bis fünf Läufen die Woche bin ich nun also mit Torben unterwegs.

Wie auch am vergangenen Sonntag, wo Torben ja eigentlich kneippen und ich noch einmal ein kurzes Vollbad im Kleinen Bornhorster See nehmen wollte. Allerdings war es am Sonntag so kalt und es bließ so ein kräftig-kalter Nordwestwind, dass wir das Ansinnen aufgegeben haben. So blieb es bei mir beim Kneippen und Torben hat immerhin einmal kurz die Wassertemperatur gefühlt 😎

Immerhin bekennt der Frühling trotz anhaltender Kälte schon einmal etwas Farbe:

Heute nachmittag hatte ich wieder leichte Motivationsprobleme und schnappte mir daher mein nächstes Opfer 👿 Jens hatte kürzlich in einer Reha Gefallen am Nordic Walken gefunden (Laufen kommt aus gesundheitlichen Gründen für ihn leider nicht in Frage und auch er ist ein Opfer geschlossener Schwimmbäder) und sich letzte Woche bei Feinkost Albrecht auch schon die passenden Stichwaffen gekauft. Deshalb fragte ich ihn, ob er nicht Lust hätte in den Bornhorster Wiesen eine erste Runde zu drehen, während ich laufen gehe. Er hatte! 🙂

So sind wir zu den Bornhorster Wiesen rausgefahren und Jens hat sich mit den Stöckern bewaffnet auf den 5 km langen Rundweg gemacht und ich bin derweil eine Pendelstrecke gelaufen. So haben wir zwar nicht wirklich gemeinsam gesportelt, aber wir sind immerhin gemeinsam gestartet und auch ungefähr zeitgleich wieder gemeinsam ins Ziel gekommen. Schön war das und Jens hat es auch gefallen.

So genieße ich momentan die Gesellschaft, ob es allerdings ein wirklicher Wandel vom Einzelgänger bzw. -läufer zum Rudeltier wird, wird die Zukunft zeigen. Im Moment paßt es einfach und es tut hoffentlich nicht nur mir gut.