Wer feiern kann, kann auch laufen

Am Vatertag bin ich aus den Niederlanden wieder zurück gekommen. Am Freitag war dann auch gleich das erste „Ich-bin-wieder-da“-Läufchen fällig. Gute 11 km durch die grüne Natur, die immer noch eine Schippe drauflegt. Aber leider habe ich meine Digicam vergessen. Große Katastrophe! Und da die paar Bilder, die ich mit meinem Outdoorhandy geschossen hatte, sich partout nicht via Bluetooth auf den Rechner schicken ließen, gibt es aus lauter Frust auch gleich keinen Bericht über diesen Lauf. Naja, es war wohl doch eher die fehlende Zeit 😉

Der Samstag war auch nochmal vollgepackt und abends stand eine Geburtstagsfeier im nahen Hude auf dem Programm. Da wird dort übernachteten, hatte ich mir vorher schon -mit tatkräftiger Unterstützung meines Lauffreundes Hermann- ein Strecke ausgetüftelt um am heutigen Sonntag von dort über gute 22 km wieder nachhause zu laufen.

Die Feier war schön. Nette Leute, Live-Musik, gutes Essen, a bisserl Bier. Alles was man so braucht. Da ich trotzdem nicht so der Partylöwe bin, hatte ich mich einigermaßen zeitig in die Falle begeben um zumindestens für den Lauf das richtige Stehvermögen zu erlangen 🙂

Nach einem späten Frühstück machte ich mich dann bei allerbesten Laufwetter auf den Weg nach Oldenburg. Der Wind war zwar etwas frisch und recht stark, aber diesmal hatte ich tatsächlich mal einen gewissen Anteil an Wald, so dass es sich gut aushalten ließ.

Durch den Reiherholz ging es durch Feld und Flur nach Oberhausen und von dort weiter nach Iprump. Für mich ungewöhnlich viele Kilometer über Wald- und Sandwege, die großteils schon ziemlich mullig, sprich trocken, tief und weich waren, machten das Laufen recht anstrengend. Aber wie immer, wenn ich nicht auf Asphalt laufe, war ich etwas flotter unterwegs und blieb deshalb über die gesamte Strecke unter 6 Minuten für den Kilometer.

Nach 15 km kam erstmals die Huntebrücke in Sicht und wenig später lief ich dann wieder auf vertrautem Terrain. Gute vier Kilometer vor Schluß noch einen Energieriegel gegen einen plötzlich auf tretenden Hungerast eingeworfen, dann ließ ich noch einen altbekannten Blick von der Huntebrücke gen Oldenburg schweifen und das war es auch schon gewesen.

Gewesen war es somit auch schon mit meinen zweieinhalb Wochen Urlaub. Der Aufenthalt in Trier liegt irgendwie schon in erschreckend weiter Ferne. Aber die Zeit in Nimwegen nimmt mich noch einwenig gefangen. Hoffentlich bleibt das noch etwas so, wenn mich morgen wieder das Arbeitselend überkommt.

Vom heutigen Lauf bleibt mir erstmal das etwas zeterige, sandweggeplagte Laufgebälk 😎

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