Es reicht

… schon ein bisschen Nieselregen und es herrscht wieder Ruhe auf meiner Laufstrecke 🙂 Ich bitte es nicht falsch zu verstehen, ich gönne jedem in diesen schweren Zeiten seine Bewegung in der Natur, aber schön war es halt schon, wieder fast alleine über mein Lieblingslaufstrecke zu düsen 😀

Lediglich vier Radfahrer und drei Spaziergängerinnen begegneten mir auf 14 Kilometern, herrlich. Wetter und Einsamkeit beflügelten mich offensichtlich dermaßen, dass ich auch etwas schneller als üblich war. Außerdem waren die 14 km neuer Barfußrekord auf nassem Asphalt, den die Fußsohlen blendend überstanden haben. Die Pace lag bei schönen 5:42 und der Durchschnittspuls angeblich nur bei 137, woran ich aber leichte Zweifel hege, da ich bei meinem üblichen Tempo zwischen 6:00 bis 6:15 schon immer einen Puls im 140er-Bereich habe.

Wer hätte gedacht, dass ich mich nach dem mordsmäßig verregneten Winter so über Regen freuen würde. Für die Natur war es allerdings erst einmal nur ein Tropfen auf den heißen Stein :-/

Und einmal extra für Elke, die in meinen Posts Bilder von Häusern und Industrie vermisst 😉 : Am Ende meiner 7 km-Pendelstrecke gelange ich an den Hafen, da kann ich dann auch einmal etwas anderes als Grün und Natur bieten, aber nur ein bisschen 😀

Ein eigentlich alltäglicher Lauf, der wieder einmal einfach nur genial gewesen ist! 😎

Hen, op un dal, wedder torüch

So langsam sollte ich mal anfangen ein paar Kilometer zu sammeln. Der alldonnerstägliche Utkiek-Lauf ist da allerdings nur bedingt geeignet. Es sei denn man läuft halt auch hin und auch wieder zurück. Gesagt getan.

Allerdings war ich etwas spät dran, was der Entspannung auf dem Hinweg etwas abträglich war. Aber immerhin waren mir sowohl die Eisenbahnklappbrücke als auch die Eisenbahnschranken gnädig und verharrten in für mich günstigen Positionen und ich erreichte nach Durchqueren des grünen Teils von Donnerschwee und des Agrarhafens mit nur fünf minütiger Verspätung den Treffpunkt am Utkiek.

Dort hatte sich die recht kleine Truppe auch noch gar nicht in Bewegung gesetzt. Ich schloß mich Uli und Stephan an, während die Mädels ein ruhigeres Tempo angehen wollten.  Zwischendurch habe ich aber die Fronten gewechselt, die Jungs waren mir doch etwas zu fix und ich suchte mein Heil bei den Damen 🙂

Die „Steigungen“ haben mich diesmal echt gestresst und ich war froh, nach der obligatorischen Stunde zusammen mit Uli den Heimweg antreten zu können. Den verbrachten wir mit etwas Citysightseeing.

Nachdem Uli sein Zuhause erreicht hatte, trabte ich die letzten knapp zwei Kilometer alleine weiter und vollendete einen exakt 22 km langen Lauf. Dabei kam ich mir vor, als wäre ich gut und gerne die doppelte Strecke gelaufen 🙂 Konditionell ist da also noch reichlich  Luft nach oben 😛 Aber immerhin ist der erste Einstieg in die etwas längeren Läufe geschafft 😎

Emotionen beflügeln

… oder Utkiek mal anders.

Strahlende Gesichter und den Glanz in den Augen von Menschen darf ich im Job seit einiger Zeit immer mal wieder erleben. Wenn einem aber noch ein ganz besonderer Coup gelingt, wo eine Portion Glück mit einer Handvoll Menschen zusammentrifft, die bereit sind spontan und unbürokratisch zu agieren,  dann fließen auch schon einmal Tränen der Freude, dann wird auch schon einmal meine Kollegin umarmt. Das sind dann schon besonders schöne und emotionale Momente, bei denen auch ich ganz nah am Wasser gebaut bin. Solche Bilder im Kopf nehme ich dann auch gerne mal mit nach hause und sogar mit auf den anschließenden Lauf.

Und dieser Lauf hatte es für einen Feierabendlauf schon etwas in sich. Schon länger hatte ich mir vorgenommen, den Lauf am, auf, um den Utkiek laufend anzusteuern. Gestern habe ich es endlich mal in die Tat umgesetzt.

So teilte sich der Lauf quasi in drei Teile. Einmal der Hinweg, teilweise durch Hafen- und Bahn“romantik“,…

 

… der Utkiek-Lauf selber …

… und der Rückweg, der der selbe war wieder der Hinweg.

An und für sich harmlose 21 ° wurden durch wieder mal drückende Schwüle und Windstille zu einer ausgesprochen schweißtreibenden Angelegenheit. Die Entscheidung für den Laufrucksack mit gefüllter Trinkblase war somit goldrichtig, wie die überlastete Funktionsfaser nicht erst zum Ende der 21,5 km zeigte 😎

07.07.16 11

Insgesamt ein feines Läufchen, das ich bei ausreichendem Zeitfenster und solange das Tageslicht noch ausreicht, durchaus noch einmal wiederholen werde 🙂