Hochmut kommt vor dem Laufen

Elke kommunizierte am Gründonnerstag in unserer WhatsApp-Gruppe zum (noch nicht abgesagten) Ahrathon 2020, dass der München-Marathon einen virtuellen Ostermarathon anbot, zu dem man sich kostenlos anmelden konnte. Gebeten wurde lediglich um eine Spende für das Bayrische Rote Kreuz. Den Marathon konnte man dann an den vier Ostertagen in Etappen nach eigenen Belieben laufen.

Meine Begeisterung für dies Offerte hielt sich aber in Grenzen. Wenn ich sowieso alleine laufe, kann ich auch alleine laufen und brauche diesen „offiziellen Charakter“ nicht. Ebenso würde mir als Nordlicht eine Spende ins Bayrische doch schwer abgehen 😉 Zu guter Letzt habe ich dann noch richtig einen auf dicke Hose gemacht und kundgetan, dass ich mich außerdem über Ostern nicht auf die Marathondistanz beschränken lassen möchte 😆

Uhhh, da hatte ich aber etwas geschrieben und ein großes Echo in der Gruppe ausgelöst. Das ging sogar soweit, dass Doris ankündigte vielleicht sogar ihre Blog-Pause zu beenden, wenn ich wirklich einen Ultra laufen würde 😀

Nun denn, ein echter Deichläufer löffelt die Suppe aus, die er sich eingebrockt hat und so machte ich mich von Karfreitag bis zum heutigen Ostermontag auf, einen kleinen Ultra zu laufen. Schlußendlich kam ich auf exakt 60 km, davon 26,2 km barfuß. Im Einzelnen sah das so aus:

Karfreitag: vormittags virtueller Lauf mit Heimo, 11,2 km (2,2 km barfuß), nachmittags noch einmal 7,2 km barfuß.

Samstag: 10,7 km (5,4 km barfuß).

Ostersonntag:  Der megageniale Telefonielauf mit Heimo, 15,2 km ( – km barfuß).

Ostermontag: 15,7 km (11,4 km barfuß)

Die Durchschnittspace lag über die vier Tage zwischen 6:03 und 6:28, also recht sutsche. Die Temperaturen unterschieden sich erheblich. So lagen sie z. B. am Ostersonntag bei 21 ° und tagsdrauf am Ostermontag bei gerade einmal 6 °.

In der Endabrechnung stellte ich noch zufällig fest, dass sogar gleich sieben Tage am Stück gelaufen bin. Überhaupt bin ich im April bislang an 11 von 13 Tagen gelaufen. Drum werde ich mir morgen und eventuell auch übermorgen erst einmal ein Laufpäuschen gönnen.

Hier noch ein paar Impressionen vom Abschlußlauf. Kälte und strammer Wind sorgten für eine wunderbar freie Strecke 🙂

Doris, ich freue mich bald wieder auf Deinem Blog lesen zu können! 😀