Vom Dollart zum Jadebusen

.. in drei Etappen mit insgesamt ca. 80 km zu laufen, das ist die coole Idee von meinem Utkiek-Laufkollegen Ralf für die drei Wintermonate.

strecke

Gestern starteten wir mit der Dezember-Etappe im Hafen von Emden. Wir, dass waren Freya, Marion, Sylke, Ralf, Stephan und meiner einer, die wir uns am späten Vormittag im Etappenzielort Timmel trafen.

Von dort fuhren wir in zwei Autos (danke auch an Ralfs Frau für den Fahrdienst) durch das frostige und nebelige Ostfriesland nach Emden.

Ein Startbild auf glattem Untergrund, ein Beweisbild, dass ich in langen Hosen gelaufen bin und ein Bild, das statt großer Schiffe dichten Nebel zeigte, später ging es los auf die gut 27 km lange Strecke.

Aber schon bald lichtete sich der Nebel und offenbarte reizvolle Ausblicke auf ein raureifglänzendes, traumhaft schönes Ostfriesland.

Nach neun Kilometern kamen wir am Emssperrwerk an, da wurde es mir unter der langen Hose dann doch zu warm, schließlich hatte ich die nur über die 3/4-Tight drübergezogen. Sie wanderte problemlos in den Laufrucksack.

Bei Oldersum verließen wir den Emsdeich und liefen durch, selbst für meine Verhältnisse, unglaublich flaches und weitläufiges Land mit idyllischen und verschlafenen Dörfern.

Knappe 7 km vorm Ziel haben wir in Ayenwolde noch einen kurzen Abstecher in eine Kirche gemacht, für mich das erste Mal während eines Laufs. Diese Kirche bietet ein Kuriosum: Sie besteht aus zwei Seitenschiffen. Der Eingang und die Kanzel liegen in der Mitte exakt auf der Gemeindegrenze von Ayenwolde und Hatshausen, dadurch hat jede Gemeine ihr eigenes Kirchenschiff.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp ging es auf die letzten Kilometer zum Strand des Timmeler Meeres. Dort gab es praktischer Weise noch ein Café, wo wir uns bei echtem Ostfriesentee und Torte die verbrauchten Kaliorien wieder anfuttern und etwas aufwärmen konnten.

Das war ein absolut cooler Lauf im gemütlichen Tempo mit einer tollen Truppe und mit viel Zeit zum Gucken und Staunen bei genialem Wetter. Es hat großen Spaß gemacht.

Ich freue mich schon auf die zweite Etappe im Januar 🙂

P.S.: Ein paar Bilder habe ich von Sylke und Marion von Telegram gemopst.