2016 2017

Mit einem kleinen persönlichen Silvesterlauf nur für mich beendete ich heute das Laufjahr 2016.

Bevor nun das Jahr als solches in wenigen Stunden ausklingt, möchte auch ich einen Blick zurückwerfen. Da es der Rückblick auf mein Jahr ist, blende ich an dieser Stelle alle anderen Geschehnisse in dieser Welt aus. Nur so gelingt es mir zu sagen, dass 2016 ein gutes Jahr war. Rein für mich war es nach vielen schwierigen Jahren, gekrönt vom katastrophalen 2015, endlich mal wieder ein ruhiges und erfolgreiches Jahr.

Weder Tod noch schwere Krankheiten trübten das engere familiäre Umfeld und auch die eigene Gesundheit blieb stabil. Nach jahrelangen schwer zu ertragenden Umständen im Beruf kam ich in diesem Jahr endlich wieder in ruhigere Fahrwasser und das sogar verbunden mit einem kleinen „Karriereschritt“. Ein traumhaft schöner Urlaub war Jens und mir vergönnt und sorgte ebenfalls dafür wieder Kräfte zu sammeln.

Auch läuferisch bin ich mit dem Jahr 2016 sehr zufrieden, auch wenn die beiden Höhepunkte mit der mit Ach und Krach überlebten Harzquerung und dem nicht gefinshten Bestzeitmarathon in München nicht wirklich wie gewünscht verlaufen sind. Insgesamt hatte ich aber viele tolle Läufe und kaum Sorgen wegen irgendwelcher Verletzungen.

Mit der Harzquerung, einem weinseeligen Halbmarathon im Ahrtal, dem nächtlichen Marathonversuch in München und dem Staffellauf beim Uewersauer-Trail in Luxenburg war ich wieder reichlich auf Laufreisen und habe dabei viele liebe Bloggerfreunde besuchen und treffen dürfen. Schön war es und ich möchte die Begegnungen nicht missen.

Erstmalig hatte ich mal ein Jahreskilometerziel ins Auge gefasst. So richtig ernsthaft hatte ich es aber nicht verfolgt und wegen einiger etwas geschlönzter Laufmonate bin ich in der ersten Dezemberhälfte noch in eine kleine Jahresendrallye gestartet. Nach zwei etwas intensiveren Laufwochen lag ich dann aber wieder im Soll und konnte wieder auf Normalmodus zurückfahren. Gestern denn, quasi auf dem vorletzten Drücker des Jahres, konnte ich dann vermelden:

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30.12.2016: An dieser Stelle Jahreskilometer 2000 erreicht! Yeah!

Mit dem heutigen Lauf erklärt sich dann auch der Titel dieses Beitrags: Ich bin 2016 2017 Kilometer gelaufen 😀

Wem diese Zahl jetzt nicht beeindruckend genug vorkommt, ich habe noch etwas mehr zu bieten. Ein weiterer Erfolg im Jahre 2016 ist es, dass ich im Mai wieder mit etwas Krafttraining angefangen bin. Zwar im recht überschaubaren Umfang, aber immerhin sind z. B. 4.493 Liegestütze, 3.942 Dips und 4.807 Situps zusammengekommen 😎

Der Titel 2016 2017 kann natürlich auch mit Rückblick 2016 und Vorschau 2017 übersetzt werden. Mit der Vorschau möchte ich es aber kurz halten. Syltlauf im März, Berlin-Marathon im September, erneuter Staffellauf beim Uewersauer-Trail im November und, sofern ich einen Startplatz ergattere, der Hermannslauf im April sind die gesetzten Marken. Wenn sich noch mehr Läufe in anderen Gefilden ergeben sollten, werte ich diese als zusätzliche Bonbons. Schaun wir mal. Das Wichtigste aber ist es gesund zu bleiben, das wäre das größte Geschenk.

In diesem Sinne:

feuerwerk

 

 

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Brückenromantik und verpaßter Regen

Freitag abend waren Jens und ich picknicken. Schon lange hatten wir uns vorgenommen, einmal Oldenburgs höchsten Punkt zu erklimmen und genau dort an einem schönen Sommerabend in den Sonnenuntergang zu schauen. Freitag hat nun alles gepaßt, Sommerwetter und die nötige Zeit waren vorhanden. Und von wo hat man nun einen schönen Blick über die Stadt und auf den Sonnenuntergang? Na klar, von der Huntebrücke. Nun könnte man meinen, dass so eine Autobahnbrücke nicht gerade der ideale Platz für ein Picknick ist. Weit gefehlt, auch wenn die Brücke selber statt mit Naturgrün nur mit Graffiti aufwartet, so ist die Stimmung am Abend dort oben eine ganz besondere. Außerdem habe ich dieser Brücke schon mal einen ganzen, nahezu philosophischen Post gewidmet.

Wir waren auch nicht die einzigen die auf diese Weise den Sommerabend genossen haben. Mit den Fahrrädern haben wir das nötige Equipment an Ort und Stelle transportiert und es uns gut gehen lassen.

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Die Aussicht auf die recht flache, sprich mit wenig höheren Häusern gesegnete, Stadt im Flachen Land ist ja nicht so spektakulär …

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dafür bot sich aber ein wirklich traumhaft schöner Sonnenuntergang …

Der Verkehr auf der Fahrbahn nur wenige Meter über uns verebbte immer mehr, bis zum Schluß nur noch vereinzelt Autos über die Brücke rauschten.

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Erst gegen halbzwölf machten wir uns im letzten Licht auf nachhause.  Man mag es nicht glauben, es war wirklich einfach nur schön.

Weniger schön war es, dass mich heute der Regen fünf Minuten vor Beginn meines Laufes in Stich gelassen hat. So entließ er mich in eine dampfige Luft. Die Feuchte war aber aufgrund der auf 17° gesunkenen Temperatur gut zu ertragen. Der Schweiß floss trotzdem im Strömen. Auch, weil ich nach 12 Stunden erholsamen Schlaf richtig gut drauf war. Die Beine fühlten sich gut an und die ganze Veranstaltung war kein Vergleich zu der Quälerei vom Montag. Deshalb gelang es mir auch ab Kilometer 4 mal wieder kontinuierlich unter 6er-Schnitt zu laufen.  Das fühlte sich einfach mal wieder gut an 🙂

Allerdings mußte ich, überhaupt erst das zweite Mal seitdem ich laufe, während des Laufes „ut de Büx“. Das geschah allerdings mit ungeahnten Komfort. Hatte ich mich Montag noch über die neuerliche Baustelle auf meiner Lieblingsstelle geärgert, war sie mir heute ausgesprochen willkommen. Und zwar deshalb:

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Das Ding war offen und vorallem SAUBER und sogar T-Papier war vorhanden. Wie praktisch 😀 Danach liefen die weiteren Kilometer meiner 14,5 km-Runde doch etwas entspannter :mrgreen:

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Es war ein toller Lauf mit einigen, flotteren Kilometern, der sich rundherum gut anfühlte. Ein Lauf ganz im Gegensatz zu dem, den Margitta erleben mußte. Wenn man mit jemanden erst vor kurzem neun Stunden gemeinsam an die Nordsee gelaufen ist, ist man diesem Menschen noch etwas näher, als man es eh schon war. Deshalb wünsche ich Margitta, dass nicht das schlimmste eintritt und sie bald wieder so ein Laufgenuss erleben darf wie ich heute!